, 29. Februar 2012
1 Kommentar

Weisser waschen mit Hyposwiss?

Die Hyposwiss, eine Tochter der St.Galler Kantonalbank, sorgt weiterhin für interessante Meldungen. Nachdem ihr in den letzten Monaten Schwarzgeldkonti und Geldwäscherei vorgeworfen wurden, ist sie nun auch noch in einen Diebstahl von Bankkundendaten verwickelt. Darüber berichten heute «Tagesanzeiger» und «NZZ» – seltsamerweise aber nicht das «St.Galler Tagblatt». Dem Tagi wie auch dem stets gut informierten […]

Die Hyposwiss, eine Tochter der St.Galler Kantonalbank, sorgt weiterhin für interessante Meldungen. Nachdem ihr in den letzten Monaten Schwarzgeldkonti und Geldwäscherei vorgeworfen wurden, ist sie nun auch noch in einen Diebstahl von Bankkundendaten verwickelt. Darüber berichten heute «Tagesanzeiger» und «NZZ» – seltsamerweise aber nicht das «St.Galler Tagblatt». Dem Tagi wie auch dem stets gut informierten Blog «Insideparadeplatz» liegen offenbar die Mails der ehemaligen Hyposwiss-Angestellten vor, die von der Bundesanwaltschaft verhaftet wurden.

Insideparadeplatz zitiert  «Wir sind zwei ehemalige Hyposwiss-Mitarbeiter. Die neue Banken-Software Avaloq erlaubte es uns, Datenbank-Snapshots von allen Transaktionen aus den Jahren 2007 bis Mitte 2009 zu machen. Wichtige Daten aus dem Jahre 2006 – es handelt sich immerhin um einen Zufluss von CHF 2.6 Milliarden an einem einzigen Tage – ermittelten wir auf anderem Wege.»
Im Blog heisst es weiter: «Dem Brief sind 4 Seiten mit Transaktionen über gigantische Summen beigelegt. Unter client sind Namen aufgeführt wie: Y H Limited Cyprus, Y H Ltd. St.Kitts, Y C Ltd Virgin GB oder Y E Liechtenstein.»

Tönt spannend.

Weiterhin spielt die Leitung der Kantonalbank Schildkröte im Winterschlaf. Sie will die Geschichte offensichtlich einfach aussitzen.

Inzwischen fordert sogar die Schweizer FDP eine Weissgeldstrategie.

Die Raiffeisen wird für die Ex-Wegelin Bank Notenstein eine Weissgeldstrategie durchziehen.

Weder SGKB-Verwaltungsratspräsiden Franz Peter Oesch (CVP) noch Regierungsrat und SGKB-Verwaltungsrat Martin Gehrer (CVP) haben bisher das Wort «Weissgeldstrategie» auch nur in den Mund genommen.

1 Kommentar zu Weisser waschen mit Hyposwiss?

  • carlo sagt:

    SGKB ist nur noch eine Melkkuh finanziert durch Mittelstand und darunter, um für steuersenkungswütige Politiker Dividende als Staatseinnahmen zu generieren.

    Hat man bei der SGKB tiefere Zinsen bei Krediten oder Hypotheken, höhere Sparzinsen etc., weil sie durch höhere Staatsgarantie auf dem Finanzmarkt billiger als ihre Mitkonkurrenten an Geld kommen?

    Mieter zahlen noch 2,25% Referenzzinssatz. Ich bezahle bei der SGKB 2,75%.
    Hauptsache reiche Mieter, die sich Meitwohnungen in der nähe des Arbeitsplatzes noch leisten können, leben vermeindlich billig und der Mittelstand und schlechter Verdienende im Eigenheim werden immer mehr geschröpft?

    Die SGKB muss endlich privatisieren werden bevor sie zum Klumpfuss für die Volkswirtschaft wird.

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