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Neanderthaler:in, gehüllt in Pink 

Die Ausstellung «Stereotypes: Neanderthalerin»  im Kulturmuseum in St.Gallen (Bild: pd)

Die Ausstellung «Stereotypes: Neanderthalerin»  im Kulturmuseum in St.Gallen (Bild: pd)

Das St.Galler Kulturmuseum öffnet in der neuen Ausstellung «Stereotypes: Neanderthalerin» den Blick auf diese Steinzeitmenschen. Die Schau mit viel Pink verknüpft geschickt Spiel mit Wissenschaft und Vergangenheit mit Gegenwart.

Ne­on­röh­ren hül­len den Aus­stel­lungs­raum im St.Gal­ler Kul­tur­mu­se­um in pink­far­be­nes Licht. Pink sind Tei­le des Mo­bi­li­ars, pink ist das Pla­kat, pink ist der Fly­er. In der ak­tu­el­len Son­der­aus­stel­lung «Ste­reo­ty­pes: Ne­an­der­tha­le­rin» do­mi­niert das Pink. Ei­ne der­art kli­schee­be­haf­te­te Far­be in ei­ner Schau, die sich mit Ste­reo­ty­pen be­fasst? Das ir­ri­tiert im ers­ten Mo­ment, passt dann aber rich­tig gut.

Denn an der re­flex­ar­ti­gen Ver­bin­dung zwi­schen «pink» und «weib­lich» merkt man, wie all­ge­gen­wär­tig Ste­reo­ty­pen im ei­ge­nen Den­ken sind. Aus­ser­dem clasht die leuch­ten­de Far­be wun­der­bar mit un­se­ren Vor­stel­lun­gen von der Stein­zeit. Da spielt Pink we­ni­ger ei­ne Rol­le. Ge­mein­hin stellt man sich eher mus­ku­lö­se Ne­an­der­tha­ler mit brau­nem Fell­um­hang und ei­ner ein­fa­chen Waf­fe auf Mam­mut­jagd vor. Ge­nau die­se ver­staub­te und ver­ein­fach­te Vor­stel­lung will die Aus­stel­lung in St.Gal­len auf­bre­chen – und tut das auch.

«Die Schau ist ei­ne Wan­der­aus­stel­lung, die wir vom Ne­an­der­thal Mu­se­um in Mett­mann über­neh­men konn­ten. Für un­ser Haus ha­ben wir sie mit ei­ge­nen Ele­men­ten er­wei­tert», er­klärt Le­an­dra Reit­mai­er-Naef, Ar­chäo­lo­gin und Aus­stel­lungs­ku­ra­to­rin. Um das vie­le Pink et­was auf­zu­lo­ckern, ha­be man die neu­en Ele­men­te, ei­nen Ex­kurs so­wie ei­nen re­gio­na­len Ein­stieg, in ei­nem bläu­lich-gelb­li­chen Licht ge­hal­ten. 

Mit dem re­gio­na­len Zu­griff be­ginnt die Schau. Doch zu­erst ha­ben Be­su­chen­de die Mög­lich­keit, ei­ner Ne­an­der­tha­le­rin die Hand zu ge­ben. Ei­ne Re­kon­struk­ti­on aus dem 3D-Dru­cker ba­sie­rend auf ei­nem gut er­hal­te­nen Ske­lett aus Frank­reich, so Ku­ra­to­rin Reit­mai­er-Naef. «Be­greif mich» steht bei der In­stal­la­ti­on. Ein Auf­ruf, der so et­was wie das heim­li­che Mot­to der Aus­stel­lung zu sein scheint. Man greift zu. Die Hand gleicht von Form und Grös­se der mensch­li­chen. Dass wir, die Ho­mo sa­pi­ens, dem Ho­mo ne­an­der­tha­len­sis ähn­lich sind, wird so sprich­wört­lich fass­bar. Es han­delt sich zwar um zwei ver­schie­de­ne Men­schen­ar­ten, je­doch ha­ben die der­einst ne­ben­ein­an­der ge­lebt, sich aus­ge­tauscht und so­gar Nach­kom­men ge­zeugt. Längst gibt es kei­ne Ne­an­der­tha­ler:in­nen mehr. Spu­ren ih­rer DNA fin­den sich aber noch heu­te im Erb­gut sehr vie­ler Men­schen.

