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Die unverzichtbaren Sommertipps – Teil 7

Bis zum Ende der Sommerferien präsentiert Saiten wöchentlich Kulturtipps aus der Region. Teil 7: Clanx, Summerdays, Frauenspuren im Toggenburg, Irene Bourquin und Abu Hassan. 

Für die Bebilderung der Sommertipps haben sich der Produktdesigner David Walsh und die Saitengrafik mit sommerlichen Sehnsuchts orten der Ostschweiz beschäftigt. Historische Tourismusplakate werden dabei mit aktuellen Aufnahmen von Nutzer:innen kombiniert – gefunden in den Google-Rezensionen der jeweiligen Orte.

Für die Bebilderung der Sommertipps haben sich der Produktdesigner David Walsh und die Saitengrafik mit sommerlichen Sehnsuchts orten der Ostschweiz beschäftigt. Historische Tourismusplakate werden dabei mit aktuellen Aufnahmen von Nutzer:innen kombiniert – gefunden in den Google-Rezensionen der jeweiligen Orte.

Mu­sik 

Dank Spen­den über­lebt

Vor ei­nem hal­ben Jahr hing die Zu­kunft des Clanx-Fes­ti­vals am sei­de­nen Fa­den. Nach­dem we­gen des Be­su­cher:in­nen­rück­gangs in den ver­gan­ge­nen zwei Jah­ren je­weils ein De­fi­zit re­sul­tiert hat­te, star­te­te der Ver­ein An­fang Ja­nu­ar ei­nen Spen­den­auf­ruf, um sein Über­le­ben zu si­chern – glück­li­cher­wei­se mit Er­folg, zu­min­dest kurz­fris­tig. Nun geht das idyl­lisch auf ei­ner Hü­gel­kup­pe ober­halb von Ap­pen­zell ge­le­ge­ne Fes­ti­val al­so in die 21. Run­de, und die hält wie ge­wohnt ein span­nen­des und ab­wechs­lungs­rei­ches Pro­gramm pa­rat. Im Li­ne-up fin­den sich un­ter an­de­rem die deutsch-fran­zö­si­sche Mu­si­ke­rin Sun, die mit ih­rem «Bru­tal Pop» und ih­rer un­bän­di­gen En­er­gie live ein Er­leb­nis ist, die Blues-Ro­cker Doc­tor Vic­tor aus Prag, der Rhein­ta­ler Rap­per Lu­uk, die Dark-Pop-Grup­pe Code Ali­ce aus Thun, das Chu­rer Pop-Duo Hap­py For Re­al, das En­de Ju­ni ei­ne neue EP ver­öf­fent­licht hat, oder die Elek­tro-Zau­be­rer Tim & Pu­ma Mi­mi aus Zü­rich. Und wie je­des Jahr sind auch dies­mal die ak­tu­el­len Ban­dXOst-Ge­win­ner am Start, 2kma­fia. (Da­vid Gad­ze) 

Clanx-Fes­ti­val: 29. bis 31. Au­gust, Ap­pen­zell
clanx.ch 

 

Som­mer­sa­lat mit Wür­ze aus Lau­sanne

Das Sum­mer­days Fes­ti­val in Ar­bon ist wie ei­ne gros­ser Som­mer­sa­lat: Man gibt mög­lichst vie­le ver­schie­de­ne Zu­ta­ten ist die Schüs­sel, und selbst wenn nicht al­le Gäs­te al­les gern ha­ben, kön­nen al­le min­des­tens et­was her­aus­pi­cken, das ih­nen schmeckt. Die Haupt­zu­ta­ten am Frei­tag sind Gi­an­na Nan­ni­ni, Pa­tent Ochs­ner und Gen­tle­man. Die Wür­ze sind al­ler­dings Sens Unik. Als in den 90ern fran­zö­sisch­spra­chi­ger Hip-Hop die Mas­sen er­reich­te, ge­hör­te die Lau­san­ner Grup­pe zur Speer­spit­ze. Nach­dem sie sich 2010 auf­ge­löst hat­ten, keh­ren Car­los Le­al, Just One, Dé­bo­rah und Bio mit dem neu­en Mit­glied Jig­gy Jo­nes jetzt für ei­ne Fes­ti­val­tour zu­rück und ma­chen auch in Ar­bon Halt. Auch die wie­der­ver­ei­nig­ten Love­bugs sind am Start. Es soll ja Men­schen ge­ben, de­nen sie schme­cken. Auch am Sams­tag gibt es ein bun­tes Pot­pour­ri: Head­li­ner ist der deut­sche Rap­per Si­do, da­zu Sa­mu Ha­ber, ehe­ma­li­ger Sän­ger von Sun­ri­se Ave­nue, Ne­mo, die Sin­ger-Song­wri­te­rin Lea, der Zür­cher La­tin-Pop­per Lo­co Escri­to, Kam­rad und die Bas­ler Mu­si­ke­rin An­na Ros­si­nel­li. (Da­vid Gad­ze)

