Abbau von über 46 Vollzeitstellen in der Verwaltung, Schliessung des Volksbades, zusätzliche Blitzer für die Stadtpolizei: Mit solchen Massnahmen will die St.Galler Stadtregierung bis 2029 das jährliche Loch in der Stadtkasse um 17,1 Millionen Franken reduzieren.
Die Ostschweizer Band Team Negroni hat eine Vinyl-Platte mit Coversongs herausgebracht. Am 7. Mai wird Don't Drag Me Down in der st.gallischen Grabenhalle getauft.
Das Kollektiv Dance Me to the End setzt sich für die Sichtbarkeit von Altern im Tanz ein. Am 1. und 2. Mai präsentiert es zwei verschiedene Tanzstücke in der St.Galler Lokremise. Saiten hat mit drei Kollektivmitgliedern gesprochen.
Pankraz Vorster war der letzte Fürstabt von St.Gallen. Sein Tagebuch liefert wertvolle Erkenntnisse zur Entstehungsgeschichte der Schweizerischen Eidgenossenschaft. Das Stiftsarchiv St.Gallen hat die Handschrift als Edition veröffentlicht und vergangenen Mittwoch einen Einblick gegeben.
Unter massivem öffentlichem Druck wiesen der Bund und die Kantone nach dem Zweiten Weltkrieg über 1000 besonders belastete Nazis aus der Schweiz aus. Familienangehörige mitgezählt, verliessen rund 2000 Personen das Land – davon gut 300 aus der Ostschweiz.
Er war jahrelang Capo in der St.Galler Fankurve. Hier erzählt Maurizio Mammone seine Geschichte, die von Gewalt und Drogen handelt, von Schlägereien mit Faschos, von Träumen und verschwundenen Orten in dieser Stadt. Und vom Gefühl, irgendwie aus der Zeit gefallen zu sein.
Die Volkstheatergruppe St.Galler Bühne inszeniert unter der Regie von Alex Adamantidis das Kriminalstück Agatha Christies Hobby ist Mord. Zu sehen ist es ab dem 11. April in der Kellerbühne.
Als Tätowierer und Grafikdesigner überträgt Daryl Schiltknecht seine visuelle Sprache auf verschiedene Medien. Seine Motive entstehen im Austausch und bleiben stets individuell.
Debatte
In der Jahresrechnung 2025 der Stadt St.Gallen resultiert statt eines Lochs von 27 Millionen Franken ein Überschuss von 1,9 Millionen. Rechnet man die neu gebildeten Reserven dazu, resultieren schwarze Zahlen von 13,6 oder ein Besserabschluss gegenüber dem Budget um 40,6 Millionen.
Ein Land, in dem man ausländische Kinder wie Lucia verstecken muss: Das ist das «Finsterland» Schweiz im Stück Versteckt im Studio des Theaters St.Gallen. Es erzählt eine Geschichte, die lange verdrängt wurde – und die quälend aktuell bleibt.
Am Freitag war die schweizerisch-ghanaische Soziologin und Autorin Anja Nunyola Glover zu Gast im Square an der HSG. Sie las aus ihrem Buch Was ich dir nicht sage, sprach über mangelndes Rassismusbewusstsein im Bildungssystem und räumte mit verbreiteten Irrglauben auf.
Ab dem 26. März zeigt der Projektraum von Visarte Ost «Auto» die Ausstellung «Stolen Flowers Are the Best Ones». Darin sprengen die Künstler:innen Laura Jana Luterbach und das Oil Productions Collective die Grenzen des heimischen Gartens auf.
Designer Christian Hersche beruflich um die Welt und hält seine Eindrücke auf Fotos fest. In der Ostschweiz eignete er sich handwerkliche Fähigkeiten an, die ihm eine internationale Karriere ermöglichten.
In St.Gallen regt sich Widerstand gegen öffentliche Raumnahme und digitale Druckversuche rechtsextremistischer Kreise. Am Donnerstag haben gut 400 Personen in der Altstadt friedlich demonstriert, skandiert und gesungen und damit ein starkes Zeichen gesetzt.
Der Kanton schiebt das Projekt für eine neue Kantons- und Stadtbibliothek in St.Gallen um bis zu drei Jahre auf. «Alle sind jetzt dazu aufgefordert, Überzeugungsarbeit zu leisten», sagt Regierungspräsident Beat Tinner (FDP).
Feministische Texte, viel Bass, viel Schlagzeug und Melodien zum Mitsingen. Die Musik der St.Galler Band Anna reflektiert Widersprüche, kürzlich ist ihre erste EP Loslassen erschienen.
Nächsten Donnerstag sollte in St.Gallen ein Gespräch über «neuen Rechtsextremismus» stattfinden, organisiert von den Grünen und den Jungen Grünen der Stadt St.Gallen. Weil rechte Kreise weit über die Landesgrenze hinaus Wind davon bekommen und zur Teilnahme aufgerufen haben, wird der Anlass jetzt verschoben.
In Sachen Design hat St.Gallen eine starke Geschichte. Doch auch in der Gegenwart entsteht einiges – zum Teil aber im Verborgenen. Saiten hat einzelne Studios besucht und sich zeigen lassen, was hinter den hiesigen Türen geschaffen wird.
Hans Rudolf Hilty