Kategorie
Autor:innen
Jahr

St.Galler Stadtkasse im Sandwich

Bild 01 IMG 0322

Steigende Kosten, sinkende Einnahmen, ungedeckte Zentrumslasten und Überwälzung von Kosten von Bund und Kanton her. Die St.Galler Stadtkasse steckt in Nöten. 2024 schliesst sie mit einem Loch von 25,2 Millionen ab. Genau wie befürchtet.

Tief­ro­te Zah­len im Bud­get. Und dann dank Son­der­ef­fek­ten ei­ne aus­ge­gli­che­ne Rech­nung oder so­gar ein er­kleck­li­cher Ge­winn. Die­ses so­ge­nann­te «Fi­nanz­wun­der von St.Gal­len» hat Tra­di­ti­on. Dass ei­nes der tief­ro­ten Bud­gets tat­säch­lich in ei­ne tief­ro­te Jah­res­rech­nung mün­det hat Sel­ten­heits­wert. Für 2024 ge­schieht nun ge­nau dies: Die Stadt St.Gal­len hat­te fürs ver­gan­ge­ne Jahr ein De­fi­zit von gut 25 Mil­lio­nen bud­ge­tiert. Und die­ses ist jetzt mit ei­nem Loch von 25,2 Mil­lio­nen ein­ge­tre­ten.

Stadt­prä­si­den­tin Ma­ria Pap­pa und ihr Fi­nanz­chef Ar­min von Wehr­den prä­sen­tier­ten die Zah­len des ver­gan­ge­nen Jah­res am Mitt­woch­vor­mit­tag den Me­di­en. Das schlech­te Re­sul­tat ist vor al­lem ei­nem mas­si­ven An­stieg des Be­triebs­auf­wan­des um 26 Mil­lio­nen kom­bi­niert mit ei­nem star­ken Rück­gang der Steu­er­erträ­ge um 15 Mil­lio­nen zu ver­dan­ken. Auch die Ver­schul­dung ist er­heb­lich ge­wach­sen.

Mehr Auf­wand, we­ni­ger Er­trag

In der städ­ti­schen Jah­res­rech­nung 2024 ste­hen 591,5 Mil­lio­nen an Er­trä­gen ei­nem Auf­wand von 647,3 Mil­lio­nen ge­gen­über. Das Be­triebs­er­geb­nis liegt mit mi­nus 55,8 Mil­lio­nen be­denk­lich tief in den ro­ten Zah­len. Kos­ten­trei­ber wa­ren 2024 die Lohn­teue­rung, die sta­tio­nä­re Lang­zeit­pfle­ge so­wie die Schu­le. Ge­mil­dert wird das Be­triebs­er­geb­nis durch ein Plus von 30,9 Mil­lio­nen im Fi­nanz­ergeb­nis, wo­bei die­ses we­gen rück­läu­fi­ger Steu­er­ein­nah­men auch tie­fer als er­war­tet aus­fällt.

Gut ge­hal­ten ha­ben sich 2024 die Ein­kom­mens- und die Ver­mö­gens­steu­ern der na­tür­li­chen Per­so­nen. Sie nah­men ge­gen­über 2023 trotz ei­ner Steu­er­fuss­sen­kung um drei Pro­zent, die die Stadt­kas­se 5,1 Mil­lio­nen kos­tet, um 1,1 auf noch 264,2 Mil­lio­nen ab. Um 5,1 auf 40,6 Mil­lio­nen ein­ge­bro­chen sind aber die Ge­winn- und Ka­pi­tal­steu­ern der Un­ter­neh­men. Ein Mi­nus von ins­ge­samt 9,4 Mil­lio­nen war zu­dem bei Grund­stück­ge­winn- und Hand­än­de­rungs­steu­ern zu ver­zeich­nen.

Städ­ti­sche Ver­schul­dung steigt noch­mals an

Durch­zo­gen prä­sen­tiert sich die In­ves­ti­ti­ons­rech­nung 2024. Die Brut­to­in­ves­ti­tio­nen la­gen bei 66,7 Mil­lio­nen Fran­ken. Das ist das dritt­höchs­te Er­geb­nis der ver­gan­ge­nen zehn Jah­re. Da­zu kommt noch ein Dar­le­hen der Stadt­kas­se von 29 Mil­lio­nen an die Stadt­wer­ke; die­ses Geld für den Aus­bau der Fern­wär­me ist auch ei­ne In­ves­ti­ti­on in die städ­ti­sche In­fra­struk­tur. Die gröss­ten Bro­cken wa­ren da­ne­ben 12,2 Mil­lio­nen fürs Feu­er­wehr­de­pot und 10,9 Mil­lio­nen fürs Schul­haus Riet­hüs­li.

