Kategorie
Autor:innen
Jahr

Wegweiser in der Ostschweizer Kulturlandschaft

Sarah Lüthy, Geschäftsführerin von Thurgaukultur, und Philip Stuber, Co-Verlagsleiter von Saiten. (Bild: Michael Lünstroth)

Sarah Lüthy, Geschäftsführerin von Thurgaukultur, und Philip Stuber, Co-Verlagsleiter von Saiten. (Bild: Michael Lünstroth)

Wie schafft man mehr Sichtbarkeit für Kultur? Indem man Veranstalter:innen und Kulturschaffenden die Verbreitung ihrer Termine so einfach wie möglich macht und Menschen so leichteren Zugang zu Kultur verschafft. Genau das leistet das Kalenderprojekt Minasa von Saiten und Thurgaukultur. Jetzt noch nutzerfreundlicher und grenzüberschreitender.

Je­des Pro­blem hat min­des­tens zwei Sei­ten, und bei die­sem hier lau­ten sie so: Kul­tur­in­ter­es­sier­ten Men­schen fehlt heu­te oft die Über­sicht, um in der Viel­falt des An­ge­bots die span­nends­ten Ver­an­stal­tun­gen zu fin­den. Und Ver­an­stal­ter:in­nen wün­schen sich ma­xi­ma­le Ver­brei­tung der ei­ge­nen Ter­mi­ne, müs­sen da­für bis­lang al­ler­dings oft meh­re­re Ver­an­stal­tungs­ka­len­der be­fül­len. Das kos­tet Zeit und oft auch Ner­ven.

Wä­re es da nicht ei­ne gu­te Idee, den Wunsch des Pu­bli­kums nach Über­sicht und Ori­en­tie­rung mit der Sehn­sucht der Ver­an­stal­ter:in­nen nach ein­fa­cher und ef­fi­zi­en­ter Ver­brei­tung ih­rer Da­ten zu ver­knüp­fen? Ge­nau das ist der Kern­ge­dan­ke des Ka­len­der­pro­jekts Mi­na­sa (ara­bisch für Platt­form). Es wur­de ge­mein­sam von Sai­ten und Thur­gau­kul­tur ent­wi­ckelt und zeigt, wie Di­gi­ta­li­sie­rung Kul­tur­ver­mitt­lung ein­fa­cher, sicht­ba­rer und wirk­sa­mer ma­chen kann.

«Mi­na­sa stärkt die di­rek­te Nä­he zu un­se­ren lo­ka­len Ver­an­stal­tern, in­dem es durch ei­ne schweiz­weit ein­ma­lig dich­te Ver­net­zung müh­sa­me Dop­pel­er­fas­sun­gen re­du­ziert und un­se­re in­ter­nen Pro­zes­se da­mit ent­las­tet.»

Rafael Enzler, Präsident St.Gallen-Bodensee-Tourismus

Das Mot­to bei Mi­na­sa lau­tet: ein­mal ein­tra­gen, an mög­lichst vie­len Or­ten sicht­bar sein. Ver­an­stal­ter:in­nen er­fas­sen ih­re Events al­so nur ein­mal – die Soft­ware sorgt da­für, dass sie auf Me­di­en­platt­for­men, Apps und in öf­fent­li­che Ka­len­der aus­ge­spielt wer­den kön­nen. Der Open-Da­ta-Ge­dan­ke ist prä­gend für die Idee: Da­ten sol­len frei zu­gäng­lich sein, da­mit sie al­le be­tei­lig­ten Ak­teur:in­nen oh­ne Ein­schrän­kun­gen nut­zen, wei­ter­ver­ar­bei­ten und ver­brei­ten dür­fen.

Da­ten mit­tels Wid­get auf der ei­ge­nen Web­site ein­bau­en

Ein Mon­tag En­de April. Sa­rah Lüt­hy und Phil­ip Stu­ber sit­zen auf ei­nem ro­ten So­fa in Bot­tig­ho­fen. Seit Jah­ren ar­bei­ten die Ge­schäfts­füh­re­rin von Thur­gau­kul­tur und der Co-Ver­lags­lei­ter von Sai­ten ge­mein­sam an der Mis­si­on, Kul­tur­schaf­fen sicht­ba­rer zu ma­chen. «Mit Mi­na­sa leis­ten wir vor al­lem zwei Din­ge: Die Ver­an­stal­ter:in­nen er­hal­ten Zu­gang zu ei­nem Netz­werk, das wir ak­tiv pfle­gen und aus­bau­en, und un­se­re Nut­zer:in­nen pro­fi­tie­ren vom kos­ten­lo­sen Ser­vice pu­blic, der ei­nen Über­blick über das Kul­tur­le­ben in der Ost­schweiz er­mög­licht», sagt Stu­ber. 

