Kategorie
Autor:innen
Jahr

Vereint in Sorge und Hoffnung

Seit Oktober kämpfen die Menschen in Chile gegen die korrupte Regierung und für soziale Gerechtigkeit. Exil­-Chilenen aus Konstanz und Kreuzlingen zeigen ihre Solidarität und organisieren ein Konzert für verletzte Demonstrantinnen und Demonstranten. von Stefan Böker
Von  Gastbeitrag
Im November demonstrierten die «Chilenxs en el Bodensee» in Konstanz. (Bilder: Stefan Böker, Daniel Oblitas)

Als Veronica Troncoso eine der Sprachnachrichten abspielt, fliessen beinahe Tränen. «Gustavo nos escucha», Gustavo kann uns hören, lautet der Titel der Homepage, die sie den anderen gerade zeigt. Menschen können dort Geburtstagswünsche per Sprachnachricht für Gustavo Gattica hinterlassen, erklärt sie den Hintergrund des Projektes. «Er ist vollständig erblindet, nachdem er von Polizeikugeln getroffen wurde» – eines von vielen Beispielen, wie in Chile den Opfern staatlicher Gewalt gedacht wird.

Unbeteiligte werden verletzt

In den Räumlichkeiten des Konstanzer Sprachendiensts treffen sich die Mitglieder der Gruppe «Chilenxs en el Bodensee» mindestens alle zwei Wochen. Troncoso lebt seit zweieinhalb Jahren in Konstanz. Sie hält Vorlesungen an der Universität Konstanz über Chile während der Zeit der Diktatur.

Am Treffen der «Chilenxs en el Bodensee» in Konstanz.

Troncoso berichtet von Fabiola Campillay, einer Mutter, die auf dem Weg zur Arbeit von Tränengas getroffen wurde und ebenfalls erblindet ist. «Die Carabineros schiessen mit Schrotflinten absichtlich auf die Augen, sogar Unbeteiligte werden verletzt. Ich habe Angst um meinen Sohn, er hat sich den Protesten angeschlossen», sagt sie. Auch die anderen in der Gruppe haben Freunde und Verwandte in Chile. «Ich mache mir grosse Sorgen, ich kann nachts nicht mehr schlafen», bestätigt Fernanda Barrientos, die ebenfalls an der Uni Konstanz arbeitet.

Seit dem 18. Oktober wird in Chile fast täglich protestiert. Der ursprüngliche Grund war eine Preiserhöhung der Fahrkarten für den Nahverkehr, aber das war nur der Tropfen, der das Fass zum Überlaufen brachte. Die soziale Bewegung breitete sich schnell über das ganze Land aus.

Kritisiert werden die wachsende Kluft zwischen Arm und Reich, das ungerechte Bildungs-, Renten- und Gesundheitssystem, hohe Wohnungspreise und korrupte Politiker – alles Folgen des neoliberalen Gesellschaftssystems nach der Zerschlagung von Pinochets Diktatur. In Chile ist sogar die Wasserversorgung privatisiert.

«Ich habe Angst um mein Leben gehabt»

Vor allem Ältere zeigen sich entsetzt über die heftigen Zusammenstösse. Wie ist es möglich, nach solchen Geschehnissen wieder friedlich zusammenzuleben, fragen sie sich. «Ich habe Tränengas abbekommen, es war wie im Krieg», sagt Álvaro Peña. Der bekannte Musiker flüchtete in den 80er-Jahren vor der Militärdiktatur und lebt schon viele Jahre in Konstanz.

Musiker Álvaro Peña.

Im Oktober und November war Peña in Santiago de Chile, um Konzerte zu spielen und seine neue, in Kreuzlingen aufgenommene Platte vorzustellen. Doch die Termine mussten abgesagt werden. Er habe sich in seinem Hotel im Stadtteil San Isidor im wahrsten Sinne des Wortes verschanzt. «Es war gefährlich, nur schon das Gebäude zu verlassen», sagt er. «Einige hundert Meter weiter wurden Häuser angezündet, ein Supermarkt geplündert. Ich habe Angst um mein Leben gehabt.» Peña verliess das Land wie damals: als Flüchtling.

