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Weg damit – Saiten schafft Platz!

24 Dinge suchen eine neue Bleibe: Fotos, CDs, ein Yoyo, eine Baulampe und noch vieles mehr. Jetzt im ausgewählten Onlinekatalog stöbern und Last-Minute-Geschenke geschenkt bekommen.
Von  Redaktion Saiten , 
Artikel Nr. 19: sechs CDs mit Rap aus dem Osten (Bilder: Saitengrafik)

Weniger tun, weniger wollen, weniger haben. Punkt drei hat es Saiten besonders angetan, also haben wir kurzerhand das Büro ausgemistet und uns mehr oder weniger schweren Herzens von einigen Dingen getrennt. Dazu gehörten zum Beispiel dutzende Essstäbchen, die nie jemand benutzt hat, alte Analog- Terminplaner, kaputte Stifte und jede Menge schlechte Bücher und CD’s.

Nützliches und Lustiges hatte es natürlich auch dabei. Wollen wir alles loswerden! Und weil es bekanntlich Freude macht, verschenken wir gleich 24 sehr begehrenswerte Dinge – zu finden im Dezemberheft von Saiten, inklusive Coverbild, und natürlich hier im ultimativen Onlinekatalog. Das Motto ist simpel:

Chasch es ha, aber musch es abholä. Am Saitenschalter.

Damit auch alles fair vonstatten geht, bitte bis Mitte Dezember eine Mail schicken, an: wegdamit@saiten.ch. Bei grosser Nachfrage entscheidet das Los.

Wa wötsch?!

1

1: 
250 g Badesalz gegen Arbeitsstress, das nie gebraucht wurde, weil die Zeit zum Baden fehlt – und die Badewanne

 

2

2: 
Fast neuwertige Hülle für iPhone 6 zum Zusammenstecken, silber und schwarz

 

3

3: Passend zum Zeitgeist: limitierter Pin des Naturmuseums St.Gallen (1846–1996), Nummer 155

 

4

4: DVD-Box Nummer 1 der J.S. Bach-Stiftung, mit Kantaten wie «Himmelskönig, sei willkommen» oder «O Ewigkeit, du Donnerwort»

 

5

5: Fotografie mit Sabine Rusterholz beim Kaffeetrinken, schwarz-weiss, 34 × 50 cm auf Holz

 

6

6: Für Junggebliebene: Yoyo vom Studio 8 in St.Gallen für Yoga, Pilates und Tanz

 

7

7: Einzelexemplar: «Time Magazine» vom Mai 1975 mit dem Thema «West Germany: Europe’s most successful Society»

 

8

8: Erste Schweizer Garage-Compilation auf Vinyl von la Suisse Primitive, erschienen im Januar 2016

 

9

9: 
Eine Flasche Rotwein: Albet i Noya Lignum, 2012, aus biologischer Produktion

 

10

10: 
Gratis-Kondom des kürzlich eingestellten Jugendsenders «Joiz», ungebraucht

 

11

11: 
Exklusiv, das Sämichlaus-Säckli für Mc Donald’s-Stammgäste und Fans von blau und pink

 

12

12: Erhellendes Buch mit Kurzgeschichten von Yusuf Yeşilöz: «
Kebab zum Bankgeheimnis», erschienen im Limmat-Verlag Zürich, 2012

 

13

13:
 Einmalig, das Juni/Juli-Heft zum Thema Bier aus der Saiten-Macelleria d’Arte-Sonderedition von Francesco Bonanno

 

14

14:
 Visitenkarte des 2015 abgetretenen Stadtrats Fredy Brunner, inkl. Privatadresse auf der Rückseite

 

15

15:
 Zu klein gewordener Blazer mit «Kein Mensch ist illegal»-Button, beige, Grösse M

 

16

16:
 50-Minuten DRS3-Input auf CD zum Thema: «Was bleibt von Niklaus Meienberg?», ausgestrahlt am 7. September 2003

