Kategorie
Autor:innen
Jahr

Ein Abend des Mutes

Bildschirmfoto 2025 05 19 um 17 51 23

Ein fünfköpfiges Ensemble wirbt mit dem Slogan «Deine Geschichte – unser Theater» für den Theaterabend NARA – Erzähl!. Eine Revue der Premiere in der Grabenhalle, von einer Zuschauerin, die keine Ahnung hatte, worauf sie sich einliess.

Bei NA­RA – Er­zähl! ver­fol­gen die Schau­spie­ler:in­nen das For­mat des Play­back-Thea­ters. Da­bei nimmt ei­ne Mo­de­ra­ti­on Ge­schich­ten aus dem Pu­bli­kum auf, wel­che die Schau­spie­ler:in­nen dann re­la­tiv frei und im­pro­vi­siert dar­stel­len, al­so dem Pu­bli­kum «zu­rück­spie­len». Sie ken­nen die Ge­schich­ten im Vorraus nicht. Je­de Vor­stel­lung ist so­mit ein neu­es, of­fe­nes Ex­pe­ri­ment.

Froh­ge­mut neh­me ich den Auf­trag der Re­dak­ti­on an. Hät­te ich doch bloss den An­kün­di­gungs­text bes­ser stu­diert. Be­vor ich mich in die Gra­ben­hal­le auf­ma­che, über­flie­ge ich ihn rasch. Im­pro­vi­sa­ti­ons­thea­ter ist ei­gent­lich nicht mein Ding. Den Teil, dass das Pu­bli­kum sei­ne Ge­schich­ten er­zäh­len soll, über­le­se ich und klam­me­re mich dar­an, dass das En­sem­ble eben auch sei­ne ei­ge­nen Ge­schich­ten er­zählt. In mei­ner Welt kann ich mir nicht vor­stel­len, dass hier ei­nen gan­zen Abend tat­säch­lich nur Er­zäh­lun­gen aus dem Pu­bli­kum ge­zeigt wer­den, da weiss ja nie­mand was kommt …

So sit­ze ich al­so un­be­küm­mert auf mei­nem Platz und war­te dar­auf, in die fas­zi­nie­ren­de Welt des Thea­ters ein­zu­tau­chen. Als dann das ge­sam­te En­sem­ble mit mu­si­ka­li­scher Be­glei­tung schnip­send auf die Büh­ne tritt und im Chor singt «Komm und er­zähl – ich hör dir zu», setzt mein Herz kurz aus. Ich he­ge noch die Hoff­nung, dass das ein­fach ei­ne Ein­lei­tung ist. Die­se ver­fliegt al­ler­dings rasch, als dem Pu­bli­kum mit­ge­teilt wird, dass es oh­ne uns heu­te nicht funk­tio­nie­ren wer­de, dass wir «Aben­teu­rer des Au­gen­blicks» sei­en und al­les gut ge­nug sei, er­zählt zu wer­den.

Von Lie­be bis Über­for­de­rung

We­nigs­tens ba­siert das Er­zäh­len auf Frei­wil­lig­keit, ich glau­be, sonst wä­re ich di­rekt ge­gan­gen. Die Vor­stel­lung ak­tiv und un­vor­be­rei­tet vor Frem­den et­was ma­chen zu müs­sen, löst di­rekt Pa­nik in mir aus. So­gar beim Stras­sen­kunst­fes­ti­val «Auf­ge­tischt» ver­ste­cke ich mich je­weils in ei­ner hin­te­ren Rei­he, da­mit ich nicht in die Fän­ge der Ar­tist:in­nen ge­ra­te …

