Internationale Solidarität ist wichtiger denn je, in einer Zeit geschlossener Grenzen und national(istisch)er Tendenzen und Forderungen, möglichst unabhängig von Beschaffungen aus dem Ausland zu sein, möglichst viel selber zu produzieren. Internationale Solidarität ist wichtiger denn je, in einer Zeit, in der die SVP fordert, von den Geldern für die internationale Entwicklungszusammenarbeit Millionen für unsere inländische Wirtschaftshilfe abzuzweigen.
Barbara Gysi (1964) ist Präsidentin des kantonalen Gewerkschaftsbunds und SP-Nationalrätin.
Solidarität mit den Lohnarbeitenden aller Länder ist wichtiger denn je. Denn viele, namentlich in prekären Arbeits- und Erwerbsverhältnissen – und dazu gehören auch Selbständige, die in Kleinstfirmen mehr schlecht als recht über die Runden kommen –, sind gerade jetzt besonders gefährdet. Kurzarbeit mag zwar Arbeitsplätze erhalten, kürzt aber mickrige Löhne auf 80 Prozent des ursprünglichen Betrags, und trotz aller Stützungsmassnahmen kommt es – auch bei uns – leider zu vielen Entlassungen. Solidarität statt Entlassungen!
Es braucht Solidarität mit all jenen, die ihre Arbeit nicht erst in der Corona-Krise, aber jetzt erst recht, unter schwierigsten Bedingungen leisten. Solidarität mit dem Pflegepersonal, das in der Corona-Krise noch längere Arbeitszeiten und weniger Freizeit hat. Solidarität mit dem Verkaufspersonal. Für diese systemrelevanten Frauenberufe braucht es endlich eine Aufwertung und bessere Entlöhnung.
An diesem 1. Mai gehen wir für einmal nicht auf die Strasse, doch wir vereinigen uns und kämpfen gemeinsam für sichere Arbeitsplätze, gute Arbeitsbedingungen und anständige Löhne. Die Solidarität bekunden wir mit roten Tüchern, die wir aus Fenstern und von Balkonen hängen, mit überdimensionierten 1. Mai-Bändeln und Plakaten, mit Videostatements in den Sozialen Medien. Das Ziel muss sein, die Corona-Krise als Chance zu nutzen, Solidarität zu verstärken und die Wirtschaft zu verändern!
Mehr zum 1. Mai 2020 unter mai2020.ch
Die St.Galler Rockband The Black Salt veröffentlicht ihr zweites Album. Und verabschiedet sich ein Stückweit von ihren Anfängen.
Die Welt ist in stetem Wandel. Und manche Veränderungen sind irreversibel – Gletscher schmelzen, Tier- und Pflanzenarten sterben aus. Die Ausstellung «Flimmern» widmet sich der Bewusstwerdung dieses Wandels – und dem Schmerz, den er auslöst.
Die Grundlagen, mit denen die Befürworter:innen die dritte Autobanhröhre durch den Rosenberg in St.Gallen und die Teilspange mit dem Anschluss im Güterbahnhofareal fordern, basieren auf fragwürdigen Zahlen. Zu diesem Schluss kommt der Raum- und Verkehrsplaner Thomas Hug-Di Lena.
Die St.Galler Tanzkompanie feierte vergangenen Samstag mit From England with Love Premiere. Das Stück wagt sich abermals aus dem Gleichschritt – mit unmissverständlichen Gesten.
Das Kunsthaus Bregenz zeigt in der neuen Ausstellung Arbeiten der US-amerikanischen Künstlerin Torkwase Dyson. Ausgangspunkt ihrer grossformatigen geometrischen Skulpturen und poetischen Malereien bildet das Leben und die Befreiung Schwarzer Menschen.
Wie stehts heute um die Gleichstellung? Und wie war das früher? Die Pop-up-Ausstellung «Frauenspuren im Hallenbad» in Gossau arbeitet ein Stück Gesellschaftsgeschichte auf. Zeigt, wo es heute noch hakt, und dass es nicht bleiben muss, wie es ist.
Kolumne: 24/7 Traumacore
Theater
Johanna und Szilamer arbeiten seit vier Jahren als Erntehelfer:innen in Fruthwilen. In ihrer Heimat Rumänien ist die wirtschaftliche Lage angespannt und die körperliche Arbeit auf dem Feld sind sie gewohnt.
Am 29. Oktober entscheidet die SP der Stadt St.Gallen, wen sie in die Ersatzwahl um den Stadtratssitz von Peter Jans schickt. Was ursprünglich wie eine Formalität aussah, hat sich zu einem spannenden Rennen entwickelt. Mit offenem Ausgang.
Jock Kobels zweiter Fall
Musik
Heppelers Bestiarium
Nach einer ganz passablen ersten Halbzeit der Espen sowie Führung durch einen Elfmeter von Görtler vor der Pause, spielen die St. Galler dieses Resultat anschliessend herunter und holen sich die 3 Punkte.
Mehr als viereinhalb Stunden dauerte Der Prozess Pelicot im Theater St.Gallen. Milo Rau und Servane Dècle inszenierten einen Abend über sexualisierte Gewalt und chemische Unterwerfung – und über eine Gesellschaft, die von Männern mehr Verantwortung verlangt.
Die Menschenrechte stehen weltweit unter Druck. Doch wie konsequent setzt sich die Schweiz für sie ein? Ein neues Buch nimmt die Schweizer Menschenrechtspolitik kritisch unter die Lupe. An der Buchvorstellung im Square wurde über Widersprüche, Versäumnisse und mögliche Lösungen diskutiert.
In einer Tennishalle im toggenburgischen Unterwasser trafen sich vor zehn Jahren 5000 Neonazis zum grössten Rechtsrock-Konzert, das je im deutschsprachigen Raum stattgefunden hat. Linke Politiker:innen reagierten schnell, doch das Ergebnis ist ernüchternd.
Leopoldstadt am Vorarlberger Landestheater
Stimmrecht
Erntehelfer:innen sind in der Schweiz schlecht geschützt. Ihre Arbeitsbedingungen liegen oft in Graubereichen, Kontrollen sind schwierig. Eine Veränderung würde jedoch bedeuten, ein ganzes System auf den Kopf zu stellen.