 

17

17: 
Sechsteiliges Regional-Päckli mit folgenden CD’s: Knöppel: «Hey Wichsers», Silentbass: «Sound of Silence», Flieder: «eins», Natasha Waters und Kaltehand: «Into the Light», Herr Bitter: «The Tide», Das Pirmin Baumgartner Orchester: «Schwere Knochen»

 

18

18:
 Für Fans: der wohl letzte Saiten-Sack, entworfen und siebbedruckt von Beni Bischof

 

19

19:
 Sechsteiliges Ostschweizer Rap-Bündel mit folgenden CD’s: Göldin & Bit-Tuner: «CSI: Appenzell», samt entzückendem Hans-Rudolf-Merz-Artwork, 361 Grad: «Päch für d’Schwiz», E.S.I.K.: «Dä üblichi Verdächtigi», Doppia Erre 
& Taiken: «Lirical Psycho II», Mastermind & Faf: «Vom Silo bis W»

 

20

20:
 Zum Nachsitzen: der kuschlige, grüne Samtsessel, der jeden Arsch im Saitenbüro kennt

 

21

21:
 Fotografie des Rappers Bandit von Luut & Tüütli, als er noch jung war und auf Zigerschlitze stand, schwarz-weiss, 34 × 50 cm auf Holz

 

22

22:
 Bringt frischen Wind: der tolle Ventilator, Marke Sonnenkönig

 

23

23:
 Für alle Fälle: liegengebliebener Rucksack mit drei Tampons in der Aussentasche, dunkelblau, von Mi-Pac

 

24

24:
 Walo-Lampe, direkt aus der Baustadt St.Gallen, die auch nicht ganz funktioniert

 

Bitte bis Mitte Dezember eine Mail schicken, an wegdamit@saiten.ch. Bei grosser Nachfrage entscheidet das Los. Die Sachen müssen abgeholt werden. Danke!

FC St. Gal­len vs. Lau­sanne-Sport – Die Es­pen er­kämp­fen sich die 3 Punk­te

Nach ei­ner ganz pas­sa­blen ers­ten Halb­zeit der Es­pen so­wie Füh­rung durch ei­nen Elf­me­ter von Gört­ler vor der Pau­se, spie­len die St. Gal­ler die­ses Re­sul­tat an­schlies­send her­un­ter und ho­len sich die 3 Punk­te.

Von SENF Kollektiv,
Senf

Die Ge­walt hat ei­nen Schlüs­sel

Mehr als vier­ein­halb Stun­den dau­er­te Der Pro­zess Pe­li­cot im Thea­ter St.Gal­len. Mi­lo Rau und Ser­va­ne Dè­cle in­sze­nier­ten ei­nen Abend über se­xua­li­sier­te Ge­walt und che­mi­sche Un­ter­wer­fung – und über ei­ne Ge­sell­schaft, die von Män­nern mehr Ver­ant­wor­tung ver­langt.

Von Philipp Bürkler,
DSC02202 Kopie

Men­schen­rech­te sind kei­ne Selbst­ver­ständ­lich­keit

Die Men­schen­rech­te ste­hen welt­weit un­ter Druck. Doch wie kon­se­quent setzt sich die Schweiz für sie ein? Ein neu­es Buch nimmt die Schwei­zer Men­schen­rechts­po­li­tik kri­tisch un­ter die Lu­pe. An der Buch­vor­stel­lung im Squa­re wur­de über Wi­der­sprü­che, Ver­säum­nis­se und mög­li­che Lö­sun­gen dis­ku­tiert.

Von Marion Loher,
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Die Po­li­zei woll­te nichts se­hen und nichts hö­ren

In ei­ner Ten­nis­hal­le im tog­gen­bur­gi­schen Un­ter­was­ser tra­fen sich vor zehn Jah­ren 5000 Neo­na­zis zum gröss­ten Rechts­rock-Kon­zert, das je im deutsch­spra­chi­gen Raum statt­ge­fun­den hat. Lin­ke Po­li­ti­ker:in­nen re­agier­ten schnell, doch das Er­geb­nis ist er­nüch­ternd.

