22.28 Uhr – Das war nun definitiv alles aus dem Stadion und damit auch aus dem SENF-Saiten-Ticker-Jahr 2025, am Sonntag steht nur noch das Auswärtsspiel beim GCZ auf dem Programm. Wir danken für die Aufmerksamkeit, wünschen allen En Guete und Prost beim Weihnachtsgelage, einen guten Ru(t)sch und dann einen erfolgreichen Jahresauftakt mit unserem FCSG. Adie!
22.26 Uhr - R.Z. hat heute 1:1 getippt. Auch mit den Torschützen lag er falsch. Aber hey, mit ihm hab ich immernoch eine makellose Bilanz: 3 Spiele, 3 Siege. Machets guet, bis im neue Johr.
Dann ist Schluss - Sankt Gallen gewinnt das letzte offizielle Heimspiel des Jahres mit 3:1. Am Sonntag steht das Spiel bei GC an. Vermutlich werden da mehr St. Galler als Insekten sein.
(Mutmasslich) Erstmals haben zwei Brüder in der Geschichte des FCSG getroffen. 2021 war es Alessio Besio, heute sein Bruder Diego. Schöne Moment.
St.Gallen ist richtig giftig, will noch mehr als das dritte Tor. Das, was in der ersten Hälfte gefehlt hat, ist nun voll da und es gilt, der Mannschaft dafür ein riesiges Kompliment auzusprechen. Das war ein starkes Stück, über das wir uns sehr freuen.
Die TVO-Frau korrigiert sich selber aus Minute 79 und sagt: "es cha au vorne-use go." Genau so! Auch eine Fachfrau.
Und da ist das 3:1 für den FCSG! Torschütze mit der Nummer 69: Diego Besio! Ach, geil!
Um Richi Fischbacher zu zitieren: "Wa isch denn de zweit Wechsel no gsi?"
Malamine und Sions Nummer 28 sagen sich in ihrer Sprache "Schafseckel", werden dafür ermahnt, aber das wars dann auch und das ist auch gut so.
Die Schlussphase ist weniger ereignisreich als wir dachten. Das ist ein gutes Zeichen. Ein weniger gutes Zeichen ist, dass Neziri verletzt vom Platz geholfen werden muss. Für ihn kommt Vallci, gleichzeitig gibt es auch noch den fünften Wechsel, Ruiz für Witzig.
Ich habe schon gegen Zi!rü meinen Kieler Kumpel M.R. zitiert, aber das muss ich heute auch wieder: Irgendwas ist immer.
C.W. verfügt heute über kein Fragezeichen. Bei seinem neuen Wellblechkoffer hätte dieses vielleicht funktioniert, nicht aber bei seinem alten Ziegel. Aber um die Frage noch zu beantworten: Nein, ich bekomme leider keine Zuschüsse aus dem Wallis. Schade eigentlich.
Erwähnst du den FIFA-Clown eigentlich weil er auch Walliser ist oder warum bekommt der eine Plattform bei dir, R.Z.
Was sollen die Buben denn sonst machen, wenn die 1. Liga schon seit dem 23. November pausiert.
Der Espenblock fordert einen Pott in unseren Händen. Wir sind da absolut einverstanden. Sind aber einigermassen erstaunt, dass in dieser Situation zwei Junioren für Görtler und Baldé eingewechselt werden (Weibel und Besio). "Da chan au hinne-n use goh", meint die TVO-Frau links von mir und ich bin irgendwie einverstanden.
Und das mit einem grösseren Vorsprung als Gianni Infantino die Wahl zum FIFA-Präsidenten. Bekommt Shiffrin nun auch einen Friedenspreis? Wir wissen es nicht!
R.Z. meldet, dass Shiffrin ein Skirennen gewonnen hat. Da soll jemand sagen, SENF sei kein Qualitätsjournalismus.
R.Z. und ich sind uns jetzt nicht einig. Er meint den Passempfänger, der ihn eben nicht bekommt, weil er nicht entgegen kommt. Ich finde, es war ein Scheisspass. Jedenfalls ist Sion im Ballbesitz.
St.Gallen sucht die Entscheidung: Görtler lanciert Malamine, dessen Abschluss um wenig am Pfosten vorbeikullert. Sion hat indes mit Kololli und Rrudhani gute Qualität eingewechselt – und schiesst in Person seiner Nummer sieben wirklich knapp daneben, zumindest von unserem Winkel aus war das knapp.