Es hat sich eine Menge Wut angestaut, räumen die Gruppenmitglieder ein, Ausschreitungen liessen sich darum kaum vermeiden. «Aber die Gewalttätigen bilden nur einen kleinen Prozentsatz. Die Sozialproteste sind mehrheitlich friedlich und werden von einer überwältigenden Mehrheit der Bevölkerung getragen», so die einhellige Meinung.

Was in Chile falsch läuft, haben sie zum Teil selber erfahren: «Ich musste drei Jobs gleichzeitig haben, um über die Runden zu kommen», berichtet die Lehrerin Nina Klösel. Sie wanderte darum nach Konstanz aus und bringt die Forderungen der Demonstranten auf eine einfache Formel: «Sie kämpfen für das Recht zu leben und glücklich zu sein.»

Die TV-Berichterstattung lege den Fokus allerdings auf die Sachbeschädigung und Plünderungen, was die Regierung als Anlass nehme, mit aller Härte gegen die Demonstrationen vorzugehen. «Präsident Piñera will die Proteste auf diese Weise delegitimieren», erklärt Ulrike Capdepon. «Dazu benutzt er Kriegsrhetorik und imaginiert einen grossen, gemeinsamen Feind, den es zu bekämpfen gilt.»

Musiker Álvaro Peña in Konstanz.

Die traurigen Auswirkungen dieser Taktik: Seit Oktober gab es 22 Tote, über 2000 Verletzte, mehr als 7000 Verhaftungen. Laut Amnesty International erlitten über 270 Menschen Augenverletzung durch Geschosse der Polizei, mehrere Personen erblindeten (Stand: Ende November). Human Rights Watch dokumentierte, wie Polizisten systematisch Menschenrechte verletzten, etwa Frauen und Kin­ der zwangen, sich nackt auszuziehen. Auch Vergewaltigungen werden der Polizei und dem Militär vorgeworfen.

Präsident Piñera räumte unterdessen ein, dass es Polizeigewalt gegeben habe, und kündigte an, Gummigeschosse zu verbieten. Geändert habe sich dadurch aber fast nichts: «Wer das Haus verlässt, lebt gefährlich», beschreibt die junge Hebamme Gloria Espinoza die nach wie vor chaotische Situation in Chile.

Choreografie gegen Vergewaltigungen

Coco Cespedes aus Kreuzlingen gehört zu den Gründerinnen der Gruppe. «Es ist wichtig, dass wir Einheit demonstrieren, wenn die ganze Welt auf unser Land schaut», sagt sie. Als Beispiel für eindrückliche, friedliche Proteste nennt sie die Choreografie von Las Tesis, einer Gruppe von Frauen aus Valparaíso, die sexualisierte Gewalt mit einer Performance anprangert.

 

Die Choreografie fand in Grossstädten wie Berlin oder Madrid Nachahmer und erregte grosse Aufmerksamkeit. «El Violador eres tú», der Vergewaltiger bist du, riefen Tausende Frauen an Piñera gerichtet. «Darum gehen wir auch hier auf die Strasse», sagt Cespedes, die auch im grenzübergreifenden Aktionsbündnis Ciclo aktiv ist, welches die «Chilenxs en el Bodensee» unterstützt. Bisher haben sie im Konstanzer Stadtgarten und auf dem Münsterplatz Kundgebungen organisiert. Weitere sollen folgen.

Cespedes setzt ihre Hoffnung in die von Piñera angekündigten Reformen. Die Bevölkerung soll zudem mehr Mitsprache erhalten und im April über eine neue Verfassung entscheiden. Die Volksabstimmung soll auch festlegen, wie sich das die Verfassung ausarbeitende Gremium zusammensetzt. «Wir haben das Vertrauen in die Politiker verloren», sagt die Spanischlehrerin und plädiert darum für eine vollständig aus dem Volk kommende Verfassungsversammlung.

Am 18. Januar ab 15:30 Uhr findet ein Solidaritäts-Konzert für Chile im Kreuzlinger Kult-X statt. Son Trés und Raul Ficá machen Musik, Carmen Ramos zeigt mit ihrer Tanzgruppe eine Flamenco-Aufführung. Um 20 Uhr beginnt das Rock-Konzert mit Parachute aus Konstanz, dem chilenischen Musiker Álvaro Peña sowie der Berliner 60ies-Gruppe The Recalls. Alle Einnahmen gehen an Men- schen, die bei den Demonstrationen verletzt wurden.

