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Mit Sound und Visuals gegen den Ökokollaps

Die queere Mapuche-Künstler:in Neyen Pailamilla eröffnete das Festival in der Mülenenschlucht. (Bild: Laurin Bleiker)

Die queere Mapuche-Künstler:in Neyen Pailamilla eröffnete das Festival in der Mülenenschlucht. (Bild: Laurin Bleiker)

Die zweite Ausgabe des audiovisuellen Festivals Susurrus in der Mülenenschlucht widmet sich der «mehr-als-menschlichen» Mitwelt. Mit akustischen und performativen Interventionen erkundet das Festival neue Formen der Beziehung zwischen Mensch und Natur. 

Das Fes­ti­val Su­s­ur­rus für au­dio­vi­su­el­le Kunst am Was­ser­fall in der Mü­le­nen­schlucht in St.Gal­len ist an die­sem Wo­chen­en­de in sei­ne zwei­te Aus­ga­be ge­star­tet und läuft noch bis Sonn­tag. Ku­ra­to­rin und Or­ga­ni­sa­to­rin Mo­re­na Bar­ra be­schreibt das dies­jäh­ri­ge Fes­ti­val als ei­ne Schnitt­stel­le von Kunst und Wis­sen­schaft. Es ge­he bei Su­s­ur­rus dar­um, den An­thro­po­zen­tris­mus, al­so die men­schen­zen­trier­te Sicht­wei­se auf die Um­welt, et­was zu ver­schie­ben und den Ge­schich­ten der Mit­welt mehr Sicht­bar­keit zu ge­ben – da­bei kön­ne es sich um be­leb­te oder nach un­se­rem Welt­bild un­be­leb­te Na­tur han­deln, er­klärt Bar­ra.

Akus­ti­sche Öko­lo­gie

Flu­ri­na Mia Hä­ber­li will den Was­ser­fall zum Klin­gen brin­gen. Am Frei­tag­nach­mit­tag prüft die Klang­künst­le­rin in der Mü­le­nen­schlucht noch ein­mal, wie ihr Sound auf dem Was­ser­fall wirkt. Doch die Über­tra­gung aus ih­rem Stu­dio ist schwie­ri­ger als ge­dacht: Der Haupt­ak­teur, wie Hä­ber­li den Was­ser­fall nennt, ver­ur­sacht mehr «Lärm» als er­war­tet. Und die­ser soll schliess­lich nicht über­tönt, son­dern ge­hört wer­den.

Ei­gent­lich be­schäf­tigt sich Hä­ber­li in ih­rer Pra­xis, die zwi­schen Kunst und Um­welt­wis­sen­schaft an­ge­sie­delt ist, mit Un­ter­was­ser­lärm­ver­schmut­zung. Da­bei geht es um ei­ne Form der Um­welt­ver­schmut­zung, die über der Was­ser­ober­flä­che häu­fig nur schwer zu hö­ren ist. Hä­ber­li will auf die Be­las­tung des Öko­sys­tems im Was­ser auf­merk­sam ma­chen und da­mit auch für die Be­deu­tung der Un­ter­was­ser­welt sen­si­bi­li­sie­ren. Die Hälf­te der Luft, die wird ein­at­men, kommt schliess­lich aus den Welt­mee­ren.

Für Su­s­ur­rus hat sie ei­nen an­de­ren Fo­kus ge­wählt: In ih­rem Stück Me­an­de­ring hat sie die Tau­be­loch­schlucht in Biel auf­ge­nom­men und lässt de­ren Klän­ge nun mit dem Was­ser­fall der Mü­le­nen­schlucht zu­sam­men­tref­fen. Die Auf­nah­me aus der Tau­ben­loch­schlucht ent­stand wäh­rend ei­nes halb­stün­di­gen Spa­zier­gangs durch die Schlucht und dien­te Hä­ber­li als Aus­gangs­punkt für die wei­ter­füh­ren­de Kom­po­si­ti­on. In­spi­riert von den un­ter­schied­li­chen In­ten­si­tä­ten des Rau­schens ver­bin­det sie die Auf­nah­me mit ver­schie­de­nen All­tags­ge­räu­schen, Bass­gi­tar­re und Syn­the­si­zer. 