Minasa grafik

Erläuterungen von Sarah Lüthy zur Grafik

Die Mi­na­sa-In­fra­struk­tur er­mög­licht die Sicht­bar­keit und Wei­ter­lei­tung von Ver­an­stal­tungs­ter­mi­nen in der Ost­schweiz – und auch dar­über hin­aus. Ver­an­stal­ten­de in der Ost­schweiz kön­nen die Mi­na­sa-Ser­vices ein­fach und kos­ten­los nut­zen und da­mit viel Zeit spa­ren. 
Wie das geht?

1) Als Ers­tes re­gis­trie­ren sich Ver­an­stal­ten­de, In­sti­tu­tio­nen und Kul­tur­schaf­fen­de auf dem Mi­na­sa-CMS von Sai­ten oder thur­gau­kul­tur.ch. Im Thur­gau be­hei­ma­te­te Kul­tur­schaf­fen­de ge­ben ih­re Ter­mi­ne auf thur­gau­kul­tur.ch ein. Al­le an­de­ren auf Sai­ten.

2) Die er­fass­ten und re­di­gier­ten Ein­trä­ge wer­den au­to­ma­tisch an den Mi­na­sa-Da­ten­hub wei­ter­ge­lei­tet - dies kos­ten­los und nach Open Da­ta-Grund­sät­zen. 

3) Der Mi­na­sa-Da­ten­hub stellt die Da­ten den wich­tigs­ten Event-Platt­for­men der Schweiz, wie auch re­gio­na­len Platt­for­men zur Ver­fü­gung. Zu­dem be­zieht Mi­na­sa aus­ge­wähl­te Da­ten von Part­ner­platt­for­men. 

4) Neu kön­nen die vor­han­de­nen Ver­an­stal­tungs-Da­ten ein­fach und kos­ten­güns­tig via Wid­get in ei­ne be­stehen­de Web­sei­te in­te­griert wer­den. Dies er­mög­licht ei­ne wei­te­re Ver­brei­tung und Sicht­bar­keit des kul­tu­rel­len An­ge­bots und bie­tet viel­fäl­ti­ge Ein­satz­mög­lich­kei­ten z.B. für Ver­bän­de, Spar­ten-An­ge­bo­te, Kul­tur­pools, Kul­tur­zen­tren, Städ­te, Tou­ris­mus etc. Wie das aus­se­hen kann, zeigt Ap­pen­zell Kul­tu­rell 


Wert­schöp­fung 

  • Für Ver­an­stal­ten­de
    Mit Hil­fe der Mi­na­sa-In­fra­struk­tur und Ser­vices er­hal­ten Ver­an­stal­ten­de mit ei­nem ein­zi­gen Ein­trag kos­ten­los ei­ne op­ti­ma­le Ver­brei­tung ih­res An­ge­bots in der Ost­schweiz und auf den wich­tigs­ten na­tio­na­len Platt­for­men. 
  • Für Da­ten­be­zie­hen­de
    Re­gio­na­le Platt­for­men, Ge­mein­den, Me­di­en und wei­te­re Da­ten­be­zü­ge­rin­nen kön­nen re­di­gier­te und qua­li­ta­tiv gu­te Da­ten be­zie­hen.
  • Für Le­ser:in­nen & das Pu­bli­kum
    Kul­tur­in­ter­es­sier­te er­hal­ten ei­nen um­fas­sen­den Über­blick über das kul­tu­rel­le An­ge­bot in ih­rer Re­gi­on und kön­nen sich auf voll­stän­di­ge In­for­ma­tio­nen ver­las­sen.