Da können sich die Tschugger noch so beklagen, das Tor war so schön eingeschenkt wie ein Walliser Wein, der sauber runter geht. Jetzt dauert die Geschichte noch 20+ Minuten und wir sind gespannt, wie es weitergeht. Derweil fällt Daschner einen Gegner, wie angekündigt.
Pünktlich und gegen die Kälte fordert der Espenblock alle St. Galler, aufzustehen.
Görtler trifft zum 2:1 - und R.Z. sieht doch auch noch ein Goal heute.
Aber Bier können sie nicht, die Welschen.
Ein «Tschugger»-Schauspieler sagte, ihn störe, dass die Walliser im Verdacht seien, sich ausschliesslich von Raclette und Wein zu ernähren, der Kanton sei viel vielschichtiger. Das mag sein, aber was ist gegen Raclette und Wein einzuwenden? Obwohl wir hier gern ein sogenanntes «Grüezi-Raclette» geniessen, also eines mit Schäufelchen, danken wir dem Kanton doch ganz ausgesprochen für diese kulinarische Errungenschaft.
Gute Parade von Zigi, die war nötig.
Neziri macht ein Foul der Marke "gibt gelb, aber musst du für die Mannschaft mal machen". Er bekommt dafür Gelb und hat das für die Mannschaft gemacht. Passt so!
Die Viererkette verhebt, C.W. erhebt sich – mal schauen ob sein Bisi auch mit so vielen Toren verbunden ist wie meiner.
R.Z. bringt eine Viererkette zurück. Beide Tore fielen in seiner Abwesenheit.
Baldé gleicht aus. Aber schon wieder muss es der VAR minutenlang überprüfen. Das Tor zählt aber.
Mit diesen philosophischen Worten geht R.Z. zum Bierstand.
Kürzlich im Thuner Gästesektor gesehen: Ein Kleber mit der Aufschrift «Aktion sauberes Wallis – Juhui ich bi keis Grüezi!» Als Grüezini werden Deutschschweizer bezeichnet, die nicht aus dem Wallis stammen. Der Kleber stammt gemäss Quelle aus Visp aus der Guggenszene. Wir nehmen das so zur Kenntnis und sagen: «Grüezi i de Restschwiz!»
Baldé schiesst knapp vor der Mittellinie einen Sioner an und bekommt den Einwurf. R.Z. feiert ihn dafür.
Weiter geht's. St. Gallen wird nun vom Espenblock nach vorne gepeitscht.
Pause – Vielleicht fehlt mir gerade der nüchterne Blick und die hörnlenden Jungs haben den, aber: Mir fehlt bisher die totale Überzeugung, mir fehlt das über Hundertprozentige, das darüber-hinaus-gehen-Wollen. Ja, der Auftritt des FCSG war bisher anständig, aber wirklich nicht gut, und es fehlt einfach etwas, und genau das hat Sion hier halt gezeigt. Erinnert ein wenig an das letzte Auswärtsspiel in Thun… schauen wir, dass es in der zweiten Hälfte zu einem Waffenstillstand reicht.
21.27 Uhr - M.M. würde sagen, wir berichten viel zu viel über Sportliches. Dann widmen wir uns wieder dem Wichtigen: der Rasen wird mit kleinen Rechen gepflügt.
21.23 Uhr - Es gibt fast Ausschreitungen auf der Medientribüne zwischen SENF- und Hörnlileuten. Völlige unterschiedliche Meinungen. Es ändert nichts am 0:1-Pausenresultat.
21.21 Uhr - Am Samstag, 20.12., findet ab 13:00 beim Sektor A des Sitterstadions die 2. Ausgabe von „zämästoh“ statt. Adventssingen, Autogrammstunde und vieles mehr. Zugunsten des Unified-Teams.
PAUSE - Wir sagen es nicht gerne, aber der Rückstand zur Pause ist verdient. "Es isch echli schlecht," meint R.Z.
"Da isch ä gueti Chance gsi." Leider wieder von Sion. Grün-weiss läufts nicht so.
Dem wiederum widerspreche ich nicht, ich bin da ganz bei Lukas Kwasniok: "Ich mag den VAR nicht nur nicht, ich hasse ihn." Nach jedem Tor muss man darauf warten, ob man jubeln darf – Gerechtigkeit my ass, weniger Diskussionen gibt es seit der Einführung des VAR auch nicht, also, um es in den Worten von C.W. zu sagen: Höred uf mit dem Saich!
