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Zweite «Warme Hütte»

Seit Mitte der Nullerjahre sind Stahlberger Marcel Gschwend, Christian Kesseli, Manuel Stahlberger, Dominik Kesseli und Michael Gallusser. (Bild: Claudia Gschwend) 

Seit Mitte der Nullerjahre sind Stahlberger Marcel Gschwend, Christian Kesseli, Manuel Stahlberger, Dominik Kesseli und Michael Gallusser. (Bild: Claudia Gschwend) 

Stahlberger spielen im Dezember zwei besondere Konzerte im Palace: mit Batbait und mit Sina.

Kurz vor dem En­de des (Kon­zert-)Jah­res gibt es im Pa­lace noch ei­nen Hö­he­punkt, qua­si ein Vor­weih­nachts­ge­schenk für al­le Lieb­ha­ber:in­nen be­son­de­rer Mu­sik­aben­de: Die «War­me Hüt­te», bei der die Lo­kal­ma­ta­do­ren Stahl­ber­ger, aus­ge­stat­tet mit ei­ner Car­te blan­che, zu­sam­men mit von ih­nen aus­ge­wähl­ten Mu­si­ker:in­nen ein Pro­gramm ge­stal­ten. Da­bei spie­len sie ge­mein­sam Songs und er­schaf­fen dar­aus al­len­falls so­gar et­was Neu­es. Vor zwei Jah­ren fand der An­lass erst­mals statt, nun kommt es zur Neu­auf­la­ge. Und die bei­den Aben­de ver­spre­chen er­neut ein so in­ter­es­san­tes wie ein­ma­li­ges Er­leb­nis – ein­ma­li­ger, als ein Kon­zert oh­ne­hin ist.

Am Frei­tag, 19. De­zem­ber, tei­len sich Stahl­ber­ger die Büh­ne mit Bat­bait. Die en­er­gie­ge­la­de­nen und schnör­kel­lo­sen Songs des st.gal­lisch-zür­che­ri­schen Punk­rock-Quar­tetts dürf­te die «war­me Hüt­te» in ei­nen heis­sen Saal ver­wan­deln. En­de Ok­to­ber ha­ben Bat­bait ihr zwei­tes Al­bum Working In The Gar­den ver­öf­fent­licht. An fri­schem Ma­te­ri­al für den Mu­sik­fleisch­wolf dürf­te es al­so nicht man­geln.

Ei­ne Über­ra­schung ist der zwei­te Gast am fol­gen­den Sams­tag: Da kommt mit Si­na ei­ne der be­rühm­tes­ten Mund­art­sän­ge­rin­nen ins Pa­lace. Was auf den ers­ten Blick nach ei­ner et­was ei­gen­wil­li­gen Kol­la­bo­ra­ti­on klingt, dürf­te aber ein sehr span­nen­des Zu­sam­men­tref­fen wer­den – nicht nur auf mu­si­ka­li­scher, son­dern auch auf per­sön­li­cher Ebe­ne. 

Wie es in der An­kün­di­gung auf der Pa­lace-Web­site heisst, gibt es ei­ne weit in die Ver­gan­gen­heit rei­chen­de Ver­bin­dung­zwi­schen der Wal­li­ser Mu­si­ke­rin und Stahl­ber­ger, oder ge­nau­er den Brü­dern Kes­se­li, die in Gam­pel auf­wuch­sen und als Ju­gend­li­che nach St.Gal­len ka­men. Dem­nach er­in­nert sich Si­na in vie­len In­ter­views oft an ih­ren Ge­sangs­leh­rer Al­fred Kes­se­li, den Va­ter von Chris­ti­an (Gi­tar­re/Syn­the­si­zer) und Do­mi­nik (Schlag­zeug). Al­fred Kes­se­li wohn­te im sel­ben Block­wie Si­na und in­sze­nier­te auch die bei­den Mu­si­cals An­nie Get Your Gun und Je­sus Christ Su­per­star, in de­nen sie die Haupt­rol­le hat­te und die ih­re An­fän­ge in der Mu­sik mar­kier­ten. Bas­sist Mar­cel Gschwend stol­per­te ge­mäss An­kün­di­gung über ei­nes die­ser In­ter­views und schlug des­halb Si­na für ei­nen Abend der «War­men Hüt­te» vor. Hüe­re güet!

«War­me Hüt­te»: Stahl­ber­ger und Bat­bait, 19. De­zem­ber; Stahl­ber­ger und Si­na, 20. De­zem­ber; je­weils 21 Uhr, Pa­lace, St.Gal­len.

