Jakob Federer-Aepli, 30. Juni 2023 um 21:24 Uhr Grüner und Schwarzer Engel Vom ersten bis zum letzten Schluck verschlang ich eure Recherche. Auch mit einer gewissen voyeuristischen Faszination. Ich verbrachte in den späten 80 er Jahren selbst zwei Jahre in einem Gastro – Kollektiv. Der Engeltext weckte alte Erinnerungen auf. Geister, wäre zu viel gesagt. Diese sind schon lange ausgeflogen. Wie die schlafenden Hunde sich verzogen haben. Ich zog damals von dannen auch weil der Lohn die Schmerzgrenze der Selbstausbeutung überschritten hatte. Gelernt habe ich damals viel. In der Küche, im Service, im Umgang mit Gästen, den Heraufforderungen von regelmässigen VV (Vollversammlungen). Und eine Binsenwahrheit: Das Geld, das du in der Kasse hast um Löhne zu zahlen, einzukaufen, Gemüse, Fleisch und Getränke und sogar das WC-Papier, das kommt alleine von den Gästen die dir den Besuch vergelten. Wollten die Engelkollektive die Schwerkraft überwinden und die betriebswirtschaftlichen Grundgesetze ausser Kraft setzen? Gibt es möglicherweise eine angeborene Berührungsangst in der Szene mit Geld. (Einer der sich mit Geld und Musik auskennt, eröffnete nicht 200 Meter vom Engel entfernt einst ein Restaurant. NONOLET («Pecunia non olet»,abgeleitet vom lateinischen «Geld stinkt nicht»).