Kategorie
Autor:innen
Jahr

Neue Saison unter besonderen Vorzeichen

Klaus Ofraka und Vroni Ellenbroek vom Theater an der Grenze. (Bild: pd)

Klaus Ofraka und Vroni Ellenbroek vom Theater an der Grenze. (Bild: pd)

Das Theater an der Grenze in Kreuzlingen startet heute in die neue Spielzeit. Kürzlich verstarb die prägende Co-Präsidentin Anna Rink. Ausserdem fällt der bisherige Spielort im Kulturzentrum Kult-X bis Ende 2027 weg. Wie der Verein diese Hürden meistert, erzählen Präsidentin Vroni Ellenbroek und Klaus Okrafka aus der Programmleitung im Interview.

Sai­ten: Heu­te star­tet das Thea­ter an der Gren­ze mit dem Stück s’Dai­sy gwünnt im Jass de nö­ii Schwii­zer Pass in ei­ne neue Sai­son. Im Au­gust seid ihr aus dem Kult-X ins Pro­vi­so­ri­um im Kunst­raum Kreuz­lin­gen ge­zo­gen, der sich im glei­chen Ge­bäu­de­kom­plex wie das Kult-X be­fin­det. Im Herbst und Win­ter weicht ihr aber auch an an­de­re Or­te aus. Wie kam es da­zu?

Vro­ni El­len­br­oek: Das hat noch An­na Rink in die We­ge ge­lei­tet. An­dre­as Scher­ten­leib tritt am 18. De­zem­ber im Ge­mein­schafts­raum an der Sän­tis­stras­se 4a auf, das kam über ein Mit­glied, das in die­sem Wohn­pro­jekt wohnt, zu­stan­de.

Ist das ein­fach ein Aus­pro­bie­ren oder ge­schieht es aus der Not her­aus, weil es im Pro­vi­so­ri­um zu Ter­min­kol­li­sio­nen kommt?

VE: Eher ers­te­res. Im Ge­mein­schafts­raum gibt es 40 Plät­ze und Herr W. – Ein Stück über das Glück des Ver­ges­sens ist ein in­ti­me­res Ein-Mann-Stück, in dem An­dre­as Scher­ten­leib zwi­schen den Rol­len des Pfle­gers, des Arz­tes und je­ner von Herrn W. wech­selt.

Das Pro­vi­so­ri­um ist auch als Ex­pe­ri­men­tier­raum an­ge­dacht, wo ver­schie­de­ne Kunst- und Kul­tur­for­men ne­ben­ein­an­der exis­tie­ren und sich viel­leicht auch be­geg­nen. Ist da von eu­rer Sei­te ei­ne Ko­ope­ra­ti­on an­ge­dacht?

Klaus Okraf­ka: Zu­nächst ma­chen wir ganz nor­mal wei­ter. Als wir das Pro­gramm er­stellt ha­ben, wuss­ten wir nicht, wo wir spie­len wer­den. Da­mals schau­ten wir uns auch nach an­de­ren Spiel­or­ten um. Glück­li­cher­wei­se stell­te uns die Kunst­ge­sell­schaft aber die­sen Raum zur Ver­fü­gung.

s’Daisy gwünnt im Jass de nöii Schwiizer Pass

Kurt und Dai­sy sind mitt­ler­wei­le über 20 Jah­re ver­hei­ra­tet und le­ben
im­mer noch im mitt­le­ren Schat­te­gi­be­legg­tä­li. Die Ame­ri­ka­ne­rin Dai­sy
hat sich gut ein­ge­lebt und möch­te nun end­lich Schwei­ze­rin wer­den.
Die Hür­den und Fra­gen für die Ein­bür­ge­rung meis­tern Kurt & Dai­sy
mit ka­ba­ret­tis­ti­schem Hu­mor und mu­si­ka­li­scher Fi­nes­se.

Dai­sy lernt fleis­sig Schwei­zer­deutsch mit Gäs­ten in der neu
er­öff­ne­ten Be­sen­beiz. Sie lernt Ge­schich­te mit dem Stall­knecht Rue­di
und er­fährt von Kurt die grund­sätz­li­che Struk­tur der Schwei­zer
De­mo­kra­tie und Ge­sell­schaft.

Dai­sy ist dem Tell be­geg­net im Bun­des­haus, hat die Hel­ve­tia
ge­trof­fen in Zü­rich, schwingt ge­konnt die Schwei­zer Fah­ne und mit
To­ni und Mar­grith lernt sie zu jas­sen – schwei­ze­ri­scher geht’s wohl
nicht!

