Kategorie
Autor:innen
Jahr

Stadt der Underdogs

Lukas Reimann (links, zumindest auf dem Bild) und Mike Sarbach wollen im zweiten Wahlgang vom 16. August in den Wiler Stadtrat einziehen. (Bild: Ursula Haene) 

Lukas Reimann (links, zumindest auf dem Bild) und Mike Sarbach wollen im zweiten Wahlgang vom 16. August in den Wiler Stadtrat einziehen. (Bild: Ursula Haene) 

Eine Bundesrätin, mehrere Nationalrät:innen und die Politrapper der Stunde: Alle kommen sie aus der Kleinstadt Wil. Eine Erkundung vor den Lokalwahlen.

Pünkt­lich um 14.15 Uhr schliesst Mi­cha­el Sar­bach den «Ad­ler» auf. Mi­ke, wie ihn hier al­le nen­nen, hat in Wil schon vie­le Räu­me ge­öff­net: Mit 17 Jah­ren ver­an­stal­te­te er das ers­te Kon­zert, «und wo im­mer wir in der Ju­gend ei­nen Raum fan­den, mach­ten wir zu­sam­men wei­ter». Heu­te ist Sar­bach 45 Jah­re alt, und oh­ne den pas­sio­nier­ten Öf­fent­lich­keits­her­stel­ler wä­re in Wil we­nig los: Sar­bach lei­tet das Kul­tur­zen­trum Ga­re de Li­on un­ten am Bahn­hof, und weil es we­gen des ge­plan­ten Um­baus ei­nen Er­satz braucht, jetzt auch noch den «Ad­ler» oben in der Alt­stadt. Be­ruf­lich un­ter­rich­tet der Fa­mi­li­en­va­ter Mu­sik an ei­ner Se­kun­dar­schu­le, seit 20 Jah­ren en­ga­giert er sich für die Grü­nen im Stadt­par­la­ment und seit 2020 auch im St.Gal­ler Kan­tons­rat. An der Fas­nacht spielt er je­weils die Rol­le des He­rolds. Ein Grü­ner im Fas­nachts­kos­tüm, der bei den Wah­len re­gel­mäs­sig Pa­na­schier­kö­nig wird: Sar­bach ist ein bun­ter Hund, wie ihn Klein­städ­te her­vor­brin­gen. Jetzt will er in den Stadt­rat.

Das­sel­be Ziel hat sich ein fast Gleich­alt­ri­ger ge­setzt. Im Ge­gen­satz zu Sar­bach hat der die letz­ten zwei Jahr­zehn­te nicht in Wil po­li­ti­siert, son­dern in Bern: Lu­kas Rei­mann, 43 Jah­re alt. Auch der SVP-Na­tio­nal­rat ist ei­ne schil­lern­de Fi­gur. Zu den Macht­zen­tren der Par­tei blieb er im­mer et­was auf Di­stanz – oder wur­de auf Ab­stand ge­hal­ten. «Mir ist die Un­ab­hän­gig­keit wich­tig», be­tont er in der «Trink­stu­be zum Hartz», nur ei­nen mit­tel­al­ter­li­chen Tor­bo­gen vom «Ad­ler» ent­fernt. Sei­ne Vor­stös­se, et­wa für die Le­ga­li­sie­rung des Mund­ta­baks Snus oder ge­gen das Ver­bot von Po­ker­tur­nie­ren, sind durch­aus ei­gen­wil­lig. Wo­bei er «zu 95 Pro­zent» mit der SVP stim­me, wie Rei­mann sagt. Was für den frem­den­feind­li­chen Kurs der Par­tei un­be­strit­ten zu­trifft: We­gen ei­nes ge­plan­ten Mi­na­retts in Wil lan­cier­te er einst die An­ti-Mi­na­rett-In­itia­ti­ve mit.

«Hier könn­te ich nicht nur Vor­stös­se lan­cie­ren, son­dern prak­tisch wir­ken.»

