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Was für ein Clack

Unser Kolumnist Jan Rutishauser über unnötige Aufmerksamkeiten, interessante Amazon-Rezensionen und warum es reicht, wenn einem die Eltern das Leben geschenkt haben.
Von  Gastbeitrag , 

Meine Eltern sind wunderbare Menschen. Wirklich. Nur machen sie mir die unmöglichsten Geschenke. Zum Beispiel haben sie mir an Ostern einen Clack geschenkt, ein Küchengadget, um gekochte Eier zu köpfen.

Warum?!

Ich möchte nur Dinge besitzen, die mir auch Freude bereiten, und meine Eltern wissen das auch. Und noch viel wichtiger: Ich esse keine Eier. UND MEINE ELTERN WISSEN DAS AUCH!

Mein Clack, auch Eierschalensollbruchstellenverursacher genannt, kostete 38 FRANKEN! 38 Franken, um das zu machen, was ein Löffel auch kann!

Trotzdem wurde der Clack bis heute schon über eine Million Mal verkauft. Das macht 38 MILLIONEN FRANKEN und das, obwohl noch nie ein Mensch vor einem Frühstücksei sass und verwirrt sagte: «Ich gib uf. Nai würkli! Das isch unmöglich!»

38 Millionen Franken ist so viel Geld! Wenn ich all das Geld unter meinen Freunden und mir aufteilen würde, hätte ich immer noch… 38 Millionen Franken!

Jan Rutishauser, 1987, ist Kabarettist, Kolumnist und Koach für Rechtschreibung und Comedy Writing. (Illustration: Lukas Schneeberger)

Obwohl ich den Sinn von dem Ding kaum sehe, sind interessanterweise fast alle Amazon-Rezensionen zum Clack positiv.

Mo66, 5 von 5 Sterne, schrieb: «Seit wir das Teil haben, macht es richtig Spass, das Frühstücksei zu essen.» (SEIT WIR DAS TEIL HABEN?! Wie sah das vorher bei denen aus?)

Und Pfötchen, 4 von 5 Sterne, schrieb: «Mein Vater benutzt den Eierschalenbrecher jeden Morgen und ist begeistert. Da man 2 Hände zum Bedienen braucht: ein Stern Abzug.»

Obwohl: Warum gibt es dafür Abzug? Eierköpfen mit dem Clack dauert knapp ne Sekunde! Für was brauchst du in der Zwischenzeit die andere Hand?!

Zugegeben, ich wünschte, ich hätte den Mut, Produkte so wie Pfötchen zu bewerten: «Dieses Fahrrad ist super, mein Vater benutzt es jeden Tag. Da man zwei Füsse zum Treten braucht: ein Stern Abzug!» Oder: «Tolle Thermoskanne! Weil der Tee aber ZU heiss aus der Thermoskanne kommt: ein Stern Abzug.»

Aber wenn ich keine solchen Geschenke von meinen Eltern möchte, warum sage ich ihnen nicht einfach: «Ihr müänd mir im Fall nünt me geh. Ihr händ mir schos Lebe gschenkt und a dem han i bim Bruuche würkli Freud!»

Ganz einfach: Weil mir meine Eltern kein Zeugs schenken, sondern Ideen für neue Texte. Und die Gegenstände verursachen mir dann doch noch Freude: Wenn ich sie an Leute verschenke, die ich nicht mag.

Dieser Beitrag erschien im Maiheft von Saiten.

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Alpenhof bibliothek andreas zuest residency

Ein künst­le­ri­sches Ge­ne­ra­tio­nen­tref­fen

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Jala Wahid Smile maniacally were alive Sieglinde Woehrer

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Ja­kob Stutz, Volks­schrift­stel­ler und Re­form­päd­ago­ge mit «zwie­späl­ti­gem» Cha­rak­ter: Ihn lässt Ex-Kel­ler­büh­nen­lei­ter Mat­thi­as Pe­ter 150 Jah­re nach sei­nem Tod noch ein­mal auf­le­ben – un­ter an­de­rem in Tro­gen, wo Stutz im Ge­fäng­nis sass.

