Abbau von über 46 Vollzeitstellen in der Verwaltung, Schliessung des Volksbades, zusätzliche Blitzer für die Stadtpolizei: Mit solchen Massnahmen will die St.Galler Stadtregierung bis 2029 das jährliche Loch in der Stadtkasse um 17,1 Millionen Franken reduzieren.
Das Kinderdorf Pestalozzi feiert sein 80-jähriges Bestehen. Mit welchen Herausforderungen Kinder heutzutage konfrontiert sind und wie die Stiftung dagegenhält, erklärt Programmleiterin Bertha Camacho.
Unter massivem öffentlichem Druck wiesen der Bund und die Kantone nach dem Zweiten Weltkrieg über 1000 besonders belastete Nazis aus der Schweiz aus. Familienangehörige mitgezählt, verliessen rund 2000 Personen das Land – davon gut 300 aus der Ostschweiz.
In seinem neusten Film Divine Comedy zeigt Ali Asgari humorvoll die Widersprüche des iranischen Regimes. Dabei wird ein einziger Tag im Leben eines Regisseurs zur theatralischen Suche nach Schlupflöchern.
Der Sport kann im Kanton St.Gallen weitgehend selbst über seine Fördermittel entscheiden. Die Kultur muss jedes einzelne Projektli vom Parlament absegnen lassen. Der Lotteriefonds gehört endlich entpolitisiert. Ein Kommentar.
Die neue Sonderausstellung im Museum Heiden zeigt Karikaturen von Carl «Bö» Böckli (1889–1970), der jahrelang für den «Nebelspalter» arbeitete. Seine Werke gegen den Totalitarismus von rechts und links halten auch einige Botschaften für die Gegenwart bereit.
Er war jahrelang Capo in der St.Galler Fankurve. Hier erzählt Maurizio Mammone seine Geschichte, die von Gewalt und Drogen handelt, von Schlägereien mit Faschos, von Träumen und verschwundenen Orten in dieser Stadt. Und vom Gefühl, irgendwie aus der Zeit gefallen zu sein.
Im Vorfeld der Frühjahrssession und der erneuten Debatte um die Lotteriefondsgelder haben Kultur und Politik erstmals zusammengearbeitet. Das zeigt, wie es um kulturpolitische Strategien steht.
Die Kultur bekommt künftig maximal 55 Prozent aus dem kantonalen Lotteriefonds, während der Anteil für den Sport steigt. Das hat der Kantonsrat beschlossen. An der heutigen Höhe der Kulturgelder soll sich zwar nichts ändern. Und doch schadet dieser Entscheid der Kultur.
In der Jahresrechnung 2025 der Stadt St.Gallen resultiert statt eines Lochs von 27 Millionen Franken ein Überschuss von 1,9 Millionen. Rechnet man die neu gebildeten Reserven dazu, resultieren schwarze Zahlen von 13,6 oder ein Besserabschluss gegenüber dem Budget um 40,6 Millionen.
Am Freitag war die schweizerisch-ghanaische Soziologin und Autorin Anja Nunyola Glover zu Gast im Square an der HSG. Sie las aus ihrem Buch Was ich dir nicht sage, sprach über mangelndes Rassismusbewusstsein im Bildungssystem und räumte mit verbreiteten Irrglauben auf.
In St.Gallen regt sich Widerstand gegen öffentliche Raumnahme und digitale Druckversuche rechtsextremistischer Kreise. Am Donnerstag haben gut 400 Personen in der Altstadt friedlich demonstriert, skandiert und gesungen und damit ein starkes Zeichen gesetzt.
Der Kanton schiebt das Projekt für eine neue Kantons- und Stadtbibliothek in St.Gallen um bis zu drei Jahre auf. «Alle sind jetzt dazu aufgefordert, Überzeugungsarbeit zu leisten», sagt Regierungspräsident Beat Tinner (FDP).
Nächsten Donnerstag sollte in St.Gallen ein Gespräch über «neuen Rechtsextremismus» stattfinden, organisiert von den Grünen und den Jungen Grünen der Stadt St.Gallen. Weil rechte Kreise weit über die Landesgrenze hinaus Wind davon bekommen und zur Teilnahme aufgerufen haben, wird der Anlass jetzt verschoben.
Seit 2017 ist das Planungs- und Baugesetz des Kantons St.Gallen in Kraft. In dieser Zeit gab es bereits drei Nachträge, um baujuristische Lücken zu schliessen. Nun kommt, nach einigem Hin und Her, der vierte – mit einer Übergangsregelung, die vor zehn Jahren als unnötig gestrichen wurde.
Chance oder Bedrohung: Was bedeutet KI für Kunst und Kultur? Eine Einordnung anlässlich der Kulturkonferenz am 28. März im Kreuzlinger Kult-X.
Kolumne: 24/7 Traumacore
Der Kantonsrat hat am Dienstag über die Vergabe der Lotteriefondsgelder beraten. Während von der Regierung ein konstruktiver Vorschlag vorlag, weibelten SVP und FDP für einen radikalen Kahlschlag der Kultur – mit Erfolg.
In der alten Bäckerei an der Oststrasse 5 in St.Gallen haben sich in den letzten Monaten rund ein Dutzend Kunstschaffende eingemietet. Die Stadt erhält damit ein neues Atelierhaus – und bekommt für die unbewohnbar gewordenen Räumlichkeiten sogar noch Miete.
Auch in der intellektuell-kultivierten Elite St.Gallens schaute man in den 1930er- und 40er-Jahren mit einiger Sympathie nach Norden und Süden. Zu den Braungesinnten zählten etwa einige Rotarier, ein späterer HSG-Rektor und ein Theaterdirektor.