, 15. Mai 2019
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Auf 13 statt 5 Bahnen schwimmen

Das St.Galler Hallenbad Blumenwies, 1973 erbaut, ist längst zu klein. Jetzt ist der Wettbewerb zur Erweiterung entschieden. Das örtliche Architekturbüro von Andy Senn schlägt eine Erweiterung auf dem heutigen Parkplatz vor – mit neu 13 Bahnen.

Der neue Trakt im Modell (Bilder: Stadt St.Gallen)

Aufatmen bei den Schwimmerinnen und Schwimmern: Wenn der in seiner Millionen-Höhe noch nicht berechnete Kredit in rund eineinhalb Jahren in der Volksabstimmung durchgehen sollte, wird es endlich genug Platz im «Blumenwies» geben. Das heutige 25 Meter-Becken ist nur fünf Bahnen breit. Das neue Becken wird zwar auch nur 25 Meter lang werden, aber mit 13 Bahnen massiv breiter. Es ist in diesen Dimensionen dann auch gross genug für reglementarische Wasserball-Wettkämpfe.

Visualisierung des künftigen Blumenwies-Bads. 

Gebaut wird die Erweiterung auf dem heutigen Parkplatz bis zur Martinsbruggstrasse mit einer Fensterfront, die den Blick ins Innere freigibt. Drinnen soll es auch eine Galerie oder eine Tribüne geben. Die Autos müssen künftig in der bereits existierenden, heute noch fremd vermieteten Parkgarage unter einem Teil des Platzes parkieren.

Ausstellung

Die zwölf eingereichten Wettbewerbsbeiträge sind vom 17. bis 31. Mai zu Bürozeiten im 2. Stock des Amtshauses an der Neugasse in St.Gallen ausgestellt. Ausstellungseröffnung: 16. Mai, 18 Uhr.

300’000 Eintritte pro Jahr erhofft

Vom bisherigen Bad wird der bestehende Eingangsbereich abgebrochen. Das heutige Sprung- und das Schwimmerbecken bleiben grundsätzlich bestehen und werden mit weiterem Wellnessanlagen ausgebaut. Auch eine Rutschbahn wird es weiterhin geben. Neu kommt ein beheiztes Aussenbecken dazu, sowie – im Obergeschoss – eine neue Sauna. Auch ein Bistro ist vorgesehen. Der Eingang und die Garderoben kommen in den Neubau an der Martinsbruggstrasse.

Der Wettbewerbsbeitrag des Architekturbüros Andy Senn habe die Jury in allen Belangen überzeugt. Er setze einen städtebaulichen Akzent, er löse die betrieblichen Aufgaben sehr gut und schlage eine überzeugende Architektur vor, hiess es an der heutigen Medienorientierung.

Mit der Erweiterung erwarte man statt der heute rund 200’000 bis zu 300’000 Besucherinnen und Besucher pro Jahr, so dass sich der Betrieb auch in Zukunft – wie heute schon – zu 80 bis 90 Prozent selbst finanzieren könne – die Investitionskosten allerdings nicht mitgerechnet.

Wie weiter mit dem Volksbad?

Bis allerdings in dem neuen Becken Längen geschwommen werden können, braucht es noch Geduld. Der Baustart ist für 2023 vorgesehen, die Eröffnung für 2025 – wenn alles gut geht. Während der Umbauzeit soll im Lerchenfeld das Becken mit einer Traglufthalle überdeckt werden, für den zweimaligen Winterbetrieb. Und nicht zuletzt werde die Stadt rechtzeitig auf die Abstimmung im Herbst 2020 hin einen Plan für die Zukunft des Volksbades vorlegen – dem ältesten noch in Betrieb stehenden Hallenbad des Landes.

Das Volksbad ist auch ein Kulturbad; hier bei einer Aufführung des Vereins Megliodia. (Bild: Megliodia)

 

 

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