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01 Jakob Stutz 11 cut

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Auf sei­nem neu­en Al­bum Th­ree Chords and a Shaking Hand be­singt der Rhein­ta­ler Sin­ger-Song­wri­ter Mo Klé die ge­gen­wär­ti­ge De­bat­ten­kul­tur, Re­gen­stür­me und Selbst­ak­zep­tanz. Die Al­bum­tau­fe fin­det am 7. No­vem­ber im st.gal­li­schen Bahn­hof Brug­gen statt.

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VELJANOV 2018 03

Zumthor plant in Wildhaus

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Steinmodell 2

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Ein Wahl­gang ge­nüg­te: Die SP der Stadt St.Gal­len schickt Pe­ter Oli­bet ins Ren­nen um die Nach­fol­ge von Stadt­rat Pe­ter Jans. Er er­hielt 109 von 182 Stim­men. In der Fra­ge­run­de ging es um Spar­po­li­tik, be­zahl­ba­re Woh­nun­gen und die Fra­ge, wie viel Op­po­si­ti­on ein künf­ti­ges Re­gie­rungs­mit­glied noch ma­chen kann.

Von Philipp Bürkler,
Nomination Peter Olibet 10
Heftvorschau 11/26
Postkolonial, Kulturgelder, Universum

Wäh­rend Zü­rich und Genf ge­raub­te Ben­in-Bron­zen zu­rück­ge­ben, la­viert das Kul­tur­mu­se­um St.Gal­len. Der­weil un­ter­sucht der Thur­gau sei­ne eth­no­gra­fi­sche Samm­lung und schliess Re­sti­tu­tio­nen nicht aus. Aus­ser­dem im No­vem­ber­heft: Der so­li­da­ri­sche Pro­test der St.Gal­ler Kul­tur­sze­ne ge­gen die Spar­plä­ne des Kan­tons, die neue Aus­stel­lung zum Zehn­jäh­ri­gen im Na­tur­mu­se­um St.Gal­len, das ers­te elek­tro­ni­sche So­lo­al­bum von Ka­fi-D und vie­les mehr.

Saiten 2611 01 Cover

Zü­rich und Genf ma­chen vor­wärts, St.Gal­len bremst

Seit ei­ni­gen Jah­ren sind Ben­in-Bron­zen in Schwei­zer Mu­se­en ein heis­ses Ei­sen. Im St.Gal­ler Kul­tur­mu­se­um la­viert man bei der Fra­ge ei­ner mög­li­chen Rück­ga­be zwi­schen Dia­log­be­reit­schaft und Ver­wei­ge­rungs­hal­tung.

Von Richard Butz und Hans Fässler,
Benin bronze kulturmuseum 2026

Bücherherbst: Nie ist alles gut von Raffael Rihs

Mo­ment­auf­nah­men

Von Veronika Fischer,

Ma­gen­brot bis zu­letzt

Ein Fes­ti­val über den Tod – darf das auch lus­tig sein? «Last Call» lädt am 31. Ok­to­ber in St.Gal­len da­zu ein, über das Ster­ben zu spre­chen. In­ter­view mit Mi­chel­le Mauch­le von der Ge­schäfts­stel­le Pal­lia­ti­ve Ca­re Stadt St.Gal­len.

Von Philipp Bürkler,
Festival zum tod michelle mauchle

Kampf­sport als Safe Space

In St.Gal­len hat am Sams­tag zum ers­ten Mal ein eman­zi­pa­to­risch-an­ti­fa­schis­tisch-que­er­fe­mi­nis­ti­sches Kampf­sport­tur­nier statt­ge­fun­den. Wie das aus­sieht? Schon ziem­lich bru­tal, aber dann auch wie­der herz­lich.

Von Malena Widmer,
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Bücherherbst: Unwucht von Sarah Elena Müller

Zwi­schen Lie­be und Lei­den

Von David Gadze,

Be­stän­dig­keit, die ero­diert 

Seit 35 Jah­ren un­ter­sucht Pa­trick Roh­ner Na­tur­pro­zes­se, ins­be­son­de­re im Zu­sam­men­hang mit Geo­lo­gie, zeich­ne­risch, ma­le­risch und bild­haue­risch. Die Aus­stel­lung «Fal­tun­gen» im Mu­se­um Bickel zeigt noch bis zum 22. No­vem­ber ei­nen Quer­schnitt die­ser kon­ti­nu­ier­li­chen Be­schäf­ti­gung. 

Von Angela Kuratli,
Gu Kas Pa Ro 26 385960 Email Orginal 2