In den ver­gan­ge­nen Mo­na­ten ha­ben Lüt­hy und Stu­ber die Mög­lich­kei­ten von Mi­na­sa er­wei­tert. Neu ist un­ter an­de­rem: Ver­bän­de, Ver­ei­ne, Kul­tur­zen­tren und sons­ti­ge Ver­an­stal­ter:in­nen kön­nen den Ver­an­stal­tungs­ka­len­der von Mi­na­sa jetzt über ein Wid­get in ih­re ei­ge­ne Web­site ein­bau­en. «Das er­spart ih­nen ei­ner­seits Ent­wick­lungs­kos­ten für ei­ge­ne Mo­del­le und bie­tet an­de­rer­seits Zu­gang zu al­len für die je­wei­li­ge In­sti­tu­ti­on in­ter­es­san­ten Ver­an­stal­tungs­da­ten. Ver­an­stal­ter:in­nen kön­nen ei­ne ge­fil­ter­te Aus­wahl be­zie­hen und pro­fi­tie­ren so vom Netz­werk, das Mi­na­sa auf­ge­baut hat», er­klärt Sa­rah Lüt­hy. Wie das aus­se­hen kann, zeigt das Pi­lot­pro­jekt Ap­pen­zell Kul­tu­rell.

Die Kos­ten für den Ein­bau ei­nes sol­chen Wid­gets sei­en mo­de­rat: «Wir bie­ten ein ge­staf­fel­tes Pri­cing. Es soll für al­le zu­gäng­lich sein, aber al­le müs­sen ei­nen Bei­trag leis­ten, da­mit wir das ge­sam­te Sys­tem er­hal­ten und fort­ent­wi­ckeln kön­nen», sagt die Thur­gau­kul­tur-Ge­schäfts­lei­te­rin.

 «Wir spa­ren durch die­ses Tool Zeit und er­rei­chen trotz be­grenz­tem Bud­get ei­ne ho­he Sicht­bar­keit in der Re­gi­on.»

Karin Gubler, Vorstandsmitglied Kultur im Eisenwerk

Was Mi­na­sa für Kul­tur­in­sti­tu­tio­nen be­deu­tet, kann Ka­rin Gu­b­ler ver­an­schau­li­chen. Sie ist im Vor­stand des Frau­en­fel­der Kul­tur­zen­trums Ei­sen­werk und ar­bei­tet re­gel­mäs­sig mit der Da­ten­platt­form. Mi­na­sa bie­te ei­ne ech­te Al­ter­na­ti­ve zu kom­mer­zi­el­len An­ge­bo­ten. Der Nut­zen für Ver­an­stal­ter:in­nen lie­ge auf der Hand: «Wir spa­ren durch die­ses Tool Zeit und er­rei­chen trotz be­grenz­tem Bud­get ei­ne ho­he Sicht­bar­keit in der Re­gi­on.»

Auch die kan­tons­über­grei­fen­de re­gio­na­le För­der­or­ga­ni­sa­ti­on Th­ur­kul­tur be­zieht in­zwi­schen Da­ten von Mi­na­sa für ih­re ei­ge­ne Web­site. Für Ma­nue­la Schöb, die Lei­te­rin der Ge­schäfts­stel­le, hat sich das be­währt. «Mi­na­sa schafft Leich­tig­keit im All­tag, in­dem das Ka­len­der­pro­jekt die Pfle­ge von In­for­ma­tio­nen ver­ein­facht und gleich­zei­tig für ei­ne stär­ke­re, kla­re­re Wir­kung nach aus­sen sorgt.» Für sie sei die pra­xis­na­he und be­nut­zer­freund­li­che Aus­rich­tung be­son­ders wich­tig, sagt Schöb. Dies ma­che Mi­na­sa «zu ei­ner ech­ten Un­ter­stüt­zung im Kul­tur­be­reich». 

Ko­ope­ra­ti­on und Teil­ha­be sind zen­tra­le Ge­dan­ken

Selbst für ei­nen gros­sen Play­er wie Kon­zert und Thea­ter St.Gal­len ist Mi­na­sa re­le­vant. Trotz ei­ge­ner Web­site und ei­ge­nen So­cial-Me­dia-Ka­nä­len ist die Prä­senz des Thea­ters in ei­nem gut sor­tier­ten Ver­an­stal­tungs­ka­len­der für das St.Gal­ler Haus wich­tig. Mar­ke­ting­lei­te­rin Su­si Rein­hardt er­läu­tert, wie­so: «Mi­na­sa un­ter­stützt un­se­ren Auf­trag, Kul­tur für mög­lichst vie­le Men­schen nie­der­schwel­lig zu­gäng­lich zu ma­chen. Mit sehr we­nig Zu­satz­auf­wand und ge­rin­gen Mehr­kos­ten wird un­se­re di­gi­ta­le Prä­senz deut­lich ge­stärkt.»

«Mi­na­sa un­ter­stützt un­se­ren Auf­trag, Kul­tur für mög­lichst vie­le Men­schen nie­der­schwel­lig zu­gäng­lich zu ma­chen.»