Sum­mer­days Fes­ti­val: 29. und 30. Au­gust, Ar­bon
sum­mer­days.ch

 

Rund­gang 

Frau­en­spu­ren im Tog­gen­burg

Das Wan­dern ge­hört zum Schwei­zer Som­mer ge­nau­so wie das Ra­ke­te-Gla­cé. Da­bei kommt oft die Kul­tur et­was zu kurz. The­ma­ti­sche Rund­gän­ge schaf­fen da Ab­hil­fe. Ei­ne sol­che the­ma­ti­sche, in­for­ma­ti­ve Wan­de­rung ist der The­men­rund­gang «Auf Frau­en­spu­ren im Tog­gen­burg». Mar­tha Rätz, Städt­li­gui­de von Lich­ten­steig, führt da­bei durch die Ge­schich­te von Frau­en aus dem Tog­gen­burg. Denn die­se ha­ben be­ein­dru­cken­de Spu­ren hin­ter­las­sen und prä­gen die Re­gi­on bis heu­te, schreibt Tog­gen­burg Tou­ris­mus und lädt auf ei­ne Zeit­rei­se ein. Trotz der ver­meint­li­chen Ab­ge­schie­den­heit ih­rer Dör­fer ha­ben sich die Frau­en für Ver­än­de­rung ein­ge­setzt und da­mit die kul­tu­rel­le Iden­ti­tät der Re­gi­on ge­prägt. Wie, das zeigt Rätz an­hand ver­schie­de­ner Frau­en, die die Ge­sell­schaft zwi­schen dem 17. und dem frü­hen 20. Jahr­hun­dert ge­prägt ha­ben. Wer die­se Frau­en wa­ren, ob sie viel­leicht An­na Göl­din kann­ten, die Ost­schwei­ze­rin, die 1782 als letz­te He­xe in Gla­rus ver­ur­teilt wur­de, und wel­che Spu­ren sie hin­ter­las­sen ha­ben, er­fährt man auf dem Rund­gang in Lich­ten­steig. (Daria Frick)

Auf Frau­en­spu­ren im Tog­gen­burg: 23. Au­gust, 13.30 Uhr, Lich­ten­steig
lich­ten­steig.ch

 