Die «Chilenxs en el Bodensee» haben eine Facebookgruppe gegründet. Wer die Bewegung in Chile finanziell unterstützen möchte, kann sich an Juan Veas wenden: juan.veas@gmail.com.

Die Vereinigung «Unidad Social» sammelte im Vorfeld Inputs von verschiedenen Gruppen in Chile und im Ausland. Über 155 sogenannte Cabildos wurden mittlerweile durch sie angehört. Auch die «Chilenen vom Bodensee» folgten dem Aufruf der «Sozialen Einheit» und äusserten sich, sagt Gründungsmitglied Andrés Urquiza. «Unter anderem verlangen wir einen neuen Sozialpakt und fordern die Regierung auf, mit der Protestbewegung in Dialog zu treten, statt die Demonstrationen zu zerschlagen.» Der Architekt aus Konstanz kämpfte schon als Student gegen Pinochet. Die Bilder von den Protesten haben bei ihm schlimme Erinnerungen an damals geweckt.

An ein baldiges Ende der Proteste glauben die «Chilenen vom Bodensee» nicht. Sie planen weitere Aktionen, um die Menschen in ihrem Heimatland zu unterstützen – beispielsweise Musik für Chile, ein Anlass, den Juan Veas aus Kreuzlingen auf die Beine gestellt hat.

Juan Veas an der Demonstration in Konstanz.

Als Musiker hat er gute Kontakte in der Szene. «Mit den Einnahmen wollen wir den verletzten Demonstranten helfen, speziell den Menschen, deren Augen verletzt wurden. Mittlerweile ist die Zahl auf 352 gestiegen», erklärt er. Verbandsmaterial, Atemschutzmasken, Schutzbrillen und Medikamente würden gebraucht.

Die Mitglieder der Gruppe haben bereits Geld gesammelt für Ärzte oder Krankenschwestern, die als freiwillige Nothelferinnen und Nothelfer auf den Strassen tätig sind. Veronica Troncoso wird noch im Dezember nach Chile reisen und vor Ort schauen, wo das Geld tatsächlich gebraucht wird. «In Chile findet gerade eine Revolution statt und wir müssen diese unterstützen», fasst Veas die Meinung aller abschliessend zusammen.

Dieser Beitrag erschien im Januarheft von Saiten.

Jetzt mitreden:
Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Dein Kommentar wird vor dem Publizieren von der Redaktion geprüft.

Die un­ver­zicht­ba­ren Som­mer­tipps – Teil 4

Bis zum En­de der Som­mer­fe­ri­en prä­sen­tiert Sai­ten wö­chent­lich Kul­tur­tipps aus der Re­gi­on. Teil 4: Cy­prien Gail­lard – «When you ex­pect flu­tes, it whist­les», «Komm Glüückck» und Je­re­my Reeds Buch Du stirbst nur zwei­mal – Ein Syl­via Plath-/Vic­to­ria Lu­cas-Ro­man.

Von  Redaktion Saiten
260708 Sommertipps Emma Kunzs grotte copy

Kolumne: Heppelers Bestiarium

Flip­per im Mi­li­tär­dienst

Von  Jeremias Heppeler

Bad­hüt­te Ror­schach: Re­kon­struk­ti­on bis zum Tür­schar­nier

Die Bau­plä­ne sind ge­zeich­net, das Bau­ge­such liegt zur Vor­prü­fung bei der Stadt – doch noch ist ei­ni­ges rund um den Wie­der­auf­bau der Ror­scha­cher Bad­hüt­te zu klä­ren. Was pas­siert zum Bei­spiel mit all den an­ge­ros­te­ten und teils ver­bo­ge­nen Schar­nie­ren, Schlös­sern und an­de­ren Ei­sen­tei­len, die die Tau­cher aus dem See her­auf­ge­bracht ha­ben?

Von  René Hornung
Badhuette rorschach

«Sie wis­sen, dass ih­nen Ge­fäng­nis oder der Tod droht, wenn sie an Pro­tes­ten teil­neh­men. Und sie tun es trotz­dem.»

