Nachdem «Die Leiden der jungen Bertha» nicht nur das Konsulat (mehr dazu hier), sondern zwei Tage später auch den Schwarzen Engel in St.Gallen aufgemischt haben, steht im März bereits das nächste queerfeministische Freudenfest an – am 9. März, einen Tag nach dem Internationalen Tag der Frau.
Dieses Mal im Angebot: Techno von den DJs Pa-Tee und Unruh, Infos und Glitzer von den Berthas* und eine Ausstellung der Wiler Künstlerin Iva Laki, die am selben Abend Vernissage feiert.
«Es gibt so viele talentierte Frauen in der Ostschweiz – wir wollen sie pushen», sagt das Engel-Kollektiv. «Wir möchten aktiv Stellung beziehen für die Gleichstellung der Geschlechter, auch im Bezug auf das persönliche Entfaltungspotential in der Gesellschaft. Gleichstellung soll zu mehr sozialer Gerechtigkeit führen und so persönliche Entwicklungsmöglichkeiten fördern. Die damit geschaffene Freiheit soll Raum für individuelle Lebensformen ermöglichen.»
Disco Lokal 2.0: 9. März, 22 Uhr, Schwarzer Engel St.Gallen
schwarzerengel.ch
Den Raum für das Individuelle nimmt sich Iva Laki schon lange heraus. Auf ihren meist sehr farbenprächtigen Werken stapeln sich Emotionen, Eigenwille und Absurditäten. Im Engel werden vor allem Bilder von ihr zu sehen sein, aber Laki setzt sich auch mit performativen Prozessen, neuen Medien, Materialien und skulpturalen Ansätzen auseinander, beispielsweise gestaltet sie regelmässig das Interieur von Clubs für besondere Partys.
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Laki ist es wichtig, die Leute vom Gedanken abzubringen, dass Kreativi tät ein Geschenk ist, das nur einigen Wenigen vorbehalten sein soll. Wenn sie sich zwischen Kollaboration und Einzelarbeit entscheiden müsse, wähle sie für gewöhnlich Tür A, sagt sie. Darum beruhten viele ihrer Projekte im Kern auf der Zusammenarbeit mit anderen, egal ob sie sich nun künstlerisch betätigen oder nicht. «Sobald die Menschen vergessen haben, dass sie ‹nicht talentiert sind›, lernen sie sich und die Welt auf eine ganz neue Weise kennen. Dann können die unerwartetsten Dinge entstehen.»
Auf diesen Ansatz könnte man sich auch in Sachen Gleichstellung berufen: Wenn die Menschen erst einmal vergessen haben, dass sie nicht besser oder schlechter, stärker oder schwächer als andere sind, tun sich hoffentlich ganz neue Welten auf.
Dieser Beitrag erschien im Märzheft von Saiten.
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«Das Kind zurücklassen? Wie kann man so dumm und herzlos sein», schreibt der Schweizer Autor Lukas Bärfuss über seine Mutter, die keine Mutter für ihn sein konnte. In seinem neuen Buch schaut er in die Vergangenheit und hat Verständnis, nicht für die Mutter, aber doch für diese Frau, die nie Glück und immer zu wenig Geld hatte.
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Die Medikamentenversuche von Münsterlingen als Teil eines Vampir-Musicals? Auf die Idee muss man erst einmal kommen. Die Bühne Mammern wagt den Versuch. Ab 29. Mai im Zirkuszelt.
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Am Samstag findet in St.Gallen erstmals das Punkfestival El Cartel statt. Es soll dazu beitragen, die Szene zu stärken. Dabei fehlt es gerade in St.Gallen an Nachwuchs.
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Mit einer Interpellation greifen SVP und EDU im St.Galler Kantonsrat den ausserschulischen Aufklärungsunterricht an. Und mit Unterstützung des «Lehrernetzwerks Schweiz» wollen Eltern aus Bütschwil eine Mitarbeiterin der Fachstelle für Aids- und Sexualfragen vor Gericht bringen. Dahinter steckt eine orchestrierte Aktion.
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Das St.Galler Theater Trouvaille entdeckt den Musiker und Juristen Mani Matter neu. «’S isch einisch eine gsy»– 90 Jahre Mani Matter verbindet zahlreiche Lieder und literarische Texte des Berners zu einem abendfüllenden Programm. Saiten hat mit dem Theaterleiter Matthias Flückiger gesprochen.
Vier Jahre nach ihrem Debüt kehren Lev Tigrovich mit einer neuen EP zurück. Diese handelt von Kontrollverlust, Illusionen und grossen Gefühlen – und enthält erstmals einen Song, der nicht auf Russisch gesungen ist.
Im letzten Spiel der Saison trifft der FC St.Gallen auf den neuen Schweizer Meister aus Thun - einen Sieger gibt es nicht.
Caline Aoun interessieren die Momente der Veränderung, die Übergänge und Zustände. Ihre Ausstellung in Kunstmuseum und Kunsthalle Appenzell wird zum Ende der sechsmonatigen Laufzeit eine andere sein als zu Beginn.
Der 1100. Todestag von Wiborada – Inklusin, Stadtheilige und Projektionsfläche – ist zurzeit Thema vielfältiger Aktivitäten. Zu den Highlights gehört eine mutmassliche Unterschrift, zu besichtigen in der Ausstellung im St.Galler Regierungsgebäude.
Gastkommentar
Anna Beck-Wörner hat ein Wiborada-Unterrichtsheft erarbeitet. Im Postenlauf, der durch St.Gallen führt, können Schüler:innen anhand von Wiboradas Lebensweg lehrplankonform Themen wie Gemeinschaft, Lebensform, Bücher oder Identität erarbeiten.
Am Wochenende bringt das Aufgetischt-Festival wieder über 100 Strassenkünstler:innen aus aller Welt in die Gassen der Stadt St.Gallen. Wir haben mit Daiana Mingarelli vom Duo Daiana Lou über die Eigen- und Besonderheiten des Busking gesprochen.
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