Andere verschicken Newsletter – Saiten lädt ein zur Wochenschau, immer freitags.
Saiten, das Ostschweizer Kulturmagazin: Das ist für die kulturell und gesellschaftlich interessierte Öffentlichkeit in unserer Region seit bald zwanzig Jahren Pflicht- und hoffentlich auch Lust-Lektüre.
Saiten online: Das ist der jüngere, noch nicht ganz ausgewachsene zweite Saiten-Trieb. Tag für Tag informativ und aufmüpfig, politisch und kulturell hellwach, eine Plattform für Fakten und Haltungen, Einsichten und Debatten: Das soll Saiten.ch bieten.
Keine Frage: Saiten glaubt an das gedruckte Medium – auch in Zukunft. Aber wir sind ebenso überzeugt von den Vorzügen des Online-Mediums:
«Wochenschau»: So hiessen die «Aktualitätenfilme», die in den Kinos jeweils vor dem Film über die Leinwand flimmerten – erfunden vor rund hundert Jahren, bis in den 1950er-Jahre populär als bewegte Nachrichtenbilder, verdrängt schliesslich vom Siegeszug des Fernsehens mit seinen Nachrichtensendungen. Unser Titel knüpft daran an, auch wenn die Geschichte der «Wochenschauen» nicht unproblematisch ist. In Deutschland wurde das in den Zwanzigerjahren populäre Format durch die Nazis zu Propagandazwecken missbraucht und politisch gleichgeschaltet. In der Schweiz entstand die «Wochenschau» erst damals, als Medium der Geistigen Landesverteidigung, und blieb in der Nachkriegszeit chronisch umstritten – zu harmlos vermittelte sie in den Fünfziger- und Sechzigerjahren das Bild einer idyllischen Freizeit-Schweiz, während ihr in den Siebzigerjahren umgekehrt von bürgerlicher Seite «Linksextremismus» vorgeworfen wurde, bis zu ihrer definitiven Einstellung 1975.
Unsere Wochenschau will, bescheidener im Anspruch, informieren und dazu animieren, saiten.ch zu lesen. Jeweils freitags finden Sie hier Hinweise auf ausgewählte Beiträge der Woche und drei Veranstaltungstipps für das Wochenende.
Wir freuen uns, wenn Sie Saiten lesen, kommentieren und weiter empfehlen – in gedruckter wie in elektronischer Form.
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Patrick Kessler erhält den Ausserrhoder Kulturpreis 2026. Der Kontrabassist, Klangkünstler und Kurator aus Gais reist mit alten Lautsprechern nach Wien und Hanoi, tritt mit Insekten in einen musikalischen Dialog und findet seine wichtigsten Lektionen nicht unbedingt an Hochschulen.
Die Mobilitätsallianz Ostschweiz will Pendler:innen zum Umstieg vom Auto auf Bus, Bahn und Velo bewegen. Bei den zehn beteiligten Grossunternehmen lässt bereits jede fünfte Person das Auto am Morgen stehen. Nun sollen 500 weitere Firmen folgen.
Augustin Rebetez macht keine halben Sachen. Seine Kunst ist ausufernd und dicht zugleich. Er entwickelt anspielungsreiche Bildwelten – aktuell in der Kunsthalle Arbon.
Der Kanton Appenzell Innerrhoden plante am Landsgemeindeplatz in Appenzell ein neues Gebäude für die Gerichte, die Bibliothek und die kantonale Verwaltung. Die eidgenössischen Kommissionen für Natur- und Heimatschutz und jene für Denkmalpflege brachten das Projekt jedoch zu Fall.
Offener Brief an die Bundespolitik
Das Figurentheater St.Gallen wird 70. Was sich verändert hat, warum Puppen Kinder wie Erwachsene faszinieren und wie man auch Jugendliche erreichen kann: ein Gespräch zum Jubiläum.
Die zweite Ausgabe des audiovisuellen Festivals Susurrus in der Mülenenschlucht widmet sich der «mehr-als-menschlichen» Mitwelt. Mit akustischen und performativen Interventionen erkundet das Festival neue Formen der Beziehung zwischen Mensch und Natur.
In der Ausstellung «Die leisen Unterschiede» im Haus zur Glocke in Steckborn befassen sich fünf Künstler:innen mit der Wahrnehmung von Unterschieden.
Kolumne: Heppelers Bestiarium
Mit dem Ensemble TAK aus New York gastierte am Dienstag ein Neue-Musik-Quintett von Weltrang im St.Galler Kultbau. Organisiert vom Zyklus Contrapunkt, hätte der Abend mehr Publikum verdient. Ein Bubble-Problem?
Das St.Galler Kulturmuseum öffnet in der neuen Ausstellung «Stereotypes: Neanderthalerin» den Blick auf diese Steinzeitmenschen. Die Schau mit viel Pink verknüpft geschickt Spiel mit Wissenschaft und Vergangenheit mit Gegenwart.
Das Theater an der Grenze in Kreuzlingen startet heute in die neue Spielzeit. Kürzlich verstarb die prägende Co-Präsidentin Anna Rink. Ausserdem fällt der bisherige Spielort im Kulturzentrum Kult-X bis Ende 2027 weg. Wie der Verein diese Hürden meistert, erzählen Präsidentin Vroni Ellenbroek und Klaus Okrafka aus der Programmleitung im Interview.
St. Gallen startete gut in die Partie, agierte aber oftmals zu umständlich gegen tief verteidigende Sittener und blieb letztlich glücklos.
Auf seinem neuen Soloalbum thematisiert Manuel Stahlberger die Überhitzung. Die klimatische, die gesellschaftliche, die politische. Gemeinsam mit Bit-Tuner hat der St.Galler Musiker dafür einen düsteren, elektronischen Sound gefunden.
An Kleinbauten gehen wir oft achtlos vorbei: Buswartehäuschen, öffentliche WCs, nicht mehr gebrauchte Telefonkabinen oder Feuerwehr- und Strassenwärtermagazine. Aktuell gibt es dazu eine Ausstellung im 1. Stock des Rathauses St.Gallen.
Bis 2050 will die Stadt St.Gallen klimaneutral sein. Karin Hungerbühler und Tobias Fischer-Künzler von der Dienststelle Umwelt und Energie beantworten Fragen zur bevorstehenden Klimawoche und zum Klimaschutz in der Stadt.
Anita Zimmermann alias Leila Bock prägt die St.Galler Kulturszene seit Jahrzehnten – als Künstlerin, als Vermittlerin, als Ermöglicherin. Sie hat Widerstände überwunden und andere Künstler:innen immer wieder herausgefordert. Eine Würdigung
Die St.Galler Museumsnacht findet in diesem Jahr zum 20. Mal statt. Zum Jubiläum blickt Vereinspräsidentin Barbara Affolter zurück und nach vorne. Sie sagt, was die Museumsnacht bis heute ausmacht und wohin sie sich entwickeln soll.
Die Ausstellung «Voller Leben» des Vereins IG Halle Rapperswil wirft Schlaglichter auf künstlerische Schaffensprozesse und ihre Verbindungen zur Natur.
Kolumne: Stimmrecht