Li­te­ra­tur 

Mit ge­schärf­ten Sin­nen durch den Som­mer

«Weis­se Woll­fä­den / aus­ge­franst / am Him­mel / drif­ten­des / Spin­nen­netz / der Fe­ri­en­flü­ge». So nimmt Irè­ne Bour­quin den Som­mer wahr. Sie hört der «Schat­ten­me­lo­die» der Ris­pen zu, schwimmt in ei­ner «krau­sen Mas­se Was­ser» oder be­ob­ach­tet ein stie­loben trei­ben­des See­ro­sen­blatt, das sie an ein Mi­nia­tur­see­unge­heu­er er­in­nert. Ein Zy­klus von Jah­res­zei­ten­ge­dich­ten bil­det die ers­te Ab­tei­lung in Bour­quins neu­em Ge­dicht­band Im Or­bit ei­ner Son­ne. In klas­si­scher Ma­nier nimmt dar­in ein ly­ri­sches Ich sei­ne Um­welt wahr und über­setzt sie auf we­ni­gen Zei­len in ein poe­ti­sches Bild. Vie­le die­ser Bil­der tref­fen, über­ra­schen und schär­fen da­mit die Sin­ne da­für, wie man die Welt auch noch be­trach­ten könn­te. In der zwei­ten und drit­ten Ab­tei­lung geht der Blick ent­we­der nach in­nen oder aber die Ge­dich­te re­agie­ren auf Er­eig­nis­se: ein Jazz­kon­zert, der Berg­sturz von Bri­enz, ein Be­such in So­lo­thurn, auch Nach­rich­ten aus der For­schung – da­her der Buch­ti­tel, der uns weit ins Uni­ver­sum hin­aus­ka­ta­pul­tiert und so auf die ga­ran­tiert längs­te Rei­se die­ses Som­mers schickt. (eba)

Irè­ne Bour­quin: Im Or­bit ei­ner Son­ne. Ca­ra­col Ver­lag, Warth-Wei­nin­gen 2025. 
Le­sung: 17. Au­gust, ab 11 Uhr, Haus Max Burk­hardt, Ar­bon (im Rah­men des 5-Jahr-Ju­bi­lä­ums des Ca­ra­col Ver­lags). 

 

Thea­ter 

Schein­tod für Geld

Oper muss nicht schwer sein. Das zeigt die Rat­haus­oper Kon­stanz auch die­sen Som­mer wie­der. Ge­spielt wird Abu Hassan, ein knapp ein­stün­di­ges Sing­spiel von Carl Ma­ria von We­ber, das zwar von 1811 stammt, aber durch­aus das Po­ten­zi­al für ei­ne wit­zi­ge und schnel­le In­sze­nie­rung bie­tet. Die Ge­schich­te ist schnell er­zählt: Zwei Leu­te, kein Geld, al­so tun sie so, als wä­ren sie tot – und hof­fen auf Be­er­di­gungs­geld vom Ka­li­fen. Na­tür­lich geht das nicht lan­ge gut. Als dann wi­der­sprüch­li­che To­des­mel­dun­gen beim Hof ein­tref­fen, be­gin­nen Ka­lif und Ka­li­fin nach­zu­for­schen und ge­ra­ten selbst in ein Spiel aus Täu­schung und Ver­wechs­lung. Am En­de stellt sich die Fra­ge: Wer be­trügt hier ei­gent­lich wen – und zu wel­chem Preis? Ent­stan­den ist das Werk in ei­ner Zeit, in der der eu­ro­päi­sche Blick auf den os­ma­ni­schen bzw. öst­li­chen Kul­tur­raum stark von exo­ti­sie­ren­den Kli­schees und Pro­jek­tio­nen ge­prägt war. Um­so span­nen­der ist es heu­te, wie sol­che Stof­fe auf die Büh­ne ge­bracht wer­den. Die In­sze­nie­rung in Kon­stanz lässt vor­erst of­fen, wie da­mit um­ge­gan­gen wird. Re­gie führt An­dre­as Merz, die mu­si­ka­li­sche Lei­tung über­nimmt Eck­art Man­ke. (sc)

Abu Hassan: 15. bis 23. Au­gust, Kon­stanz
rat­haus­oper.de 

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Tunneleröffnung

Von der Lok­re­mi­se zur Reit­hal­le gehts jetzt un­ten durch

Von  René Hornung
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Mit 1000 Um­dre­hun­gen durch den All­tags­irr­sinn

Das muss­te ja so kom­men! Es konn­te nicht bei ei­nem blei­ben. Zum Glück! Jetzt gibt es das zwei­te gros­se, schwe­re Psy­cho­buch von Be­ni Bi­schof. Dar­in ver­wir­belt der Künst­ler er­neut Ei­ge­nes, Frem­des, Be­fremd­li­ches, Be­kann­tes, Neu­es, Un­kennt­li­ches mit lo­cke­rer Hand, Hu­mor und Hin­ter­sinn.

Von  Kristin Schmidt
2606 Psychobuch 2

Auf­he­ben, ver­kau­fen oder zer­stö­ren?

