, 21. August 2014
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Rümpeltum nach St.Fiden?

Ein Ersatz fürs Rümpeltum scheint gefunden: Im Bahnhofareal St.Fiden hat’s noch einen alten Schuppen frei.

Seit Mitte März stehen an der Haldenstrasse 36 die Visiere. Die Liegenschaft, wo sich seit Jahren die Rümpeltum-Szene trifft, muss in absehbarer Zeit einem Neubau weichen. Doch wohin?

Damit die soziale und kulturelle Nische erhalten bleibt, versprach die Stadt Hilfe bei der Suche nach einem Ersatz. Noch vor den Sommerferien gabs eine Aussprache zwischen den Beteiligten. Bedürfnisse wurden eruiert, Möglichkeiten erörtert. Das Liegenschaftsamt erhielt einen Suchauftrag.

Bingo! Und zwar im Bahnhof St.Fiden.

Dort hat die Stadt vor einigen Jahren das von der SBB nicht mehr benötigte Gelände entlang der Bachstrasse beim Migros Bach gekauft. Es gilt als innerstädtische Baureserve. Was dort dereinst entstehen soll, ist unklar.

Also ideal für eine Zwischennutzung. Einer der alten Holzschuppen, in dem sich früher die SBB-Betriebsfeuerwehr befand, sollte demnächst abgebrochen werden. Die Stadt hat nun den Abbruch gestoppt, wie Bausekretär Fredy Kömme bestätigt.

Der Schuppen wäre als neues Domizil fürs Rümpeltum geeignet: doch noch einigermassen zentral gelegen, gut zugänglich und nicht lärmempfindlich. Direkte Nachbarn gibts nicht. Da kann man den Sound auch mal lauter stellen, ohne dass es gleich Reklamationen hagelt. Probleme wie beim Kugl im Güterbahnhof sind nicht zu erwarten. Das Rümpeltum ist ein alternativer Treff Gleichgesinnter und kein Szeneklub mit Monatsprogramm. Nur hin und wieder tritt eine Band auf.

Laut ersten Reaktionen sollen die Rümpeltum-Leute vom neuen Standort ganz angetan sein. Ein Umzugsdatum steht noch nicht fest. Das wird erst aktuell, wenn an der Haldenstrasse wirklich die Bagger auffahren sollten. Vorher muss in St.Fiden aber noch einiges instandgestellt werden. Es braucht ein Baugesuch. Auch wird ein Mietvertrag abgeschlossen. Wie alle andern Mieter in Stadtliegenschaften muss auch das Rümpeltum der Stadtkasse einen monatlichen Obolus abliefern.

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