Man­gels Ka­pi­tal muss­ten fast zwei Drit­tel der neu­en In­ves­ti­tio­nen durch Fremd­gel­der fi­nan­ziert wer­den. Die Ver­schul­dung mach­te da­mit im ver­gan­ge­nen Jahr ei­nen Sprung um 59 Mil­lio­nen Fran­ken nach oben. Ei­nem so­li­den Ei­gen­ka­pi­tal von 631 Mil­lio­nen stan­den En­de 2024 Brut­to­schul­den von gut 1,1 Mil­li­ar­den Fran­ken und Net­to­schul­den von 390 Mil­lio­nen ge­gen­über. Die einst gu­te Si­tua­ti­on der Stadt bei der Ver­schul­dung hat sich in­zwi­schen ins Ge­gen­teil ver­kehrt.

Neu­es Spar­pro­gramm in den Start­lö­chern

Der Stadt­rat wis­se um die Schief­la­ge der Stadt­kas­se, ver­si­cher­te Ma­ria Pap­pa vor den Me­di­en. Das Spar­pro­gramm Fo­kus25 wer­de dank 194 Mass­nah­men 2025 Ein­spa­run­gen von 19,1, 2026 von 21,5 und 2027 von 25,3 Mil­lio­nen Fran­ken brin­gen. Ei­ne aus Sicht des Da­ten­schut­zes be­rei­nig­te Lis­te al­ler Fo­kus25-Mass­nah­men wur­de am Diens­tag den Me­di­en ab­ge­ge­ben und im In­ter­net pu­bli­ziert. Dies, nach­dem es 2024 Kri­tik an der In­trans­pa­renz des Spar­pa­kets ge­ge­ben hat­te.

Be­reits ist die St.Gal­ler Stadt­re­gie­rung da­bei, ein wei­te­res Spar­pro­gramm auf­zu­glei­sen. Es nennt sich Al­li­ance. Dies mit Blick dar­auf, dass da­bei vie­le ver­schie­de­ne Ak­teu­re zu­sam­men­ar­bei­ten wer­den, wie Stadt­prä­si­den­tin Ma­ria Pap­pa er­läu­ter­te. Ziel des Pro­gramms ist es, den Auf­wand in der städ­ti­schen Rech­nung wei­ter zu re­du­zie­ren. Da­für sol­len al­le städ­ti­sche Dienst­stel­len über­prüft und je­ne mit über­durch­schnitt­li­cher Auf­wand­stei­ge­rung auf fi­nan­zi­el­le Spiel­räu­me ab­ge­klopft wer­den.

Fai­re Kos­ten­ver­tei­lung bleibt ein The­ma

Auf ei­ni­ge star­ke Kos­ten­trei­ber für die Stadt­kas­se ha­be die Stadt­po­li­tik al­ler­dings gar kei­nen Ein­fluss, hiel­ten Ma­ria Pap­pa und Ar­min von Wehr­den am Diens­tag vor den Me­di­en fest. Da­zu zäh­le die sta­tio­nä­re Lang­zeit­pfle­ge, de­ren Fi­nan­zie­rung der Kan­ton an die Ge­mein­den ab­ge­wälzt ha­be. Da­zu kom­me aber auch die Schu­le, die ei­ne stark wach­sen­de Zahl von Schul­kin­dern auf­neh­men, oder die Ta­ges­be­treu­ung, die ei­ne star­ke Nach­fra­ge­stei­ge­rung be­wäl­ti­gen müs­se.

Das Er­rei­chen ei­ner bes­se­ren Ab­gel­tung der Zen­trums­las­ten und ei­ne fai­re­re Ver­tei­lung der Zu­satz­las­ten durch den Kan­ton bleibt für den St.Gal­ler Stadt­rat ein The­ma. Dies trotz star­kem Ge­gen­wind im rechts­bür­ger­lich do­mi­nier­ten Kan­tons­rat. Auf Dau­er kön­ne die Kan­tons­haupt­stadt die rund 36 Mil­lio­nen Fran­ken un­ge­deck­ten Zu­satz­las­ten pro Jahr nicht tra­gen, sag­te Ma­ria Pap­pa. Und jetzt dro­hen durch Spar­pa­ke­te von Bund und Kan­ton wei­te­re Kos­ten­über­wäl­zun­gen auf die Stadt.