Von Ges­ten und Ri­tua­len

Ney­en Pai­la­mil­la er­öff­net das drei­tä­gi­ge Fes­ti­val mit ei­ner per­for­ma­ti­ven Ges­te und bit­tet dar­in die Mü­le­nen­schlucht um ih­re Gunst für die fol­gen­den Per­for­man­ces und In­ter­ven­tio­nen. Ge­mein­sam mit dem Pu­bli­kum macht sich die Künst­ler:in auf den Weg zur obe­ren Brü­cke der Mü­le­nen­schlucht, be­vor sie zum Was­ser hin­ab­steigt und ei­nen Text in den Spra­chen Ma­pu­dun­gun, Spa­nisch und Eng­lisch vor­trägt, der ei­nen weib­li­chen und ei­nen männ­li­chen Geist an­ruft. Pai­la­mil­la ist ei­ne que­e­re Mapu­che-Künst­ler:in aus Zü­rich und ori­en­tiert ih­re Ar­beit am Kon­zept «itro­fill mon­gen», das al­les Le­ben oh­ne Aus­nah­me als Teil ei­nes gros­sen Gan­zen ver­steht.

Auch das neu for­mier­te Zür­cher Kol­lek­tiv Kos­mi­ka Zo­pa mit Amy de Zoy­sa, Car­la Peca, Chris­ti­na Ga­brie­la Gal­li und Vicky Ba­der­na in­ter­es­siert sich für die Ent­ste­hung und Wir­kung von Ri­tua­len. Am Sonn­tag­abend ver­an­stal­tet es den ex­pe­ri­men­tel­len Spa­zier­gang Ri­ver Ri­tu­als, der zahl­rei­che Ele­men­te aus Bo­dy­work und Tanz ver­bin­det. Da­bei er­forscht das Kol­lek­tiv die Me­cha­nis­men ri­tu­el­ler Prak­ti­ken: von per­sön­li­chen, re­pe­ti­ti­ven Ge­wohn­hei­ten bis hin zu kol­lek­tiv prak­ti­zier­ten Ri­tua­len mit sa­kra­lem Cha­rak­ter.

Mit ih­rem ge­führ­ten Spa­zier­gang wol­len die vier je­doch kei­ne Blau­pau­se für zeit­ge­nös­si­sche Ri­tua­le lie­fern. Viel­mehr geht es ih­nen dar­um, die Me­cha­nis­men zu er­kun­den, durch die Ri­tu­el­les ent­steht und sei­ne Wir­kung ent­fal­tet. Der An­satz lässt sich da­bei auch vor dem Hin­ter­grund der Ge­schich­te eth­no­gra­fi­scher For­schung und der ak­tu­el­len De­bat­te um «Cul­tu­ral ap­pro­pria­ti­on» le­sen: Ri­tu­el­le Prak­ti­ken wur­den und wer­den aus ih­ren kul­tu­rel­len Kon­tex­ten ge­löst, be­schrie­ben und in west­li­chen Ge­sell­schaf­ten teil­wei­se neu an­ge­eig­net. Ri­ver Ri­tu­als be­rührt da­mit auch ei­ne Fra­ge, die über den kon­kre­ten Spa­zier­gang hin­aus­weist: Was treibt die west­li­che, sä­ku­la­re Ge­sell­schaft da­zu, sich heu­te wie­der nach Spi­ri­tua­li­tät und ri­tu­el­len Prak­ti­ken zu seh­nen?

Von der in­di­vi­du­el­len Be­zie­hung zur po­li­ti­schen Hal­tung

«Es geht nicht nur um das Kon­su­mie­ren, son­dern vor al­lem um das Er­le­ben», sagt Ku­ra­to­rin Mo­re­na Bar­ra. Das Fes­ti­val ver­steht Kunst da­mit nicht nur als Ver­mitt­le­rin von In­hal­ten, son­dern als Mög­lich­keit, ei­ne un­mit­tel­ba­re Be­zie­hung zur Um­ge­bung her­zu­stel­len. Na­tur soll da­bei nicht bloss als Ku­lis­se oder Res­sour­ce er­schei­nen. Viel­mehr geht es dar­um, die mensch­zen­trier­te Per­spek­ti­ve in­fra­ge zu stel­len und die Na­tur als ei­gen­stän­di­ge, wir­ken­de Kraft er­fahr­bar zu ma­chen.

