Koo Jeong A. – Haus der Magnet

bis So.31.5.26

Koo Jeong A. – Haus der Magnet

Die skate­ba­ren Skulp­tu­ren der Künst­ler*in neh­men ei­nen ein­zig­ar­ti­gen Platz in der zeit­ge­nös­si­schen Kunst­pra­xis ein. Die Gren­zen zwi­schen Skulp­tur, Ar­chi­tek­tur, Raum und Er­fah­rung lö­sen sich auf.

HAUS DER MAGNET von Künstler*in KOO JEONG A (geb. 1967, Südkorea) ist eine ortsspezifische, begehbare Skulptur und ein wichtiger Teil der laufenden Ausstellung „Für Kinder. Kunstgeschichten seit 1968“. Der Titel ist eine spielerische Anspielung auf das Haus der Kunst und die Form der Skulptur. Die skatebaren Skulpturen der Künstler*in nehmen einen einzigartigen Platz in der zeitgenössischen Kunstpraxis ein. Die Grenzen zwischen Skulptur, Architektur, öffentlichem Raum und körperlicher Erfahrung gehen hier fließend ineinander über und schaffen eine Umgebung, die verschiedene Sinne anspricht.

KOOs Interesse an Qi, dem taoistischen Begriff für Lebensenergie, bildet die Basis der künstlerischen Arbeit. Seit 2012 hat KOO eine Reihe von skatebaren Skulpturen entwickelt, in denen das Qi spürbar wird: in der Geschwindigkeit, in den Bewegungen, im wechselnden Tageslicht, im Fluss des Spielens, Skatens und Beobachtens. Das Zentrum der aus Holz gefertigten Skulptur bildet die Form eines Magneten. Das Werk ist von überall zugänglich und so konzipiert, dass es Skater*innen aller Niveaus anspricht. Zwei verlängerte Flügel der Plattform schaffen Wege für Nicht-Skater*innen und bieten Platz zum Ausruhen, Beobachten und Zusammenkommen. Die kreisförmige Geometrie der Skulptur lädt zu einer räumlichen Choreografie zwischen Aktion und Reflexion, Bewegung und Stille ein.

Die Skulptur lebt durch die tägliche Aktivierung. Sie ist mit einer photolumineszierenden Farbe beschichtet, die Sonnenlicht absorbiert und nachts leuchtet. Sie verbindet die urbane Skate- Kultur mit dem nahen gelegenen Surf- Spot der Eisbachwelle und bringt lokale Communities über Generationen hinweg zusammen. KOOs künstlerische Praxis umfasst architektonische Elemente, Texte, Zeichnungen, Gemälde, Skulpturen, Animationen, Klänge und Filme. Zum Teil spielen auch ephemere Elemente wie Düfte eine wichtige Rolle. KOOs Arbeiten beziehen den Körper der Individuen mit ein, indem diese den Raum als immersive Umgebung durch mehrdimensionale sensorische Erfahrungen wahrnehmen.

Kuratiert von Xue Tan mit Lydia Antoniou

Veranstaltungsort
Prinzregentenstraße 1
80538 München
Deutschland
Tags