Die sda-Redaktion wehrt sich gegen die Art und Weise, wie eine einschneidende Restrukturierung durchexerziert wird. Angekündigt war anfang Januar ein markanter Stellenabbau innert zwei Jahren. Tatsächlich wurden die Entlassungen und Änderungskündigungen bis zum 31. Januar durchgezogen.
36 von 150 Stellen werden gestrichen. Dabei sind um die 25 Entlassungen. 51 Personen werden die Stellenprozente gekürzt.
Kern des Protests gegen den Abbau ist die Behandlung der zwölf Redaktorinnen und Redaktoren, die über 60 bzw. 61 Jahre alt sind. Mehrere von ihnen haben über 20 Jahre für die sda gearbeitet. Sie werden alle entlassen, müssen sich nach Ablauf der Kündigungsfrist beim RAV melden und danach hauptsächlich mit Arbeitslosengeldern die Zeit bis zur ordentlichen Pensionierung überbrücken. Welche Leistungen sie aus dem Sozialplan erhalten werden, ist noch unbekannt. Der wurde noch nicht ausgehandelt.
Die Arbeitsniederlegung der sda hat sich inzwischen zu einem «Streik on Tour» entwickelt. Nach dem Start in Bern fand gestern Mittwoch die Kundgebung in Zürich statt. Die sda-Belegschaft marschierte vor das Tamedia-Gebäude und wurde dort von den Redaktionen von «Tagesanzeiger» und «Sonntagszeitung» mit Applaus empfangen. Es gab Solidaritätsbekundungen von der WoZ oder von Vertreterinnen der «Republik» oder des Online-Portals «Watson», das Onlineportal FM1today hat bereits am Dienstag über den Streik berichtet.
Liebe KollegInnen von der SDA, viele Grüsse von unserer heutigen Redaktionssitzung!Posted by Die Wochenzeitung – WOZ on Donnerstag, 1. Februar 2018
Liebe KollegInnen von der SDA, viele Grüsse von unserer heutigen Redaktionssitzung!
Posted by Die Wochenzeitung – WOZ on Donnerstag, 1. Februar 2018
Bereits seit längerem lassen sich der Streik und die Reaktionen darauf auf Twitter unter inside_sda mitverfolgen.
Am Donnerstag, dem dritten Streiktag, wurde die Aktion nach Lausanne verlegt. Dort wurde die Reaktion von RTS (Radio Télévision Suisse) besucht. Auf Transparenten hiess es an die Adresse der sda: «La Suisse Romande a besoin de vous».
Inzwischen ist es zu ersten Gesprächen zwischen dem Verwaltungsrat der sda sowie einer Delegation der Redaktion gekommen. Je nach Ergebnis wird der Streik unbefristet weitergeführt oder sistiert.
Hintergrund der Restrukturierung bei der Schweizerischen Depeschenagentur ist einerseits die Medienkrise. Massgebend sind aber auch Manöver der Verlage, denen die sda gehört. Unter anderem haben sie im letzten Jahr die Immobilien der sda verkauft und den Erlös zusammen mit dem Eigenkapital – insgesamt um die 20 Mio. Franken – sich selber als Dividende ausgeschüttet.
Update 2. Februar, 15 Uhr:Seit neun Uhr morgens laufen die Gespräche zwischen sda-Redaktionskommission und Verwaltungsrat. Dieser hatte gestern gefordert, dass der Streik für die Dauer der Gespräche sistiert wird – dem ist die sda-Belegschaft nun nachgekommen.
Am Freitagmittag hat sich eine klare Mehrheit für einen Unterbruch des Streiks ausgesprochen. Je nach Verlauf der weiteren Gespräche behält sich die Redaktion vor, dieArbeit erneut niederzulegen.
Die Kundgebung zur Sistierung des Streiks vor dem sda-Gebäude am Freitag in Bern.
Patrick Kessler erhält den Ausserrhoder Kulturpreis 2026. Der Kontrabassist, Klangkünstler und Kurator aus Gais reist mit alten Lautsprechern nach Wien und Hanoi, tritt mit Insekten in einen musikalischen Dialog und findet seine wichtigsten Lektionen nicht unbedingt an Hochschulen.