Von Hans Stutz,
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Leopoldstadt am Vorarlberger Landestheater

Ver­schwun­de­ne Na­men im Fa­mi­li­en­stamm­baum

Von Sieglinde Wöhrer,
Leopoldstadt R anjakoehler 260217 1

Stimmrecht

Im Re­gen tan­zen

Von Liliia Matviiv,

Ern­ten in der Grau­zo­ne

Ern­te­hel­fer:in­nen sind in der Schweiz schlecht ge­schützt. Ih­re Ar­beits­be­din­gun­gen lie­gen oft in Grau­be­rei­chen, Kon­trol­len sind schwie­rig. Ei­ne Ver­än­de­rung wür­de je­doch be­deu­ten, ein gan­zes Sys­tem auf den Kopf zu stel­len.

Von Daria Frick, Bilder: Ueli Steingruber,
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Bücherherbst: Die Geschichte der Schweizer Uhrmacherkunst von Gion Mathias Cavelty

Gran­dio­se Gro­tes­ke

Von Florian Vetsch,

Ein En­de mit Aus­ru­fe­zei­chen

Die St.Gal­ler Re­stau­rants Tos­ca­na und The Pinch mach­ten ver­gan­ge­ne Wo­che über Nacht dicht. 15 Per­so­nen stan­den un­vor­be­rei­tet auf der Stras­se. Das ver­ant­wort­li­che In­ves­to­ren-Duo schliesst nicht zum ers­ten Mal ein Re­stau­rant in der Stadt. Das ab­rup­te En­de wirft Fra­gen auf.

Von Andi Giger,
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Volks­bad­sa­nie­rung: Trau­er­spiel seit über 40 Jah­ren

Die Stadt St.Gal­len muss spa­ren und will das his­to­ri­sche Volks­bad nach der Wie­der­eröff­nung des Hal­len­bads Blu­men­wies schlies­sen. Da­bei ver­spricht die Stadt seit über 40 Jah­ren die Sa­nie­rung.

Von René Hornung,
Volksbad rene hornung 1

Der St.Gal­ler Kul­tur gehts an den Kra­gen

Die St.Gal­ler Re­gie­rung spart ge­gen ih­ren Wil­len wei­te­re 60 Mil­lio­nen Fran­ken ein und rech­net für 2027 mit ei­nem Plus von 55 Mil­lio­nen Fran­ken. Kul­tu­rel­le Ar­beit wird da­bei wei­ter pre­ka­ri­siert – mit ei­ner gros­sen Aus­nah­me.

Von Roman Hertler,
Kanton sparmassnahme

Filminstallation über Vergänglichkeit

Nur Vor­wärts

Von Daria Frick,
Emilija Skarnulyte Time of Arrow 2026 Kunstmuseum St Gallen Lokremise Foto Stefan Altenburger

Win­tis Glücks­fall

Die al­ten Fa­brik­hal­len sind aus Win­ter­thurs Kul­tur­le­ben nicht mehr weg­zu­den­ken. Sie wä­ren aber nichts oh­ne en­ga­gier­te und gut ver­netz­te Men­schen. Sai­ten konn­te auf Ein­la­dung des Kul­tur­ma­ga­zins «Coucou» ei­ni­ge von ih­nen tref­fen. Ein klei­ner Stadt­rund­gang

Von Roman Hertler, Bilder: Daria Frick,
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Sai­son­start mit pu­rem Wahn­sinn

Das Kon­zert und Thea­ter St.Gal­len zeigt ein­dring­lich auf: Fe­mi­zi­de exis­tie­ren in der Schweiz noch im­mer im un­ge­heu­ren Aus­mass. Die In­sze­nie­rung von Co­rin­na von Rad setzt auf das Gro­tes­ke in Ge­org Büch­ners Woy­zeck und fei­er­te am Sams­tag Pre­mie­re im Gros­sen Haus. Ei­ne Pro­duk­ti­on für «je­der-Mann»!

