Knapp 5 Millionen Franken: So viel fehlen in der Stadtkasse zusätzlich im Jahr 2019. Es ist die Folge der Steuerfuss-Senkung, die das Stadtparlament im Dezember beschlossen hat. Treibende Kräfte waren die bürgerlichen Parteien inklusive Grünliberale.
Das Ziel hiess: Die Stadt soll für Steuerzahler attraktiver werden.
Die Methode hiess: Wir waschen unsere Hände in Unschuld – der Stadtrat soll selber herausfinden, wo die Millionen eingespart werden können.
Jetzt hat er einen ersten Entscheid gefällt. Das Kulturlokal Palace bekommt die beantragte Subventionserhöhung von 10’000 Franken nicht. Und das Sitterwerk bekommt die beantragten zusätzlichen 15’000 Franken nicht. Es bleibt bei den bisherigen Beträgen, 200’000 Franken fürs Palace und 70’000 Franken fürs Sitterwerk.
Die beiden Institutionen finden das zurecht ärgerlich. Und von links bis rechts reagieren die Parteien gemäss Umfrage im «St.Galler Tagblatt» ungehalten: Einmal mehr werde zuerst bei der Kultur gespart.
So weit, so verständlich. Das Verständnis endet aber bei der Reaktion der bürgerlichen Parteien. FDP-Mann Felix Keller, treibende Kraft hinter der Steuerfusssenkung, spricht von einer «übereilten Reaktion» des Stadtrats. Und Karin Winter-Dubs, Fraktionschefin der Sparpartei, äussert sich «irritiert»: «Es gab im Parlament keinen Antrag dafür.»
Diese Reaktionen sind zum einen: scheinheilig. Wer 5 Millionen einsparen will, muss irgendwo anfangen. Die Devise «So war es nicht gemeint» klingt bloss hohl.
Dies, zum andern, umso mehr, als sich das Parlament um konkrete Entscheide ausdrücklich gedrückt hat, wo die Stadt ihre Einsparungen vornehmen soll. Der Auftrag liegt beim Stadtrat und bei der Verwaltung. Diese Woche ist ein erster Entscheid gefallen.
Die 25’000 Franken weniger schmerzen. Aber sie sind keine Strafaktion gegen die Kultur, sondern gegen das bürgerliche Parlament und dessen kopflose Politisiererei. 2020 sind Wahlen.
Patrick Kessler erhält den Ausserrhoder Kulturpreis 2026. Der Kontrabassist, Klangkünstler und Kurator aus Gais reist mit alten Lautsprechern nach Wien und Hanoi, tritt mit Insekten in einen musikalischen Dialog und findet seine wichtigsten Lektionen nicht unbedingt an Hochschulen.
Die Mobilitätsallianz Ostschweiz will Pendler:innen zum Umstieg vom Auto auf Bus, Bahn und Velo bewegen. Bei den zehn beteiligten Grossunternehmen lässt bereits jede fünfte Person das Auto am Morgen stehen. Nun sollen 500 weitere Firmen folgen.
Augustin Rebetez macht keine halben Sachen. Seine Kunst ist ausufernd und dicht zugleich. Er entwickelt anspielungsreiche Bildwelten – aktuell in der Kunsthalle Arbon.
Der Kanton Appenzell Innerrhoden plante am Landsgemeindeplatz in Appenzell ein neues Gebäude für die Gerichte, die Bibliothek und die kantonale Verwaltung. Die eidgenössischen Kommissionen für Natur- und Heimatschutz und jene für Denkmalpflege brachten das Projekt jedoch zu Fall.
Offener Brief an die Bundespolitik
Das Figurentheater St.Gallen wird 70. Was sich verändert hat, warum Puppen Kinder wie Erwachsene faszinieren und wie man auch Jugendliche erreichen kann: ein Gespräch zum Jubiläum.
Die zweite Ausgabe des audiovisuellen Festivals Susurrus in der Mülenenschlucht widmet sich der «mehr-als-menschlichen» Mitwelt. Mit akustischen und performativen Interventionen erkundet das Festival neue Formen der Beziehung zwischen Mensch und Natur.
In der Ausstellung «Die leisen Unterschiede» im Haus zur Glocke in Steckborn befassen sich fünf Künstler:innen mit der Wahrnehmung von Unterschieden.
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Mit dem Ensemble TAK aus New York gastierte am Dienstag ein Neue-Musik-Quintett von Weltrang im St.Galler Kultbau. Organisiert vom Zyklus Contrapunkt, hätte der Abend mehr Publikum verdient. Ein Bubble-Problem?
Das St.Galler Kulturmuseum öffnet in der neuen Ausstellung «Stereotypes: Neanderthalerin» den Blick auf diese Steinzeitmenschen. Die Schau mit viel Pink verknüpft geschickt Spiel mit Wissenschaft und Vergangenheit mit Gegenwart.
Das Theater an der Grenze in Kreuzlingen startet heute in die neue Spielzeit. Kürzlich verstarb die prägende Co-Präsidentin Anna Rink. Ausserdem fällt der bisherige Spielort im Kulturzentrum Kult-X bis Ende 2027 weg. Wie der Verein diese Hürden meistert, erzählen Präsidentin Vroni Ellenbroek und Klaus Okrafka aus der Programmleitung im Interview.
St. Gallen startete gut in die Partie, agierte aber oftmals zu umständlich gegen tief verteidigende Sittener und blieb letztlich glücklos.
Auf seinem neuen Soloalbum thematisiert Manuel Stahlberger die Überhitzung. Die klimatische, die gesellschaftliche, die politische. Gemeinsam mit Bit-Tuner hat der St.Galler Musiker dafür einen düsteren, elektronischen Sound gefunden.
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Bis 2050 will die Stadt St.Gallen klimaneutral sein. Karin Hungerbühler und Tobias Fischer-Künzler von der Dienststelle Umwelt und Energie beantworten Fragen zur bevorstehenden Klimawoche und zum Klimaschutz in der Stadt.
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Die St.Galler Museumsnacht findet in diesem Jahr zum 20. Mal statt. Zum Jubiläum blickt Vereinspräsidentin Barbara Affolter zurück und nach vorne. Sie sagt, was die Museumsnacht bis heute ausmacht und wohin sie sich entwickeln soll.
Die Ausstellung «Voller Leben» des Vereins IG Halle Rapperswil wirft Schlaglichter auf künstlerische Schaffensprozesse und ihre Verbindungen zur Natur.
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