, 26. Juli 2018
keine Kommentare

FCSG vs. Sarpsborg 2:1 – Knapper Sieg in Unterzahl

Fast das ganze Spiel musste der FCSG mit einem Mann weniger bestreiten. Der frühe Ausschluss von Vilotic und das Gegentor liessen nichts Gutes erahnen. Zum Schluss gabs dennoch einen knappen 2:1-Sieg. Das Spiel zum Nachlesen im SENF-Ticker.

FCSG – Sarpsborg 2:1

22.07 Uhr – 2:1 gegen dieses norwegische Team zu gewinnen, ist wahrlich keine Meisterleistung. Der FCSG startete desolat in die Partie. Der Auftritt war über weite Strecken der ersten Halbzeit blamabel. Dass danach dennoch ein Sieg rausschaute, war einerseits dem Unvermögen Sarpsborg zu verdanken, andererseits aber auch der Moral der St.Galler Mannschaft. Das bleibt denn – neben dem knappen Sieg und dem überzeugenden Publikum – auch der einzig positive Aspekt dieses Abends: Ein knapper Sieg, die Chancen aufs Weiterkommen sind intakt. Wir verabschieden uns. Bis Sonntag, wenn die Gurkenliga endlich weitergeht.

22.06 Uhr – Fertig, Schluss, aus. Der FCSG gewinnt in unterzahl mit 2:1 gegen Sarpsbort 08 FF.

Minute 90+ – St.Gallen kommt nochmal zu einer Chance. Der Freistoss von Tafer findet einen Kopf, doch der Kopfball geht weit am Tor vorbei.

Minute 90 – 2:1 zu gewinnen, ist das nun gut oder schlecht? Beim Auswärtsspiel ist St.Gallen wieder zu elft und der Gegner wird immer noch schlecht sein, das müsste eigentlich reichen. Aber eben: St.Gallen und der Konjunktiv.

Minute 89 – Vor dem Spiel wurden wir übrigens gefragt, wie wir denn jetzt tickern, wo St.Gallen plötzlich gefälligen Offensiv-Fussball zeigt, wie das Spiel in Basel bewiesen hat. Nun ja…

Minute 88 – Dejan ist aber geil. Was der alles gehalten hat heute. Aaalter!

Minute 87 – Der Espenblock bedankt sich derweil bei der Mannschaft für „die geil Saison“. Die SENF-Definition von geil ist irgendwie anders.

Minute 85 – „Lüche“ wird ausgewechselt, der EB skandiert seinen Namen. Eher unverständlich, findet R.S., gebracht hat Lüche nämlich gar nichts.

Minute 84 – Um sich abzulenken, fragt er den Nachbar in astreinem Englisch, warum er denn hier sei, seine Webseite sei ja estnisch. Der Nachbar antwortet auf deutsch.

Minute 83 – R.S. regt sich derweil darüber auf, dass eine sterbende Biene zu laut ist. Ja, liebe Leserinnen und Leser, diese Probleme hätte ich auch gerne.

Minute 82 – Uns ist Sarpsborg ja deutlich zu offensiv gerade. Und die Verteidigung des FCSG zu unsicher.

Minute 80 – Vielleicht gewinnt ja St.Gallen diese Saison jedes Spiel mit 2:1. Eigentlich ja egal. Hauptsache das Europa League-Finale gewinnen Sie 2:1.
Minute 76 – Auf Twitter kursiert zur Zeit ein Video der Sarpsborg-Fans, wie sie sich vor dem Piwi auf das Spiel vorbereiten. Wir haben das Video mindestens vier mal angeschaut und schwören, dass einer der Auswärtsfahrer der Weihnachtsmann höchstpersönlich ist – in Shorts und mit Sarpsborg-Jersey. Sein Bart verrät ihn.

Minute 75 – Die Norwegischen Fans derweil immer noch im Hoch. Für sie ist das heute ein Highlight. Eventuell singen sie auch für Ben Khalifa, der für Aratore ins Spiel kommt.

Minute 73 – Buess kommt nochmal zu einer Chance. Knapp drüber.