Frau­en in der Ar­chäo­lo­gie

Vor mehr als 40‘000 Jah­ren leb­ten die Ne­an­der­tha­ler:in­nen hier im Raum der Ost­schweiz. Der Ar­chäo­lo­gie ist es zu ver­dan­ken, dass wir ei­ni­ges über sie wis­sen. Be­kann­te re­gio­na­le Fund­stel­len sind et­wa das Wild­kirch­li im Alp­stein oder das Dra­chen­loch bei Vät­tis. Ge­prägt ha­ben die For­schungs­er­geb­nis­se bis weit ins 20. Jahr­hun­dert Män­ner. So deu­te­te der St.Gal­ler Mu­se­ums­kon­ser­va­tor Emil Bäch­ler (1868-1950) den Eis­zeit­men­schen als star­ken Höh­len­bä­ren­jä­ger. Sei­ne Les­art sei lan­ge vor­herr­schend ge­we­sen. Aber: «Es hat im­mer schon Frau­en ge­ge­ben, die ge­forscht ha­ben. Die­se Per­spek­ti­ve wol­len wir mit der Aus­stel­lung in den Fo­kus rü­cken», so Reit­mai­er-Naef. 

Mit Kurz­por­träts von drei «Ost­schwei­zer Pio­nie­rin­nen» der Ar­chäo­lo­gie greift die Schau die­sen Aspekt auf. Da ist die Bas­ler Pro­fes­so­rin Eli­sa­beth Schmid (1912–1994), die En­de der 1950er-Jah­re Aus­gra­bun­gen im Wild­kirch­li lei­te­te und sich auf die ein­zel­nen Fund­schich­ten so­wie die geo­lo­gi­schen Pro­zes­se kon­zen­trier­te. Da ist Schmids wis­sen­schaft­li­che As­sis­ten­tin Irm­gard Grü­nin­ger (1937*) und da ist Fran­zis­ka Knoll-Heitz (1910-2001), die eben­falls beim Wild­kirch­li forsch­te. 

Vom knapp ge­hal­te­nen Ex­kurs in die For­schungs­ge­schich­te taucht man ein in die pink­far­be­ne Ne­an­der­tha­ler:in­nen­welt. Ge­führt von ei­ner li­te­ra­ri­schen Hör­spur, folgt man «sei­ner» Ne­an­der­tha­le­rin durch die ver­schie­de­nen Sta­tio­nen der Aus­stel­lung. Man er­fährt, dass die Stein­zeit­frau­en ih­re Ba­bys rund zwei Jah­re still­ten. Er­ken­nen kön­ne man das an­hand der Wachs­tums­li­ni­en an den ge­fun­de­nen Milch­zäh­nen, er­zählt Le­an­dra Reit­mai­er-Naef, die seit zwei Jah­ren für die ar­chäo­lo­gi­sche Samm­lung im Kul­tur­mu­se­um ver­ant­wort­lich ist. Zum Kin­der­krie­gen ge­hört auch der Mens­trua­ti­ons­zy­klus und die un­wei­ger­li­che Fra­ge: «Was macht die Ne­an­der­tha­le­rin, wenn sie menstru­iert?» Die Schau ver­weist auf saug­fä­hi­ge Ma­te­ria­li­en, die es an­no da­zu­mal ge­ge­ben hat: Fe­dern, Ka­mel­haar, Torf­moos.

Zu­sam­men­le­ben un­ter Ne­an­der­tha­ler:in­nen

Mit viel Schwung führt Reit­mai­er-Naef durch die sorg­fäl­tig ge­stal­te­te Aus­stel­lung, die ei­nen sehr wis­sen­schaft­li­chen An­strich hat. Es wird deut­lich, dass die Le­bens­welt von Ne­an­der­tha­le­rin­nen in der Ar­chäo­lo­gie oft ver­nach­läs­sigt wur­de. Oh­ne­hin wis­se man vie­les über die Men­schen die­ser Zeit (noch) nicht. Und einst auf­ge­stell­te Theo­rien könn­ten spä­ter wi­der­legt wer­den, sagt Reit­mai­er-Naef.

