Saiten: In Langenthal fand früher der Designers’ Saturday statt, eine Art Schweizer Szenetreff. 2020 war dann Schluss, wegen Covid, aber auch weil einige der beteiligten Firmen ausgestiegen sind. Will St.Gallen das neue Langenthal werden?
Kathrin Lettner: In St.Gallen war die Designwelt schon immer gut vernetzt. Die Design Week will neue Impulse setzen. Und nein, wir sind nicht Langenthal und wollen es auch nicht werden.
Samuel Zuberbühler: Die Kreativwirtschaft hat in der Stadt einen sehr hohen Stellenwert, der manchmal unterschätzt wird. Sie macht fast 10 Prozent aller Arbeitsplätze aus. Auch unsere Textilgeschichte hat mit Design zu tun. Darauf können wir aufbauen. Es gibt hier viele etablierte Büros und Studios, die sehr engagiert sind und enorme Kompetenzen haben. Aber sie werden noch zu wenig wahrgenommen ausserhalb der Szene.
Beat Lüscher: In Langenthal waren Firmen wie Ruckstuhl, Girsberger oder Glas Trösch die Treiber. Die finanziellen Möglichkeiten, aber auch die wirtschaftlichen Erwartungen an den Anlass waren andere. Die Grundidee war jedoch dieselbe: das Sichtbarmachen von Design. In St.Gallen passiert zwar wahnsinnig viel, aber oft nur im Verborgenen. Zudem spüre ich, dass sich die junge Generation auch ein Stück weit von den althergebrachten Textil- und Schriftgestaltungserzählungen abgrenzen und schauen will, was heute und morgen passiert. Ohne dass Type oder Fashion Design deswegen ausgeschlossen wären. Im Gegenteil: Die Design Week gibt allen Studios und Einzelpersonen eine Plattform.
Wie kam es zur Kooperation zwischen der Stadt und der Schule für Gestaltung?
KL: In der Stadt sprechen die Vertreter:innen von Institutionen viel miteinander. Die diversen Blickrichtungen machen den Austausch spannend. Wir als Schule für Gestaltung am Gewerblichen Berufs- und Weiterbildungszentrum stehen zum einen durch die Arbeit mit den Lernenden und Studierenden in engem Kontakt mit den heranwachsenden Generationen. Zum anderen suchen wir immer nach Plattformen, um das Können unserer Designer:innen sichtbar zu machen. Mit der Standortförderung tauschen wir uns immer wieder über verschiedene Themen aus und kommen über die Themen Kreativwirtschaft und KI ins Handeln.
SZ: Das ist der St.Galler Weg. Beat, Kathrin und ich haben die Köpfe zusammengesteckt und daraus ist dann die erste Design Week 2025 entstanden, die wir bewusst gekoppelt haben mit den Interactive Media Design Days. Wir haben also an Bestehendes angeknüpft. Das Interesse der Szene war enorm.
Beat Lüscher, 1969, ist Gründer und Mitinhaber der Agentur Die Gestalter und unterrichtet an der Schule für Gestaltung.
(Illustrationen: Maj Lisa Dörig)
BL: Im ersten Schritt haben wir einmal ein Inventar erstellt, wie viele Büros, Studios, Fotograf:innen, Filmer:innen etc. es überhaupt gibt in St.Gallen, und wir kamen sofort auf über 100 Namen. Diese haben wir dann angeschrieben. Über ein Drittel hat gleich beim ersten Mal mitgemacht. Das ist enorm. Wir haben niemandem gesagt, er dürfe nicht mitmachen. Wenn jetzt beispielsweise eine Person kommt und sagt, sie wolle Batik machen, dann darf sie das auch.
Batik – interessantes Beispiel.
BL (lacht): Sorry, ich wollte natürlich niemandem zu nahe treten.
SZ: Bisher ist alles Bottom-up organisiert. Alle machen freiwillig mit.
Wäre Bottom-up nicht eher der Fall, wenn der Anlass von den Designer:innen selbst organisiert würde und nicht von der Gewerbeschule und der Standortförderung?