Ich will dem ja nicht widersprechen. Aber die Erfindung des VAR ist unnötig. Es funktioniert nach so vielen Jahren noch nicht richtig, also dann schafft das doch wieder ab.
Die dritte VAR-Entscheidung in Folge, mit der der FCSG Glück hat. Darf man schon auch sagen, besonders, nachdem es in Thun für einen etwa gleichen Leibchenzupfer einen Elfmeter für St.Gallen gegeben hat.
Der VAR meldet sich, der Schiri schaut sich etwas am Bildschirm an. Höred doch mol uf mit dem Seich!
Wusstet ihr eigentlich, dass St.Gallen ligaweit die erfolgreichste Mannschaft nach stehenden Bällen ist? Ich hoffe, ich zitiere hier richtig, aber das hab ich heute irgendwo gelesen. Und war sehr erstaunt darüber.
Beinahe wäre der Ausgleich gefallen! Aber ja, beinahe ist die kleine Schwester von "ist halt auch kein Tor" und hilft auch nicht wirklich. Dann gibt es Ecke für den Fussballclub Sankt Gallen 1879, doch auch diese bringt nichts ein.
Es läuft einfach alles falsch. Thun führt in Winti 2:0 und wir sind hinten gegen Sion. Was für eine Bescherung. Jetzt wagt C.W. sich aufs W.C. zum Glücksbisi, mal schauen, ob er erfolgreicher ist als ich es war.
Kleiner Exkurs zu wärmeren Gefilden: In Indonesien gibt’s beim Fussball kein Bier. Ausser bei Bali United. Dort wird es von kleinen Ständen ausserhalb des Stadions gegen Bezahlung durch den Zaun ins Oval gereicht und man darf es auch auf den Platz mitnehmen. Das geht hier einfacher, wofür wir doch nicht undankbar sind.
Man merkt, R.Z. war eben noch in wärmen Gefilden in den Ferien. Ich schwitze jetzt nicht gerade, aber eine Thermounterwäsche wird doch überbewertet.
Es ist noch gar nicht so Grönland-mässig kalt wie wir das erwartet hatten. Es gibt offenbar echt nützliche Thermowäsche und die Trainerhose verhebt auch. Dazu kommt, dass wir auch noch kein Aurora Borealis gesehen haben bisher – die beiden Kurven halten sich in Sachen Nordlichter bisher vornehm zurück.
Sion beginnt nun schon mit kleinen Unsportlichkeiten, die der Schiri noch durchgehen lässt. Aber die Emotionen kochen erstmals hoch. R.Z. kommt derweil zurück und meint: "recht erfolglos gsi." Treffend.
Ein Konter bringt die Gäste in Führung. Vo wägä Glücksbisi, R.Z.
"Wötsch du", fragt R.Z. Ja, dann schreib ich. Stevanovic zieht knapp vorbei. Ein Hörnli bringt Bier, R.Z. geht zum Glücksbisi.
Ich trage auch schwarze Hosen, der Marke Jako. Trainerhosen, darunter befinden sich Thermo-Unterhosen. Funktionalität geht vor Aussehen oder Image. Nur dumm, lief mir gerade meine ganze Chef-Riege auf der Haupttribüne über den Weg.
Beide Trainer heute mit schwarzer Winterjacke und schwarzer Hose. Ennos weisse Schuhe fallen jedoch auf.
Keine Minute später ist das Ganze weit weniger akrobatisch, aber nicht weniger erfolglos: Das war eine Hundertprozentige, die Baldé auf Vorlage von Vogt versiebt hat. Derweil übt sich Neziri wieder darin, Gattuso-Nachfolger zu werden. Unglaublich, wie viele Bälle der immer gewinnt! Witzigs Abschluss ist danach aber die Definition von harmlos.
Dann ein erstes uuuiii im Stadion, Baldé schiesst knapp darüber. Anscheinend war es ein bisschen akrobatisch.
Als ob ein Fischer-Team jemals 20% Ballbesitz hätte.
"Mer chönd au 20 Prozent Ballbsitz ha, da isch mer glich, solang mer gwinned", sagt C.W. – ich gebe ihm recht, Urs Fischer hat ja am Wochenende mit Mainz bei den Bayern vorgemacht, wie man einen Punkt holt ohne den Ball überhaupt jemals zu berühren.