Minute 73 – 6’335 Zuschauer sind heute da. Ist das jetzt beschämend? Oder eigentlich ganz gut? Wir sind uns nicht ganz sicher.

Minute 72 – Sarpsborg wechselt schon zum dritten Mal. Trotz Überzahl. Das sagt auch einiges.

Minute 70 – Wir müssen hier dem Publikum wirklich ein Kränzchen winden. Okay, so viele sind nicht da. Aber die, die da sind, machen ordentlich Lärm. Der Espenblock ist heute sogar sehr gut aufgelegt. Und das nicht erst seit der Führung.

Minute 69 – Roman Buess hat getroffen, das Stadion kocht! Und Egger hat nur einen (EINEN!!!) Verpflegungsstand pro Sektor geöffnet….

Minute 67 – Tatsächlich. 2:1!

Minute 64 – Ashimeru zieht aus der Distanz ab. Nicht die schlechteste Idee bei diesem Torhüter. Der Ball fliegt aber am Tor vorbei.

Minute 64 – Das Traurigste an diesem Abend ist ja: Der Gegner ist so schlecht, es fällt keine Sekunde auf, dass sie einen Mann mehr haben. Und trotzdem stehts hier 1:1.

Minute 63 – St.Gallen schiesst ein Tor, der Linienrichter – ja, der, der vorhin das mit dem Out nicht so im Griff hatte – zeigt Abseits an.

Minute 61 – Raphael Wicky, heute beim FCB entlassen, ist deweil gottenfroh, wurde er beim FCB entlassen. Wer gegen diesen FCSG zu Hause verliert, dürfte sich diese Saison ernsthaft mit dem Abstieg befassen müssen.

Minute 59 – Die Uhrzeit ist wieder da, J.S. vom Adrenalin endlich Bier holen. Wurde auch Zeit.

Minute irgendwann in Halbzeit zwei – Das bisherige Highlight auf der Medientribüne. J.S. von Adrenalin fragt: „saiten.sg oder saiten.ch“? R.S. antwortet: „Bier!“, J.S. fragt nach: „.sg oder .ch?“ R.S. antwortet: „Edelspez“. Derweil schiesst Sarpsborg an den Pfosten.

Minute 55 oder so – Ein Norweger zieht alleine auf Stojanovic zu, unser Schlussmann aber die Ruhe in Person. Chance vertan. Unsere Feldspieler heute NLB-Niveau, unser Torwart Champignons-League.

Minute 125 – Die Minutenzahlen sind übrigens grösstenteils geraten. Das neue Regime bei den Anzeigetafeln ist etwas wenig informativ.

Minute 52 – Tafer kommt zu einer Chance, vergibt sie aber.

Minute 50 – Die Probleme werden grösser. Nachdem R.S. und R.S. die ersten zwei Runden Bier organisiert hatten, warten wir nun seit geraumer Zeit auf die Runde der Adrenalin-Jungs. Heute läufts aber auch so gar nicht.

Minute 47 – Der Linienrichter hat nicht ganz verstanden, wie das mit dem Out funktioniert. Und gibt den Einwurf den Norwegern.

Minute 46 – Neu im Spiel: Tafer. Für Kutesa.

Minute 46 – Es geht weiter.

21.15 Uhr – Sarpsborg ist zurück auf dem Platz. Viel zu früh. They mean business, würde der Engländer sagen.

21.14 Uhr – Keine Kiss Cam. Nicht mal das. Tic Tac Toe singen leise im Hintergrund: „Und warum?“

21.02 Uhr – Pause. Gibts bei der Europa League eine Kiss Cam?

Minute 45+ – Ganz ehrlich: Jede andere Mannschaft als diese Norweger hätte hier gerade das 2:1 geschossen. Glück gehabt.

Minute 45+ – Eckball – Kopfball – Torhüter. „Aber i dä letschte Minute händs meh gmacht als i allne vorher“, meint R.S.

Minute 45 – Auch Buess zieht ab. Der norwegische Torhüter hält dieses Mal aber souverän. Eckball.

Minute 44 – Die Goalie-Schwäche ist an Aratore nicht spurlos vorbeigegangen. Er schiesst jetzt aus jeder Lage.