Susi Reinhardt, Leitung Marketing Konzert und Theater St.Gallen

Dass Ko­ope­ra­ti­on und Teil­ha­be er­mög­licht wer­den, sei ei­ne der gröss­ten Leis­tun­gen von Mi­na­sa, fin­det Phil­ip Stu­ber: «Kan­to­ne, Me­di­en und Kul­tur­ak­teur:in­nen wer­den mit­ein­an­der ver­netzt, Ver­an­stal­tun­gen be­kom­men ei­ne grös­se­re Prä­senz und Men­schen leich­te­ren Zu­gang zu Kul­tur.» 

Da­zu kom­me, dass die Idee, die hin­ter Mi­na­sa ste­he, nach­hal­tig und ska­lier­bar sei: «Die In­fra­struk­tur ist nicht auf ei­nen Kan­ton oder ei­ne Platt­form be­schränkt. Sie kann wach­sen, neue Part­ner:in­nen auf­neh­men und die di­gi­ta­le Kul­tur­ver­mitt­lung lang­fris­tig ver­bes­sern», zeigt sich Stu­ber über­zeugt. 

Wie wei­ter nach der Ab­leh­nung im Kan­tons­rat?

Wachs­tum se­hen die bei­den Pro­jekt­ver­ant­wort­li­chen als we­sent­lich für die Ent­wick­lung von Mi­na­sa. «Wir sind be­reit, un­ser Wis­sen zu tei­len, Wachs­tum wird der Schlüs­sel sein, um die Idee trag­fä­hig für die Zu­kunft zu ma­chen», sagt der Sai­ten-Co-Ver­lags­lei­ter.

Wie es mit Mi­na­sa wei­ter­geht, hängt aber auch von der Po­li­tik ab. Im ver­gan­ge­nen Jahr war ein Ge­such des Ver­eins Sai­ten über 195’000 Fran­ken aus dem Lot­te­rie­fonds für die nächs­ten drei Jah­re im Kan­tons­rat am Ve­to von bür­ger­li­chen Par­tei­en ge­schei­tert. Als Re­ak­ti­on dar­auf wur­de ein neu­er, un­ab­hän­gi­ger Ver­ein «Ka­len­der Ost­schweiz» ge­grün­det und das Ge­such über­ar­bei­tet. Es kommt im Ju­ni nun er­neut in den Kan­tons­rat.

«Mi­na­sa un­ter­stützt die zeit­ge­mäs­se Ver­mitt­lung kul­tu­rel­ler In­hal­te. Sie stärkt da­mit er­folg­reich die kul­tu­rel­le Viel­falt in der Re­gi­on.»

Kathrin Hug, Bereichsleiterin Bibliothek bei der Stiftsbibliothek St.Gallen

Klar ist für Phil­ip Stu­ber und Sa­rah Lüt­hy schon jetzt: Oh­ne öf­fent­li­che Gel­der sei das Vor­ha­ben nicht mög­lich, der Auf­bau des Netz­werks sei eben kein Ge­schäfts­mo­dell, son­dern ein Ser­vice pu­blic. Ei­ne zeit­ge­mäs­se Ka­len­der­da­ten­bank, wel­che die Be­dürf­nis­se der Nut­zer:in­nen und Ver­an­stal­ten­den ins Zen­trum stellt, las­se sich nicht kom­mer­zi­ell be­trei­ben.

Auf die Fra­ge, ob das Pro­jekt zu schwer ver­ständ­lich und kaum in die Po­li­tik ver­mit­tel­bar sei, ant­wor­tet Sa­rah Lüt­hy: «So schwer ist es ei­gent­lich nicht. Mi­na­sa ist ei­ne di­gi­ta­le In­fra­struk­tur, die Kul­tur sicht­bar macht so­wie ef­fi­zi­ent und nach­hal­tig ver­brei­tet. Wer hier in­ves­tiert, stärkt nicht nur Ver­an­stal­ter:in­nen und Me­di­en, son­dern die ge­sam­te kul­tu­rel­le Land­schaft der Re­gi­on.»

