Überraschung aus dem Labor

Das Schloss Werdenberg präsentiert ein Media Lab (Bild: pd)

Im Schloss Werdenberg forschen zehn regionale Kulturschaffende für 36 Stunden in einem Media Lab. Am Samstagabend, 25. April, zeigen sie der Öffentlichkeit, was im ergebnisoffenen Prozess entstanden ist.

Ein La­bor. Da den­ken wohl vie­le so­fort an Che­mi­ka­li­en. Ans Ex­pe­ri­men­tie­ren und ans Ex­plo­die­ren. Klar ist: In ei­nem La­bor, da wird ge­forscht. Dass das nicht im­mer na­tur­wis­sen­schaft­li­che For­schung sein muss, zeigt ei­ne kur­ze Re­cher­che. Es gibt heu­te La­bo­re für Kunst, Mu­sik und Tanz, aber auch für Päd­ago­gik oder Öko­lo­gie – kurz: Es gibt heu­te für fast al­les ein La­bor oder, um es mit ei­nem An­gli­zis­mus zu sa­gen, ein Lab.

Und ein sol­ches Lab hat ab Frei­tag, 24. April, auch das Schloss Wer­den­berg. Me­dia Lab heisst das un­ter Pas­cal Vigli­no, dem künst­le­ri­schen Lei­ter, ent­wi­ckel­te For­mat. Das Schloss ver­steht es als Mög­lich­keit, die Räum­lich­kei­ten des Kul­tur­schlos­ses zu be­le­ben und zeit­ge­nös­si­sches so­wie re­gio­na­les Kul­tur­schaf­fen ins his­to­ri­sche Ge­mäu­er zu ho­len.

Für ex­akt 36 Stun­den be­ge­ben sich in die­sem neu­en For­mat zehn re­gio­na­le Kul­tur­schaf­fen­de aus ver­schie­de­nen Spar­ten, et­wa Mu­sik, Re­gie, Tanz, Film oder Kunst, ins ge­schichts­träch­ti­ge Haus. Die be­tei­lig­ten Kan­di­dat:in­nen hat das Team um Vigli­no über ein Be­wer­bungs­ver­fah­ren aus­ge­sucht. Wer ge­nau da­bei ist, will man aber noch nicht ver­ra­ten, heisst es auf ei­ne Nach­fra­ge von Sai­ten. 

Be­kannt ist, dass sich die aus­ge­wähl­ten Kul­tur­schaf­fen­den für 36 Stun­den in ei­nen er­geb­nis­of­fe­nen For­schungs­pro­zess be­ge­ben. Vigli­no er­klärt im Pres­se­text: «Das Wich­tigs­te ist der Pro­zess, in den die Kunst­schaf­fen­den ge­mein­sam tre­ten kön­nen. Es gibt kei­ne künst­le­ri­schen Rah­men­be­din­gun­gen und kei­nen An­spruch auf ein per­fek­tes Er­geb­nis. Feh­ler sind er­wünscht!» 

Im Fo­kus steht da­bei auch das Mit­ein­an­der. So schreibt der künst­le­ri­sche Lei­ter: «Das Schöns­te, was im Me­dia Labpas­sie­ren könn­te, pas­siert ei­gent­lich erst da­nach: Wenn Kul­tur­schaf­fen­de wei­ter­hin zu­sam­men­ar­bei­ten wol­len und nach­hal­ti­ge Kol­la­bo­ra­tio­nen ent­ste­hen wür­den – das wä­re un­ser ei­gent­lich er­hoff­tes Ziel.»

Was der ge­mein­sa­me Schaf­fens­pro­zess im Me­dia Lab in Wer­den­berg schliess­lich her­vor­bringt, hängt von den Kul­tur­schaf­fen­den ab und ist wohl bis ganz zum Schluss of­fen: viel­leicht meh­re­re Kurz­per­for­man­ces, viel­leicht ei­ne Re­fle­xi­on, ein Lied oder ein Film. In je­dem Fall wird das Er­geb­nis (oder die Er­geb­nis­se) nach dem Ab­lauf der 36 Stun­den, al­so am Sams­tag­abend, der Öf­fent­lich­keit prä­sen­tiert. Frisch aus dem La­bor und mit Si­cher­heit ei­ne Über­ra­schung.

Öf­fent­li­che Prä­sen­ta­ti­on Me­dia Lab: Sams­tag, 25. April, 19.15 bis 19.45 Uhr, Schloss Wer­den­berg.

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