Die Son­der­aus­stel­lung «Bau­stel­le Er­in­ne­rung / ‹Hit­ler ent­sor­gen› – Ar­bei­ten am be­las­te­ten Er­be» im Vor­arl­berg Mu­se­um in Bre­genz be­schäf­tigt sich da­mit, wie ein ver­ant­wor­tungs­vol­ler Um­gang mit Ge­gen­stän­den aus der NS-Ver­gan­gen­heit aus­se­hen kann. Aus­ser­dem be­rät das Mu­se­um Pri­vat­per­so­nen, die sol­che Ge­gen­stän­de be­sit­zen.

Von  Sieglinde Wöhrer
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Ge­trennt ge­mein­sam und mit gu­ter Aus­sicht

For­rer Stie­ger Ar­chi­tek­ten ge­lingt mit dem Drei­fach­kin­der­gar­ten und der Ta­ges­be­treu­ung im Hei­lig­kreuz­quar­tier in St.Gal­len die Qua­dra­tur des Krei­ses.

Von  Ursula Badrutt
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Should I Stay or Should I go

Es geht um uns Men­schen und un­ser son­der­ba­res und ver­hee­ren­des Ver­hal­ten. «Hu­mans» heisst die gros­se Ein­zel­aus­stel­lung des Ost­schwei­zer Künst­lers Olaf Breu­ning. Vie­le Ar­bei­ten sind spe­zi­ell für die Schau im Mu­se­um Al­ler­hei­li­gen in Schaff­hau­sen ent­stan­den. 

Von  Ursula Badrutt
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25 Jah­re Rock am Wei­er

In Wil fand am Wo­chen­en­de das Rock am Wei­er statt. Seit 25 Jah­ren gibt es das Fes­ti­val, und trotz in­zwi­schen grös­se­rer Na­men ist es im­mer noch kos­ten­los. Ein Ver­ein or­ga­ni­siert es nicht-pro­fit­ori­en­tiert und för­dert re­gio­na­le Acts. Un­se­re Au­torin ist an den Ort ih­rer mu­si­ka­li­schen So­zia­li­sa­ti­on zu­rück­ge­kehrt. Ei­ne Re­por­ta­ge. 

Von  Elisa Faes
Rock am weier elisa faes 1

Kolumne: 24/7 Traumacore

Spring Is Co­ming Wi­th A 425mg Pas­si­ons­blu­men-Dra­gée In The Mouth

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Ausstellung im Museum Rosenegg

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«Es geht dar­um, sich sei­ner Pri­vi­le­gi­en be­wusst zu sein»

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Kommentar zur SVP-Chaosinitiative

Aus­län­der:in­nen sind nicht nach­hal­tig

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Das AFO, das Ar­chi­tek­tur Fo­rum Ost­schweiz, dis­ku­tiert und ver­mit­telt seit 30 Jah­ren Bau­kul­tur. Am kom­men­den Frei­tag wird das Ju­bi­lä­um ge­fei­ert und die neus­te Ar­ti­kel­se­rie der gu­ten Bau­ten als Buch prä­sen­tiert.

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Mi­na­sa be­kommt al­so doch Geld aus dem Lot­te­rie­fonds: Der Kan­tons­rat hat dem von Sai­ten und Thur­gau­kul­tur.ch auf­ge­bau­ten Pro­jekt, das den gröss­ten Ver­an­stal­tungs­ka­len­der der Ost­schweiz er­mög­licht, die Fi­nan­zie­rung für drei wei­te­re Jah­re ge­si­chert.

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Ein paar Fe­dern, ein an­ge­knab­ber­ter Tan­nen­zap­fen, ein Stück Plas­tik: Tie­re und Men­schen hin­ter­las­sen Spu­ren. Die­sen wid­met das Na­tur­mu­se­um St.Gal­len sei­ne ak­tu­el­le Son­der­aus­stel­lung «Spu­ren – Fähr­ten, Frass und Fe­dern».

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Wor­an soll man noch glau­ben?

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O0 A5990 02