Maschinenmenschen sind ein Dauerbrenner in der Pop-Kultur. Wir haben den Terminator auf seinem Weg von der seelenlosen Killermaschine zum Familienvater begleitet. Wir haben mit Dolores Abernathy mitgefiebert, als sie die Hosts in Westworld gegen die Parkbesitzer führte. Ein Tränchen verdrückt, als David, der junge Mecha aus A.I., die Liebe seiner Mutter suchte. Und uns gegruselt, als ein anderer David in Alien: Covenant barfuss Gott spielen wollte.
D Robo Religion von Kaktus Neus erscheint heute auf allen gängigen Online-Plattformen.
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Mensch und Maschine, wo fängt das eine an und wo hört das andere auf? Der Schlagzeuger von Shattered Mind Machine hat sich auf seiner neuen Solo-EP mit genau dieser Frage beschäftigt. Zu sphärischen, elektro-akkustischen Soundlandschaften rezitiert er Gedichte über einen Roboter, der eine Seele entwickeln muss, um aus seinem mechanischen Gefängnis auszubrechen. Musikalisch stellt Kaya Guggenheim dabei seine Faszination für szenische Musik unter Beweis, seien es Werke der Klassik oder Filmsoundtracks. Grundstein der EP sind experimentierfreudige Aufnahmen, an denen er schon als Jugendlicher gebastelt hat. Die fünf Songs der EP hat AuGeil bereits im September letzten Jahres veröffentlicht.
Narrative Live-Lyrik
Mit ruhiger, emotionsloser Stimme erzählt Guggenheim die Story vom Durchbrechen der Geischterwand, auf Mundart, untermalt von diesen bereits veröffentlichten Aufnahmen. Anlässlich der Plattentaufe auf dem Winterthurer Kunstfestival Mit Vorschlaghammer und Pinzette trug er seine Verse erstmals live vor. Er habe diesen zweiten Veröffentlichungsschritt als nötig empfunden, denn die intendierte Geschichte von der Menschwerdung trotz Schaltkreis liess sich nicht mit Musik allein erzählen.
Das ischs Endi vonre Legende De Aafang vode Liebi und de Ustritt us de Gfahr S Verlah vom Kinderzimmer D Gschicht vode Transformation vome Impuls, me Signal, zunre Seel
Physisch zu erstehen gibt es Robo Religion nicht, die Songs stehen digital auf allen gängigen Plattformen zur Verfügung. Allerdings hat Kaya Guggenheim die Gedichte künstlerisch von Hand niedergeschrieben. In limitierter Stückzahl gibt es diese Notizbücher zu kaufen; später soll eine gedruckte Auflage folgen. Eine physische Veröffentlichung der Musik sei heutzutage obsolet, findet der Künstler: «Vinyl und CDs wären edel, aber notwendig oder relevant, um gehört zu werden, sind sie nicht.»
Das Frauenfelder AuGeil-Kollektiv beweist mit seinem neuen, ungewöhnlichen Release einmal mehr die Genre sprengende Vielfalt des Labelprogramms. Dahinter verbirgt sich eine unbedingte Leidenschaft für Musik, die ansteckend ist.
Kaya Guggenheim rezitiert die Gedichte live in Winterthur. (Bild: pd)
Nach dem sensationellen Sieg gegen Benfica steht für den FC St.Gallen das erste Ligaheimspiel auf dem Programm. Wie starten die Espen in die Saison? Das Spiel live ab 16.30 Uhr im SENF-Ticker.
In leichten Pastelltönen und dunklen Ölfarben setzt sich der deutsche Künstler Marcel Hüppauff mit dem Profiradsport auseinander. Dabei treten in seiner Schau im Chambre Directe-Schubiger in St.Gallen nicht nur Menschen, sondern auch Katzen in die Pedale.
Mit Hildegard Fässler (1951–2026) verstarb kurz vor ihrem 75. Geburtstag eine der profiliertesten Ostschweizer Politikerinnen an den Folgen einer schweren Erkrankung. Nachruf einer langjährigen Weggefährtin.