Im 20. Jahr­hun­dert ha­be man ge­fun­de­ne Ske­let­te ten­den­zi­ell eher als bio­lo­gisch männ­lich iden­ti­fi­ziert. Ge­schlechts­spe­zi­fi­sche Un­ter­schie­de gä­be es, je­doch sei­en die­se bei den oft nur bruch­stück­haf­ten Über­res­ten schwer zu in­ter­pre­tie­ren. Die Ar­chäo­lo­gin er­klärt wei­ter, dass fal­sche Deu­tun­gen heu­te mit tech­ni­schen Neue­run­gen be­rei­nigt wer­den könn­ten. So er­mög­li­che et­wa die DNA-Ana­ly­se ei­ne ein­deu­ti­ge Iden­ti­fi­ka­ti­on des bio­lo­gi­schen Ge­schlechts. 

Das biologische Geschlecht eines Skeletts kann heute mit einer DNA-Analyse ermittelt werden (Bild: pd)

Das biologische Geschlecht eines Skeletts kann heute mit einer DNA-Analyse ermittelt werden (Bild: pd)

Ge­si­chert las­se sich aus­ser­dem sa­gen, so die Ku­ra­to­rin, dass vie­le der ge­fun­de­nen Ske­let­te Spu­ren von Ver­let­zun­gen oder Krank­hei­ten auf­wei­sen. Die Men­schen hät­ten trotz die­ser Ein­schrän­kun­gen teil­wei­se Jahr­zehn­te über­lebt. Das las­se sich als Hin­weis auf Für­sor­ge­struk­tu­ren in stein­zeit­li­chen Ge­sell­schaf­ten deu­ten. Da­bei sei es un­wahr­schein­lich, dass die­se Für­sor­ge­ar­beit aus­schliess­lich von Frau­en über­nom­men wur­de. Und: «In ei­ner Ge­sell­schaft mit vie­len Kin­dern, Al­ten, Kran­ken und Ver­letz­ten, wie wir sie bei den Ne­an­der­tha­ler:in­nen ha­ben, muss­ten al­le auf die Jagd ge­hen, die konn­ten – auch Frau­en.»

Ver­bin­dung ins Jetzt

Schritt für Schritt öff­net «Ste­reo­ty­pes: Ne­an­der­tha­le­rin» die Wahr­neh­mung des Stein­zeit­men­schen. Zahl­rei­che Ob­jek­te, die die Be­su­cher:in­nen auch an­fas­sen dür­fen, ma­chen die Schau zu­gäng­lich. Eben­so die Mit­mach-Auf­ga­ben. Wer woll­te nicht schon mal mit ei­nem Stein­zeit­mes­ser Le­der schnei­den? Und lasst euch ge­sagt sein: Es ist schwie­rig! 

Ge­schickt ver­knüpft die Aus­stel­lung spie­le­ri­sche Ele­men­te mit wis­sen­schaft­li­chen Fak­ten, aber auch die Stein­zeit mit heu­te. Et­wa über die ne­on­pin­ken Fra­gen, die über­all in der Aus­stel­lung leuch­ten. «Sind ‹weib­lich› und ‹männ­lich› ein ge­sell­schaft­li­ches Kon­strukt?», ist ei­ne da­von. Die­se The­ma­tik greift das Kul­tur­mu­se­um in ei­nem ei­gens für St.Gal­len er­gänz­ten Mo­dul auf. Le­an­dra Reit­mai­er-Naef re­flek­tiert: «In der Aus­stel­lung ver­wen­den wir zwecks Ver­ständ­lich­keit Be­grif­fe wie Frau­en, Müt­ter oder Töch­ter. Aber wel­che Ge­schlechts­iden­ti­tä­ten und ‑bil­der die Ne­an­der­tha­ler:in­nen kann­ten, wis­sen wir nicht.»

Wie ha­ben die Ne­an­der­tha­ler:in­nen ge­lebt und wie tun wir das heu­te? Wer über­nimmt Für­sor­ge, wer zieht Kin­der gross? Wie ro­te (oder pin­ke) Fä­den zie­hen sich Ver­bin­dun­gen zwi­schen Stein­zeit­men­schen und dem mo­der­nen Men­schen durch die ge­sam­te Schau. Sind mal zu­rück­hal­ten­der, mal pla­ka­ti­ver. Und wer­fen letzt­lich die ganz gros­sen Fra­gen auf: Wie ent­steht Bin­dung, wie Zu­ge­hö­rig­keit? Was ist das Ei­ge­ne und was das Frem­de? Und was be­deu­tet es, Mensch zu sein? 

