Asi Föcker (*1974 Luzern, lebt und arbeitet in St.Gallen) und Raoul Doré (*1975 Kiel, lebt und arbeitet in St.Gallen) sitzen sich an einem Tisch gegenüber. Auf dem Tisch liegen unterschiedliche quadratische Spiegel. Ein Scheinwerfer leuchtet so auf die Tischoberfläche, dass die Reflexion der Spiegel auf der Wand hinter dem Tisch zu sehen ist. Während der dialogischen Performance werden die Spiegel bewegt, gehoben, gekippt und gedreht. Dabei entsteht eine analoge abstrakte Animation von Formen und Geräuschen, ein Schatten- und Licht-Spiel, präkinematografisches Kino ohne Film.
Asi Föcker arbeitet mit Licht, Luft, Bewegung, Raum und Klang und untersucht alltägliche Materialien auf ihre Eigenschaften. Im Zentrum steht für sie der fragile, flüchtige Zustand, der durch Bewegung und Atmosphäre entsteht und Verborgenes unmittelbar sichtbar macht.
Raoul Doré interessiert sich für Übergänge und Kollisionen zwischen Körper, Zeichnung, Film und Sound. Er arbeitet mit analogen und digitalen Techniken, entwickelt eigene visuelle Apparaturen und bezieht präkinematografische Verfahren ein.