Git­te und Mar­tin Deu­bel­beiss ver­ei­nen als Kurt und Dai­sy in­ter­na­tio­na­le
Sprach­ge­wandt­heit und ko­mö­di­an­ti­sche Mu­si­ka­li­tät mit ei­ner Pri­se
Selbst­iro­nie. (pd)

Seht ihr den neu­en Spiel­ort auch als Chan­ce? Oder ist ein wei­te­rer Um­zug in so kur­zer Zeit ein­fach nur um­ständ­lich?

KO: Er ist si­cher­lich ei­ne Chan­ce, wenn man ihn als Start­feld für die Zeit nach dem Um­bau sieht. Wir füh­ren un­ser Pro­gramm jetzt wie ge­wohnt wei­ter und ha­ben dann im neu­en Raum mehr Platz und kön­nen al­les kom­for­ta­bler ge­stal­ten.

Wenn sich ei­ner der bei­den ex­ter­nen Spiel­or­te als güns­tig er­weist, wä­re aber ei­ne Rück­kehr für aus­ge­wähl­te Aben­de denk­bar?

VE: Auf je­den Fall.

KO: Auch Ko­ope­ra­tio­nen mit an­de­ren Ver­ei­nen und dem Kunst­raum wä­ren mög­lich. Das wird sich er­ge­ben, da ha­ben wir bis­her kei­ne Er­fah­rung.

Die ers­te Spiel­sai­son wur­de mass­geb­lich von An­na Rink ge­prägt, die kürz­lich ver­stor­ben ist. Sie war lang­jäh­ri­ges Mit­glied und seit 2024 Co-Prä­si­den­tin. Wel­che Lü­cke hin­ter­lässt ihr Tod?

KO: Ih­re Per­sön­lich­keit fehlt. Aus­ser­dem hat sie sehr vie­le Auf­ga­ben über­nom­men, was Pro­gramm, Ver­trä­ge, Ad­mi­nis­tra­ti­on an­ging. Mi­cha­el Gold­bach, eben­falls aus der Pro­gramm­grup­pe, und ich sind noch be­rufs­tä­tig und ha­ben nicht so viel Zeit.

VE: Sie war die gu­te See­le un­se­res Ver­eins.

Wo ist ihr Stil im ak­tu­el­len Pro­gramm spür­bar?

VE: Sie schätz­te auf al­le Fäl­le das Tief­grün­di­ge­re.

KO: Sie leg­te viel Wert auf In­hal­te. Schen­kel­klopf­hu­mor war nicht ihr Ding. An­na und ich wa­ren uns im­mer re­la­tiv ei­nig, wenn wir auf Künst­ler:in­nen­bör­sen un­ter­wegs wa­ren. Sie war die Spe­zia­lis­tin für die Schwei­zer Künst­ler:in­nen, ich für die deut­schen. Da hat sie mir vie­le Din­ge ge­zeigt und emp­foh­len, die ich gar nicht kann­te.

An­na Rink war in Kreuz­lin­gen als ver­bin­den­de, mo­ti­vie­ren­de Per­son be­kannt. Sie war Ge­mein­de­rä­tin, Mit­be­grün­de­rin ei­nes Ge­mein­schafts­gar­tens und Mit­glied der Künst­ler­ver­ei­ni­gung kunst­thur­gau.ch. Wie präg­te sie das Thea­ter an der Gren­ze?

VE: Sie hat sehr vie­le Leu­te ge­kannt, das hat uns na­tür­lich vie­les leich­ter ge­macht. Und sie kann­te sich aus in der Po­li­tik.

Ihr hat­tet neue Vor­ständ:in­nen ge­sucht. Gibt es da schon Neu­es?

VE: Ja, wir ha­ben jetzt zwei An­wär­ter für den Vor­stand, sie müs­sen nur noch an der Haupt­ver­samm­lung ge­wählt wer­den.

Darf man schon wis­sen, wer das ist?

VE: Es ist noch nicht öf­fent­lich, aber es sind zwei Män­ner, et­was jün­ger.

Wie seid ihr pe­so­nell auf­ge­stellt? Ihr macht ja al­les eh­ren­amt­lich – wie so oft in der Kul­tur.

VE: Mit den neu­en Vor­stän­den ganz gut. An­nas Tod war erst ein Schock, aber in­zwi­schen ha­ben wir uns auf­ge­rap­pelt. Wir sind dann sechs Per­so­nen im Vor­stand, ein neu­es Co-Prä­si­di­um wird es auch ge­ben.