«Ste­reo­ty­pes: Ne­an­der­tha­le­rin»: bis Sonn­tag, 25. April 2027, Kul­tur­mu­se­um St.Gal­len

FC St. Gal­len vs. Lau­sanne-Sport – Die Es­pen er­kämp­fen sich die 3 Punk­te

Nach ei­ner ganz pas­sa­blen ers­ten Halb­zeit der Es­pen so­wie Füh­rung durch ei­nen Elf­me­ter von Gört­ler vor der Pau­se, spie­len die St. Gal­ler die­ses Re­sul­tat an­schlies­send her­un­ter und ho­len sich die 3 Punk­te.

Von SENF Kollektiv,
Senf

Die Ge­walt hat ei­nen Schlüs­sel

Mehr als vier­ein­halb Stun­den dau­er­te Der Pro­zess Pe­li­cot im Thea­ter St.Gal­len. Mi­lo Rau und Ser­va­ne Dè­cle in­sze­nier­ten ei­nen Abend über se­xua­li­sier­te Ge­walt und che­mi­sche Un­ter­wer­fung – und über ei­ne Ge­sell­schaft, die von Män­nern mehr Ver­ant­wor­tung ver­langt.

Von Philipp Bürkler,
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Men­schen­rech­te sind kei­ne Selbst­ver­ständ­lich­keit

Die Men­schen­rech­te ste­hen welt­weit un­ter Druck. Doch wie kon­se­quent setzt sich die Schweiz für sie ein? Ein neu­es Buch nimmt die Schwei­zer Men­schen­rechts­po­li­tik kri­tisch un­ter die Lu­pe. An der Buch­vor­stel­lung im Squa­re wur­de über Wi­der­sprü­che, Ver­säum­nis­se und mög­li­che Lö­sun­gen dis­ku­tiert.

Von Marion Loher,
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Die Po­li­zei woll­te nichts se­hen und nichts hö­ren

In ei­ner Ten­nis­hal­le im tog­gen­bur­gi­schen Un­ter­was­ser tra­fen sich vor zehn Jah­ren 5000 Neo­na­zis zum gröss­ten Rechts­rock-Kon­zert, das je im deutsch­spra­chi­gen Raum statt­ge­fun­den hat. Lin­ke Po­li­ti­ker:in­nen re­agier­ten schnell, doch das Er­geb­nis ist er­nüch­ternd.

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Leopoldstadt am Vorarlberger Landestheater

Ver­schwun­de­ne Na­men im Fa­mi­li­en­stamm­baum

Von Sieglinde Wöhrer,
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Stimmrecht

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Ern­ten in der Grau­zo­ne

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Bücherherbst: Die Geschichte der Schweizer Uhrmacherkunst von Gion Mathias Cavelty

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Ein En­de mit Aus­ru­fe­zei­chen

Die St.Gal­ler Re­stau­rants Tos­ca­na und The Pinch mach­ten ver­gan­ge­ne Wo­che über Nacht dicht. 15 Per­so­nen stan­den un­vor­be­rei­tet auf der Stras­se. Das ver­ant­wort­li­che In­ves­to­ren-Duo schliesst nicht zum ers­ten Mal ein Re­stau­rant in der Stadt. Das ab­rup­te En­de wirft Fra­gen auf.

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Volks­bad­sa­nie­rung: Trau­er­spiel seit über 40 Jah­ren

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Die St.Gal­ler Re­gie­rung spart ge­gen ih­ren Wil­len wei­te­re 60 Mil­lio­nen Fran­ken ein und rech­net für 2027 mit ei­nem Plus von 55 Mil­lio­nen Fran­ken. Kul­tu­rel­le Ar­beit wird da­bei wei­ter pre­ka­ri­siert – mit ei­ner gros­sen Aus­nah­me.