Seit 2010 hat die Stadt St.Gal­len schon für 35 Mil­lio­nen zu­sätz­li­che Auf­ga­ben von Bund und Kan­ton über­neh­men müs­sen. 22,6 Mil­lio­nen al­lein durch die Re­or­ga­ni­sa­ti­on der Pfle­ge­fi­nan­zie­rung. Der Rest ver­teilt sich auf klei­ne­re Pos­ten quer durch den städ­ti­schen Auf­ga­ben­ka­ta­log. Sol­che Ver­schie­bun­gen trä­fen die Kan­tons­haupt­stadt und vier, fünf klei­ne­re Städ­te im Kan­ton oft über­pro­por­tio­nal. Dies weil kei­ne Rück­sicht auf ih­re spe­zi­el­le Si­tua­ti­on ge­nom­men wer­de, kri­ti­sier­te Ma­ria Pap­pa am Diens­tag.

Feind­bild Kan­tons­haupt­stadt

Ei­ne Na­gel­pro­be, wie so­li­da­risch der Kan­ton mit sei­ner Haupt­stadt ist, gibt es am 18. Mai. Dann ent­schei­den die kan­to­na­len Stimm­be­rech­tig­ten dar­über, ob die Stadt für 2025 bis 2028 pro Jahr 3,7 Mil­lio­nen Fran­ken zu­sätz­lich zur Ab­gel­tung ih­rer Zen­trums­las­ten be­kom­men soll. Die Mehr­heit des Kan­tons­ra­tes hat Ja zur Vor­la­ge ge­sagt. De­zi­diert be­kämpft wird sie aber von der SVP, die per Rats­re­fe­ren­dum die Volks­ab­stim­mung von Mit­te Mai er­zwun­gen hat.

Tabelle 3 abstimmung finanzausgleich 2025 05 18 schema

Die Volks­par­tei hat schon lan­ge ein zwie­späl­ti­ges Ver­hält­nis zur «lin­ken» Stadt. Das war schon vor der ge­ziel­ten Be­wirt­schaf­tung des Stadt-Land-Gra­bens so. Städ­te­rin­nen und Städ­ter re­agie­ren eben­falls schon lan­ge mit der re­gel­mäs­si­gen Ab­leh­nung von Kan­di­die­ren­den und po­li­ti­schen Vor­schlä­gen aus den Rei­hen der SVP dar­auf. Der Ab­stim­mungs­kampf um die zu­sätz­li­chen Kan­tons­bei­trä­ge dürf­te von der SVP hart und po­le­misch ge­führt wer­den. Die ge­gen­sei­ti­ge Ab­nei­gung könn­te ei­nem neu­en Hö­he­punkt zu­stre­ben.

Der Stadt­rat schaut der Ab­stim­mung zu­ver­sicht­lich ent­ge­gen. So hät­ten sich Stadt und Land meist bei Vor­la­gen so­li­da­risch ge­zeigt, die «dem je­weils An­de­ren» zu Gu­te ge­kom­men sei­en, heisst es. Im Kan­tons­rat kämpf­ten al­ler­dings je­ne, die ge­gen mehr Geld für die Kan­tons­haupt­stadt wa­ren, teils mit un­rich­ti­gen Be­haup­tun­gen und un­fai­ren Ar­gu­men­ten. So wer­de von ein­zel­nen Mit­glie­dern im Kan­tons­rat in­zwi­schen von ihr ver­langt, dass sie In­ternas der Stadt auf den Tisch le­ge oder be­le­ge, die sonst bei kei­ner ein­zi­gen Ge­mein­de im Kan­ton in­ter­es­sier­ten, kri­ti­siert auch Stadt­prä­si­den­tin Pap­pa.

FC St. Gal­len vs. Lau­sanne-Sport – Die Es­pen er­kämp­fen sich die 3 Punk­te

Nach ei­ner ganz pas­sa­blen ers­ten Halb­zeit der Es­pen so­wie Füh­rung durch ei­nen Elf­me­ter von Gört­ler vor der Pau­se, spie­len die St. Gal­ler die­ses Re­sul­tat an­schlies­send her­un­ter und ho­len sich die 3 Punk­te.

Von SENF Kollektiv,
Senf

Die Ge­walt hat ei­nen Schlüs­sel

Mehr als vier­ein­halb Stun­den dau­er­te Der Pro­zess Pe­li­cot im Thea­ter St.Gal­len. Mi­lo Rau und Ser­va­ne Dè­cle in­sze­nier­ten ei­nen Abend über se­xua­li­sier­te Ge­walt und che­mi­sche Un­ter­wer­fung – und über ei­ne Ge­sell­schaft, die von Män­nern mehr Ver­ant­wor­tung ver­langt.