Das Pu­bli­kum in der Gra­ben­hal­le ist auf­ge­for­dert, ei­ne Ge­schich­te über ei­ne Ver­än­de­rung zu er­zäh­len. Egal ob klein oder gross, man soll ir­gend­et­was er­zäh­len, von Ent­schei­dun­gen, die man ge­fällt hat und zu ei­ner Ver­än­de­rung ge­führt ha­ben. Der An­fang ist zäh, des­halb gibt es erst ein paar Eis­bre­cher. Zu­erst zei­gen drei Schau­spie­ler:in­nen ei­ne Band­brei­te von Ge­füh­len, die das Pu­bli­kum of­fen­bar ge­ra­de ge­fühlt und da­her auf die Büh­ne ge­ru­fen hat: Lie­be! Vor­freu­de! Dank­bar­keit! (Mei­ne wä­ren ja ge­we­sen: An­span­nung, Über­for­de­rung und das Ge­fühl, fehl am Platz zu sein, weil es auch ir­gend­wie so wirkt, als wür­de sich ein Gross­teil hier so­wie­so ken­nen und ich pas­se so gar nicht da­zu, aber sel­ber Schuld, hab’ mich nicht ge­traut rein­zu­ru­fen). An­schlies­send gibt es noch ei­ne Auf­lo­cke­rung, bei der Tei­le des Pu­bli­kums un­ter An­lei­tung mit auf der Büh­ne her­um­sprin­gen und sich schüt­teln.

Da­nach mel­den sich die ers­ten Per­so­nen mit ih­ren Ge­schich­ten. Sie er­zäh­len zu­erst von dem Weg in die Gra­ben­hal­le, dann von ei­nem Job­wech­sel von der Gas­tro in die Kin­der­be­treu­ung. Ei­ne Bra­si­lia­ne­rin, gleich­zei­tig die Cho­reo­gra­phin der Grup­pe, mel­det sich zu Wort und er­zählt von der Be­geg­nung mit ih­rem Schwei­zer Part­ner in ih­rer Hei­mat, die da­zu führ­te, dass sie al­les hin­ter sich liess und in die Schweiz zog. Auf der Büh­ne wird dann ge­nau das dar­ge­stellt: die ei­ne Per­son, wie sie zu­erst Ge­trän­ke ser­viert und dann mit Kin­dern auf der Au­to­bahn­brü­cke steht, die an­de­re wie sie in ei­nem Club tanzt, ih­re ei­ne wah­re Lie­be sieht und dann ihr bis­he­ri­ges Le­ben auf­gibt, um in die Schweiz zu rei­sen. Oft pan­to­mi­misch, ten­den­zi­ell mit sehr we­nig Dia­log, im­mer ge­nau der Er­zäh­lung ent­spre­chend. 

Was auch pas­siert: Je­mand aus dem En­sem­ble fühlt ei­ne spon­ta­ne Re­so­nanz auf ei­ne Ge­schich­te und re­agiert dann dar­auf. Das kann mit ei­ner ei­ge­nen Ge­schich­te sein, mit ei­nem vor­ge­tra­ge­nen Mo­no­log oder mit ei­nem Lied. Wenn die Schau­spie­ler:in­nen ei­nen Feh­ler ma­chen oder et­was ver­ges­sen, ju­belt das gan­ze Quin­tett. Weil man «Feh­ler» nicht als et­was Schlech­tes se­hen soll. Sehr trans­pa­rent er­kennt man so, wenn et­was nicht so läuft wie ge­plant. Nicht, dass mir das oh­ne das Ju­beln je­mals auf­ge­fal­len wä­re.

Nach der Pau­se kom­men die nächs­ten Ge­schich­ten: Wie­der ein Job­wech­sel, bei dem sich die Er­zäh­len­de recht schnell ent­schei­den muss, ob sie ein An­ge­bot, für das sie ei­gent­lich noch nicht qua­li­fi­ziert ist, an­nimmt oder nicht – Stich­wort Leh­rer:in­nen­man­gel. Dann ei­ne un­glück­li­che Ver­liebt­heit, die an­schei­nend nie das rich­ti­ge Ti­ming hat. Und ab­schlies­send ei­ne Ge­schich­te von ei­ner Frau mit fünf Kin­dern, die ei­nen neu­en Mann ken­nen­lernt und mit ihm zu­sam­men­zieht.

