, 2. Juli 2017
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Go all the way #5

Kann man ruhig einen Minengürtel durchqueren? Korrekt tun kann mans. Aber der worst case bleibt präsent. 25 Jahre leben die Menschen hier damit. Ruth Wilis fünfter Tagebuch-Bericht ihrer Fusswanderung zum Schwarzen Meer.

25 Jahre: Das geht doch nicht! Und Googlemaps kennt nicht alle Wege. Ich dachte erst, das sei eine Folge der Minen, aber so ist es nicht.

Ich war nochmal bei ihr. Bei der Hündin, die mir die Oberlippe malträtiert hat. Ich hab uns dort vorbeigelotst auf dem Rückweg von der Tollwutimpfung (Po drei Ampullen, Arm links eine, Arm rechts eine, zum Glück wieg ich nur knapp 60, nicht 80 Kilo). Aber der Reihe nach. 2 Tage zurück.

Wir waren in Gospič. Brachen um 5 Uhr 15 auf. Kalt. Wolkig. Ich hatte vor, in einem Bogen von ca. 20 Kilometern durch kleine Dörfer  nach Medak zu wandern. Googlemaps zeigte eine durchgängige kleine Nebenstrasse an vom Ausgangs- bis zum Endpunkt! Wir sahen mit Sonnenerscheinen ein paar verstreute Ruinen und zT. daneben neue Häuser. Dorf eins hingegen verpassten wir. So glaubte ich zumindest. Dann fügten sich die Puzzlesteine zusammen. Ich hatte nach Otočac damit gerechnet, war aber schönerweise nix, hier nun stiessen wir darauf. Der Minengürtel.

Erst nur rechts des Strässchens, später aber rechts und links, folgten sich im Abstand von vielleicht 100 Metern Schilder, zT. mit (skurrilerweise lachenden) Totenköpfen darauf. Das erste hing an einem Baum hinter einer einzelnen Ruine, und ich leinte Homer mal eben an. Keine Erkundungen hier! Dann aber folgten weitere, zweierlei Sorten nun, irgendwann ergänzt durch Bänder «Mines». Das hiess dann wohl: länger Leine. Aber die Schilder waren klar. Markierten die Seite rechts des Strässchens. Damit konnten wir leben. Wir brauchten einen Moment, ehe wir das mit Schnüffeln und Leine raushatten. Und nachdem eine halbe Stunde kein weiteres Kennzeichen sich zeigte, liess ich Homer wieder frei. Durchaus wach auf allfällige Markierungen (deren drei verschiedene warens) und auf ihn achtend, dass er sich nicht in die Büsche schlug, aber frei. Offensichtlich war das hier gut ausgeschildert. Als nochmal Schilder kamen, rief ich Homer wieder an die Leine und prüfte innerlich, ob der Weg für uns weiter stimmte. Schattig! Die Alternative dazu: Hauptstrasse. Selbe Disziplin, wenn auch aus anderem (wohl eigentlich riskanterem) Grund, und leinenfrei im Normalfall, aber in Sonne. Weitere Alternativen? Googlemaps zeigt verständlicherweise terra incognita, obschon viele Wege abzweigen. Wildes Ausprobieren? Nicht im Traum. Nein, unsere kleine  Strasse ist tatsächlich die beste Option. Und als wir zwischendurch mal kurz stehenbleiben und nur äugen: beeindruckend! 25 Jahre Natur ohne menschliche Einflüsse.

Ein Schild kann vieles heissen

Wir hatten zwei Tage zuvor eine Minenräumcrew in einer Herberge angetroffen und der eine von ihnen hatte mir noch einmal klar erklärt, was ich auch gelesen hatte. Strassen & Strässchen zu Ortschaften sind geräumt. Überwachsene / unbegangene  Wege, unbewirtschaftetes Land und Wald, und in jedem Fall Ruinen aber waren zu meiden, v.a. in bekannten Gebieten. Ok. Handhaben wir eh so als Leitstern und hier nun eben sehr bewusst. Wir gehen weiter, ich geniesse die Kühle des Schattens. Glücksgefühl: in Dorf zwei hören und sehen wir einen Menschen!