Dar­in liegt auch ei­ne po­li­ti­sche Di­men­si­on. Zen­tral für das dies­jäh­ri­ge Fes­ti­val­kon­zept sind die so­ma­ti­schen Be­zie­hun­gen, al­so Be­zie­hun­gen, die über den Kör­per und die un­mit­tel­ba­re Wahr­neh­mung er­fah­ren wer­den, und die Fra­ge, was dar­aus für den Um­gang mit der Um­welt folgt. Mitt­ler­wei­le er­ken­nen rund 40 Län­der welt­weit Rech­te der Na­tur an; teil­wei­se ste­hen auch ein­zel­ne Öko­sys­te­me wie Flüs­se un­ter Rechts­schutz. Wäh­rend die Na­tur da­mit zu­neh­mend als Rechts­sub­jekt an­er­kannt wird, zeich­nen im­mer häu­fi­ger auf­tre­ten­de Ex­trem­wet­ter­er­eig­nis­se so­wie das wirt­schaft­li­che und po­li­ti­sche Han­deln von Staa­ten welt­weit ein an­de­res Bild des Um­gangs mit ihr.

Für Bar­ra be­ginnt Ver­än­de­rung des­halb nicht erst auf po­li­ti­scher Ebe­ne. «Es geht dar­um, wie­der Be­zie­hun­gen und Ver­bin­dun­gen zu schaf­fen mit dem, was uns um­gibt», sagt sie. «Auf in­di­vi­du­el­ler Ebe­ne, aber auch auf ge­sell­schaft­li­cher und struk­tu­rel­ler Ebe­ne.» Das Fes­ti­val setzt bei die­ser Aus­ga­be beim ge­mein­sa­men Er­le­ben an: beim Hö­ren, Spü­ren und Be­we­gen durch die Land­schaft.

Viel­leicht liegt dar­in der Kern von Su­s­ur­rus: Nicht ei­ne wei­te­re Bot­schaft über die öko­lo­gi­sche Kri­se zu ver­mit­teln, son­dern ei­nen an­de­ren Zu­gang zu ihr zu er­öff­nen. Die Schlucht wird da­bei nicht bloss zum Aus­tra­gungs­ort, son­dern selbst zum Ge­gen­über. Sie wird zum Ort, an dem sich Be­zie­hun­gen zur Mit­welt über Klän­ge, Bil­der und Be­we­gung er­fah­ren las­sen.

Su­s­ur­rus Fes­ti­val: bis Sonn­tag, 13. Sep­tem­ber, Mü­le­nen­schlucht, St.Gal­len.
su­s­ur­rus.ch

Die Ge­walt hat ei­nen Schlüs­sel

Mehr als vier­ein­halb Stun­den dau­er­te Der Pro­zess Pe­li­cot im Thea­ter St.Gal­len. Mi­lo Rau und Ser­va­ne Dè­cle in­sze­nier­ten ei­nen Abend über se­xua­li­sier­te Ge­walt und che­mi­sche Un­ter­wer­fung – und über ei­ne Ge­sell­schaft, die von Män­nern mehr Ver­ant­wor­tung ver­langt.

Von Philipp Bürkler,
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Men­schen­rech­te sind kei­ne Selbst­ver­ständ­lich­keit

Die Men­schen­rech­te ste­hen welt­weit un­ter Druck. Doch wie kon­se­quent setzt sich die Schweiz für sie ein? Ein neu­es Buch nimmt die Schwei­zer Men­schen­rechts­po­li­tik kri­tisch un­ter die Lu­pe. An der Buch­vor­stel­lung im Squa­re wur­de über Wi­der­sprü­che, Ver­säum­nis­se und mög­li­che Lö­sun­gen dis­ku­tiert.