Von Viviane Sonderegger,
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Es kratzt, knallt und schep­pert

Viel En­er­gie und noch viel mehr Punk gibts auf dem neu­en Al­bum Now To Ru­in der Thur­gau­er Band S.G.A.T.V.. Ge­tauft wird am 1. Ok­to­ber im Win­ter­thu­rer Kraft­feld. Sai­ten hat vor­ab rein­ge­hört.

Von Jeremias Heppeler,
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Bak­te­ri­en und ein Fun­ke Hoff­nung 

Wie kön­nen wir un­se­ren Kon­sum nach­hal­ti­ger ge­stal­ten? In «Next Re­la­ti­ons – Zu­kunft ge­stal­ten» zeigt das Ge­wer­be­mu­se­um Win­ter­thur an­hand von Ar­bei­ten von Stu­die­ren­den mög­li­che An­sät­ze. Ei­ne an­spruchs­vol­le Schau, die Hoff­nung macht.

Von Vera Zatti,
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Mas­ku­li­ni­tät als Spek­trum

Die Aus­stel­lung «Bey­ond the Ma­nos­phe­re. Mas­cu­li­n­i­ties to­day» im Kunst­mu­se­um St.Gal­len un­ter­sucht, wie Männ­lich­keit dar­ge­stellt, ge­prägt und ge­lebt wird. Und zeigt da­bei auch ih­re Wi­der­sprüch­lich­keit.

Von Lilli Kim Schreiber,
Ausstellungsansicht en Foto Sebasti

Tra­gi­ko­mö­die über das Le­ben

Ein Schre­ber­gar­ten wird im neu­en Ro­man Ver­tei­di­gung ei­nes Gar­tens von Chris­ti­na Wal­ker zum Zu­fluchts­ort. Dar­in lässt die Vor­arl­ber­ger Au­torin viel­schich­ti­ge Cha­rak­te­re eben­so auf­blü­hen wie Ap­fel­baum und Jo­han­nis­strauch. 

Von Annette Raschner,
Christina walker foto petra rainer 2026 farbe

Mit­spie­len dür­fen. Aber auch die Spiel­re­geln mit­be­stim­men?

Der Kan­ton St.Gal­len hat Kunst- und Kul­tur­schaf­fen­de zur jähr­li­chen Kul­tur­kon­fe­renz nach Wil ein­ge­la­den. Spie­le­risch wur­de ver­sucht, die Aus­rich­tung der Kul­tur­för­de­rung zu klä­ren und Mög­lich­kei­ten der neu­en Kul­tur­stra­te­gie zu dis­ku­tie­ren. Doch die zen­tra­le Fra­ge blieb of­fen: Wie stark kann die Kul­tur­sze­ne den In­halt der Stra­te­gie tat­säch­lich mit­be­stim­men?

Von Philipp Bürkler,
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Heftvorschau 10/26
Erntehilfe, Unterwasser, Bücherherbst

Wer als Ern­te­hel­fer:in in der Schweiz ar­bei­tet, tut dies in ei­ner recht­li­chen Grau­zo­ne. Das nützt vor al­lem ei­nem Sys­tem, das we­der die Land­wirt:in­nen noch die Kon­su­ment:in­nen im Al­lein­gang än­dern kön­nen. Aus­ser­dem im Ok­to­ber­heft: zehn Jah­re Un­ter­was­ser, ei­ne Fla­schen­post aus Hal­le (Saa­le), Kunst zum The­ma Männ­lich­keit, Mu­sik von The Black Salt und na­tür­lich der Bü­cher­herbst – mit neu­er Li­te­ra­tur von Ost­schwei­zer Au­tor:in­nen.

Saiten 2610 Cover