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Filminstallation über Vergänglichkeit

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Emilija Skarnulyte Time of Arrow 2026 Kunstmuseum St Gallen Lokremise Foto Stefan Altenburger

Win­tis Glücks­fall

Die al­ten Fa­brik­hal­len sind aus Win­ter­thurs Kul­tur­le­ben nicht mehr weg­zu­den­ken. Sie wä­ren aber nichts oh­ne en­ga­gier­te und gut ver­netz­te Men­schen. Sai­ten konn­te auf Ein­la­dung des Kul­tur­ma­ga­zins «Coucou» ei­ni­ge von ih­nen tref­fen. Ein klei­ner Stadt­rund­gang

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Sai­son­start mit pu­rem Wahn­sinn

Das Kon­zert und Thea­ter St.Gal­len zeigt ein­dring­lich auf: Fe­mi­zi­de exis­tie­ren in der Schweiz noch im­mer im un­ge­heu­ren Aus­mass. Die In­sze­nie­rung von Co­rin­na von Rad setzt auf das Gro­tes­ke in Ge­org Büch­ners Woy­zeck und fei­er­te am Sams­tag Pre­mie­re im Gros­sen Haus. Ei­ne Pro­duk­ti­on für «je­der-Mann»!

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Es kratzt, knallt und schep­pert

Viel En­er­gie und noch viel mehr Punk gibts auf dem neu­en Al­bum Now To Ru­in der Thur­gau­er Band S.G.A.T.V.. Ge­tauft wird am 1. Ok­to­ber im Win­ter­thu­rer Kraft­feld. Sai­ten hat vor­ab rein­ge­hört.

Von Jeremias Heppeler,
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Bak­te­ri­en und ein Fun­ke Hoff­nung 

Wie kön­nen wir un­se­ren Kon­sum nach­hal­ti­ger ge­stal­ten? In «Next Re­la­ti­ons – Zu­kunft ge­stal­ten» zeigt das Ge­wer­be­mu­se­um Win­ter­thur an­hand von Ar­bei­ten von Stu­die­ren­den mög­li­che An­sät­ze. Ei­ne an­spruchs­vol­le Schau, die Hoff­nung macht.

Von Vera Zatti,
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Mas­ku­li­ni­tät als Spek­trum

Die Aus­stel­lung «Bey­ond the Ma­nos­phe­re. Mas­cu­li­n­i­ties to­day» im Kunst­mu­se­um St.Gal­len un­ter­sucht, wie Männ­lich­keit dar­ge­stellt, ge­prägt und ge­lebt wird. Und zeigt da­bei auch ih­re Wi­der­sprüch­lich­keit.

Von Lilli Kim Schreiber,
Ausstellungsansicht en Foto Sebasti

Tra­gi­ko­mö­die über das Le­ben

Ein Schre­ber­gar­ten wird im neu­en Ro­man Ver­tei­di­gung ei­nes Gar­tens von Chris­ti­na Wal­ker zum Zu­fluchts­ort. Dar­in lässt die Vor­arl­ber­ger Au­torin viel­schich­ti­ge Cha­rak­te­re eben­so auf­blü­hen wie Ap­fel­baum und Jo­han­nis­strauch. 

Von Annette Raschner,
Christina walker foto petra rainer 2026 farbe

Mit­spie­len dür­fen. Aber auch die Spiel­re­geln mit­be­stim­men?

Der Kan­ton St.Gal­len hat Kunst- und Kul­tur­schaf­fen­de zur jähr­li­chen Kul­tur­kon­fe­renz nach Wil ein­ge­la­den. Spie­le­risch wur­de ver­sucht, die Aus­rich­tung der Kul­tur­för­de­rung zu klä­ren und Mög­lich­kei­ten der neu­en Kul­tur­stra­te­gie zu dis­ku­tie­ren. Doch die zen­tra­le Fra­ge blieb of­fen: Wie stark kann die Kul­tur­sze­ne den In­halt der Stra­te­gie tat­säch­lich mit­be­stim­men?

Von Philipp Bürkler,
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Heftvorschau 10/26
Erntehilfe, Unterwasser, Bücherherbst

Wer als Ern­te­hel­fer:in in der Schweiz ar­bei­tet, tut dies in ei­ner recht­li­chen Grau­zo­ne. Das nützt vor al­lem ei­nem Sys­tem, das we­der die Land­wirt:in­nen noch die Kon­su­ment:in­nen im Al­lein­gang än­dern kön­nen. Aus­ser­dem im Ok­to­ber­heft: zehn Jah­re Un­ter­was­ser, ei­ne Fla­schen­post aus Hal­le (Saa­le), Kunst zum The­ma Männ­lich­keit, Mu­sik von The Black Salt und na­tür­lich der Bü­cher­herbst – mit neu­er Li­te­ra­tur von Ost­schwei­zer Au­tor:in­nen.

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