Lukas Reimann, Stadtratskandidat SVP

Ei­nen Er­folg ha­ben Sar­bach und Rei­mann im ers­ten Wahl­kampf im Ju­ni zu­sam­men er­zielt: Die Mit­te-Par­tei hat ei­nen Sitz in der Stadt­re­gie­rung ver­lo­ren. Ihr Kan­di­dat zog sich für den zwei­ten Wahl­gang am 16. Au­gust zu­rück. Die Ka­tho­lik:in­nen wa­ren einst die do­mi­nie­ren­de po­li­ti­sche Kraft in Wil – dem frü­he­ren Re­fu­gi­um der Fürst­äb­te, die sich hier vor den auf­müp­fi­gen Pro­tes­tant:in­nen in der St.Gal­ler Haupt­stadt in Si­cher­heit brach­ten. In Zu­kunft dürf­te die Mit­te in Wil nur noch den Stadt­prä­si­den­ten stel­len – wenn sie sich in je­ner Wahl wie zu er­war­ten ge­gen die FDP durch­setzt. 

Als völ­lig of­fen gilt das Ren­nen zwi­schen Sar­bach und Rei­mann. Der SVP-ler lag im ers­ten Wahl­gang vor­ne. Doch we­der Mit­te noch FDP ha­ben für den zwei­ten Wahl­gang ei­ne Emp­feh­lung ab­ge­ge­ben. Ne­ben der SP und der GLP un­ter­stüt­zen zahl­rei­che bür­ger­li­che Stadt­par­la­men­ta­ri­er:in­nen Sar­bach. Rei­mann tritt oh­ne Wahl­ko­mi­tee in Er­schei­nung. Bei al­ler Hoch­span­nung: Das Re­sul­tat wür­de kaum über die Re­gi­on hin­aus in­ter­es­sie­ren, wä­re Wil nicht ei­ne Art Po­lit­la­bor.

Kel­ler-Sut­ter schreibt so­fort

Die Stadt zwi­schen St.Gal­len und Win­ter­thur zählt bloss 25’000 Ein­woh­ner:in­nen, ist aber wohl die am bes­ten re­prä­sen­tier­te Ge­mein­de der Schweiz. Sie stellt mit Ka­rin Kel­ler-Sut­ter (FDP) ei­ne Bun­des­rä­tin, mit Rei­mann, Bar­ba­ra Gy­si und Ar­bër Bull­a­kaj (bei­de SP) gleich drei Na­tio­nal­rät:in­nen, da­zu ei­ne Re­gie­rungs­rä­tin und zahl­rei­che Kan­tons­rät:in­nen. Fragt man nach den Ur­sa­chen, dann tref­fen die Ant­wor­ten un­er­war­tet schnell ein: Wil scheint ein Lieb­lings­the­ma.

«Ei­ner­seits dürf­te es ein Zu­fall sein, dass meh­re­re Po­li­ti­ker:in­nen aus Wil kom­men», schreibt Fi­nanz­mi­nis­te­rin Ka­rin Kel­ler-Sut­ter in we­ni­ger als 24 Stun­den zu­rück. «An­de­rer­seits ist Wil im­mer­hin ei­ne Ag­glo­me­ra­ti­on mit 120’000 Ein­woh­ner:in­nen und er­mög­licht über das Stadt­par­la­ment ei­nen at­trak­ti­ven Ein­stieg in die Po­li­tik.» Das Par­la­ment sei ein «idea­ler Ort, um sich aus­zu­to­ben», be­stä­tigt Bar­ba­ra Gy­si in ei­nem Te­le­fon­ge­spräch, eben­falls nur ei­nen Tag nach der An­fra­ge. Es brin­ge ei­ne Brei­te an Leu­ten in die Po­li­tik, von de­nen sich ein­zel­ne wei­ter­ent­wi­ckeln könn­ten. Gy­si er­in­nert sich, dass sie einst mit Kel­ler-Sut­ter ei­ne über­par­tei­li­che Ar­beits­grup­pe für die Si­cher­heit von Frau­en im öf­fent­li­chen Raum grün­de­te. Und wer ein­mal in Wil ak­tiv ge­we­sen sei, blei­be Wil ver­bun­den. «Wenn ich Kel­ler-Sut­ter im Bun­des­haus tref­fe, un­ter­hal­ten wir uns häu­fig über die Stadt­po­li­tik.»