Von Philipp Bürkler,
DSC02202 Kopie

Men­schen­rech­te sind kei­ne Selbst­ver­ständ­lich­keit

Die Men­schen­rech­te ste­hen welt­weit un­ter Druck. Doch wie kon­se­quent setzt sich die Schweiz für sie ein? Ein neu­es Buch nimmt die Schwei­zer Men­schen­rechts­po­li­tik kri­tisch un­ter die Lu­pe. An der Buch­vor­stel­lung im Squa­re wur­de über Wi­der­sprü­che, Ver­säum­nis­se und mög­li­che Lö­sun­gen dis­ku­tiert.

Von Marion Loher,
3 F1 A4812 web

Die Po­li­zei woll­te nichts se­hen und nichts hö­ren

In ei­ner Ten­nis­hal­le im tog­gen­bur­gi­schen Un­ter­was­ser tra­fen sich vor zehn Jah­ren 5000 Neo­na­zis zum gröss­ten Rechts­rock-Kon­zert, das je im deutsch­spra­chi­gen Raum statt­ge­fun­den hat. Lin­ke Po­li­ti­ker:in­nen re­agier­ten schnell, doch das Er­geb­nis ist er­nüch­ternd.

Von Hans Stutz,
2610 RIO Saalbild

Leopoldstadt am Vorarlberger Landestheater

Ver­schwun­de­ne Na­men im Fa­mi­li­en­stamm­baum

Von Sieglinde Wöhrer,
Leopoldstadt R anjakoehler 260217 1

Stimmrecht

Im Re­gen tan­zen

Von Liliia Matviiv,

Ern­ten in der Grau­zo­ne

Ern­te­hel­fer:in­nen sind in der Schweiz schlecht ge­schützt. Ih­re Ar­beits­be­din­gun­gen lie­gen oft in Grau­be­rei­chen, Kon­trol­len sind schwie­rig. Ei­ne Ver­än­de­rung wür­de je­doch be­deu­ten, ein gan­zes Sys­tem auf den Kopf zu stel­len.

Von Daria Frick, Bilder: Ueli Steingruber,
2610 Erntehelferei 260044 us 0218 max

Bücherherbst: Die Geschichte der Schweizer Uhrmacherkunst von Gion Mathias Cavelty

Gran­dio­se Gro­tes­ke

Von Florian Vetsch,

Ein En­de mit Aus­ru­fe­zei­chen

Die St.Gal­ler Re­stau­rants Tos­ca­na und The Pinch mach­ten ver­gan­ge­ne Wo­che über Nacht dicht. 15 Per­so­nen stan­den un­vor­be­rei­tet auf der Stras­se. Das ver­ant­wort­li­che In­ves­to­ren-Duo schliesst nicht zum ers­ten Mal ein Re­stau­rant in der Stadt. Das ab­rup­te En­de wirft Fra­gen auf.

Von Andi Giger,
IMG 5751

Volks­bad­sa­nie­rung: Trau­er­spiel seit über 40 Jah­ren

Die Stadt St.Gal­len muss spa­ren und will das his­to­ri­sche Volks­bad nach der Wie­der­eröff­nung des Hal­len­bads Blu­men­wies schlies­sen. Da­bei ver­spricht die Stadt seit über 40 Jah­ren die Sa­nie­rung.

Von René Hornung,
Volksbad rene hornung 1

Der St.Gal­ler Kul­tur gehts an den Kra­gen

Die St.Gal­ler Re­gie­rung spart ge­gen ih­ren Wil­len wei­te­re 60 Mil­lio­nen Fran­ken ein und rech­net für 2027 mit ei­nem Plus von 55 Mil­lio­nen Fran­ken. Kul­tu­rel­le Ar­beit wird da­bei wei­ter pre­ka­ri­siert – mit ei­ner gros­sen Aus­nah­me.

Von Roman Hertler,
Kanton sparmassnahme

Filminstallation über Vergänglichkeit

Nur Vor­wärts

Von Daria Frick,
Emilija Skarnulyte Time of Arrow 2026 Kunstmuseum St Gallen Lokremise Foto Stefan Altenburger

Win­tis Glücks­fall

Die al­ten Fa­brik­hal­len sind aus Win­ter­thurs Kul­tur­le­ben nicht mehr weg­zu­den­ken. Sie wä­ren aber nichts oh­ne en­ga­gier­te und gut ver­netz­te Men­schen. Sai­ten konn­te auf Ein­la­dung des Kul­tur­ma­ga­zins «Coucou» ei­ni­ge von ih­nen tref­fen. Ein klei­ner Stadt­rund­gang