Scheps werde ich, als unser Strässchen optisch vorübergehend einem abgezweigten gesperrten gleicht. Hirnspinnen, ich schnalls, dennoch: Die Welt wird schwammig. Kein Schild könnte dasselbe heissen wie Schild. Oder? Und Schild kann heissen, hier liegen Minen oder vielleicht liegen hier Minen oder hier wurde noch nicht geräumt oder vielleicht wurde geräumt, aber zur Sicherheit lässt man sie, da der Wald so undurchdringlich ist. Man weiss es nicht. Wir pinkeln und pausieren Strässchen-mittig und das Herz färbt sich mir trotz korrektem Verhalten mit der Zeit leicht gräulich und meine Augen wandern um den Kopf.

Einige Kilometer vor Medak bin ich um eine Erfahrung reicher. Selbst Menschen, die hier arbeiten, antworten Dir hilfsbereit falsch. Oder nicht? Ein Waldarbeiter sagt, ab hier alles frei, die Minen liegen hinter uns, und wenn einer es mit dem eigenen Leben bezahlen würde, falsch zu liegen, dann ja er. Ich spüre und: vertraue ihm. Homer, erfreut frei, erkundet in Blitztour links den Wald. Und mir schreit gellend, eh ich das Bild vor meine inneren Augen krieg, wie ich den Wirbelwind von ganzem Herzen zurückbegrüsse, hier sind keine Minen mehr! Da ist er auch und ich herze ihn innig! Und: Es kommen erneut Schilder. Minen hinter uns, Schilder vor uns. Ich wünsch mir nicht die Schilder weg, sie bedeuten zumindest klar: worst case möglich, sei korrekt, alles andere lass sausen. Aber ich bin gekocht. Das geht gegen alles Lebensbejahende. Von der Unklarheit, der Widersprüchlichkeit, vielleicht auch von der zurückgebliebenen Angst aller, die  nicht nur auf diesem Strässchen bleiben konnten, am allermeisten aber davon, Vertrauen besser nicht zu wählen. Medak, Medak bitte!

Mit herzlicher Grösse

Sobe nema: Medak hat keine Zimmer. Ich konzentriere mich. Nicht loslassen. Mist weg, Sicht freiräumen! Kehre auf dem Strässchen einen fetten Haufen aus meinem Schreien und Gekochtsein und der falschen vielleicht richtigen Aussage. Avisiere eine Mine, die da irgendwo vielleicht liegt, in Deckung und bumm! Eine weniger. Als mein Staub sich endlich legt, hänge ich ein grosses, leuchtendes Ja in den Himmel und frage drauflos. Und kann es kaum fassen, Ljiljana, eine wundervolle Frau, nimmt uns einfach auf! Ohne Fragen. Ein ungetrübtes Ja! So will ich auch einmal werden! Geborgen. Und phantastisches frisches Gemüse aus dem Garten zum Abendessen.

Nur mein Unklarheitenfilm endet nicht völlig. Ich bin Gemeinschaft nicht mehr gewohnt und ich finde es überhaupt eine Herausforderung, in Gemeinschaft bei mir zu bleiben. Hier krieg ich die Runde erst mal ganz gut, schreibe Tagebuch, während Ivan einen Match schaut. Aber die Frage, wo übernachte ich, für einen Moment völligen Rückzugs, kriege ich nicht über die Lippen. Und mein leckes Feld, dessen Löcher ich zu verbinden versuche, süddert weiter ein bisschen leck. Und als ich mein Bett schliesslich kenne, fall ich nur noch rein. Homer hat es bei Luna gut, die zwei schlafen im Garten. Ich hab ihm dort seine Matte ausgerollt und ihm gesagt, wo ich bin.

Nächster Morgen. Früher Wecker, Leck behandeln ist dran. Mitten in meinem Morgenritual klopft Ljiljana, die extra für uns früh aufgestanden ist und Kaffee gemacht hat, und ich geh entsprechend rasch runter. Grosses Übungsfeld, Gästin sein! Mit Unfreundlichkeit kann ich einfacher umgehen als mit Ljiljanas herzlicher Grösse. Autsch!