Schön ge­macht – aber nichts für mich

Was auf­fällt: Es er­zäh­len fast nur FLIN­TA-Per­so­nen. Aus­ser­dem: Mein an­fäng­li­ches Ge­fühl be­stä­tigt sich, denn ir­gend­wie ken­nen sich al­le. Ne­ben der Ge­schich­te der Cho­reo­gra­fin kommt näm­lich auch die bes­te Freun­din ei­ner Schau­spie­le­rin zu Wort, oder die Schwes­ter ei­nes Schau­spie­lers. Auch ir­gend­wie ran­dom ruft je­mand aus dem Pu­bli­kum «sun­ny si­de of life» rein, was die Dar­stel­ler:in­nen da­zu be­wegt, ein Lied zu sin­gen. Ich fra­ge mich, wie spon­tan das wirk­lich kam. 

Eben­falls eher un­ge­wöhn­lich: Al­les wird er­klärt. Wirk­lich al­les. Raum für ei­ge­ne In­ter­pre­ta­tio­nen gibt es ei­gent­lich nicht. Al­les, was thea­tra­lisch zur An­wen­dung kommt, wie «free­ze», «Prot­ago­nist»- und «Chor»-Dar­stel­lun­gen oder spon­ta­ne «Mo­no­lo­ge», wer­den von der Mo­de­ra­ti­on be­schrie­ben, be­vor sie statt­fin­den, da­mit auch wirk­lich al­le ver­ste­hen, was ge­ra­de pas­siert. Selbst die künst­le­ri­sche Ein­la­ge nach der Pau­se, bei der ein Ball die Haupt­rol­le spielt, wird er­klärt mit «Wir wer­fen euch ei­nen Ball zu und ihr uns wie­der zu­rück». Ich schreie in­ner­lich. Was ich näm­lich an Thea­ter ei­gent­lich mag, ist der sonst so of­fe­ne Deu­tungs­spiel­raum, die Ver­su­che Dia­lo­ge und Mo­no­lo­ge zu ver­ste­hen und auf sich selbst zu be­zie­hen. Mit den per­ma­nen­ten Er­klä­run­gen geht das für mich ver­lo­ren. 

NA­RA – Er­zähl! will kein Thea­ter zum Zu­rück­leh­nen sein, son­dern ein le­ben­di­ger Dia­log zwi­schen Büh­ne und Pu­bli­kum, ein Spiel­platz für Of­fen­heit, Spon­ta­nei­tät und die Kraft ge­leb­ter Er­fah­run­gen. Ich kann mir tat­säch­lich vor­stel­len, dass je­ne, die den Mut hat­ten, ih­re Ge­schich­ten zu er­zäh­len, wahr­schein­lich auch et­was aus die­sem Abend für sich mit­neh­men konn­ten. Viel­leicht ei­ne Be­stä­ti­gung, viel­leicht ei­nen neu­en Blick auf ei­ne ein­ge­fah­re­ne Si­tua­ti­on, wer weiss. Ich kann es nicht, denn we­der konn­te ich zu den er­zähl­ten Ge­schich­ten ei­ne Ver­bin­dung auf­bau­en, noch ging mir dann das Ge­spiel­te auch nur im An­satz tief ge­nug, um mich mit­ge­nom­men zu füh­len, schliess­lich wa­ren die Se­quen­zen doch im­mer sehr kurz und auch sehr un­ter­schied­lich in der Art und Wei­se der Auf­füh­rung. 