Ehrenamtlich gestemmte Kleinkunst

Das Thea­ter an der Gren­ze be­steht seit 1968 in Kreuz­lin­gen. Zum eh­ren­amt­li­chen Vor­stand kom­men rund 20 frei­wil­li­ge Hel­fer:in­nen.Den Ver­ein tra­gen aus­ser­dem 75 Paar­mit­glied­schaf­ten, 70 Ein­zel­mit­glied­schaf­ten und 15 Fir­men. Pro Sai­son gibt es 15 bis 20 Ver­an­stal­tun­gen.  (js)

Ihr hat­tet vor gar nicht lan­ger Zeit schon ei­nen gros­sen Ver­lust im Ver­ein, als Lu­kas Hug­gen­ber­ger starb.

KO: Das war schwie­rig. Er mach­te vie­le Din­ge wie die Web­site, EDV … all das ha­ben wir in­zwi­schen neu or­ga­ni­siert, es war aber ei­ne gros­se Hür­de. Mit Sie­grun Nu­ber ha­ben wir da vor et­wa ei­nem Jahr ei­ne pro­fes­sio­nel­le, gu­te Nach­fol­ge­rin ge­fun­den.

VE: Wir ha­ben in­zwi­schen auch ei­ne neue Web­site. 

Das Pro­gramm für die Sai­son 2026/2027 steht be­reits. Es ist sehr ab­wechs­lungs­reich, für Jung und Alt. Phil­ipp Schar­ren­berg wird mit spitz­bü­bi­scher Spiel­freu­de an­ge­kün­digt, Li­sa Christ ist Preis­trä­ge­rin des Salz­bur­ger Stiers 2025 und mit Cy­ra­no de zap­za­rap steht ein Thea­ter-Mu­sik-En­sem­ble auf der Büh­ne.

KO: Wir wol­len ein brei­tes Spek­trum an­bie­ten und ver­ste­hen un­ter Klein­kunst nicht nur Ka­ba­rett und Co­me­dy. Wir neh­men auch an­de­re Ele­men­te mit rein wie Pup­pen­spiel, in die­ser Sai­son Die Mus­kel­tie­re von Ra­hel Wohl­ge­n­sin­ger und Frau­ke Ja­co­bi am 6. De­zem­ber. Was von Künst­ler:in­nen­sei­te im An­ge­bot fehlt, sind thea­tra­le Ge­schich­ten. Da ist ein­fach nicht viel da auf dem Markt. 

Wie sieht es ak­tu­ell mit der Klein­kunst aus? 

KO: Auf den Mes­sen und Bör­sen er­ken­ne ich, dass die Qua­li­tät zu­nimmt. Vor ein paar Jah­ren hat­te ich das Ge­fühl, al­le ma­chen das Glei­che. Jetzt trennt sich die Spreu vom Wei­zen wie­der, was si­cher­lich auch ge­wis­sen Ent­wick­lun­gen nach Co­ro­na zu­sam­men­hängt. Wir bli­cken sehr po­si­tiv in die Zu­kunft.

Habt ihr Tipps, was das Pu­bli­kum un­be­dingt se­hen soll­te?

VE: Ich emp­feh­le das In­klu­si­ons­thea­ter Co­me­dy Ex­press. Es spielt Kar­ne­val der Fa­bel­tie­re und Ei­ne Nacht im Mu­se­um, was dann auch ex­tern im Mu­se­um Ro­se­n­egg auf­ge­führt wird am 25. No­vem­ber. Das ist für mich ein High­light.

KO: Chris­toph Si­mon, der schon ein paar­mal bei uns war, ist ein Klas­si­ker, sprach­lich ein­fach un­schlag­bar. Er tritt am 9. Ja­nu­ar im Pro­vi­so­ri­um auf. 


thea­ter­an­der­gren­ze.ch 

FC St. Gal­len vs. Lau­sanne-Sport – Die Es­pen er­kämp­fen sich die 3 Punk­te

Nach ei­ner ganz pas­sa­blen ers­ten Halb­zeit der Es­pen so­wie Füh­rung durch ei­nen Elf­me­ter von Gört­ler vor der Pau­se, spie­len die St. Gal­ler die­ses Re­sul­tat an­schlies­send her­un­ter und ho­len sich die 3 Punk­te.

Von SENF Kollektiv,
Senf

Die Ge­walt hat ei­nen Schlüs­sel

Mehr als vier­ein­halb Stun­den dau­er­te Der Pro­zess Pe­li­cot im Thea­ter St.Gal­len. Mi­lo Rau und Ser­va­ne Dè­cle in­sze­nier­ten ei­nen Abend über se­xua­li­sier­te Ge­walt und che­mi­sche Un­ter­wer­fung – und über ei­ne Ge­sell­schaft, die von Män­nern mehr Ver­ant­wor­tung ver­langt.