7 Uhr 15 ziehen wir los. Heute wolkenlos, das wird warm werden! Leider ist nur eine Teilstrecke auf Nebenweg machbar. Minenschilder sind vorbei, aber es gibt auch nirgends ein «Minengürtel Ende». Und ich staune, wie rasch das Hirn eine schwierige Sache ad acta legen will, pfeife mich selber zurück, nicht übermütig zu werden. Ist das nun gesund? Keine Schilder und Schilder können dasselbe bedeuten, ich weiss zumindest: das ist nicht gesund.

Welpen in Not

Nebenstrasse. Mit belebten Häusern, alles ist gut! Am Strassenrand ein weisses Etwas. Ich schaue. Ein Welpe. Drei. Von Mama keine Spur. Das Schwarze sieht «verschwitzt» aus. Ich klappere die Häuser ab. Eine Frau antwortet schon von weitem ablehnend und verschwindet im Haus. Beim dritten hab ich Glück! Die Frau spricht Deutsch. Aber auch ihre sind es nicht. Ich erhalte von ihr jedoch Milch und weiche behelfsmässig etwas Notfallfutter von Homer darin auf, um ihnen weiche Pappe bringen zu können. Rufe Diana und Ralf an. Ralf sagt zu, sie zu holen und die Frau erklärt sich bereit, ihnen zu schauen, bis er kommen kann. Mich versorgt sie mit Kaffee und zwei Sandwichs, die ich einpacke für Homer (Fleisch). Die drei Kleinen fressen wie irr und ich lerne Homer desinteressiert generös kennen! Sonst kennt er bei seinem Essen kein Pardon. Den Kleinen hier überlässt ers ohne Wimperzucken. Du bist grossartig, mein Herzenstier, hast Dir die Sandwichs mehr als verdient später! Während sich die Kleinen die Wämse vollpappen, erkundet er die Umgebung. Und rauscht plötzlich, von einem schwarzen Hund verfolgt, aus dem Waldstreifen hervor. Das dürfte Mama sein! Es gibt sie also! Ich melde Ralf die gute Nachricht und will für sie Futternachschub holen. Wir werden heute irgendwo vorbeikommen, wo ich für Homer was kaufen kann, ist einzubuchen. Und die Sandwichs sind noch da! Aber die freundliche Frau, die mittlerweile weiss, was uns hier durchführt, übernimmt und schickt uns weiter. Sie werde der Mama was bringen, bis Ralf komme. Ich nehms an. Es ist neun. Die Hitze steigt. Ein etwas leeres und gleichzeitig schönes Gefühl im Aufbruch: Ich verharre nicht in etwas, das mich nicht mehr braucht, und gleichzeitig bin ich nicht kalten Herzes vorübergegangen an dem, was uns am Weg lag.

Wir tippeln los. Hinter uns sitzt die Schwarze und schaut uns nach. Ihr werdet gut versorgt, sag ich ihr im Herz. Brüllendheiss wird’s und wir fangen rasch an, nicht gerade den 20-Minuten-Takt zu gehen, aber regelmässig Pausen im Schatten zu machen. Kleines inneres Zumutungsintermezzo, Hitze- und später Strasse-halber, aber ich durchschaus und technike nun auch ganz bewusst die vier Tiere aus meinem Feld. Ich werde am Abend nachfragen, aber jetzt sinds wieder wir zwei! Probieren zweimal einen Feldweg aus, ein Mann hat uns gesagt, er führe nach Raduč. Aber als er sich in hüfthohes Gras verläuft, kehren wir zur Strasse zurück. Schlangen und (un)mögliche Minen dürfen ungestört bleiben. Leinenfrei bleiben wir, spüre Klarheit. Das Leben will gelebt sein! Wieder auf der Strasse, hält ein Auto neben uns. Ralf?! «Hast du sie?» «Nur die Welpen.» «Nein!»  Ralf sagt, dem Schwarzen gehe es nicht prickelnd, es brauche Versorgung. Er ist mit dem grossen Auto da, wir haben also auch noch Platz und nachdem Mama uns immerhin nachschauen kam, «lass es uns nochmal versuchen, Ralf!»