Wer jetzt aber Bock hat auf Im­pro­vi­sa­ti­ons­thea­ter und dar­auf, ei­ne ei­ge­ne Er­zäh­lung auf der Büh­ne ge­spielt zu se­hen, dem oder der sei ver­si­chert, dass hier der rich­ti­ge Ort da­für ist. Ich kann zwar nicht ein­schät­zen, wie die Vor­stel­lun­gen wer­den, bei de­nen nicht das hal­be Pu­bli­kum die Dar­stel­ler:in­nen kennt, ich kann auch nicht ein­schät­zen wie gut die Ge­schich­ten wer­den, denn dar­auf hat das En­sem­ble ja kei­nen Ein­fluss.

Ei­ne Ge­wiss­heit gibt es aber: Bei NA­RA – Er­zähl! wird kein Abend wie der an­de­re. Und je­der Abend er­for­dert den Mut al­ler Be­tei­lig­ten: Der Schau­spie­ler:in­nen, die sich der Un­be­re­chen­bar­keit des Pu­bli­kums stel­len, und des Pu­bli­kums, das et­was von sich preis­ge­ben muss.

Na­ra – Er­zähl!: Play­back-Thea­ter von und mit Bo­glár­ka Hor­váth, An­di Bis­sig, Ni­co­la Graf, Jo­sé­phi­ne Fran­çois, Ka­tha­ri­na Schmidt

Nächs­te Auf­füh­run­gen:
21. Mai, 19:30, Gra­ben­hal­le St.Gal­len
22. Mai, 20 Uhr, Flon St.Gal­len
23. Mai, 19:30, Stuhl­fa­brik He­ris­au

bo­glark­ahor­vath.com/na­ra­in­fo

Jetzt mitreden:
Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Dein Kommentar wird vor dem Publizieren von der Redaktion geprüft.

Sze­na­ri­en für die Vo­lie­re im St.Gal­ler Stadt­park

Noch bis in den Herbst hin­ein und auch in den zwei fol­gen­den Som­mern bleibt die Vo­lie­re im Stadt­park ei­ne Bu­vet­te. Ab 2029 wird sie zur «Mai­son des œufs», zum di­dak­ti­schen Hüh­ner­hof. Die ein­ge­reich­ten Ideen sa­hen noch ganz an­de­re Nut­zun­gen vor.

Von  René Hornung
Maison des oeufs 1

Stimm­bür­ger:in­nen ent­schei­den über Tem­po 30 auf Haupt­stras­sen

Der Streit ums St.Gal­ler Ver­bot von Tem­po 30 auf Haupt­ver­kehrs­ach­sen geht in die nächs­te Run­de: Das Re­fe­ren­dums­ko­mi­tee hat die not­wen­di­gen Un­ter­schrif­ten ge­gen ei­ne Än­de­rung des kan­to­na­len Stras­sen­ver­kehrs­ge­set­zes ein­ge­reicht. Da­mit wird das Stimm­volk über die Fra­ge ent­schei­den. 

Von  Reto Voneschen
Tempo 30 1 reto voneschen

Kolumne: 24/7 Traumacore

He­al­ing Jour­ney von Wil nach Wie­ner Neu­stadt

Von  Mia Nägeli

Die un­ver­zicht­ba­ren Som­mer­tipps – Teil 6

Bis zum En­de der Som­mer­fe­ri­en prä­sen­tiert Sai­ten wö­chent­lich Kul­tur­tipps aus der Re­gi­on. Teil 6: «Weg­war­te 002», Sur le Lac, Win­ter­thu­rer Mu­sik­fest­wo­chen und Schloss­fest­spie­le Wer­den­berg. 

Von  Redaktion Saiten
Noemi Pfister Ragazzi di vita 2024

Ben­fi­ca vs FC St.Gal­len 5:0 – Wei­ter geh­t's in der Con­fe­rence Le­ague

Der FCSG kriegt beim Aus­wärts­spiel in Lis­sa­bon die Gren­zen deut­lich auf­ge­zeigt. Sie ver­lie­ren das Spiel 0:5. Da­mit geh­t's für den FCSG jetzt ge­gen She­riff Ti­ras­pol in der Con­fe­rence Le­ague wei­ter. Das Spiel zum Nach­le­sen im SENF-Ti­cker.