Von Philipp Bürkler,
DSC02202 Kopie

Men­schen­rech­te sind kei­ne Selbst­ver­ständ­lich­keit

Die Men­schen­rech­te ste­hen welt­weit un­ter Druck. Doch wie kon­se­quent setzt sich die Schweiz für sie ein? Ein neu­es Buch nimmt die Schwei­zer Men­schen­rechts­po­li­tik kri­tisch un­ter die Lu­pe. An der Buch­vor­stel­lung im Squa­re wur­de über Wi­der­sprü­che, Ver­säum­nis­se und mög­li­che Lö­sun­gen dis­ku­tiert.

Von Marion Loher,
3 F1 A4812 web

Die Po­li­zei woll­te nichts se­hen und nichts hö­ren

In ei­ner Ten­nis­hal­le im tog­gen­bur­gi­schen Un­ter­was­ser tra­fen sich vor zehn Jah­ren 5000 Neo­na­zis zum gröss­ten Rechts­rock-Kon­zert, das je im deutsch­spra­chi­gen Raum statt­ge­fun­den hat. Lin­ke Po­li­ti­ker:in­nen re­agier­ten schnell, doch das Er­geb­nis ist er­nüch­ternd.

Von Hans Stutz,
2610 RIO Saalbild

Leopoldstadt am Vorarlberger Landestheater

Ver­schwun­de­ne Na­men im Fa­mi­li­en­stamm­baum

Von Sieglinde Wöhrer,
Leopoldstadt R anjakoehler 260217 1

Stimmrecht

Im Re­gen tan­zen

Von Liliia Matviiv,

Ern­ten in der Grau­zo­ne

Ern­te­hel­fer:in­nen sind in der Schweiz schlecht ge­schützt. Ih­re Ar­beits­be­din­gun­gen lie­gen oft in Grau­be­rei­chen, Kon­trol­len sind schwie­rig. Ei­ne Ver­än­de­rung wür­de je­doch be­deu­ten, ein gan­zes Sys­tem auf den Kopf zu stel­len.

Von Daria Frick, Bilder: Ueli Steingruber,
2610 Erntehelferei 260044 us 0218 max

Bücherherbst: Die Geschichte der Schweizer Uhrmacherkunst von Gion Mathias Cavelty

Gran­dio­se Gro­tes­ke

Von Florian Vetsch,

Ein En­de mit Aus­ru­fe­zei­chen

Die St.Gal­ler Re­stau­rants Tos­ca­na und The Pinch mach­ten ver­gan­ge­ne Wo­che über Nacht dicht. 15 Per­so­nen stan­den un­vor­be­rei­tet auf der Stras­se. Das ver­ant­wort­li­che In­ves­to­ren-Duo schliesst nicht zum ers­ten Mal ein Re­stau­rant in der Stadt. Das ab­rup­te En­de wirft Fra­gen auf.

Von Andi Giger,
IMG 5751

Volks­bad­sa­nie­rung: Trau­er­spiel seit über 40 Jah­ren

Die Stadt St.Gal­len muss spa­ren und will das his­to­ri­sche Volks­bad nach der Wie­der­eröff­nung des Hal­len­bads Blu­men­wies schlies­sen. Da­bei ver­spricht die Stadt seit über 40 Jah­ren die Sa­nie­rung.

Von René Hornung,
Volksbad rene hornung 1

Der St.Gal­ler Kul­tur gehts an den Kra­gen

Die St.Gal­ler Re­gie­rung spart ge­gen ih­ren Wil­len wei­te­re 60 Mil­lio­nen Fran­ken ein und rech­net für 2027 mit ei­nem Plus von 55 Mil­lio­nen Fran­ken. Kul­tu­rel­le Ar­beit wird da­bei wei­ter pre­ka­ri­siert – mit ei­ner gros­sen Aus­nah­me.

