, 29. Juli 2019
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Tanzen zwischen Öltanks

Dieses Wochenende findet zum dritten Mal das Heizwerk-Festival in Arbon statt. Unter anderem mit Stahlberger, Nativ, Al Pride, Blu Samu, Some Prouts und der Lucille Crew. von Michael Lünstroth

Geheimtipp und einzige Solo-Künstlerin auf dem Heizwerk-Programm: Blu Samu.

Bei Festivals ist das üblicherweise so: Es gibt ein paar Bands, die man unbedingt sehen will, einige andere scheinen interessant genug, zumindest mal an der Bühne vorbeizuschauen, und der ganze Rest geht einem oft, sorry, am Arsch vorbei. Ein Festival, bei dem fast alle Positionen spannend besetzt sind, ist selten. Eine dieser raren Ausnahmen ist in diesem Jahr das Heizwerk-Festival in Arbon.

Vom 31. Juli bis 4. August findet es zum dritten Mal im Industrie-Chic-Ambiente, zwischen alten Öltankkesseln, auf dem ehemaligen Areal der Firma Saurer statt. Und wer auch nur ein kleines Herz für im weitesten Sinne zeitgenössische Popmusik (in ihren diversen Spielarten von Indiepop, Hip-Hop, Elektro-Funk bis Dream-Pop) hat, wird staunen ob des feinen Händchens, das die Veranstalter in diesem Jahr beim Programmieren hatten.

Eröffnet wird das Heizwerk am 31. Juli von Al Pride aus Baden und der belgischen Indie-Rockband Balthazar. Das ist schon deshalb eine gute Nachricht, weil es bedeutet, dass die Belgier nach mehrjähriger Pause und diversen Solo-Projekten endlich wieder gemeinsam auf der Bühne stehen. Und Al Pride haben sich spätestens mit ihrem 2016er Album Hallavara und der grandios-lässigen Nummer Leaf in die Herzen der Indiepop-Fans geschlichen.

Auf dem Niveau geht es auch an den anderen Tagen weiter: Am Freitag sollte man sich den Auftritt der Lucille Crew nicht entgehen lassen. Das zehnköpfige Kollektiv stammt aus Tel Aviv und verbindet auf eindrückliche und tanzbare Weise Rap, Funk, Soul und Elektro-Beats. Ebenfalls am Freitag auf der Bühne: der Rapper Nativ, R&B-Geheimtipp Blu Samu und die funkigen Hi Jo.

Heizwerk-Festival: 31. Juli bis 4. August, Heizwerk Arbon

heizwerk-festival.ch

Spannendster Act am Samstag dürfte der Auftritt der aus Regensburg stammenden Some Sprouts werden. Ihr extrem eingängiger Indie-Dream-Pop ist so catchy, dass man quasi vom ersten Takt an mitgerissen wird. Das bleibt nicht unbemerkt: Im vergangenen Jahr waren die Jungs unter anderem mit We are Scientists und The-Strokes-Gitarrist Albert Hammond Jr. auf Tour. Neben Some Sprouts spielen am Festivalsamstag Komodo aus den Niederlanden, die französisch-dänische Band Les Darlings und Stahlberger. Letztere beschliessen ihre aktuelle Tournee in Arbon.

Ebenfalls Teil des Festivals: ein Poetry-Slam-Abend (1. August) und ein Designermarkt (4. August). Wer bei diesem Programm nichts für sich findet, ist wirklich selber schuld.

Dieser Beitrag erschien im Sommerheft von Saiten.

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