Sion hatte in den letzten zwei Minuten etwas mehr Ballbesitz, dann gibt es aber einen Fehlpass, der vom Hörnli mit einem lauten "schööööööö" kommentiert wird. Die Gäste haben den Ball aber schon wieder und scheinen irgendwie bisher etwas präsenter zu sein als die Unsrigen.
"Schmeckt scho nöd mega guet", meint au R.Z. Fachpersonal am Becher, leider nicht am Zapfhahn.
Vogt mit einem ersten Abschluss per Kopf, der Spielbeginn ist durchaus animiert. Dann kommt C.W., motzt über die Einschenkkompetenz des Servicepersonals, nippt an seinem Bier und verzieht das Gesicht. Derweil kommt Sittu schon wieder zu einem Eckball.
Sion mit einem ersten flüssigen Angriff, es gibt eine Ecke für die Gäste, derein Fans sich durchaus aktiv zeigen. Wie sollte es anders sein nach einer Fahrt quer durch das Land an einem Dienstagabend? Das sind doch immer die geilsten Auswärtsspiele.
Erster Eckball, noch keine Gefahr für Sions Torhüter, auch nicht bei den beiden Abprallern in deren Folge.
C.W. und ich verstehen uns heute ohne Worte. Seine Geste, er möge sich um Flüssiges bemühen, wird aber auch auf der ganzen Welt verstanden. Ich nicke, gemeinsam hoffen wir, auch auf dem Feld viel Flüssiges in Form von Spielzügen – vorzugsweise abgeschlossen mit einem Tor – zu sehen.
Anpfiff, Sankt Gallen spielt zunächst in Richtung Espenblock.
20.27 Uhr - Die Teams betreten das Spielfeld, der Espenblock heute mit einem Schal- und Fahnenmeer. Die Hundertschaft (so öppä) im Gästeblock scheint auch motiviert.
20.23 Uhr - Jetzt meld ich mich auch endlich wieder zu Wort. Hörnli-N.K. meint, wir sollen endlich anfangen zu tickern. Bring gschieder Bier!
20.18 Uhr – C.W. beschäftigt sich noch mit den Herausforderungen, die die Technik heute für ihn bereit hält, und packt sein altes Laptop hervor. Auf eine silbrige Wellblechplatte folgt ein schwarzer Ziegelstein. Derweil sind auch einige Sion-Fans im Stadion angekommen.
20.05 Uhr – Der Espenblock hat übrigens zuvor lauthals verkündet, der Gegner werde gefällt. Wir sind gespannt, wem diese Vorgehensweise zugedacht wird.
20.03 Uhr – Wir sind im Bauch des Stadions angekommen, wo es keine Brötli mehr hat. Dafür ist die Aufstellung schon da – und C.W. geht jetzt schon zum Glücksbisi. Wenn das nicht gut kommt!
19.12 Uhr – Bald sollte C.W. im Zug eintreffen. Heute ist es eher ungünstig, viel zu früh zu gehen. Die letzten Resultate gegen Sion, aus St.Galler Sicht: 2:3, 1:1, 1:0, 1:1, 2:2, 4:0, 4:0, 7:2, 1:2, 3:0, 1:1, 1:3. Während es zuletzt sehr knapp war und man in der Hinrunde im Tourbillon verlor – «die unnötigste Niederlage in meinem ganzen Leben», wie Lukas Görtler sagte – gewann St.Gallen zuvor dreimal deutlich. In welche Richtung das Pendel heute ausschlägt?
17.49 Uhr – Da hat sich R.Z. wirklich bereits über 3h vor Spielbeginn gemeldet. Als er mir heute kurz nach 10.00 Uhr geschrieben hat, dachte ich, er sei heute so motiviert wie der Designer der Japanischen Flagge.
17.15 Uhr – Heute geht’s also gegen den FC Sion, in Volksmund auch FC Sittu genannt. Die Ausgangslage ist spannend; besonders, weil die Walliser bisher einen guten Eindruck machen und weiter vorn stehen, als dies die meisten erwartet hatten. Wir begrüssen euch aus dem Kühlschrank Stadion und freuen uns (naja, so halb) auf die späten zwei Stunden im Stadion. Für euch am Start an diesem Dienstagabend: Der Seebub C.W. und der Rheintaler R.Z.
Das Spiel beginnt um 20.30 Uhr.