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Punkt 4: Für alle oder für niemand

Die 1. Klasse im Bahnverkehr ist ein Relikt und gehört abgeschafft. Zum Wohle der Allgemeinheit. Und aus Prinzip. Punkt. Das ist Punkt 4 des Saiten-Programms für die mobile Zukunft.
Von  Corinne Riedener

(Illustration: Dario Forlin)

Grad kürzlich wieder erlebt: Man will nach zwei Tagen Openair einigermassen lädiert und vollbepackt in den Direktzug via Zürich nach St.Gallen steigen – wie viele andere auch – und die SBB kommt mit einem Intercity Neigezug daher. Fixkomposition. Dreimal zweite Klasse, dreimal erste Klasse, ein Restaurant. Der Unmut war gross, auch bei den anderen Fahrgästen und selbst beim Kondukteur, waren doch sämtliche Abteile der ersten Klasse wie ausgestorben, ganz im Gegensatz zu jenen in der zweiten, wo sich Otto-Normalmensch mit Sack, Pack und Konterbier reinwürgen musste.

Selbstverständlich ist das Missverhältnis nicht immer so gross, aber zu Stosszeiten doch oft genug. Wochentags um halb sechs Uhr Abends von Winti nach St.Gallen zum Beispiel. Oder zur gleichen Zeit auf der Strecke von Rorschach nach St.Gallen, wo die Thurbo-Züge mit ihren verglasten Erste-Klasse-Abteilen samt Ledersitzen kursieren. Voll sind diese selten, gestanden wird dort erst recht nicht. Das ist den Leuten in der Zweiten Klasse vorbehalten, den Büezern, Schülerinnen und babysittenden Grosis.

Der öV ist nicht überlastet, nur falsch verteilt, ähnlich wie die Rohstoffe dieser Welt. Das Postauto ist für alle da, der Bus und das Trogenerbähnli ebenfalls und auch sonst macht niemand mehr einen Unterschied beim Transport von Menschen. Nur die Bahnunternhemen profitieren noch von der ersten Klasse bzw. von deren Preisen. Diese Zweiklassengesellschaft im öV gehört endlich abgeschafft. Nicht zuletzt, weil es sich für eine moderne Gesellschaft nicht geziemt, Menschen ungleich zu behandeln. Auf zum Klassenkampf!

Das vollständige 10-Punkte-Programm für die mobile Zukunft: laufend hier und komplett im Septemberheft von Saiten.

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Kilian Wenger,  

Man kann die Stosszeiten auch meiden. Ausserdem gibts mit GA ziemlich günstige Klassenwechsel

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Kulturfestival 20 Jahre Jubilaeum 2026 Kasimir Hoehener

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Die un­ver­zicht­ba­ren Som­mer­tipps – Teil 3

Bis zum En­de der Som­mer­fe­ri­en prä­sen­tiert Sai­ten wö­chent­lich Kul­tur­tipps aus der Re­gi­on. Teil 3: «Was der Kai­ser noch sah», Olaf Breu­ning – «Hu­mans» und Oria­na Bruseghi­ni  – Das ver­las­se­ne Ret­tungs­boot. 

Von  Redaktion Saiten
260708 Sommertipps Colazione Sull Erba Pfister Noemi copy

Von Mo­de und Kör­pern

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Von  Vera Zatti
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«Ich ma­che das für al­le, die auf ei­nen Ent­scheid war­ten.»

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Von  Daria Frick
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Lus­ti­ges Mas­sen­ar­ten­ster­ben

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Von  Peter Surber
Festspiele planet b tanja dorendorf 1095

Zwi­schen Pon­gal und Turn­ver­ein

Sin­du­jan* lebt schon sein gan­zes Le­ben in der Schweiz. Die Ein­bür­ge­rung ist fast ab­ge­schlos­sen, war aber mit ho­hen Kos­ten und ei­nem un­an­ge­neh­men Ge­spräch ver­bun­den.

Von  Andi Giger
260707 Saiten 0807 08

Ei­ne kur­ze In­dus­trie­ge­schichg­te des Sit­ter­tals

Be­vor die Kunst Ein­zug hielt, war das Sit­ter­tal in­dus­tria­li­siert. Hier wur­de ge­stickt, ge­wirkt, ge­färbt, mer­ceri­siert – aber auch ge­streikt und ge­liebt.

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260708 Sitterwerk Industriegeschichte Das Sittertal zu Zeiten der Motorenstickerei Rittmeyer Staatsarchiv W 054 51 D 8