In Bern veranstaltet die Partei mit den streng dafür immer tiptop gestrählten Volkswahnsinnigen und Milliardärs-Bekniern die etwa 827. Abstimmung zum Kulturzentrum Reitschule (grob geschätzt). Dieses Mal soll die Reitschule – grandiose Idee übrigens – einfach dem Meistbietenden verkauft werden. Das wiederum lässt die Berner Kultur zusammenstehen und spiegelt sich in einer schönen Musik-Produktion: Die CD «Reitschule beatet mehr» besteht nicht nur aus dem allseits bekannten türkisch-schweizerischen Secondo-Gassenhauer von Müslüm (Erich, warum bisch du nid Ehrlich?), sie vereinigt von Steff la Cheffe über Reverend Beat Man, Patent Ochsner, Züri West, Sophie Hunger, Stiller Has und Kutti MC ganz viele. Herausragend ist für uns jedoch der rappende Pedro Lenz, der mit Paed Conca in «Dr Buebli Troum» die politisch bewegten Kleingeister aufs Korn nimmt und ihre Versteigerungsidee konsequent zu Ende denkt: «Nein, an eine Koranschule (auf dem Gelände der Reitschule) hatten wir eigentlich nicht gedacht…»
Am kommenden Montag, 20. September (20 Uhr), gastiert der heimliche Ostschweizer zusammen mit Beat Sterchi übrigens in der Kellerbühne. Sterchi stellt unter dem Titel «Ging Gang Gäng» Kurzprosa vor, und Lenz liest aus seinem wunderbaren Mundartroman «Dr Goalie bin ig». Aber nicht, dass danach jemand auf die Idee kommt, die Kellerbühne an den Meistbietenden zu versteigern. Schliesslich gehören Sterchi und Lenz auch zum Autoren-Kollektiv «Bern ist überall».
24/7 Traumacore
Kunst in Oberuzwil
Musik
Patrick Kessler erhält den Ausserrhoder Kulturpreis 2026. Der Kontrabassist, Klangkünstler und Kurator aus Gais reist mit alten Lautsprechern nach Wien und Hanoi, tritt mit Insekten in einen musikalischen Dialog und findet seine wichtigsten Lektionen nicht unbedingt an Hochschulen.
Die Mobilitätsallianz Ostschweiz will Pendler:innen zum Umstieg vom Auto auf Bus, Bahn und Velo bewegen. Bei den zehn beteiligten Grossunternehmen lässt bereits jede fünfte Person das Auto am Morgen stehen. Nun sollen 500 weitere Firmen folgen.
Augustin Rebetez macht keine halben Sachen. Seine Kunst ist ausufernd und dicht zugleich. Er entwickelt anspielungsreiche Bildwelten – aktuell in der Kunsthalle Arbon.
Der Kanton Appenzell Innerrhoden plante am Landsgemeindeplatz in Appenzell ein neues Gebäude für die Gerichte, die Bibliothek und die kantonale Verwaltung. Die eidgenössischen Kommissionen für Natur- und Heimatschutz und jene für Denkmalpflege brachten das Projekt jedoch zu Fall.
Offener Brief an die Bundespolitik
Das Figurentheater St.Gallen wird 70. Was sich verändert hat, warum Puppen Kinder wie Erwachsene faszinieren und wie man auch Jugendliche erreichen kann: ein Gespräch zum Jubiläum.
Die zweite Ausgabe des audiovisuellen Festivals Susurrus in der Mülenenschlucht widmet sich der «mehr-als-menschlichen» Mitwelt. Mit akustischen und performativen Interventionen erkundet das Festival neue Formen der Beziehung zwischen Mensch und Natur.
In der Ausstellung «Die leisen Unterschiede» im Haus zur Glocke in Steckborn befassen sich fünf Künstler:innen mit der Wahrnehmung von Unterschieden.
Kolumne: Heppelers Bestiarium
Mit dem Ensemble TAK aus New York gastierte am Dienstag ein Neue-Musik-Quintett von Weltrang im St.Galler Kultbau. Organisiert vom Zyklus Contrapunkt, hätte der Abend mehr Publikum verdient. Ein Bubble-Problem?
Das St.Galler Kulturmuseum öffnet in der neuen Ausstellung «Stereotypes: Neanderthalerin» den Blick auf diese Steinzeitmenschen. Die Schau mit viel Pink verknüpft geschickt Spiel mit Wissenschaft und Vergangenheit mit Gegenwart.
Das Theater an der Grenze in Kreuzlingen startet heute in die neue Spielzeit. Kürzlich verstarb die prägende Co-Präsidentin Anna Rink. Ausserdem fällt der bisherige Spielort im Kulturzentrum Kult-X bis Ende 2027 weg. Wie der Verein diese Hürden meistert, erzählen Präsidentin Vroni Ellenbroek und Klaus Okrafka aus der Programmleitung im Interview.
St. Gallen startete gut in die Partie, agierte aber oftmals zu umständlich gegen tief verteidigende Sittener und blieb letztlich glücklos.
Auf seinem neuen Soloalbum thematisiert Manuel Stahlberger die Überhitzung. Die klimatische, die gesellschaftliche, die politische. Gemeinsam mit Bit-Tuner hat der St.Galler Musiker dafür einen düsteren, elektronischen Sound gefunden.
An Kleinbauten gehen wir oft achtlos vorbei: Buswartehäuschen, öffentliche WCs, nicht mehr gebrauchte Telefonkabinen oder Feuerwehr- und Strassenwärtermagazine. Aktuell gibt es dazu eine Ausstellung im 1. Stock des Rathauses St.Gallen.
Bis 2050 will die Stadt St.Gallen klimaneutral sein. Karin Hungerbühler und Tobias Fischer-Künzler von der Dienststelle Umwelt und Energie beantworten Fragen zur bevorstehenden Klimawoche und zum Klimaschutz in der Stadt.