Von  SENF Kollektiv
Senf

Bild­ge­wal­ti­ges Epos mit nach­hal­ti­gem Sei­ten­ef­fekt

No­ti­zen zu Chris­to­pher Nolans The Odys­sey

Von  Florian Vetsch
Odysseus und Athene

Vie­le For­mu­la­re, zwei Ge­sprä­che und ei­ne Power­point-Prä­sen­ta­ti­on

An­ja Braun leb­te be­reits 18 Jah­re in der Schweiz, als sie sich ge­mein­sam mit ih­rer Fa­mi­lie ent­schied, sich ein­zu­bür­gern. Es war ein lo­gi­scher Schritt. Das Ver­fah­ren war es nicht im­mer.

Von  Andi Giger
260722 illustration einbuergerung 2

Neues Buch

Zwi­schen Cha­os und Hoff­nung – La­ra Stolls Gun­ni

Von  Kathrin Reimann
215790

Ein aus­ser­ge­wöhn­li­ches Ge­spür für künst­le­ri­sche Qua­li­tät

Be­reits 1971 er­öff­ne­te Ur­su­la Krin­zin­ger ih­re ers­te Ga­le­rie in Bre­genz. Bis heu­te prägt sie die Kunst­sze­ne weit über die Bo­den­see­re­gi­on hin­aus. Nun be­fasst sich die Bre­gen­zer Som­mer­aus­stel­lung im Pa­lais Thurn und Ta­xis mit der Ga­le­ris­tin.

Von  Sieglinde Wöhrer
Ursula K dez2018 27 A9595

Die un­ver­zicht­ba­ren Som­mer­tipps – Teil 5

Bis zum En­de der Som­mer­fe­ri­en prä­sen­tiert Sai­ten wö­chent­lich Kul­tur­tipps aus der Re­gi­on. Teil 5: Emil Brun­ner – «Berg Kind Welt», Ra­pid Open­air und Kul­tur­ufer. 

Von  Redaktion Saiten
DSC05051 Kopie copy

FC St.Gal­len vs. FC Zü­rich 2:1 – Ers­te drei Punk­te im Tro­cke­nen

Der Spa­gat zwi­schen eu­ro­päi­schen Näch­ten und bie­de­rem Su­per­league All­tag ist oft schwer. So auch heu­te. Ei­ne Leis­tungs­stei­ge­rung und die rich­ti­gen Wech­sel in der zwei­ten Halb­zeit rei­chen aber für die ers­ten drei Punk­te der Sai­son. 

Von  SENF Kollektiv
Senf

Bren­nen­de Wa­den und leuch­ten­de Kat­zen

In leich­ten Pas­tell­tö­nen und dunk­len Öl­far­ben setzt sich der deut­sche Künst­ler Mar­cel Hüpp­auff mit dem Pro­fi­rad­sport aus­ein­an­der. Da­bei tre­ten in sei­ner Schau im Chambre Di­rec­te-Schubi­ger in St.Gal­len nicht nur Men­schen, son­dern auch Kat­zen in die Pe­da­le.

Von  Vera Zatti
IMG 0330

Ein Wer­den­ber­ger Po­lit­star – lau­fend, stri­ckend, stets ge­er­det

Mit Hil­de­gard Fäss­ler (1951–2026) ver­starb kurz vor ih­rem 75. Ge­burts­tag ei­ne der pro­fi­lier­tes­ten Ost­schwei­zer Po­li­ti­ke­rin­nen an den Fol­gen ei­ner schwe­ren Er­kran­kung. Nach­ruf ei­ner lang­jäh­ri­gen Weg­ge­fähr­tin.