SZ: Würde nur die Stadt sagen, «wir brauchen jetzt eine Design Week, jetzt zahlen wir 100’000 Franken und organisieren das Festival», dann wäre es tatsächlich nicht Bottom-up. Dadurch, dass mit Beat und Kathrin auch die Designszene und die Bildung sowie neu auch der Tourismus mit dabei sind, sind wir sehr interdisziplinär aufgestellt. Wir sind bloss die Personen, bei denen die Fäden zusammenlaufen.
KL: Auch die Kurator:innen der Ausstellung sind Designer:innen. Und dann haben wir die einzelnen Studios und Designer:innen dabei, die an der Design Week, insbesondere der Design Night, mitmachen. Sie tragen das Festival mit.
BL: Es ist auch bezeichnend, dass wir uns erst nach dieser Design Week Gedanken machen werden, wie wir künftig strukturiert sein wollen. Wir haben nur ein geringes Budget: Die diversen Programmpunkte sind individuell finanziert – die Interactive Media Design Days laufen beispielsweise über ein eigenes Budget. Seitens Stadt werden rund 35’000 Franken in die Design Week investiert. Wir arbeiten teilweise ehrenamtlich, einfach aus Freude an der Sache. Das ist auch Teil des Erfolgs. All die kleinen Studios, die sich nur ungern irgendwo fest einbinden lassen wollen, können sich sehr flexibel beteiligen.
In Berlin oder Helsinki zum Beispiel organisiert ein Studio die Design Week. Wäre so eine Mandatslösung für St.Gallen auch denkbar?
BL: Ja, aber nicht mit dem sehr schlanken Budget, das wir jetzt zur Verfügung haben. Heute arbeitet die ganze Szene grösstenteils unentgeltlich zusammen. Es kann gut sein, dass sich die aktuelle Struktur bewährt und wir nochmal ein Jahr so weitermachen. Vielleicht gibt es einen Beirat für zusätzliche Inspiration. Vielleicht gibt es Branchen, die wir noch etwas näher ranholen wollen. Aus der Textilbranche machen bisher nur einzelne mit.
Sind die grossen Textilfirmen noch nicht dabei?
SZ: Noch ist die Design-Initiative ein junges Pflänzchen. Die Forster-Gruppe ist aber bereits dabei und sehr daran interessiert, das Thema Design stärker sichtbar zu machen. Ich glaube, es braucht einfach noch ein bisschen Zeit.
Was ist mit Akris?
SZ: Wir haben Kontakt zu Akris. Und man begrüsst dort auch, was wir machen. Dass man sich nicht immer in den Vordergrund drängen möchte, diese Diskretion, ist in der heutigen Zeit ja auch eine Qualität und typisch für St.Gallen. Überzeugen durch solide Arbeit und Qualität, ohne gross darüber reden zu müssen. Und trotzdem dürfen wir zeigen, was wir haben. Das ist vielleicht unsere Aufgabe.
BL: An die Schule für Gestaltung ist ja das Couture-Lehratelier angegliedert. Dort lernt man nicht nur schneidern und nähen, sondern auch entwerfen. Zusammen mit anderen Firmen könnte man einen Fashion Day oder sowas organisieren. Aufgrund unseres Netzwerks war der Fokus bislang aber eher anderswo.
Was passiert während der Design Week genau? Was will sie?
KL: Wir möchten die Wirkung und Wichtigkeit von Design sichtbar machen, indem wir Inhalte und Positionen diskutieren und Design weit über die Disziplinen von Typografie, Interactive Media Design, visuelle Gestaltung oder Industrial Design – um nur ein paar zu nennen – hinausdenken.
Kathrin Lettner, 1961, ist Prorektorin der Schule für Gestaltung am GBS St.Gallen und diplomierte Kommunikationsdesignerin.
