Roh, unmittelbar, direkt – die Werke von Janet Mueller (*1975) lenken den Blick unter die Oberfläche und mäandrieren durch den Dschungel menschlicher Gefühle. Sie oszillieren zwischen inneren Wahrheiten und äusserer Inszenierung, zwischen dem, was unter der Haut liegt und dem, was wir nach aussen tragen. Im Mut zur Verletzlichkeit entfalten die Werke eine fragile und zugleich befreiende Kraft.
Die Künstlerin wurde in der ehemaligen DDR geboren und lebt seit 1999 in der Schweiz. Als Autodidaktin fand sie vor zehn Jahren zur Kunst. In ihrer ersten musealen Einzelausstellung lädt sie das Publikum ein, in Tiefenschichten einzutauchen und sich auf Schaukeln in die eigene Traumlandschaft zu schwingen.