Ei­ne gros­se Wäh­ler:in­nen­ba­sis und ein Klein­par­la­ment als Ka­der­schmie­de – das sind die Vor­aus­set­zun­gen für die po­li­ti­schen Kar­rie­ren aus Wil. Im kom­pli­zier­ten Ring­kan­ton St.Gal­len ha­ben sonst nur noch das klei­ne­re Gos­sau und die Haupt­stadt ein ei­ge­nes Par­la­ment. Und Letz­te­re ist im Rest des Kan­tons, auch auf­grund der Dau­er­at­ta­cken der SVP ge­gen al­les Ur­ba­ne und Kul­tu­rel­le, nicht be­son­ders wohl­ge­lit­ten.

Wo ist Rei­mann?

Bei al­ler Lie­be zu Wil, ei­ner war hier nie po­li­tisch tä­tig: Lu­kas Rei­mann. Dass er in all den Jah­ren auch kaum je in der Stadt ge­se­hen wur­de, ist der­zeit in Wil oft zu hö­ren. Rei­mann, der in ei­ner Ein­lie­ger­woh­nung im El­tern­haus wohnt, hat da­für ei­ne ein­fa­che Er­klä­rung: Er war halt viel un­ter­wegs, die Par­la­ments­ar­beit in Bern, die SVP-Sek­ti­ons­be­su­che quer durchs Land, und dann noch sei­ne Snus-Fir­ma in Schwe­den, die er er­folg­reich ver­kauf­te, was ihn ge­mäss NZZ zum Mil­lio­när ge­macht ha­ben soll.

Den Vor­wurf, dass er in Wil nicht prä­sent war, dreht Rei­mann im Wahl­kampf um. Er gibt den Auf­klä­rer, der heim­kehrt und Wil aus ei­nem ver­meint­li­chen Cha­os füh­ren will: Er ver­spricht Ord­nung auf der Stras­se (kei­ne Ein­bruchs­se­ri­en) und in der Fi­nanz­po­li­tik (kei­ne Steu­er­erhö­hun­gen). Dass just am Tag des Tref­fens ein 4,9-Mil­lio­nen-De­fi­zit bei der Sa­nie­rung des his­to­ri­schen Wi­ler Ho­fes be­kannt wur­de, be­stä­ti­ge den Auf­räum­be­darf. Ein Wech­sel in die Kom­mu­nal­po­li­tik wä­re für ihn kein Ab­stieg, be­grün­det Rei­mann. «Hier könn­te ich nicht nur Vor­stös­se lan­cie­ren, son­dern prak­tisch wir­ken.» Solch um­ge­kehr­te Kar­rie­ren sei­en of­fen­kun­dig ein Trend, be­ob­ach­tet Ka­rin Kel­ler-Sut­ter: «Wer in Bern ist, strebt heu­te oft ein Amt in ei­nem Kan­ton an und nicht um­ge­kehrt.» Von Mar­co Chie­sa in Lu­ga­no, Bal­tha­sar Glätt­li in Zü­rich bis Mar­ti­na Bir­cher im Aar­gau sind die Bei­spie­le zahl­reich.

«In­ves­ti­tio­nen wur­den zu lan­ge auf­ge­scho­ben, der Nach­hol­be­darf ist gross.»

Mike Sarbach, Stadtratskandidat Grüne

«Das tut mir weh!», meint der­weil Sar­bach zu den Schlag­zei­len, dass Wil im Cha­os ver­sin­ke. Für ihn, der Tag und Nacht in den Wi­ler Gas­sen un­ter­wegs ist, braucht es vor al­lem In­ves­ti­tio­nen in die In­fra­struk­tur, ob für die Schu­len, ei­ne be­leb­te Alt­stadt oder ei­nen si­che­ren Bahn­hof. «In­ves­ti­tio­nen wur­den zu lan­ge auf­ge­scho­ben, der Nach­hol­be­darf ist gross.» Das De­ba­kel mit dem Hof­de­fi­zit, von dem er selbst als Stadt­par­la­men­ta­ri­er aus der Zei­tung er­fah­ren muss­te, ist für ihn An­lass, die Kom­mu­ni­ka­ti­on zu ver­bes­sern. «Wir soll­ten bes­ser zu­sam­men­ar­bei­ten, statt uns ge­gen­sei­tig zu kri­ti­sie­ren.»