Von Marion Loher,
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Die Po­li­zei woll­te nichts se­hen und nichts hö­ren

In ei­ner Ten­nis­hal­le im tog­gen­bur­gi­schen Un­ter­was­ser tra­fen sich vor zehn Jah­ren 5000 Neo­na­zis zum gröss­ten Rechts­rock-Kon­zert, das je im deutsch­spra­chi­gen Raum statt­ge­fun­den hat. Lin­ke Po­li­ti­ker:in­nen re­agier­ten schnell, doch das Er­geb­nis ist er­nüch­ternd.

Von Hans Stutz,
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Leopoldstadt am Vorarlberger Landestheater

Ver­schwun­de­ne Na­men im Fa­mi­li­en­stamm­baum

Von Sieglinde Wöhrer,
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Stimmrecht

Im Re­gen tan­zen

Von Liliia Matviiv,

Ern­ten in der Grau­zo­ne

Ern­te­hel­fer:in­nen sind in der Schweiz schlecht ge­schützt. Ih­re Ar­beits­be­din­gun­gen lie­gen oft in Grau­be­rei­chen, Kon­trol­len sind schwie­rig. Ei­ne Ver­än­de­rung wür­de je­doch be­deu­ten, ein gan­zes Sys­tem auf den Kopf zu stel­len.

Von Daria Frick, Bilder: Ueli Steingruber,
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Bücherherbst: Die Geschichte der Schweizer Uhrmacherkunst von Gion Mathias Cavelty

Gran­dio­se Gro­tes­ke

Von Florian Vetsch,

Ein En­de mit Aus­ru­fe­zei­chen

Die St.Gal­ler Re­stau­rants Tos­ca­na und The Pinch mach­ten ver­gan­ge­ne Wo­che über Nacht dicht. 15 Per­so­nen stan­den un­vor­be­rei­tet auf der Stras­se. Das ver­ant­wort­li­che In­ves­to­ren-Duo schliesst nicht zum ers­ten Mal ein Re­stau­rant in der Stadt. Das ab­rup­te En­de wirft Fra­gen auf.

Von Andi Giger,
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Volks­bad­sa­nie­rung: Trau­er­spiel seit über 40 Jah­ren

Die Stadt St.Gal­len muss spa­ren und will das his­to­ri­sche Volks­bad nach der Wie­der­eröff­nung des Hal­len­bads Blu­men­wies schlies­sen. Da­bei ver­spricht die Stadt seit über 40 Jah­ren die Sa­nie­rung.

Von René Hornung,
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Der St.Gal­ler Kul­tur gehts an den Kra­gen

Die St.Gal­ler Re­gie­rung spart ge­gen ih­ren Wil­len wei­te­re 60 Mil­lio­nen Fran­ken ein und rech­net für 2027 mit ei­nem Plus von 55 Mil­lio­nen Fran­ken. Kul­tu­rel­le Ar­beit wird da­bei wei­ter pre­ka­ri­siert – mit ei­ner gros­sen Aus­nah­me.

Von Roman Hertler,
Kanton sparmassnahme

Filminstallation über Vergänglichkeit

Nur Vor­wärts

Von Daria Frick,
Emilija Skarnulyte Time of Arrow 2026 Kunstmuseum St Gallen Lokremise Foto Stefan Altenburger

Win­tis Glücks­fall

Die al­ten Fa­brik­hal­len sind aus Win­ter­thurs Kul­tur­le­ben nicht mehr weg­zu­den­ken. Sie wä­ren aber nichts oh­ne en­ga­gier­te und gut ver­netz­te Men­schen. Sai­ten konn­te auf Ein­la­dung des Kul­tur­ma­ga­zins «Coucou» ei­ni­ge von ih­nen tref­fen. Ein klei­ner Stadt­rund­gang

Von Roman Hertler, Bilder: Daria Frick,
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Sai­son­start mit pu­rem Wahn­sinn

Das Kon­zert und Thea­ter St.Gal­len zeigt ein­dring­lich auf: Fe­mi­zi­de exis­tie­ren in der Schweiz noch im­mer im un­ge­heu­ren Aus­mass. Die In­sze­nie­rung von Co­rin­na von Rad setzt auf das Gro­tes­ke in Ge­org Büch­ners Woy­zeck und fei­er­te am Sams­tag Pre­mie­re im Gros­sen Haus. Ei­ne Pro­duk­ti­on für «je­der-Mann»!