Versteckt im Sittertal produziert die Kunstgiesserei Werke renommierter Künstler:innen. Dabei gilt es oft, Neues auszuprobieren und Lösungen zu finden – mit Zucker, Wachs und natürlich Metall. Saiten erhält einen Einblick in das verrückte Schaffen am Rande St.Gallens.
Der FC St.Gallen gewinnt gegen den haushohen Favoriten aus Lissabon mit 2:1. Die grösste Sensation, die dieses Stadion je gesehen hat. Das Spiel zum Nachlesen im SENF-Ticker.
Bis zum Ende der Sommerferien präsentiert Saiten wöchentlich Kulturtipps aus der Region. Teil 4: Cyprien Gaillard – «When you expect flutes, it whistles», «Komm Glüückck» und Jeremy Reeds Buch Du stirbst nur zweimal – Ein Sylvia Plath-/Victoria Lucas-Roman.
Kolumne: Heppelers Bestiarium
Die Baupläne sind gezeichnet, das Baugesuch liegt zur Vorprüfung bei der Stadt – doch noch ist einiges rund um den Wiederaufbau der Rorschacher Badhütte zu klären. Was passiert zum Beispiel mit all den angerosteten und teils verbogenen Scharnieren, Schlössern und anderen Eisenteilen, die die Taucher aus dem See heraufgebracht haben?
Mohsen Masoudi ist 2022 aus dem Iran in die Schweiz geflohen. Heute lebt er in Stein AR und ist Teil der Exil-Opposition. Er erzählt, warum es die Schliessung der iranischen Botschaft braucht und was sich mit den Protesten Anfang Jahr verändert hat.
Das See-Burgtheater macht aus seiner Piratinnengeschichte Die Legende von Anne Bonny ein akrobatisches Spektakel vom Feinsten. Bei aller Sommertheater-Leichtigkeit hätte man aber doch ein bisschen mehr Emanzipationsgeschichte erwartet.
Zu seinem 20. Geburtstag hat das Kulturfestival am Wochenende Bands aus St.Gallen und der Region zu einem zweitägigen Konzertfest eingeladen. Dieses war so vielfältig wie gelungen – auch wegen der Idee, Covers aus der Gründungszeit des Festivals in die Sets einzubauen.
Bregenzer Festspiele
Bis zum Ende der Sommerferien präsentiert Saiten wöchentlich Kulturtipps aus der Region. Teil 3: «Was der Kaiser noch sah», Olaf Breuning – «Humans» und Oriana Bruseghini – Das verlassene Rettungsboot.
Wie setzt Fotografie Mode in Szene? Und wer fotografiert dabei eigentlich wen? Das Textilmuseum St.Gallen gibt mit «Mise en Scène» Einblicke in 120 Jahre Modegeschichte. Es ist die letzte Schau vor dem Museumsumbau.
Seit elf Tagen befindet sich Velat Aydin vor dem Bundesverwaltungsgericht in St.Gallen im Hungerstreik. Im Gespräch mit Saiten erzählt der Kurde, woher er kommt und weshalb politischer Aktivismus so wichtig ist.
Die St.Galler Festspiele sind vorbei. Oper war indoor, draussen im Stadtpark spielte die Endzeitkomödie Planet B. Nähme man die Botschaft des Stücks ernst, müsste die Festspiel-Oper auch künftig ressourcenschonend drinnen bleiben.
Sindujan* lebt schon sein ganzes Leben in der Schweiz. Die Einbürgerung ist fast abgeschlossen, war aber mit hohen Kosten und einem unangenehmen Gespräch verbunden.
Bevor die Kunst Einzug hielt, war das Sittertal industrialisiert. Hier wurde gestickt, gewirkt, gefärbt, mercerisiert – aber auch gestreikt und geliebt.
Kolumne: Stimmrecht
Bis zum Ende der Sommerferien präsentiert Saiten wöchentlich Kulturtipps aus der Region. Teil 2: Kinok-Open-Air, Solarkino, Christa Näher – «Excess», Living Museum, Poolbar Festival, Die Legende von Anne Bonny und SP-Spaziergänge.