Mama taucht nicht auf, dafür mehr Fiepen. Hohes. In einer verlotterten Scheune im Wald noch eine Schwarze mit fünf Neugeborenen. Wir sind Eindringlinge. Mir kommen die Sandwichs in den Sinn. Ich hol Fleisch. Und mit der Zeit kann ich sie mit Futter zu mir locken und Ralf nimmt die Jungen auf. Sie kommen in eine zweite Box und darin an den Waldrand. Erneut, muss nur die Mama noch hinterherkommen. Ralf versuchts weiter mit der anderen, die inzwischen aufgetaucht ist. Ein Tanz. Ich versuche, meine mit Futter um die Tür zu lotsen, dann geht’s schnurgerade durchs Dickicht zu den Jungen. «Komm, Mama, das schaffst du!» Vor zurück vor zurück vor zurück. Wir beide. Immer wieder holt sie Futter, kehrt dann aber in ihre Ecke zurück. Komm ich näher, wird sie nervös, und ich vergrössere die Distanz wieder. Um die Tür kommt sie nicht. Ich geh zu Ralf, hole erneut Futter und eine Wolldecke. Vielleicht kann ich sie damit greifen. Ohne ist das Risiko zu gross, dass sie mich schnappt. Der zweite Wurf gelingt und ich halte sie, aber als ich aufstehe, beginnt sie sich wild zu winden, und anstatt ihr die geforderte Freiheit zu geben, werde ich, vor Augen «es sind nur fünf Meter» ihre Gegnerin. Die Decke verrutscht und sie juckt sich schnappend frei. Meine Lippe blutet. Effekt: Anstatt das kleine Schwarze vom Dreierpack so rasch als möglich gut versorgt zu wissen, sind wir nun auf dem Weg zu einem Gesundheitszentrum, damit ich Antibiotikum kriege. Ich häcksle mich innerlich. Was hätte es gekostet, zu probieren, die Box irgendwie durchs Dickicht zu ihr zu kriegen? Nichts. Nur daran denken hätt ich sollen. Juravorlesung grüsst: Ein Eingriff in die persönliche Integrität darf maximal so massiv sein, wie er zum Erreichen des Ziels notwendig ist. Und das hier «musste» nicht einmal. Es wäre nur wunderschön gewesen, aber kein Muss. Hier geht es nicht um Sanktionen!

Als Homer und ich Stunden später in einem Zimmer unter sind und Ralf endlich auf dem Heimweg, geht’s richtig zur Sache. Dem kleinen Schwarzen gehts nicht gut und ich fühl mich restlos übergriffig. Irgendwo krächzt ein Teil: «würdest du das auch fühlen, wenn sie bei Ralf wären?» «Dein Verhalten wär kein anderes gewesen, nur weil es von ‚Erfolg‘ gekrönt gewesen wär.» «Du könntest das alles auch anders anschauen.» Feuerhagel. Wo ist Wahrheit? Was war los mit mir? Und welcher ist mein Weg in all dem? Ich wandere doch!

Als ich am nächsten Morgen in Herrgottsfrühe erwache, mach ich mich schlau bezüglich Tollwut. Ich bin von der mich versorgenden Ärztin verdonnert worden, mich heute ins epidemiologische Zentrum in Zadar zu begeben. (Nicht eben hier ums Eck zu Fuss. ÖV gibt’s hier nicht.) Wahrscheinlichkeit sehr gering. Spüre auch keine Angst, dass das der Fall sein könnte, aber die Impfung nicht zu machen, ich kenn die Stimme nur zu gut: «Nach dem Scheiss verdienst du sie auch nicht.» Stopp! Schluss mit Selbstzerfleischung. Impfen. 4 Stunden später, nach verschiedensten Telefonaten mit Zadar und anderen Stellen, ist klar, es geht nur um Tollwut und ist auch klar, wann mir wo wer die Impfung verpassen kann. Eine freundliche Ärztin hat sich vor mir in den Gesundheits-Dschungel geworfen und mir sprachlich, terminlich und fachlich die Bahn freigepflügt. Und: Morgen früh fahren meine Wirte eh da hin! Fühle, der Kurs stimmt. Am Abend flach auf dem Rücken in gemähter Wiese intensives Antworten-Einsammeln. Langsam kehrt Ruhe ein. Ausserdem noch im Tag: Ich ziehe eine Grenze, die ich übertreten fühle, und freue mich tierisch, dass das Schwarze stabil ist! Tendenz bessernd!