Moh­sen Ma­sou­di ist 2022 aus dem Iran in die Schweiz ge­flo­hen. Heu­te lebt er in Stein AR und ist Teil der Exil-Op­po­si­ti­on. Er er­zählt, war­um es die Schlies­sung der ira­ni­schen Bot­schaft braucht und was sich mit den Pro­tes­ten An­fang Jahr ver­än­dert hat.

Von  Matthias Fässler , Bilder:  Sara Spirig
260708 Redeplatz Mohsen Masoudi

Ein Pi­ra­ten­schiff am Bo­den­see­ufer

Das See-Burg­thea­ter macht aus sei­ner Pi­ra­tin­nen­ge­schich­te Die Le­gen­de von An­ne Bon­ny ein akro­ba­ti­sches Spek­ta­kel vom Feins­ten. Bei al­ler Som­mer­thea­ter-Leich­tig­keit hät­te man aber doch ein biss­chen mehr Eman­zi­pa­ti­ons­ge­schich­te er­war­tet.  

Von  Maria Schorpp
Piratencrew Bildnachweis Ilja Mess

Ei­ne ein­ma­li­ge Ge­burts­tags­par­ty

Zu sei­nem 20. Ge­burts­tag hat das Kul­tur­fes­ti­val am Wo­chen­en­de Bands aus St.Gal­len und der Re­gi­on zu ei­nem zwei­tä­gi­gen Kon­zert­fest ein­ge­la­den. Die­ses war so viel­fäl­tig wie ge­lun­gen – auch we­gen der Idee, Co­vers aus der Grün­dungs­zeit des Fes­ti­vals in die Sets ein­zu­bau­en. 

Von  David Gadze
Kulturfestival 20 Jahre Jubilaeum 2026 Kasimir Hoehener

Bregenzer Festspiele

Mehr als die See­büh­ne: Ent­de­ckun­gen an den Bre­gen­zer Fest­spie­len

Von  Nathalie Grand
Pressetag broucek anjakoehler 260236

Die un­ver­zicht­ba­ren Som­mer­tipps – Teil 3

Bis zum En­de der Som­mer­fe­ri­en prä­sen­tiert Sai­ten wö­chent­lich Kul­tur­tipps aus der Re­gi­on. Teil 3: «Was der Kai­ser noch sah», Olaf Breu­ning – «Hu­mans» und Oria­na Bruseghi­ni  – Das ver­las­se­ne Ret­tungs­boot. 

Von  Redaktion Saiten
260708 Sommertipps Colazione Sull Erba Pfister Noemi copy

Von Mo­de und Kör­pern

Wie setzt Fo­to­gra­fie Mo­de in Sze­ne? Und wer fo­to­gra­fiert da­bei ei­gent­lich wen? Das Tex­til­mu­se­um St.Gal­len gibt mit «Mi­se en Scè­ne» Ein­bli­cke in 120 Jah­re Mo­de­ge­schich­te. Es ist die letz­te Schau vor dem Mu­se­umsum­bau. 

Von  Vera Zatti
TMF 22 4 1 V

«Ich ma­che das für al­le, die auf ei­nen Ent­scheid war­ten.»

Seit elf Ta­gen be­fin­det sich Ve­lat Ay­din vor dem Bun­des­ver­wal­tungs­ge­richt in St.Gal­len im Hun­ger­streik. Im Ge­spräch mit Sai­ten er­zählt der Kur­de, wo­her er kommt und wes­halb po­li­ti­scher Ak­ti­vis­mus so wich­tig ist.

Von  Daria Frick
DSC 6579

Lus­ti­ges Mas­sen­ar­ten­ster­ben

Die St.Gal­ler Fest­spie­le sind vor­bei. Oper war in­door, draus­sen im Stadt­park spiel­te die End­zeit­ko­mö­die Pla­net B. Näh­me man die Bot­schaft des Stücks ernst, müss­te die Fest­spiel-Oper auch künf­tig res­sour­cen­scho­nend drin­nen blei­ben.

Von  Peter Surber
Festspiele planet b tanja dorendorf 1095

Zwi­schen Pon­gal und Turn­ver­ein

Sin­du­jan* lebt schon sein gan­zes Le­ben in der Schweiz. Die Ein­bür­ge­rung ist fast ab­ge­schlos­sen, war aber mit ho­hen Kos­ten und ei­nem un­an­ge­neh­men Ge­spräch ver­bun­den.