BL: An der Design Night geht es wie im letzten Jahr darum, dass die Studios und Agenturen ihre Türen öffen und sich präsentieren können. Dieses Jahr haben wir auch die Ausstellung «Unlocal», an der Werke von Leuten zu sehen sind, die in der Region ihre Wurzeln haben, aber heute mit ihren Arbeiten in der ganzen Schweiz oder weltweit unterwegs sind. Sie sind so etwas wie Botschafter:innen für den Design-Ort St.Gallen. Integriert in die Design Week ist auch der Swiss Interactive Media Design Day, der dieses Jahr zum achten Mal stattfindet. An diesem Kongress gab es schon Redner:innen, die später auch an der OFFF Barcelona, dem grössten Design-Festival Europas, aufgetreten sind. Zusätzlich wird es in Kooperation mit der Universität St.Gallen und dem St.Gallen Transformation Lab einen gemeinsamen Workshop zum Thema KI geben.
Inwiefern orientiert ihr euch an anderen europäischen Festivals wie Barcelona, Mailand oder Berlin?
KL: Wir lassen uns inspirieren und schauen, was für uns und damit für die Designszene St.Gallen sinnvoll und klug ist.
BL: Vergleichen müssen wir uns, glaube ich, nicht. Wir haben aber ein paar Besonderheiten. Beispielsweise das Design Lab, wo es darum geht, wie wir miteinander Design sichtbarer machen wollen. Oder auch die Design Night. Der Kongress funktioniert ähnlich wie die OFFF Barcelona. Aber wir wählen die Redner:innen danach aus, ob sie spannend für das Publikum hier sind, und schauen nicht auf die Line-ups der anderen.
SZ: Das ist ein sehr wichtiger Punkt. Denn wenn man so frisch etwas aufbaut, muss man zuerst die lokalen Studios und Leute ins Boot holen. Wir wollen die innere Struktur stärken und die Leute näher zusammenbringen. Darin unterscheiden wir uns vielleicht auch von den grossen Festivals.
Ihr sagt, ihr befindet euch im Aufbau. Heisst das, ihr habt noch ganz grosse Pläne mit der Design Week?
KL: Erst einmal heisst es: step by step.
SZ: Ich denke, es ist gerade wie ein Anlaufholen. Wir haben letztes Jahr angefangen mit einer Idee und damit, die Puzzleteile zusammenzusetzen. Und jetzt im zweiten Jahr haben wir diese Idee schon weiterentwickelt. Es ist auch offen, ob wir von der Standortförderung künftig überhaupt noch involviert sein werden. Das Ganze soll mittelfristig selbsttragend und selbstorganisiert sein.
Im Rahmen der Design Week ist immer wieder von der Kreativwirtschaft die Rede. Ein Teil davon ist kommerzieller, ein anderer eher kreativ ausgerichtet. Wie gelingt euch der Spagat zwischen diesen beiden Szenen? Ist es überhaupt ein Spagat?
BL: Alle, die hier eingebunden sind, verdienen ihren Lebensunterhalt mit ihrer kreativen Tätigkeit. Das ist Wirtschaft. Und ich finde, das verdient grossen Respekt. Wirtschaft klingt nach Konzern oder nach Einschränkung. Natürlich macht jeder hin und wieder ein Projekt des Geldes wegen. Viele Designer:innen arbeiten auch künstlerisch, aber sie trennen das von der wirtschaftlichen Arbeit.
KL: Ich kann dieses Gegeneinander von Kunst und Kommerz, gerade auch im Design, nicht mittragen. In erster Linie sehe ich den Fokus auf dem Vermitteln von Inhalten. Die Flut an Informationen wächst und damit auch der Bedarf an Vermittlung und zielgruppengerechter Kommunikation. Wenn ich «kommerziell» rein so definiere, dass ich als Designer:in von meiner Arbeit leben kann, ist das schon mal eine prima Ausgangslage.
Was macht denn für euch eine erfolgreiche Design Week aus?
KL: Design kommuniziert, und wenn wir miteinander über die momentan grossen Chancen von Design ins Gespräch kommen, ist schon viel erreicht.
SZ: Ohne die lokalen Akteur:innen, die den Anlass tragen, würde uns die Glaubwürdigkeit fehlen. Je mehr sich beteiligen, desto besser für die Design Week. Wichtiger als ein möglichst fettes internationales Line-up oder möglichst viele Hotelbuchungen ist uns die Akzeptanz der Branche.
