Nächsten Donnerstag sollte in St.Gallen ein Gespräch über «neuen Rechtsextremismus» stattfinden, organisiert von den Grünen und den Jungen Grünen der Stadt St.Gallen. Weil rechte Kreise weit über die Landesgrenze hinaus Wind davon bekommen und zur Teilnahme aufgerufen haben, wird der Anlass jetzt verschoben.
Hans Rudolf Hilty
Zum zweiten Mal findet in St.Gallen die Design Week statt. Weshalb sie für die Branche wichtig ist und was das mit dem guten Ruf der Stadt zu tun hat, erklären Beat Lüscher und Kathrin Lettner von der Schule für Gestaltung sowie Samuel Zuberbühler von der Standortförderung im Gespräch mit Saiten.
Die St.Galler Band Heera hat vergangenes Jahr die EP The Days In Between herausgebracht. Rund ein halbes Jahr später findet am 7. März die Plattentaufe im Palace statt. Saiten hat mit der Band gesprochen.
In der alten Bäckerei an der Oststrasse 5 in St.Gallen haben sich in den letzten Monaten rund ein Dutzend Kunstschaffende eingemietet. Die Stadt erhält damit ein neues Atelierhaus – und bekommt für die unbewohnbar gewordenen Räumlichkeiten sogar noch Miete.
Das Rümpeltum in St.Gallen und der Horst-Klub in Kreuzlingen sind zwar keine Clubs im eigentlichen Sinn. Als autonome Kulturlokale sind sie aber unverzichtbar, weil solche Freiräume aus Städten immer mehr verdrängt werden. Beide blicken in eine ungewisse Zukunft: Während das «Rümp» in finanzielle Schieflage geraten ist, weiss der Horst nicht, wie lange er in den jetzigen Räumen bleiben kann.
Ab Ende Februar wird St.Gallen wieder zum Treffpunkt für junges Theaterpublikum. Das Jungspund-Festival kuratiert elf Schweizer Produktionen der freien Szene und ruft erstmals eine Jugendjury ins Leben.
Eine Meditations-Bewegung lässt sich in einem Schweizer Bergdorf nieder. So passiert in den 70er-Jahren in Seelisberg. Der Urner Regisseur Felice Zenoni hat die Geschichte in seinem neuen Dokumentarfilm Namaste Seelisberg aufgearbeitet.
Die St.Gallerin Julia Sutter hat ihren Debütroman veröffentlicht. Und das wäre erst der Anfang ist ein pointiertes Werk mit grosser Sogwirkung. Am 25. Februar findet die vom Literaturhaus St.Gallen organisierte Premiere statt.
Auch in der intellektuell-kultivierten Elite St.Gallens schaute man in den 1930er- und 40er-Jahren mit einiger Sympathie nach Norden und Süden. Zu den Braungesinnten zählten etwa einige Rotarier, ein späterer HSG-Rektor und ein Theaterdirektor.
Der Stadtrat hat den Historiker Peter Müller mit der Aufarbeitung der St.Galler Beteiligung an der Sklaverei beauftragt. Eine Mammutaufgabe, die bei dieser Ausgangslage kaum bewältigbar ist.
In St.Gallen fand am vergangenen Samstag einer der grössten und militantesten rechtsradikalen Aufmärsche der letzten Jahre statt – toleriert von einer überforderten lokalen Polizei. Um die angekündigte Impfkritik ging es dabei nur am Rande.
Das Theater St.Gallen bringt die verhagelte Festspiel-Produktion aus den Flumserbergen von 2024 noch einmal neu heraus. Kürzlich war Premiere im eigenen Haus. Purcells The Fairy Queen ist eine sprühende musikalische Wunderkiste.
Viele Clubs und Konzertlokale kämpfen mit finanziellen Problemen. Die Leute gehen weniger aus, die Kosten steigen, die Einnahmen sinken. Saiten hat vier Akteur:innen aus dem St.Galler Nachtleben zum Gespräch getroffen: Party- und Konzertveranstalter Rouven Hörler, Lidija Dragojević vom Kulturlokal Palace, Morgan Knöpfler alias Morgan Button von der Eventagentur Schwarzmatt und Anouk van Grinsven vom Jugendkulturraum Flon.
Am 21. Februar feiert das Nordklang-Festival zum 18. Mal skandinavisches Musikschaffen. Nach schwierigen Jahren kehrt das St.Galler Festival in leicht reduzierter Form zurück – und setzt dafür mehr denn je auf Nähe, Atmosphäre und Entdeckungen.
Viele Clubs in der Schweiz kämpfen ums Überleben, mehrere haben in den vergangenen paar Jahren geschlossen, auch in der Ostschweiz. Die Aktuer:innen im Nachtleben sehen viele Gründe dafür, insbesondere das vielzitierte veränderte Ausgehverhalten, aber auch mehr Konkurrenz. Sie schöpfen jedoch neue Hoffnung.
Nanna Rittgardt hat mit Kardamom küsst Tonka – Gewürze und ihre Geschichten ein Buch zubereitet. Es folgt der gleichen Philosophie wie ihr Gewürzladen «Nanna bunte Küche» in der St.Galler Altstadt: der sinnlichen Verbindung von Kunst und Gewürz. Ein literarischer Gaumenschmaus mit ganz persönlicher Note, überraschend und kreativ.
Filme im Naturmuseum
Die aktuelle Ausstellung über die Ostschweizerische Geographisch-Comercielle Gesellschaft ist eine Reise um die koloniale Welt des 19. Jahrhunderts. Das Kulturmuseum St.Gallen befasst sich programmatisch mit seiner Geschichte: thematisch breitgefächert, hübsch aufgemacht, aber stellenweise überladen und ohne Mut zu griffigen Kernaussagen.
Der Verein Sans-Papiers Anlaufstelle St.Gallen zieht in die Offene Kirche. Warum ein Umzug in ein enges Bürogebäude nicht in Frage kam und was alles am neuen Ort geplant ist, erzählt Matthias Rickli, der Leiter der Anlaufstelle, im Gespräch mit Saiten.