Durch Überlagerung und Collage von Stoffen, Bildern und Texten aus unterschiedlichsten Quellen schafft Chalisée Naamani Objekte, die an Kleidungsstücke erinnern oder auf die Geschichte der Textilkunst verweisen, ohne aber je zum Tragen bestimmt zu sein. Naamanis Bezüge reichen von politischen Protestbewegungen, über persische und christliche Ikonografien bis hin zu Bildern aus der Popkultur oder privaten Familienarchiven.
Der Ausstellungstitel «Octogone» verweist darüber hinaus auf das sogenannte Zurkhaneh. Als Ort des kulturellen Widerstands bildet dieser traditionelle iranische Trainingsraum mit achteckigem Ring den räumlichen und konzeptuellen Rahmen der Präsentation Naamanis, die aktuelle Skulpturen, Drucke und Textilarbeiten vereint.
Die Ausstellung «Octogone» von Chalisée Naamani ist eine Kooperation der Kunst Halle Sankt Gallen mit der Kunsthalle Wien und dem Palais de Tokyo in Paris.