BL: Ich bin zu 100 Prozent überzeugt, dass niemand von denen, die letztes Jahr mitgemacht haben, sich aufgrund ihrer Beteiligung irgendeinen finanziellen Nutzen erhofft hat. Das unterscheidet uns von vergleichbaren Festivals. Es ging den Studios darum, sich zu zeigen und Gäste willkommen zu heissen. Und dabei sind lustige Dinge passiert.
Zum Beispiel?
BL: Festland hat als Festmahl Popcorn gemacht, Alltag hat im Garten grilliert. Bei Data-Orbit ist das Bier bereits um 21 Uhr ausgegangen. Es war sehr sympathisch, wie sich die einzelnen Agenturen überlegt haben, was sie für den Abend organisieren. Alles war sehr ungezwungen, eine gemütliche Einladung ins Wohnzimmer, niemand hat irgendeine Firmenpräsentation gemacht.
Ist denn etwas von diesem Erfolg geblieben nach der Design Week letztes Jahr?
KL: Das werden wir im Design Lab am 10. März erfahren. Dort haben wir uns dazu hohe Ziele gesetzt.
SZ: Das Netzwerk ist sicher gefestigt worden. Durch Veranstaltungen wird auch das Selbstbewusstsein gestärkt, wenn man erst einmal sieht, was es hier eigentlich alles gibt. Dann muss man auch den Vergleich mit anderen Metropolen nicht mehr scheuen.
Wart ihr letztes Jahr auch unterwegs oder werdet ihr unterwegs sein dieses Jahr?
KL: Natürlich sind wir unterwegs! Menschen um sich zu haben, die kritische Rückmeldungen geben, ist eine Kultur, die wir im Team leben.
BL: Ich bin letztes Jahr bei uns in der Agentur geblieben. Aber dieses Mal werde ich natürlich unterwegs sein. Jetzt weiss ich ja, was ich alles verpasst habe!
SZ: Ich bin bei einzelnen Programmpunkten dabei, beim Award zum Beispiel, der ja dieses Jahr im Pfalzkeller übergeben wird.
An wen richtet sich die Design Week konkret?
KL: An alle aus dem grossen Bereich der Kreativwirtschaft, seien es Agenturen, unsere Lernenden und unsere Studierenden an der Höheren Fachschule für Design, aber auch an Gestaltung und kulturinteressierte Menschen – und an alle, die neugierig sind.
BL: Es ist von Programmpunkt zu Programmpunkt unterschiedlich. Der Kongress am Freitag hat eine ganz andere Zielgruppe als die Design Night. Sehr viel geht gegen innen. Gleichzeitig wollen wir uns nach aussen präsentieren. Ich bin überzeugt, dass künftig weitere Gefässe dazukommen, die auch zusätzliche Zielgruppen erschliessen können.
SZ: Vielleicht tun sich ein paar Leute zusammen und stellen eine Partyreihe auf die Beine. Dieses Jahr haben wir zusammen mit der IG Nacht Gallen ihr jährliches Event-Wochenende Weekndr terminlich auf die Design Week gelegt, weil es super zusammenpasst. Ausserdem findet mit «Undress» eine Modeschau für nachhaltige Mode statt, die in Zukunft ja vielleicht auch Teil der Design Week sein könnte. Es gibt also noch viel Potenzial für neue Events und neues Publikum.
Warum gibt es denn hier so viel Potenzial?
BL: Design hat in St.Gallen eine gute Basis. Das hat natürlich auch mit der Schule für Gestaltung zu tun, die in der Deutschschweiz ein gutes Renommee geniesst und auch viele Lehrpersonen aus anderen Städten anzieht – gerade in den Bereichen Graphic Design und Type Design. Ohne sie gäbe es die meisten Büros und Studios in der Stadt nicht, weil viele Designer:innen hier zur Schule gegangen sind.
Samuel Zuberbühler, 1986, ist Marketingspezialist und leitet die Standortförderung der Stadt St.Gallen.
SZ: Und das ohne eine tertiäre Ausbildungsmöglichkeit. Wir haben hier keine Design-Uni oder eine Fachhochschule, sondern «nur» eine höhere Fachbildung. Das passt zur St.Galler Bodenständigkeit.
