24/7 Traumacore
Offener Brief von Autor Christoph Keller
Wie die Lotteriefondsgelder aufgeteilt und verwendet werden, unterscheidet sich von Kanton zu Kanton. Auch wer dabei mitreden darf, wird unterschiedlich gehandhabt – und ist teils umstritten. Ein Blick in die Ostschweizer Verteilpraxis.
Jährlich werden in der Deutschschweiz rund 600 Millionen Franken von den Lotterien auf die Kantone verteilt. Während der ausgeschüttete Reingewinn kontinuierlich steigt, stapeln sich auch die Reserven in den kantonalen Fonds.
Der St.Galler Stadtrat hatte gegen den Willen des Stadtparlaments mit dem Ruckhalde-Areal am Europan-Wettbewerb teilgenommen. Jetzt, da 15 Studien dazu vorliegen, zeigt sich: Der Fächer der Ideen ermöglicht neue Ansätze.
Die St.Galler SVP versucht vermehrt, aus ideologischen Gründen Beiträge aus dem Lotteriefonds zu streichen. Es laufen verschiedene Bestrebungen, die Vergabepolitik neuzuregeln. Eine Motion der bürgerlichen Fraktionen wirft diverse Fragen auf.
Der Ostschweizer Fotograf Florian Bachmann stellt im Zeughaus Teufen eine Serie übers Erinnern aus. «Lieux de Mémoire» beschäftigt sich mit (un)scheinbaren Spuren der Vergangenheit und deren Auswirkungen auf die Gegenwart.
Die Sparmassnahmen des Bundes dürften sich insgesamt negativ auf die Kulturförderpolitik der Kantone auswirken. Kommt hinzu, dass diese ihrerseits sparen. Es gibt aber nicht nur schlechte Nachrichten.
Kulturstammtisch
Die Stadt St.Gallen war bei der Abgabe von sauberem Spritzenbesteck eine Pionierin in der Schweiz. Bei der staatlichen Heroinabgabe musste sie Zürich den Vortritt lassen, tut dies mittlerweile aber auch schon seit 30 Jahren. Saiten war am Jubiläumsanlass.
In eigener Sache
Mit dem Entlastungspaket 27 will der Bund sparen. Ein Blick in die 59 Massnahmen zeigt: Viele davon haben direkte und indirekte Folgen für die Schweizer Kultur – es sind die wohl schädlichsten seit langer Zeit.
Am letzten Kulturstammtisch des Jahres wird über den Zustand des Kulturjournalismus diskutiert. Darüber, was ihn ausmacht und wie sich Leser:innen im Kulturkosmos orientieren könnten, wenn sich dieser verändert.
Kathrin Rothe hat mit Johnny and Me mehr als eine Hommage an den Künstler John Heartfield geschaffen. Der Film ist ein Appell an die Menschen, Widerstand zu leisten – gegen Faschismus und Selbstzweifel.
Nachdem der Stadtrat anfangs September den Postulatsbericht zur St.Galler City Card veröffentlichte und diese darin ablehnte, hat das Parlament anlässlich seiner gestrigen Sitzung den Bericht nun mit einer knappen Mehrheit abgeschrieben – trotz fehlender Informationen und offener Fragen.
Vor genau 30 Jahren wurde der St.Galler Polizeihauptmann Paul Grüninger, der hunderte Jüdinnen und Juden zur Zeit des Nationalsozialismus vor dem Tod gerettet hatte, juristisch rehabilitiert. Verschiedene Fachleute diskutierten am Freitag im Palace Grüningers Zivilcourage, die juristische Aufarbeitung sowie über Fluchthilfe im heutigen Kontext.
Niemand bezweifelt, dass testen auf sexuell übertragbare Krankheiten sinnvoll ist. Ein Plädoyer unseres Gastautors für Gratistests, über die am 30. November in der Stadt St.Gallen abgestimmt wird.
Die Realisierung des Doppelbahnhofs Bruggen-Haggen hätte auch Einfluss auf die bauliche Entwicklung des angrenzenden Quartiers. Nun hat die Stadt das Entwicklungsleitbild für das Gebiet präsentiert. Es zeigt: Die Zusammenlegung der Bahnhöfe bietet ein enormes Potenzial.
40 Jahre Programmkino in St.Gallen: Das Kinok jubiliert im November. Und es hat allen Grund dazu, die eigene Erfolgsgeschichte zu feiern.