Von  Andi Giger
260707 Saiten 0807 08

Ei­ne kur­ze In­dus­trie­ge­schichg­te des Sit­ter­tals

Be­vor die Kunst Ein­zug hielt, war das Sit­ter­tal in­dus­tria­li­siert. Hier wur­de ge­stickt, ge­wirkt, ge­färbt, mer­ceri­siert – aber auch ge­streikt und ge­liebt.

Von  István Scheibler
260708 Sitterwerk Industriegeschichte Das Sittertal zu Zeiten der Motorenstickerei Rittmeyer Staatsarchiv W 054 51 D 8

Kolumne: Stimmrecht

Wer ist die ukrai­ni­sche Dia­spo­ra?

Von  Liliia Matviiv

Die un­ver­zicht­ba­ren Som­mer­tipps – Teil 2

Bis zum En­de der Som­mer­fe­ri­en prä­sen­tiert Sai­ten wö­chent­lich Kul­tur­tipps aus der Re­gi­on. Teil 2: Ki­nok-Open-Air, So­lar­ki­no, Chris­ta Nä­her – «Ex­cess», Li­ving Mu­se­um, Pool­bar Fes­ti­val, Die Le­gen­de von An­ne Bon­ny und SP-Spa­zier­gän­ge. 

Von  Redaktion Saiten
260708 Sommertipps 7 The Long Seat

Wie ein Fisch im Was­ser

In der Kunst­ka­bi­ne bei der St.Le­on­hard-Brü­cke in St.Gal­len stel­len bis Sep­tem­ber vier Per­so­nen mit Be­ein­träch­ti­gung ih­re Kunst aus. Den An­fang macht Son­ja Lip­pu­ner mit ih­rer «Roll­stuhl­kunst».

Von  Roman Hertler
Whats App Image 2026 07 01 at 22 09 10

«Kul­tur ist nicht de­mo­kra­tisch, aber zen­tra­le Grund­la­ge der De­mo­kra­tie»

Die Kunst­gies­se­rei St.Gal­len und die Stif­tung Sit­ter­werk strah­len weit über die Re­gi­on hin­aus. Fe­lix Leh­ner, Grün­der und Lei­ter der Kunst­gies­se­rei, Ge­schäfts­lei­tungs­mit­glied Till Jäck­li so­wie Pa­tri­cia Hart­mann, Co-Lei­te­rin der Stif­tung Sit­ter­werk, spre­chen im In­ter­view über die letz­ten 40 Jah­re, ak­tu­el­le Her­aus­for­de­run­gen und Zu­kunfts­plä­ne.

Von  Daria Frick  und  David Gadze
260708 Sitterwerk Andri Voehringer 01

«Schwei­gen gibt der Ge­walt Raum»

Ge­schlech­ter­spe­zi­fi­sche Ge­walt ist auch in Ap­pen­zell Rea­li­tät, und doch wird zu we­nig dar­über ge­re­det. Mit der Dis­kus­si­ons­ver­an­stal­tung «we­r­om – schwät­ze statt schwi­ige» lu­den drei jun­ge Ap­pen­zel­le­rin­nen zum of­fe­nen Aus­tausch über Ge­walt, Prä­ven­ti­on und Zi­vil­cou­ra­ge.

Von  Marion Loher
Werom 4

Wenn Hei­mat flim­mert

Hei­mat – ein viel­schich­ti­ger Be­griff. Das Kunst­mu­se­um St.Gal­len spürt ihm ge­mein­sam mit der Werk­samm­lung der Schwei­ze­ri­schen Post nach. Zu se­hen ist die ent­stan­de­ne Schau «Hei­mat­flim­mern» bis En­de Ok­to­ber in St.Gal­len.

Von  Lisa Steurer
Ausstellungsansicht stian Stadler 1

Jung­brun­nen für den Dom

Die St.Gal­ler Fest­spie­le la­den, nach der letzt­jäh­ri­gen Pau­se, wie­der zum Tanz in die Ka­the­dra­le. Cho­reo­graf An­to­nio Ruz und die Tanz­kom­pa­nie neh­men den Raum mit Re­spekt in Be­schlag – samt dem Klos­ter­platz.

Von  Peter Surber
Bildschirmfoto 2026 06 29 um 11 44 42