Metz­ger, En­gel, Him­mel und Tan­te Bergs Ro­sen­ge­büsch

Ani­ta Zim­mer­mann ali­as Lei­la Bock prägt die St.Gal­ler Kul­tur­sze­ne seit Jahr­zehn­ten – als Künst­le­rin, als Ver­mitt­le­rin, als Er­mög­li­che­rin. Sie hat Wi­der­stän­de über­wun­den und an­de­re Künst­ler:in­nen im­mer wie­der her­aus­ge­for­dert. Ei­ne Wür­di­gung

Von  Angela Kuratli , Bilder:  Ladina Bischof
2609 Anita Zimmermann SAI2602 1308 C WEB

«Nicht neu er­fin­den, was funk­tio­niert»

Die St.Gal­ler Mu­se­ums­nacht fin­det in die­sem Jahr zum 20. Mal statt. Zum Ju­bi­lä­um blickt Ver­eins­prä­si­den­tin Bar­ba­ra Af­fol­ter zu­rück und nach vor­ne. Sie sagt, was die Mu­se­ums­nacht bis heu­te aus­macht und wo­hin sie sich ent­wi­ckeln soll.

Von  Marion Loher
Museumsnacht Kunstmuseum pd

Le­bens­be­ja­hen­de Wer­ke im Kunst­zeug­haus

Die Aus­stel­lung «Vol­ler Le­ben» des Ver­eins IG Hal­le Rap­pers­wil wirft Schlag­lich­ter auf künst­le­ri­sche Schaf­fens­pro­zes­se und ih­re Ver­bin­dun­gen zur Na­tur.

Von  Lilli Kim Schreiber
Regula Syz 2

Kolumne: Stimmrecht

St.Gal­len in den Au­gen ei­nes Sol­da­ten

Von  Liliia Matviiv

Kunst­ki­osk trifft Nacht­klub 

Der St.Gal­ler Kunst­ki­osk wird fünf­zehn Jah­re alt. Ge­fei­ert wird das mit ei­ner Ju­bi­lä­ums­aus­stel­lung im ehe­ma­li­gen Tif­fa­ny Night Club. Die Ver­nis­sa­ge ist am 12. Sep­tem­ber. Sai­ten hat schon vor der Er­öff­nung vor­bei­ge­schaut.

Von  Vera Zatti
01 Gruppenfoto Kurationsteam 15 Jahre Kunstkiosk QUERFORMAT

Musiktheater

Auf See im Park­haus

Von  Vera Zatti
Bild 08 07 24 um 07 42

Ein tem­po­rä­res Kunst­haus am Ro­ten Platz

Zum 36-jäh­ri­gen Be­stehen sei­ner Ga­le­rie Macel­le­ria d'ar­te trans­for­miert Fran­ces­co Bo­n­an­no ein leer­ste­hen­des Ge­bäu­de am Ro­ten Platz in St.Gal­len in ein bun­tes Haus vol­ler Kunst. Was als klei­nes Pro­jekt be­gann, wuchs zu ei­nem Ge­mein­schafts­werk von fast 100 Kunst­schaf­fen­den. 

Von  Lilli Kim Schreiber
Kunsthaus am roten platz lilli kim schreiber 1

Das Schö­ne an der Pro­vinz

St.Gal­len und Lu­zern ha­ben mehr ge­mein­sam, als man zu­nächst denkt – oder doch nicht? «Null41» war mit der Sai­ten-Re­dak­ti­on in St.Gal­len un­ter­wegs.

Von  Giulia Bernardi Robyn Muffler  und  Raphael Albisser , Bilder:  Claudia Schildknecht
2609 Staetevergleich 4 D3 A9291

Auf der Su­che nach (Un)Ru­he

Von St.Gal­len bis nach Süd­afri­ka. Ein Ost­schwei­zer Ehe­paar reist im Land­ro­ver De­fen­der um die Welt. Ih­re Er­leb­nis­se hal­ten die Bau­mel­ers mit ei­ner Ka­me­ra fest. Nun er­scheint ihr Film Im­mer wei­ter in Ost­schwei­zer Ki­nos – ei­ne ehr­li­che Do­ku­men­ta­ti­on, der ei­ne Ein­ord­nung gut ge­tan hät­te.

Von  Daria Frick
B 8

«Open House St.Gallen»

Of­fe­ne Tü­ren – tie­fe Ein­bli­cke

Von  Daria Frick
Bildschirmfoto 2026 09 01 um 10 17 40

Museum Herisau

Zeit­rei­se zu den An­fän­gen der Schul­bil­dung

Von  Redaktion Saiten
Bildschirmfoto 2026 09 01 um 10 08 43

Ein Rück­blick auf die ver­ges­se­ne Künst­le­rin Mag­gy Mau­ritz

Das Küefer-Mar­tis-Hu­us in Rug­gell wid­met sich in ei­ner Re­tro­spek­ti­ve der Wie­der­ent­de­ckung ei­ner völ­lig über­se­he­nen Künst­le­rin: Mag­gy Mau­ritz war ei­ne Pio­nie­rin der Graf­fi­ti­kunst und des Lett­ris­mus.