Die Träu­me der Rap­per

Dass Wil po­li­tisch elek­tri­siert ist, zeigt sich auch in der Sub­kul­tur. «Diä Gäg­änd hät üs prägt, diä Gäg­änd isch chlii schräg», rei­men Pro­jekt ET. Wo auch im­mer die Rap­per Epik und Tak­le ih­re Mund­art­tracks über Po­li­zei­ge­walt, Kunst­apé­ros oder den Ka­pi­ta­lis­mus im All­ge­mei­nen spie­len, wer­den sie be­geis­tert emp­fan­gen. Die Tour zu ih­rem neu­en Al­bum «Es­ka­pa­de und Tu­mult» hat sie ge­ra­de in die Schüür nach Lu­zern ge­führt, in die Ka­schem­me nach Ba­sel oder das Sous­soul in Bern. 

Ih­re Home­ba­se aber bleibt Wil, wo sie im Ga­re de Li­on ih­re Plat­ten tau­fen. Jan Räb­sa­men und Gi­an-An­dri Stahl, wie die bei­den rich­tig heis­sen, mel­den sich eben­falls su­bi­to für ei­nen Vi­deo­call über Wil. Die Be­mer­kung, wie sie die­ses Nest denn ge­prägt ha­be, hö­ren sie nicht ger­ne. «Aha, es geht schon los!», ruft Räb­sa­men. Pro­vinz sei im­mer ei­ne Fra­ge der Per­spek­ti­ve. «Klar ist nicht al­les cool in Wil. Aber Wil ist ei­ne ab­so­lu­te Un­der­dog­stadt. Das wirkt sich auf die Cha­rak­ter­bil­dung aus.»

Wil, fin­det Gi­an-An­dri Stahl, ha­be ei­ne idea­le Grös­se: «Nicht zu klein und nicht zu gross.» Vie­les sei vor­han­den, wenn man es als Sprung­brett nut­zen wol­le. Auch sie er­wäh­nen das Stadt­par­la­ment, das für Jun­ge at­trak­tiv sei, aber auch der Ga­re de Li­on – mit Wahl­emp­feh­lung für Mi­ke Sar­bach. Räb­sa­men ist nach dem Stu­di­um in Bern zu­rück in die Ost­schweiz ge­zü­gelt, Stahl will ihm fol­gen. «Hier ist nicht al­les so ho­mo­gen, da muss man ein paar Dif­fe­ren­zen aus­hal­ten.» Für die künst­le­ri­sche Rei­bung sei das pro­duk­tiv. Und ha­ben die bei­den Träu­me für Wil – für die­se «Stadt oh­ni Träum», wie sie ein­mal rapp­ten? «Es gibt ei­ne ziem­li­che Auf­spal­tung in Wil. Die Quar­tie­re der wohl­ha­ben­den Schwei­zer:in­nen mit­samt ih­ren Schul­häu­sern und je­ne der Ein­woh­ner:in­nen mit Mi­gra­ti­ons­ge­schich­te soll­ten bes­ser ver­schmel­zen», meint Stahl.

Und wie geht fürs Ers­te die Wahl zwi­schen dem pro­gres­si­ven und dem na­tio­na­lis­tisch ge­sinn­ten Kan­di­da­ten aus? «Es wird en knap­pe Siech», sagt Räb­sa­men im brei­tes­ten Wi­ler Dia­lekt. 


Die­se Re­por­ta­ge er­schien erst­mals in der Wo­chen­zei­tung WOZ.

Dampf auf dem Kes­sel

Auf sei­nem neu­en So­lo­al­bum the­ma­ti­siert Ma­nu­el Stahl­ber­ger die Über­hit­zung. Die kli­ma­ti­sche, die ge­sell­schaft­li­che, die po­li­ti­sche. Ge­mein­sam mit Bit-Tu­ner hat der St.Gal­ler Mu­si­ker da­für ei­nen düs­te­ren, elek­tro­ni­schen Sound ge­fun­den.