Ohne entweder oder

Gospič zum zweiten. Fünf Ampullen intus. Meine Wirte brauchen noch ein paar Sachen. Halten vorm Metzger. Ich mit rein! Homer ist, weil niemand weiss, wie lange das hier alles dauert, im Zwinger hinter meiner Unterkunft… Frage nach einem Knochen für ihn, «no porc please». Heiteres Lachen, ob mein Hund Muslim sei. Er schenkt mir viel zu viel, schön in Portionen zerhackt. Wir halten vorm Konzum. Ich hab alles, warte im Auto. Dann plötzlich juck ich raus. In mir fällt etwas zurecht! Zwei Pack Trockenfutter! Zurück im Auto kommt tief aus mir heraus die Fähigkeit, Umstände zu machen. Von wegen zu viele Knochen! Erst verpasse ich die Abzweigung und sie müssen umkehren. Dann aber find ich sie. «Zwei Minuten», hab ich gesagt, «Sie können schon wenden». Flitze aus dem Auto und ab ins Gebüsch. Sie begrüsst mich in Verteidigungshaltung. Ich halte Distanz. Leere die Knochen, bis auf – noch eine Idee plötzlich! – zwei aus. Ein Pack Futter dazu. Als ich ein Stück Knochen aufheben will, es soll zum zweiten Futterpack draussen für die verwaiste, andere Mama, folgt sie mir, holt ihn sofort zurück. Ok, sie wirds brauchen. Stehe einen Moment in der Tür, und bitte sie um Entschuldigung für meine Zwangsbeglückung, wünsche ihr und ihrem Knäuel alles Liebe! An den Knochen wird sie einen Moment Futter haben! Als ich gehe, steht sie friedlich dazwischen.

Zurück, kriegt mein Herzenstier den einen Knochen. Dann gehen wir mit dem zweiten rüber zu einer Nachbarin, die uns gestern reingewinkt hat. Oh nein, hängt noch einer dran. Fehlereinladung abgelehnt, Mama wird sich auch mit einem Knochen weniger durchschlagen! Kira, die Hündin der Nachbarin, darf ihren Knochen sofort haben, der andere wandert in die Kühle. Und ich frage die Nachbarin – sie hatte erzählt, dass sie mal eine wilde Mama mit Nachwuchs durch- und später untergebracht hat –, ob sie vielleicht bereit wäre, wenn sie eh dort vorbeifährt, ein Pack Futter hinzuleeren, um die Schwarze zu unterstützen. Windstille. Ruhe im Herz. Geballte Müdigkeit. Ich weiss nicht, ob die Nachbarin es tun wird. Aber es ist der Versuch wert. Nun noch einmal zurück zum liebevollen Rauswischen der wilden Bande. Nur hochhalten: Sie werden es schaffen! Meins ist der Weg. Und das Schreiben. Und ich spüre, auch wenn ich den Weg noch so holprig  gehe, spüre: Er existiert. Dieser mein Weg, mein Umgang mit dem, was für uns bereitliegt, ohne mich zu verlieren. In einem Post von Lauretta, der Coachin, durfte ich genau im richtigen Moment ein «ohne entweder oder» für mich bergen. Mein – ohne entweder oder – Weg.

Ruth Wili, Jahrgang 1981, war bis Ende 2016 als Inspizientin am Theater St.Gallen tätig. Vor rund vier Monaten ist sie aufgebrochen zu einer Fussreise von St.Gallen ans Schwarze Meer. Mit dabei: ihr Hund Homer. Auf saiten.ch berichtet sie von ihren Erfahrungen unterwegs.

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