Die Mobilitätsallianz Ostschweiz will Pendler:innen zum Umstieg vom Auto auf Bus, Bahn und Velo bewegen. Bei den zehn beteiligten Grossunternehmen lässt bereits jede fünfte Person das Auto am Morgen stehen. Nun sollen 500 weitere Firmen folgen.
Augustin Rebetez macht keine halben Sachen. Seine Kunst ist ausufernd und dicht zugleich. Er entwickelt anspielungsreiche Bildwelten – aktuell in der Kunsthalle Arbon.
Der Kanton Appenzell Innerrhoden plante am Landsgemeindeplatz in Appenzell ein neues Gebäude für die Gerichte, die Bibliothek und die kantonale Verwaltung. Die eidgenössischen Kommissionen für Natur- und Heimatschutz und jene für Denkmalpflege brachten das Projekt jedoch zu Fall.
Offener Brief an die Bundespolitik
Das Figurentheater St.Gallen wird 70. Was sich verändert hat, warum Puppen Kinder wie Erwachsene faszinieren und wie man auch Jugendliche erreichen kann: ein Gespräch zum Jubiläum.
Die zweite Ausgabe des audiovisuellen Festivals Susurrus in der Mülenenschlucht widmet sich der «mehr-als-menschlichen» Mitwelt. Mit akustischen und performativen Interventionen erkundet das Festival neue Formen der Beziehung zwischen Mensch und Natur.
In der Ausstellung «Die leisen Unterschiede» im Haus zur Glocke in Steckborn befassen sich fünf Künstler:innen mit der Wahrnehmung von Unterschieden.
Kolumne: Heppelers Bestiarium
Mit dem Ensemble TAK aus New York gastierte am Dienstag ein Neue-Musik-Quintett von Weltrang im St.Galler Kultbau. Organisiert vom Zyklus Contrapunkt, hätte der Abend mehr Publikum verdient. Ein Bubble-Problem?
Das St.Galler Kulturmuseum öffnet in der neuen Ausstellung «Stereotypes: Neanderthalerin» den Blick auf diese Steinzeitmenschen. Die Schau mit viel Pink verknüpft geschickt Spiel mit Wissenschaft und Vergangenheit mit Gegenwart.
Das Theater an der Grenze in Kreuzlingen startet heute in die neue Spielzeit. Kürzlich verstarb die prägende Co-Präsidentin Anna Rink. Ausserdem fällt der bisherige Spielort im Kulturzentrum Kult-X bis Ende 2027 weg. Wie der Verein diese Hürden meistert, erzählen Präsidentin Vroni Ellenbroek und Klaus Okrafka aus der Programmleitung im Interview.
St. Gallen startete gut in die Partie, agierte aber oftmals zu umständlich gegen tief verteidigende Sittener und blieb letztlich glücklos.
Auf seinem neuen Soloalbum thematisiert Manuel Stahlberger die Überhitzung. Die klimatische, die gesellschaftliche, die politische. Gemeinsam mit Bit-Tuner hat der St.Galler Musiker dafür einen düsteren, elektronischen Sound gefunden.
An Kleinbauten gehen wir oft achtlos vorbei: Buswartehäuschen, öffentliche WCs, nicht mehr gebrauchte Telefonkabinen oder Feuerwehr- und Strassenwärtermagazine. Aktuell gibt es dazu eine Ausstellung im 1. Stock des Rathauses St.Gallen.
Bis 2050 will die Stadt St.Gallen klimaneutral sein. Karin Hungerbühler und Tobias Fischer-Künzler von der Dienststelle Umwelt und Energie beantworten Fragen zur bevorstehenden Klimawoche und zum Klimaschutz in der Stadt.
Anita Zimmermann alias Leila Bock prägt die St.Galler Kulturszene seit Jahrzehnten – als Künstlerin, als Vermittlerin, als Ermöglicherin. Sie hat Widerstände überwunden und andere Künstler:innen immer wieder herausgefordert. Eine Würdigung
Die St.Galler Museumsnacht findet in diesem Jahr zum 20. Mal statt. Zum Jubiläum blickt Vereinspräsidentin Barbara Affolter zurück und nach vorne. Sie sagt, was die Museumsnacht bis heute ausmacht und wohin sie sich entwickeln soll.
Die Ausstellung «Voller Leben» des Vereins IG Halle Rapperswil wirft Schlaglichter auf künstlerische Schaffensprozesse und ihre Verbindungen zur Natur.
Kolumne: Stimmrecht