Die Po­li­zei woll­te nichts se­hen und nichts hö­ren

In ei­ner Ten­nis­hal­le im tog­gen­bur­gi­schen Un­ter­was­ser tra­fen sich vor zehn Jah­ren 5000 Neo­na­zis zum gröss­ten Rechts­rock-Kon­zert, das je im deutsch­spra­chi­gen Raum statt­ge­fun­den hat. Lin­ke Po­li­ti­ker:in­nen re­agier­ten schnell, doch das Er­geb­nis ist er­nüch­ternd.

Von Hans Stutz,
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Leopoldstadt am Vorarlberger Landestheater

Ver­schwun­de­ne Na­men im Fa­mi­li­en­stamm­baum

Von Sieglinde Wöhrer,
Leopoldstadt R anjakoehler 260217 1

Stimmrecht

Im Re­gen tan­zen

Von Liliia Matviiv,

Ern­ten in der Grau­zo­ne

Ern­te­hel­fer:in­nen sind in der Schweiz schlecht ge­schützt. Ih­re Ar­beits­be­din­gun­gen lie­gen oft in Grau­be­rei­chen, Kon­trol­len sind schwie­rig. Ei­ne Ver­än­de­rung wür­de je­doch be­deu­ten, ein gan­zes Sys­tem auf den Kopf zu stel­len.

Von Daria Frick, Bilder: Ueli Steingruber,
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Bücherherbst: Die Geschichte der Schweizer Uhrmacherkunst von Gion Mathias Cavelty

Gran­dio­se Gro­tes­ke

Von Florian Vetsch,

Ein En­de mit Aus­ru­fe­zei­chen

Die St.Gal­ler Re­stau­rants Tos­ca­na und The Pinch mach­ten ver­gan­ge­ne Wo­che über Nacht dicht. 15 Per­so­nen stan­den un­vor­be­rei­tet auf der Stras­se. Das ver­ant­wort­li­che In­ves­to­ren-Duo schliesst nicht zum ers­ten Mal ein Re­stau­rant in der Stadt. Das ab­rup­te En­de wirft Fra­gen auf.

Von Andi Giger,
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Volks­bad­sa­nie­rung: Trau­er­spiel seit über 40 Jah­ren

Die Stadt St.Gal­len muss spa­ren und will das his­to­ri­sche Volks­bad nach der Wie­der­eröff­nung des Hal­len­bads Blu­men­wies schlies­sen. Da­bei ver­spricht die Stadt seit über 40 Jah­ren die Sa­nie­rung.

Von René Hornung,
Volksbad rene hornung 1

Der St.Gal­ler Kul­tur gehts an den Kra­gen

Die St.Gal­ler Re­gie­rung spart ge­gen ih­ren Wil­len wei­te­re 60 Mil­lio­nen Fran­ken ein und rech­net für 2027 mit ei­nem Plus von 55 Mil­lio­nen Fran­ken. Kul­tu­rel­le Ar­beit wird da­bei wei­ter pre­ka­ri­siert – mit ei­ner gros­sen Aus­nah­me.

Von Roman Hertler,
Kanton sparmassnahme

Filminstallation über Vergänglichkeit

Nur Vor­wärts

Von Daria Frick,
Emilija Skarnulyte Time of Arrow 2026 Kunstmuseum St Gallen Lokremise Foto Stefan Altenburger

Win­tis Glücks­fall

Die al­ten Fa­brik­hal­len sind aus Win­ter­thurs Kul­tur­le­ben nicht mehr weg­zu­den­ken. Sie wä­ren aber nichts oh­ne en­ga­gier­te und gut ver­netz­te Men­schen. Sai­ten konn­te auf Ein­la­dung des Kul­tur­ma­ga­zins «Coucou» ei­ni­ge von ih­nen tref­fen. Ein klei­ner Stadt­rund­gang

Von Roman Hertler, Bilder: Daria Frick,
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Sai­son­start mit pu­rem Wahn­sinn

Das Kon­zert und Thea­ter St.Gal­len zeigt ein­dring­lich auf: Fe­mi­zi­de exis­tie­ren in der Schweiz noch im­mer im un­ge­heu­ren Aus­mass. Die In­sze­nie­rung von Co­rin­na von Rad setzt auf das Gro­tes­ke in Ge­org Büch­ners Woy­zeck und fei­er­te am Sams­tag Pre­mie­re im Gros­sen Haus. Ei­ne Pro­duk­ti­on für «je­der-Mann»!