Von Roman Hertler,
Kanton sparmassnahme

Filminstallation über Vergänglichkeit

Nur Vor­wärts

Von Daria Frick,
Emilija Skarnulyte Time of Arrow 2026 Kunstmuseum St Gallen Lokremise Foto Stefan Altenburger

Win­tis Glücks­fall

Die al­ten Fa­brik­hal­len sind aus Win­ter­thurs Kul­tur­le­ben nicht mehr weg­zu­den­ken. Sie wä­ren aber nichts oh­ne en­ga­gier­te und gut ver­netz­te Men­schen. Sai­ten konn­te auf Ein­la­dung des Kul­tur­ma­ga­zins «Coucou» ei­ni­ge von ih­nen tref­fen. Ein klei­ner Stadt­rund­gang

Von Roman Hertler, Bilder: Daria Frick,
2609 Staetevergleich DSC 6589

Sai­son­start mit pu­rem Wahn­sinn

Das Kon­zert und Thea­ter St.Gal­len zeigt ein­dring­lich auf: Fe­mi­zi­de exis­tie­ren in der Schweiz noch im­mer im un­ge­heu­ren Aus­mass. Die In­sze­nie­rung von Co­rin­na von Rad setzt auf das Gro­tes­ke in Ge­org Büch­ners Woy­zeck und fei­er­te am Sams­tag Pre­mie­re im Gros­sen Haus. Ei­ne Pro­duk­ti­on für «je­der-Mann»!

Von Viviane Sonderegger,
7228 dsc00923

Es kratzt, knallt und schep­pert

Viel En­er­gie und noch viel mehr Punk gibts auf dem neu­en Al­bum Now To Ru­in der Thur­gau­er Band S.G.A.T.V.. Ge­tauft wird am 1. Ok­to­ber im Win­ter­thu­rer Kraft­feld. Sai­ten hat vor­ab rein­ge­hört.

Von Jeremias Heppeler,
1000229093

Bak­te­ri­en und ein Fun­ke Hoff­nung 

Wie kön­nen wir un­se­ren Kon­sum nach­hal­ti­ger ge­stal­ten? In «Next Re­la­ti­ons – Zu­kunft ge­stal­ten» zeigt das Ge­wer­be­mu­se­um Win­ter­thur an­hand von Ar­bei­ten von Stu­die­ren­den mög­li­che An­sät­ze. Ei­ne an­spruchs­vol­le Schau, die Hoff­nung macht.

Von Vera Zatti,
3 gewerbemuseum winterthur next relations leon ehrmann matthis plaga 300dpi a5 1

Mas­ku­li­ni­tät als Spek­trum

Die Aus­stel­lung «Bey­ond the Ma­nos­phe­re. Mas­cu­li­n­i­ties to­day» im Kunst­mu­se­um St.Gal­len un­ter­sucht, wie Männ­lich­keit dar­ge­stellt, ge­prägt und ge­lebt wird. Und zeigt da­bei auch ih­re Wi­der­sprüch­lich­keit.

Von Lilli Kim Schreiber,
Ausstellungsansicht en Foto Sebasti

Tra­gi­ko­mö­die über das Le­ben

Ein Schre­ber­gar­ten wird im neu­en Ro­man Ver­tei­di­gung ei­nes Gar­tens von Chris­ti­na Wal­ker zum Zu­fluchts­ort. Dar­in lässt die Vor­arl­ber­ger Au­torin viel­schich­ti­ge Cha­rak­te­re eben­so auf­blü­hen wie Ap­fel­baum und Jo­han­nis­strauch. 

Von Annette Raschner,
Christina walker foto petra rainer 2026 farbe

Mit­spie­len dür­fen. Aber auch die Spiel­re­geln mit­be­stim­men?

Der Kan­ton St.Gal­len hat Kunst- und Kul­tur­schaf­fen­de zur jähr­li­chen Kul­tur­kon­fe­renz nach Wil ein­ge­la­den. Spie­le­risch wur­de ver­sucht, die Aus­rich­tung der Kul­tur­för­de­rung zu klä­ren und Mög­lich­kei­ten der neu­en Kul­tur­stra­te­gie zu dis­ku­tie­ren. Doch die zen­tra­le Fra­ge blieb of­fen: Wie stark kann die Kul­tur­sze­ne den In­halt der Stra­te­gie tat­säch­lich mit­be­stim­men?

Von Philipp Bürkler,
IMG 0333
Heftvorschau 10/26
Erntehilfe, Unterwasser, Bücherherbst

Wer als Ern­te­hel­fer:in in der Schweiz ar­bei­tet, tut dies in ei­ner recht­li­chen Grau­zo­ne. Das nützt vor al­lem ei­nem Sys­tem, das we­der die Land­wirt:in­nen noch die Kon­su­ment:in­nen im Al­lein­gang än­dern kön­nen. Aus­ser­dem im Ok­to­ber­heft: zehn Jah­re Un­ter­was­ser, ei­ne Fla­schen­post aus Hal­le (Saa­le), Kunst zum The­ma Männ­lich­keit, Mu­sik von The Black Salt und na­tür­lich der Bü­cher­herbst – mit neu­er Li­te­ra­tur von Ost­schwei­zer Au­tor:in­nen.

Saiten 2610 Cover