Von  Sieglinde Wöhrer
IMG 5826 Paul Trummer 2

Der lan­ge Weg nach Hau­se – ein Stol­per­stein für Ja­kob Lütschg

Ja­kob Lütschg kehr­te nie nach Bal­gach zu­rück. 82 Jah­re nach sei­nem Tod im Kon­zen­tra­ti­ons­la­ger Bu­chen­wald kehrt we­nigs­tens sein Na­me heim. Der ers­te Stol­per­stein im St. Gal­ler Rhein­tal er­in­nert an ein Le­ben, das bei­na­he ver­ges­sen ging.

Von  Shqipton Rexhaj
IMG 1558

Musik am See

Pia­no­klän­ge für al­le

Von  Vera Zatti
IMG 0757 2

FC St.Gal­len vs. FC Thun 3:4 – Es wird heu­te nicht mehr bes­ser

Tor­reich, span­nend und doch ent­täu­schend - nur ei­ne Vier­tel­stun­de gu­ter Fuss­ball reicht halt nicht zum Punkt ge­gen Thun. 

Von  SENF Kollektiv
Senf

Fast ein gan­zes Le­ben spä­ter 

Nach Jahr­zehn­ten tref­fen sich Eva und Franz wie­der. Bei­de im fort­ge­schrit­te­nen Al­ter. Viel ist pas­siert und doch ist da noch Zu­nei­gung. Schwind­lig heisst der neue Ro­man der Ost­schwei­zer Au­torin Chris­ti­ne Fi­scher, in dem viel­schich­ti­ge Cha­rak­te­re auf fei­nes Sprach­ge­fühl tref­fen. 

Von  Vera Zatti
Abutz DSC 9766 Portrait wahl fischer klein cmky

Neu­start für Me­ter und Off­cut

Die­ses Wo­chen­en­de er­öff­net die of­fe­ne Werk­statt Me­ter den neu­en Stand­ort an der Burg­stras­se. Und im No­vem­ber zü­gelt Off­cut nach St.Fi­den. Das ist der An­fang vom En­de der Ge­mein­schaft «Ul­men5» – zu­min­dest in ih­rer bis­he­ri­gen Form. Denn 2027 könn­te es zur teil­wei­sen Wie­der­ver­ei­ni­gung kom­men.

Von  David Gadze
Meter 6 david gadze

WG gaf­fen

Ei­ne neue SRF-Se­rie por­trä­tiert ei­ne elf­köp­fi­ge WG aus St.Gal­len. End­lich wie­der mal ei­ne se­hens­wer­te SRF-Pro­duk­ti­on, fin­det Sai­ten-Au­tor An­di Gi­ger.

Von  Andi Giger
6085807

FC St.Gal­len vs. FC Nordsjæl­land 2:3 – St. Gal­len un­ter­liegt Nordsjæl­land

St. Gal­len schlägt sich am En­de auch selbst und muss den Traum von Eu­ro­pa be­gra­ben. Ent­schei­dend war er Platz­ver­wei­se ge­gen Mihai­lo Steva­no­vic vor der Pau­se.

Von  SENF Kollektiv
Senf
Heftvorschau 09/26
Luzern Winti St.Gallen, Neonazipfarrer, A(nita) bis Z(immermann)

Drei Kul­tur­ma­ga­zi­ne tun sich zu­sam­men, ver­glei­chen ih­re Städ­te und die Her­aus­for­de­run­gen, de­nen die Kul­tur ge­gen­über­steht. Sai­ten hat die Kol­leg:in­nen vom «Coucou» in Win­ter­thur be­sucht und das «Null41» war in St.Gal­len zu Be­such. Aus­ser­dem im Sep­tem­ber­heft: lau­ter Ju­bi­lä­en – von Ani­ta Zim­mer­mann über das Fi­gu­ren­thea­ter bis zur Mu­se­ums­nacht –, ein Pfar­rer auf brau­nen Ab­we­gen, ei­ne Fla­schen­post aus Af­gha­ni­stan und ein In­ter­view zum Hit­ze­som­mer und dem Kli­ma­wan­del.

Saiten 2609 Cover 01