Von Viviane Sonderegger,
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Es kratzt, knallt und schep­pert

Viel En­er­gie und noch viel mehr Punk gibts auf dem neu­en Al­bum Now To Ru­in der Thur­gau­er Band S.G.A.T.V.. Ge­tauft wird am 1. Ok­to­ber im Win­ter­thu­rer Kraft­feld. Sai­ten hat vor­ab rein­ge­hört.

Von Jeremias Heppeler,
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Bak­te­ri­en und ein Fun­ke Hoff­nung 

Wie kön­nen wir un­se­ren Kon­sum nach­hal­ti­ger ge­stal­ten? In «Next Re­la­ti­ons – Zu­kunft ge­stal­ten» zeigt das Ge­wer­be­mu­se­um Win­ter­thur an­hand von Ar­bei­ten von Stu­die­ren­den mög­li­che An­sät­ze. Ei­ne an­spruchs­vol­le Schau, die Hoff­nung macht.

Von Vera Zatti,
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Mas­ku­li­ni­tät als Spek­trum

Die Aus­stel­lung «Bey­ond the Ma­nos­phe­re. Mas­cu­li­n­i­ties to­day» im Kunst­mu­se­um St.Gal­len un­ter­sucht, wie Männ­lich­keit dar­ge­stellt, ge­prägt und ge­lebt wird. Und zeigt da­bei auch ih­re Wi­der­sprüch­lich­keit.

Von Lilli Kim Schreiber,
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Tra­gi­ko­mö­die über das Le­ben

Ein Schre­ber­gar­ten wird im neu­en Ro­man Ver­tei­di­gung ei­nes Gar­tens von Chris­ti­na Wal­ker zum Zu­fluchts­ort. Dar­in lässt die Vor­arl­ber­ger Au­torin viel­schich­ti­ge Cha­rak­te­re eben­so auf­blü­hen wie Ap­fel­baum und Jo­han­nis­strauch. 

Von Annette Raschner,
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Mit­spie­len dür­fen. Aber auch die Spiel­re­geln mit­be­stim­men?

Der Kan­ton St.Gal­len hat Kunst- und Kul­tur­schaf­fen­de zur jähr­li­chen Kul­tur­kon­fe­renz nach Wil ein­ge­la­den. Spie­le­risch wur­de ver­sucht, die Aus­rich­tung der Kul­tur­för­de­rung zu klä­ren und Mög­lich­kei­ten der neu­en Kul­tur­stra­te­gie zu dis­ku­tie­ren. Doch die zen­tra­le Fra­ge blieb of­fen: Wie stark kann die Kul­tur­sze­ne den In­halt der Stra­te­gie tat­säch­lich mit­be­stim­men?

Von Philipp Bürkler,
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Heftvorschau 10/26
Erntehilfe, Unterwasser, Bücherherbst

Wer als Ern­te­hel­fer:in in der Schweiz ar­bei­tet, tut dies in ei­ner recht­li­chen Grau­zo­ne. Das nützt vor al­lem ei­nem Sys­tem, das we­der die Land­wirt:in­nen noch die Kon­su­ment:in­nen im Al­lein­gang än­dern kön­nen. Aus­ser­dem im Ok­to­ber­heft: zehn Jah­re Un­ter­was­ser, ei­ne Fla­schen­post aus Hal­le (Saa­le), Kunst zum The­ma Männ­lich­keit, Mu­sik von The Black Salt und na­tür­lich der Bü­cher­herbst – mit neu­er Li­te­ra­tur von Ost­schwei­zer Au­tor:in­nen.

Saiten 2610 Cover

Sound­track für den Herbst

Hu­man Hu­man spie­len me­lan­cho­li­schen und fra­gi­len In­die-Pop, der trotz­dem warm und licht­durch­flu­tet ist. Das St.Gal­ler Duo hat jetzt sei­ne ers­te EP ver­öf­fent­licht und tritt am Wo­chen­en­de gleich zwei­mal im Bahn­hof Brug­gen auf – erst­mals mit ei­ner Band.

Von David Gadze,
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Kommentar zur Beratung der Inklusionsinitiative im Nationalrat

Men­schen­wür­de, nicht Bud­get­pos­ten

Von Christoph Keller,

Der Neo­na­zipfar­rer

1976 lässt sich Gerd Zi­keli in der evan­ge­li­schen Kirch­ge­mein­de St.Gal­len-Strau­ben­zell zum Pfar­rer wäh­len. Drei Jah­re spä­ter wird er als gut ver­netz­ter Ho­lo­caust-Leug­ner und Vor­stands­mit­glie­der der ers­ten Neo­na­zi­grup­pe der Schweiz ent­tarnt. Heu­te be­ob­ach­tet er Lauf­enten.

Von Roman Hertler,
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