Minute 41 – Im Gegenzug monieren die Norweger Penalty. Aber wir sind hier nicht an der WM. Der Schiri hat nicht gepfiffen, einen VAR gibt es nicht. Ätsch…

Minute 40 – Aus heiterem Himmel das 1:1. Silvan Hefti trifft mit einem Weit“schuss“. Das war zwar eher ein Rückpass, heute nehmen wir aber alles.

Minute 40 – Weil R.S. jetzt „einsatzfähig“ ist, konnte R.S. kurz aufs WC. Dort musste er zwei Bündner mitanhören: „Du, Bro, häsch du au immer Sunnebrand, wenn i dä Sunne trainiersch?“

Minute 38 – Oha, R.S. ist nun auch anwesend. Anwesend war er schon immer, sein Laptop aber nicht. Bildschirmhelligkeit nachwievor nicht vorhanden. Nach dem Spiel werden seine Augen kaputt sein und R.S. für immer blind… Jänu, was tut man nicht alles für den FCSG. R.S. verliert sein Augenlicht, die Mannschaft mit diesem Auftritt ihr Gesicht und jegliche Kreditwürdigkeit und der Schiedsrichter seinen guten Ruf in St.Gallen.

Minute 36 – Ein Angriff des FCSG. Ja, Sie lesen richtig. Der FC St.Gallen kam zu einem Angriff. Aratore kann ohne jegliche Gegenwehr durch die Abwehrreihen laufen und zu Buess passen. Keine Gegenwehr, nicht im Geringsten. Trotzdem ist der FCSG hier hinten.

Minute 33 – Der Freistoss landet in der Mauer.

Minute 32 – Der Schiri pfeift tatsächlich ein Foul an einem St.Galler Spieler und gibt dem Norweger Gelb. Beides eher grenzwertig. Aber wir wollen uns nicht beklagen, wenn mal etwas in unsere Richtung geht.

Minute 30 – Vor dem Spiel sagte uns Leser E.M.: „I wött lache chönne.“ Wir wären ja gerne witzig. Aber es ist halt so gar nicht zum Lachen. Sarpsborg kommt schon wieder zu einer Chance.

Minute 28 – Sarpsborgs 69 kommt zum Abschluss. Wenn Sie jetzt an etwas anderes denken, ist das Ihr Fehler.

Minute 25 – Cheftrainer Zeidler rauft sich zum wiederholten Male die inexistenten Haare.

Minute 22 – Die Norweger kommen zu einer weiteren Chance. Die 27 verschiesst. Gleich danach kommt St.Gallen zu einer Chance. Aber der Ball kommt nicht mal Richtung Tor.

Minute 21 – Wir hoffen, liebe Leserinnen und Leser, Sie haben ihre Norwegen-Reise schon gebucht. Es könnte die letzte Europareise in diesem Jahr werden.

Minute 20 – Ein Norweger wälzt sich am Boden. Dabei dachten wir, die WM wäre vorbei.

Minute 19 – So dämlich sich der FC St.Gallen hier anstellt, der Schiedsrichter scheint auch kein Freund St.Gallens zu sein.

Minute 17 – R.S. hat noch immer keinen funktionierenden Laptop. Er holt nun Bier. Das ist ebenso wichtig. Vielleicht heute noch wichtiger.

Minute 15 – Fehleinwurf.

Minute 13 – Es ist wie immer mit dem FC St.Gallen. Einem euphorischen Spiel folgt der Rückschlag. Ich glaube, dieser Verein wurde nur erfunden, um uns das Auf und Ab des Lebens schonungslos offenzulegen.

Minute 11 – Der Laptop von R.S. weigert sich übrigens weiterhin, seinen Dienst anzutreten. Ich glaub, der wusste mehr als wir…

Minute 10 – „Aaah, diä Ballverlüscht“, moniert R.S. Gefolgt von einem „Schö, mir händ üsen Verein wieder zrugg“. Wär ja noch, wenns immer so laufen würde wie am Samstag in Basel.