Von Roman Hertler, Bilder: Daria Frick,
2609 Staetevergleich DSC 6589

Sai­son­start mit pu­rem Wahn­sinn

Das Kon­zert und Thea­ter St.Gal­len zeigt ein­dring­lich auf: Fe­mi­zi­de exis­tie­ren in der Schweiz noch im­mer im un­ge­heu­ren Aus­mass. Die In­sze­nie­rung von Co­rin­na von Rad setzt auf das Gro­tes­ke in Ge­org Büch­ners Woy­zeck und fei­er­te am Sams­tag Pre­mie­re im Gros­sen Haus. Ei­ne Pro­duk­ti­on für «je­der-Mann»!

Von Viviane Sonderegger,
7228 dsc00923

Es kratzt, knallt und schep­pert

Viel En­er­gie und noch viel mehr Punk gibts auf dem neu­en Al­bum Now To Ru­in der Thur­gau­er Band S.G.A.T.V.. Ge­tauft wird am 1. Ok­to­ber im Win­ter­thu­rer Kraft­feld. Sai­ten hat vor­ab rein­ge­hört.

Von Jeremias Heppeler,
1000229093

Bak­te­ri­en und ein Fun­ke Hoff­nung 

Wie kön­nen wir un­se­ren Kon­sum nach­hal­ti­ger ge­stal­ten? In «Next Re­la­ti­ons – Zu­kunft ge­stal­ten» zeigt das Ge­wer­be­mu­se­um Win­ter­thur an­hand von Ar­bei­ten von Stu­die­ren­den mög­li­che An­sät­ze. Ei­ne an­spruchs­vol­le Schau, die Hoff­nung macht.

Von Vera Zatti,
3 gewerbemuseum winterthur next relations leon ehrmann matthis plaga 300dpi a5 1

Mas­ku­li­ni­tät als Spek­trum

Die Aus­stel­lung «Bey­ond the Ma­nos­phe­re. Mas­cu­li­n­i­ties to­day» im Kunst­mu­se­um St.Gal­len un­ter­sucht, wie Männ­lich­keit dar­ge­stellt, ge­prägt und ge­lebt wird. Und zeigt da­bei auch ih­re Wi­der­sprüch­lich­keit.

Von Lilli Kim Schreiber,
Ausstellungsansicht en Foto Sebasti

Tra­gi­ko­mö­die über das Le­ben

Ein Schre­ber­gar­ten wird im neu­en Ro­man Ver­tei­di­gung ei­nes Gar­tens von Chris­ti­na Wal­ker zum Zu­fluchts­ort. Dar­in lässt die Vor­arl­ber­ger Au­torin viel­schich­ti­ge Cha­rak­te­re eben­so auf­blü­hen wie Ap­fel­baum und Jo­han­nis­strauch. 

Von Annette Raschner,
Christina walker foto petra rainer 2026 farbe

Mit­spie­len dür­fen. Aber auch die Spiel­re­geln mit­be­stim­men?

Der Kan­ton St.Gal­len hat Kunst- und Kul­tur­schaf­fen­de zur jähr­li­chen Kul­tur­kon­fe­renz nach Wil ein­ge­la­den. Spie­le­risch wur­de ver­sucht, die Aus­rich­tung der Kul­tur­för­de­rung zu klä­ren und Mög­lich­kei­ten der neu­en Kul­tur­stra­te­gie zu dis­ku­tie­ren. Doch die zen­tra­le Fra­ge blieb of­fen: Wie stark kann die Kul­tur­sze­ne den In­halt der Stra­te­gie tat­säch­lich mit­be­stim­men?

Von Philipp Bürkler,
IMG 0333
Heftvorschau 10/26
Erntehilfe, Unterwasser, Bücherherbst

Wer als Ern­te­hel­fer:in in der Schweiz ar­bei­tet, tut dies in ei­ner recht­li­chen Grau­zo­ne. Das nützt vor al­lem ei­nem Sys­tem, das we­der die Land­wirt:in­nen noch die Kon­su­ment:in­nen im Al­lein­gang än­dern kön­nen. Aus­ser­dem im Ok­to­ber­heft: zehn Jah­re Un­ter­was­ser, ei­ne Fla­schen­post aus Hal­le (Saa­le), Kunst zum The­ma Männ­lich­keit, Mu­sik von The Black Salt und na­tür­lich der Bü­cher­herbst – mit neu­er Li­te­ra­tur von Ost­schwei­zer Au­tor:in­nen.

Saiten 2610 Cover