Von  David Gadze
Manuel stahlberger bit tuner heiss pd

Von War­te­häus­chen und ehe­ma­li­gen Te­le­fon­ka­bi­nen

An Klein­bau­ten ge­hen wir oft acht­los vor­bei: Bus­war­te­häus­chen, öf­fent­li­che WCs, nicht mehr ge­brauch­te Te­le­fon­ka­bi­nen oder Feu­er­wehr- und Stras­sen­wär­ter­ma­ga­zi­ne. Ak­tu­ell gibt es da­zu ei­ne Aus­stel­lung im 1. Stock des Rat­hau­ses St.Gal­len.

Von  René Hornung
2 Tramhaeuschen Schibenertor

«Wie ein Vor­film des­sen, was auf uns zu­kom­men könn­te»

Bis 2050 will die Stadt St.Gal­len kli­ma­neu­tral sein. Ka­rin Hun­ger­büh­ler und To­bi­as Fi­scher-Künz­ler von der Dienst­stel­le Um­welt und En­er­gie be­ant­wor­ten Fra­gen zur be­vor­ste­hen­den Kli­ma­wo­che und zum Kli­ma­schutz in der Stadt.

Von  Reto Voneschen , Bilder:  Sara Spirig
2609 Redeplatz Karin Tobias 01

Metz­ger, En­gel, Him­mel und Tan­te Bergs Ro­sen­ge­büsch

Ani­ta Zim­mer­mann ali­as Lei­la Bock prägt die St.Gal­ler Kul­tur­sze­ne seit Jahr­zehn­ten – als Künst­le­rin, als Ver­mitt­le­rin, als Er­mög­li­che­rin. Sie hat Wi­der­stän­de über­wun­den und an­de­re Künst­ler:in­nen im­mer wie­der her­aus­ge­for­dert. Ei­ne Wür­di­gung

Von  Angela Kuratli , Bilder:  Ladina Bischof
2609 Anita Zimmermann SAI2602 1308 C WEB

«Nicht neu er­fin­den, was funk­tio­niert»

Die St.Gal­ler Mu­se­ums­nacht fin­det in die­sem Jahr zum 20. Mal statt. Zum Ju­bi­lä­um blickt Ver­eins­prä­si­den­tin Bar­ba­ra Af­fol­ter zu­rück und nach vor­ne. Sie sagt, was die Mu­se­ums­nacht bis heu­te aus­macht und wo­hin sie sich ent­wi­ckeln soll.

Von  Marion Loher
Museumsnacht Kunstmuseum pd

Le­bens­be­ja­hen­de Wer­ke im Kunst­zeug­haus

Die Aus­stel­lung «Vol­ler Le­ben» des Ver­eins IG Hal­le Rap­pers­wil wirft Schlag­lich­ter auf künst­le­ri­sche Schaf­fens­pro­zes­se und ih­re Ver­bin­dun­gen zur Na­tur.

Von  Lilli Kim Schreiber
Regula Syz 2

Kolumne: Stimmrecht

St.Gal­len in den Au­gen ei­nes Sol­da­ten

Von  Liliia Matviiv

Kunst­ki­osk trifft Nacht­klub 

Der St.Gal­ler Kunst­ki­osk wird fünf­zehn Jah­re alt. Ge­fei­ert wird das mit ei­ner Ju­bi­lä­ums­aus­stel­lung im ehe­ma­li­gen Tif­fa­ny Night Club. Die Ver­nis­sa­ge ist am 12. Sep­tem­ber. Sai­ten hat schon vor der Er­öff­nung vor­bei­ge­schaut.

Von  Vera Zatti
01 Gruppenfoto Kurationsteam 15 Jahre Kunstkiosk QUERFORMAT

Musiktheater

Auf See im Park­haus

Von  Vera Zatti
Bild 08 07 24 um 07 42

Ein tem­po­rä­res Kunst­haus am Ro­ten Platz

Zum 36-jäh­ri­gen Be­stehen sei­ner Ga­le­rie Macel­le­ria d'ar­te trans­for­miert Fran­ces­co Bo­n­an­no ein leer­ste­hen­des Ge­bäu­de am Ro­ten Platz in St.Gal­len in ein bun­tes Haus vol­ler Kunst. Was als klei­nes Pro­jekt be­gann, wuchs zu ei­nem Ge­mein­schafts­werk von fast 100 Kunst­schaf­fen­den. 