Minute 7 – Der Schiri pfeift schon wieder gegen St.Gallen. „Dä Bieri hät sich als Portugies verchleidet“, ist R.S. sicher.

Minute 5 – Die Norweger verwerten den Freistoss zum 1:0. Ach, St.Gallen, wie ich es hasse, dich zu lieben.

Minute 4 – Die erste Chance geht an die Norweger. Vilotic hindert den Norweger am Durchziehen, nachdem er den Ball unnötig verliert. Und sieht rot. Das fängt ja gut an.

Minute 3 – „Wer bisch denn du?“, sagt R.S. Sie sehen, so ganz angekommen sind wir in der neuen Saison noch nicht.

Minute 2 – Nach ganz viel WM sind R.S. und R.S. nun also wieder am bekannten Platz, mit dem bekannten Bier, in der bekannten Stimmung. Willkommen Gurken-, ääääh Europa League. Gurkenliga ist dann am Sonntag wieder angesagt. Weshalb wir uns trotzdem drauf freuen: http://senf.sg/abgesang-auf-das-schoene-spiel/

Minute 1 – Das Spiel läuft.

20.14 Uhr – Viel wissen wir ja ganz ehrlich nicht über die Gäste aus Norwegen. Unser Wikipedia-Wissen sieht in etwa wie folgt aus: Seit 2012 spielt der Verein in der obersten norwegischen Liga. Die Entstehungsgeschichte des Clubs ist relativ speziell. Nachdem die ehemaligen Vereine Sarpsborg FK und IL Sparta beide lange nicht mehr in der obersten Liga mitgespielt hatten, entschieden sie sich zusammen mit 14 weiteren lokalen Vereinen dazu, ein wettbewerbsfähiges Team zu gründen. Es entstand Sarpsborg Fotball. Die erste Saison ging ziemlich in die Hosen, das Team stieg aus der zweithöchsten Liga ab. Gleich mehrere Vereine zogen sich aus dem Projekt zurück. Die restlichen benannten das Team in Borg Fotball um und später stiess Sparta wieder dazu, der Club hiess nun FK Sparta Sarpsborg. Am Ende der 2007er-Saison stiess auch Sarpsborg FK wieder dazu. Zuerst hiess das Team noch Sarpsborg Sparta FK, seit 2009 aber Sarpsborg 08 FF.

20.12 Uhr – Die beiden Teams betreten das Feld. Europa League, wir sind wieder da! <3

20.11 Uhr – R.S. und R.S. sind zwar auf den Plätzen, bei R.S. gibts aber technische Probleme. Sein Laptop hat die Rücktrittsankündigung beim letzten WM-Ticker nicht gut verkraftet.

20.10 Uhr – R.S. und R.S. haben die Plätze eingenommen. Und sogar schon ein Bier käuflich erwerben können. Keine einfache Angelegenheit heute. Der FC St.Gallen hat die Infrastruktur massiv zurückgefahren. Lieber FCSG, klar, mit vielen Leuten war nicht zu rechnen. Aber wenn das Angebot ums und im Stadion so zurückgefahren wird, kommt keiner, der heute zum ersten Mal da ist, ein weiteres Mal.
Impressum

Herausgeber:

 

Verein Saiten
Frongartenstrasse 9
Postfach 556
9004 St. Gallen

 

Telefon: +41 71 222 30 66

 

Redaktion

Corinne Riedener, Peter Surber, Julia Kubik

redaktion@saiten.ch

 

Verlag/Anzeigen

Marc Jenny, Philip Stuber

verlag@saiten.ch

 

Anzeigentarife

siehe Mediadaten

 

Sekretariat

Irene Brodbeck

sekretariat@saiten.ch

 

Kalender

Michael Felix Grieder

kalender@saiten.ch

 

Gestaltung

Samuel Bänziger, Larissa Kasper, Rosario Florio
grafik@saiten.ch

Saiten unterstützen

 

Saiten steht seit über 20 Jahren für kritischen und unabhängigen Journalismus – unterstütze uns dabei.

 

Spenden auf das Postkonto IBAN:

CH87 0900 0000 9016 8856 1

 

Herzlichen Dank!