Von Viviane Sonderegger,
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Es kratzt, knallt und schep­pert

Viel En­er­gie und noch viel mehr Punk gibts auf dem neu­en Al­bum Now To Ru­in der Thur­gau­er Band S.G.A.T.V.. Ge­tauft wird am 1. Ok­to­ber im Win­ter­thu­rer Kraft­feld. Sai­ten hat vor­ab rein­ge­hört.

Von Jeremias Heppeler,
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Bak­te­ri­en und ein Fun­ke Hoff­nung 

Wie kön­nen wir un­se­ren Kon­sum nach­hal­ti­ger ge­stal­ten? In «Next Re­la­ti­ons – Zu­kunft ge­stal­ten» zeigt das Ge­wer­be­mu­se­um Win­ter­thur an­hand von Ar­bei­ten von Stu­die­ren­den mög­li­che An­sät­ze. Ei­ne an­spruchs­vol­le Schau, die Hoff­nung macht.

Von Vera Zatti,
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Mas­ku­li­ni­tät als Spek­trum

Die Aus­stel­lung «Bey­ond the Ma­nos­phe­re. Mas­cu­li­n­i­ties to­day» im Kunst­mu­se­um St.Gal­len un­ter­sucht, wie Männ­lich­keit dar­ge­stellt, ge­prägt und ge­lebt wird. Und zeigt da­bei auch ih­re Wi­der­sprüch­lich­keit.

Von Lilli Kim Schreiber,
Ausstellungsansicht en Foto Sebasti

Tra­gi­ko­mö­die über das Le­ben

Ein Schre­ber­gar­ten wird im neu­en Ro­man Ver­tei­di­gung ei­nes Gar­tens von Chris­ti­na Wal­ker zum Zu­fluchts­ort. Dar­in lässt die Vor­arl­ber­ger Au­torin viel­schich­ti­ge Cha­rak­te­re eben­so auf­blü­hen wie Ap­fel­baum und Jo­han­nis­strauch. 

Von Annette Raschner,
Christina walker foto petra rainer 2026 farbe

Mit­spie­len dür­fen. Aber auch die Spiel­re­geln mit­be­stim­men?

Der Kan­ton St.Gal­len hat Kunst- und Kul­tur­schaf­fen­de zur jähr­li­chen Kul­tur­kon­fe­renz nach Wil ein­ge­la­den. Spie­le­risch wur­de ver­sucht, die Aus­rich­tung der Kul­tur­för­de­rung zu klä­ren und Mög­lich­kei­ten der neu­en Kul­tur­stra­te­gie zu dis­ku­tie­ren. Doch die zen­tra­le Fra­ge blieb of­fen: Wie stark kann die Kul­tur­sze­ne den In­halt der Stra­te­gie tat­säch­lich mit­be­stim­men?

Von Philipp Bürkler,
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Heftvorschau 10/26
Erntehilfe, Unterwasser, Bücherherbst

Wer als Ern­te­hel­fer:in in der Schweiz ar­bei­tet, tut dies in ei­ner recht­li­chen Grau­zo­ne. Das nützt vor al­lem ei­nem Sys­tem, das we­der die Land­wirt:in­nen noch die Kon­su­ment:in­nen im Al­lein­gang än­dern kön­nen. Aus­ser­dem im Ok­to­ber­heft: zehn Jah­re Un­ter­was­ser, ei­ne Fla­schen­post aus Hal­le (Saa­le), Kunst zum The­ma Männ­lich­keit, Mu­sik von The Black Salt und na­tür­lich der Bü­cher­herbst – mit neu­er Li­te­ra­tur von Ost­schwei­zer Au­tor:in­nen.

Saiten 2610 Cover

Sound­track für den Herbst

Hu­man Hu­man spie­len me­lan­cho­li­schen und fra­gi­len In­die-Pop, der trotz­dem warm und licht­durch­flu­tet ist. Das St.Gal­ler Duo hat jetzt sei­ne ers­te EP ver­öf­fent­licht und tritt am Wo­chen­en­de gleich zwei­mal im Bahn­hof Brug­gen auf – erst­mals mit ei­ner Band.

Von David Gadze,
Humanhuman 2026 calexandrakochdevos lowres 2