Von  Lilli Kim Schreiber
Kunsthaus am roten platz lilli kim schreiber 1

Das Schö­ne an der Pro­vinz

St.Gal­len und Lu­zern ha­ben mehr ge­mein­sam, als man zu­nächst denkt – oder doch nicht? «Null41» war mit der Sai­ten-Re­dak­ti­on in St.Gal­len un­ter­wegs.

Von  Giulia Bernardi Robyn Muffler  und  Raphael Albisser , Bilder:  Claudia Schildknecht
2609 Staetevergleich 4 D3 A9291

Auf der Su­che nach (Un)Ru­he

Von St.Gal­len bis nach Süd­afri­ka. Ein Ost­schwei­zer Ehe­paar reist im Land­ro­ver De­fen­der um die Welt. Ih­re Er­leb­nis­se hal­ten die Bau­mel­ers mit ei­ner Ka­me­ra fest. Nun er­scheint ihr Film Im­mer wei­ter in Ost­schwei­zer Ki­nos – ei­ne ehr­li­che Do­ku­men­ta­ti­on, der ei­ne Ein­ord­nung gut ge­tan hät­te.

Von  Daria Frick
B 8

«Open House St.Gallen»

Of­fe­ne Tü­ren – tie­fe Ein­bli­cke

Von  Daria Frick
Bildschirmfoto 2026 09 01 um 10 17 40

Museum Herisau

Zeit­rei­se zu den An­fän­gen der Schul­bil­dung

Von  Redaktion Saiten
Bildschirmfoto 2026 09 01 um 10 08 43

Ein Rück­blick auf die ver­ges­se­ne Künst­le­rin Mag­gy Mau­ritz

Das Küefer-Mar­tis-Hu­us in Rug­gell wid­met sich in ei­ner Re­tro­spek­ti­ve der Wie­der­ent­de­ckung ei­ner völ­lig über­se­he­nen Künst­le­rin: Mag­gy Mau­ritz war ei­ne Pio­nie­rin der Graf­fi­ti­kunst und des Lett­ris­mus.

Von  Sieglinde Wöhrer
IMG 5826 Paul Trummer 2

Der lan­ge Weg nach Hau­se – ein Stol­per­stein für Ja­kob Lütschg

Ja­kob Lütschg kehr­te nie nach Bal­gach zu­rück. 82 Jah­re nach sei­nem Tod im Kon­zen­tra­ti­ons­la­ger Bu­chen­wald kehrt we­nigs­tens sein Na­me heim. Der ers­te Stol­per­stein im St. Gal­ler Rhein­tal er­in­nert an ein Le­ben, das bei­na­he ver­ges­sen ging.

Von  Shqipton Rexhaj
IMG 1558

Musik am See

Pia­no­klän­ge für al­le

Von  Vera Zatti
IMG 0757 2

FC St.Gal­len vs. FC Thun 3:4 – Es wird heu­te nicht mehr bes­ser

Tor­reich, span­nend und doch ent­täu­schend - nur ei­ne Vier­tel­stun­de gu­ter Fuss­ball reicht halt nicht zum Punkt ge­gen Thun. 

Von  SENF Kollektiv
Senf

Fast ein gan­zes Le­ben spä­ter 

Nach Jahr­zehn­ten tref­fen sich Eva und Franz wie­der. Bei­de im fort­ge­schrit­te­nen Al­ter. Viel ist pas­siert und doch ist da noch Zu­nei­gung. Schwind­lig heisst der neue Ro­man der Ost­schwei­zer Au­torin Chris­ti­ne Fi­scher, in dem viel­schich­ti­ge Cha­rak­te­re auf fei­nes Sprach­ge­fühl tref­fen. 

Von  Vera Zatti
Abutz DSC 9766 Portrait wahl fischer klein cmky

Neu­start für Me­ter und Off­cut

Die­ses Wo­chen­en­de er­öff­net die of­fe­ne Werk­statt Me­ter den neu­en Stand­ort an der Burg­stras­se. Und im No­vem­ber zü­gelt Off­cut nach St.Fi­den. Das ist der An­fang vom En­de der Ge­mein­schaft «Ul­men5» – zu­min­dest in ih­rer bis­he­ri­gen Form. Denn 2027 könn­te es zur teil­wei­sen Wie­der­ver­ei­ni­gung kom­men.

Von  David Gadze
Meter 6 david gadze