Von  Käthi Gut
P8262285

Wo Kunst ent­steht

Ver­steckt im Sit­ter­tal pro­du­ziert die Kunst­gies­se­rei Wer­ke re­nom­mier­ter Künst­ler:in­nen. Da­bei gilt es oft, Neu­es aus­zu­pro­bie­ren und Lö­sun­gen zu fin­den – mit Zu­cker, Wachs und na­tür­lich Me­tall. Sai­ten er­hält ei­nen Ein­blick in das ver­rück­te Schaf­fen am Ran­de St.Gal­lens.

Von  Daria Frick , Bilder:  Andri Vöhringer
260708 Sitterwerk Andri Voehringer 11

FC St.Gal­len vs. Ben­fi­ca 2:1 – St.Gal­len schafft die Sen­sa­ti­on!

Der FC St.Gal­len ge­winnt ge­gen den haus­ho­hen Fa­vo­ri­ten aus Lis­sa­bon mit 2:1. Die gröss­te Sen­sa­ti­on, die die­ses Sta­di­on je ge­se­hen hat. Das Spiel zum Nach­le­sen im SENF-Ti­cker.

Von  SENF Kollektiv
Senf

Die un­ver­zicht­ba­ren Som­mer­tipps – Teil 4

Bis zum En­de der Som­mer­fe­ri­en prä­sen­tiert Sai­ten wö­chent­lich Kul­tur­tipps aus der Re­gi­on. Teil 4: Cy­prien Gail­lard – «When you ex­pect flu­tes, it whist­les», «Komm Glüückck» und Je­re­my Reeds Buch Du stirbst nur zwei­mal – Ein Syl­via Plath-/Vic­to­ria Lu­cas-Ro­man.

Von  Redaktion Saiten
260708 Sommertipps Emma Kunzs grotte copy

Kolumne: Heppelers Bestiarium

Flip­per im Mi­li­tär­dienst

Von  Jeremias Heppeler

Bad­hüt­te Ror­schach: Re­kon­struk­ti­on bis zum Tür­schar­nier

Die Bau­plä­ne sind ge­zeich­net, das Bau­ge­such liegt zur Vor­prü­fung bei der Stadt – doch noch ist ei­ni­ges rund um den Wie­der­auf­bau der Ror­scha­cher Bad­hüt­te zu klä­ren. Was pas­siert zum Bei­spiel mit all den an­ge­ros­te­ten und teils ver­bo­ge­nen Schar­nie­ren, Schlös­sern und an­de­ren Ei­sen­tei­len, die die Tau­cher aus dem See her­auf­ge­bracht ha­ben?

Von  René Hornung
Badhuette rorschach

«Sie wis­sen, dass ih­nen Ge­fäng­nis oder der Tod droht, wenn sie an Pro­tes­ten teil­neh­men. Und sie tun es trotz­dem.»

Moh­sen Ma­sou­di ist 2022 aus dem Iran in die Schweiz ge­flo­hen. Heu­te lebt er in Stein AR und ist Teil der Exil-Op­po­si­ti­on. Er er­zählt, war­um es die Schlies­sung der ira­ni­schen Bot­schaft braucht und was sich mit den Pro­tes­ten An­fang Jahr ver­än­dert hat.

Von  Matthias Fässler , Bilder:  Sara Spirig
260708 Redeplatz Mohsen Masoudi

Ein Pi­ra­ten­schiff am Bo­den­see­ufer

Das See-Burg­thea­ter macht aus sei­ner Pi­ra­tin­nen­ge­schich­te Die Le­gen­de von An­ne Bon­ny ein akro­ba­ti­sches Spek­ta­kel vom Feins­ten. Bei al­ler Som­mer­thea­ter-Leich­tig­keit hät­te man aber doch ein biss­chen mehr Eman­zi­pa­ti­ons­ge­schich­te er­war­tet.  

Von  Maria Schorpp
Piratencrew Bildnachweis Ilja Mess