BL: St.Gallen verfügt über einen sehr guten Nährboden. Auch diejenigen, die in Zürich studiert haben, kommen oft hierher zurück. Hier kann man in Ruhe arbeiten, die Büromieten sind bezahlbar, es gibt ein kulturelles, inspirierendes Angebot und man ist gut vernetzt. Und zwar quer durch alle Bereiche. So ein Netzwerk funktioniert in so einer kleinen Stadt besser.
Was macht denn diesen besonderen Ruf, diese «St.Galler Szene» aus?
KL: Kurz gesagt: die Verbindung von Kunst, Design und Handwerk. Hochgegriffen möchte ich «Sinnhaftigkeit im Tun und Konzentration auf das Wesentliche in der Arbeit» sagen. Dann gibt es herausragende Büros und Persönlichkeiten und die vielen kleinen und engagierten Büros, die auf dem Weg dahin sind. Ich meine damit: Diese Mischung und die faire Kommunikation untereinander machen den Ruf aus.
BL: Also ich glaube, es hängt tatsächlich von vielen Einzelpersonen ab, vor allem auch von solchen, die an der Schule unterrichten. Einer, der sehr zeitgemäss unterwegs ist und die Szene in jüngster Zeit massgeblich geprägt hat, ist Rosario Florio. Er hat ein grosses Netzwerk und gute Verbindungen etwa zur ZHdK. So können Einzelfiguren sehr viel bewirken, sodass Leute nachkommen wie etwa Laura Prim oder Fabio Menet, die inzwischen selber unterrichten. Zum Glück bleiben solche Leute hier in St.Gallen und ziehen nicht weg.
Kann sich die St.Galler Szene so auch über die Landesgrenzen hinaus einen Namen machen? Oder ist das auch Aufgabe der Design Week?
SZ: Viele wissen einfach nicht, was in St.Gallen geleistet wird. Bei Jakob Schläpfer gehen die grössten Fashion-Brands ein und aus – Yves St. Laurent, Victoria’s Secret oder Balenciaga – und entwerfen zusammen mit den lokalen Produzent:innen, die ihrerseits starke Designabteilungen haben, neue Stoffe für ihre nächsten Kollektionen. Auch Akris trägt den «Brand» St.Gallen in die Welt hinaus. Und dann gibt es natürlich noch all die vielen kleinen Büros in anderen Designbereichen, von denen man in der breiten Öffentlichkeit nicht viel mitbekommt, die aber ihrerseits Grosses leisten.
BL: Nach der Konsolidierung gegen innen wollen wir zuerst einmal national wahrgenommen werden. Mit den grossen internationalen Festivals können und wollen wir uns ohnehin nicht messen, aber wir können von ihnen lernen.
KL: In der Ausstellung «Unlocal» werden wir Positionen mit internationaler Strahlkraft sehen. Persönlich denke ich aber, dass ein organisches Wachstum unserer Veranstaltungen sinnvoller ist als das Ziel «internationale Positionierung».
Worauf freut ihr euch besonders dieses Jahr?
KL: Auf unsere Gäste, seien es die Referierenden und Aktivist:innen am Design Lab, am Interactive Media Design Day oder am Panel gemeinsam mit der HSG, auf die Lernenden und Studierenden, die Besucher:innen, die Neugierigen, denn ich bin immer an Austausch interessiert.
SZ: Mich freut es sehr, dass die Ausstellung stattfindet, und noch mehr, dass sie im ehemaligen Migrolino im Union-Gebäude einen Ort gefunden hat, nachdem lange unklar war, ob wir überhaupt einen geeigneten Platz finden können. Und ausserdem freue ich mich sehr aufs Gast-Panel mit Kari Korkmann vom Design Festival Helsinki. Von den Inputs aus dem hohen Norden verspreche ich mir viel Inspiration für die Szene hier.
BL: Ich freue mich auf die Design Night, weil ich dieses Mal selber hinausgehe und hoffentlich vielen Leuten begegnen werde. Und natürlich auf den Kongress «Swiss Interactive Media Design Day»: Den habe ich vor acht Jahren gegründet, das ist – wie die Design Week überhaupt – nochmals eine Extraherzensangelegenheit.