Die Fotostiftung Schweiz hat eine Ausstellung eröffnet, die sieben Fotografinnen ins Zentrum rückt. Damit schafft sie Sichtbarkeit für weibliche Perspektiven und stellt Fragen, deren Antworten nicht leicht zu finden sind.
Chance oder Bedrohung: Was bedeutet KI für Kunst und Kultur? Eine Einordnung anlässlich der Kulturkonferenz am 28. März im Kreuzlinger Kult-X.
24/7 Traumacore
Der Kantonsrat hat am Dienstag über die Vergabe der Lotteriefondsgelder beraten. Während von der Regierung ein konstruktiver Vorschlag vorlag, weibelten SVP und FDP für einen radikalen Kahlschlag der Kultur – mit Erfolg.
Am Dienstag hat das das Musikfestival Close Encounters in Zürich begonnen. Es verbindet experimentelle und klassische Avantgard-Musik zwischen Georgien und der Schweiz. Ende Woche macht das Festival einen Abstecher nach Chur, im Mai gasteriert es in Winterthur.
Theater in Winterthur
In Heartship kommen sich zwei Frauen näher und proben den Aufstand gegen sexualisierte Gewalt. Boglárka Horváth und Eva Maropoulos spielen, Matthias Peter inszeniert zum vorerst letzten Mal in der St.Galler Kellerbühne.
In ihrem neusten Werk Melodie erforscht Regisseurin Anka Schmid die Kraft der Stimme. Dabei begegnet sie unterschiedlichen Protagonist:innen und diversen Effekten des Singens – bis ins tiefste Appenzellerland.
Das Rümpeltum in St.Gallen und der Horst-Klub in Kreuzlingen sind zwar keine Clubs im eigentlichen Sinn. Als autonome Kulturlokale sind sie aber unverzichtbar, weil solche Freiräume aus Städten immer mehr verdrängt werden. Beide blicken in eine ungewisse Zukunft: Während das «Rümp» in finanzielle Schieflage geraten ist, weiss der Horst nicht, wie lange er in den jetzigen Räumen bleiben kann.
Heppelers Bestiarium
Auch in der intellektuell-kultivierten Elite St.Gallens schaute man in den 1930er- und 40er-Jahren mit einiger Sympathie nach Norden und Süden. Zu den Braungesinnten zählten etwa einige Rotarier, ein späterer HSG-Rektor und ein Theaterdirektor.
Der Stadtrat hat den Historiker Peter Müller mit der Aufarbeitung der St.Galler Beteiligung an der Sklaverei beauftragt. Eine Mammutaufgabe, die bei dieser Ausgangslage kaum bewältigbar ist.
In St.Gallen fand am vergangenen Samstag einer der grössten und militantesten rechtsradikalen Aufmärsche der letzten Jahre statt – toleriert von einer überforderten lokalen Polizei. Um die angekündigte Impfkritik ging es dabei nur am Rande.
Viele Clubs und Konzertlokale kämpfen mit finanziellen Problemen. Die Leute gehen weniger aus, die Kosten steigen, die Einnahmen sinken. Saiten hat vier Akteur:innen aus dem St.Galler Nachtleben zum Gespräch getroffen: Party- und Konzertveranstalter Rouven Hörler, Lidija Dragojević vom Kulturlokal Palace, Morgan Knöpfler alias Morgan Button von der Eventagentur Schwarzmatt und Anouk van Grinsven vom Jugendkulturraum Flon.
Flaschenpost aus Rumänien
Stimmrecht im Februar
Viele Clubs in der Schweiz kämpfen ums Überleben, mehrere haben in den vergangenen paar Jahren geschlossen, auch in der Ostschweiz. Die Aktuer:innen im Nachtleben sehen viele Gründe dafür, insbesondere das vielzitierte veränderte Ausgehverhalten, aber auch mehr Konkurrenz. Sie schöpfen jedoch neue Hoffnung.
Die aktuelle Ausstellung über die Ostschweizerische Geographisch-Comercielle Gesellschaft ist eine Reise um die koloniale Welt des 19. Jahrhunderts. Das Kulturmuseum St.Gallen befasst sich programmatisch mit seiner Geschichte: thematisch breitgefächert, hübsch aufgemacht, aber stellenweise überladen und ohne Mut zu griffigen Kernaussagen.
Der Verein Sans-Papiers Anlaufstelle St.Gallen zieht in die Offene Kirche. Warum ein Umzug in ein enges Bürogebäude nicht in Frage kam und was alles am neuen Ort geplant ist, erzählt Matthias Rickli, der Leiter der Anlaufstelle, im Gespräch mit Saiten.
In seinem im Selbstverlag publizierten ersten Erzählband Blumen ohne Gewähr nähert sich Niels Zubler dem vermeintlich Unspektakulären – und schafft ein interessantes Texte-Geflecht zu Abgründigem, Abwegigem und Alltäglichem. Stellenweise wünscht man sich etwas mehr Präzision.