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«Wir sind keine beliebige Kulturinstitution»

St.Gallen plant an Stelle des Provisoriums in der Hauptpost eine neue Bibliothek am Marktplatz. Was bringt die künftige Public Library? Und warum braucht das Buch trotz Digitalisierung einen öffentlichen Ort? Fragen an Sonia Abun-Nasr, die abtretende Leiterin der Kantonsbibliothek Vadiana.

Von  Eva Bachmann
Sonia Abun-Nasr in der «alten» Vadiana im Museumsquartier. (Bilder: Tine Edel)

Sie haben die Kantonsbibliothek Vadiana seit 2013 geleitet. Ende Oktober war ihr letzter Arbeitstag. Unter welchem Motto stand Ihre Amtszeit?

Sonia Abun-Nasr: Öffnung und Modernisierung.

Dazu gehörte die Eröffnung der Bibliothek Hauptpost 2015. Inwiefern bedeutete dies einen Kulturwandel für die Vadiana?

Die Kantonsbibliothek hatte mit der Hauptpost erstmals einen Freihandbestand, und zwar im Zentrum der Stadt. Damit ist eine neue Offenheit und eine neue Zugänglichkeit entstanden. Das war eine wichtige Grundlage. Dazu kommt, dass dieser Standort sich auch permanent wandelt. Wir haben gelernt, ständig darauf zu achten, wie sich Nutzerinnen und Nutzer in der Bibliothek bewegen und wie wir unsere Bestände publikumsfreundlicher aufstellen können. Jüngst haben wir zum Beispiel die Infotheke ganz nach vorne geholt und hinten eine Lounge eingerichtet.

Nicht einleuchtend ist nach wie vor, dass zum Beispiel die Belletristik separat aufgestellt ist: Stadtbibliothek in der Südhalle, Kantonsbibliothek in der Nordhalle. Warum diese Trennung?

Wir haben im Hintergrund zwei verschiedene betriebliche Strukturen. Das finden wir auch nicht ideal. Im Moment müssen wir damit umgehen und uns sehr genau abstimmen. Dass wir diese Trennung von Räumen und Beständen aufheben möchten, ist eines der Hauptargumente für die Fusion zur künftigen Bibliothek.

Blick in die Nordhalle der Bibliothek Hauptpost mit dem Bücherrad. (Bild: pd)

Die Bibliothek Hauptpost ist akzeptiert und beliebt. Warum braucht es trotzdem den Neubau am Marktplatz?

Es freut mich natürlich, dass das Provisorium in der Hauptpost so gut ankommt. Es gibt aber zwei Schwierigkeiten: Wir können die ruhigere Arbeitszone in der Nordhalle nicht gut von der Aufenthalts- und Begegnungszone in der Südhalle trennen. Und wir haben keine Veranstaltungsräume. Zu einer lebendigen Bibliothek, wie wir uns sie vorstellen, gehören noch ganz viele andere Angebote, die in der Hauptpost keinen Platz haben: Lesungen, Ausstellungen, Buchvernissagen, Schulungen, Zusammenarbeit mit Vereinen etc. Am Marktplatz ist eine ganz grosse Offenheit geplant. Der Neubau bedeutet mehr Platz für Bücher, aber auch eine grössere Vielfalt an Räumen für unterschiedliche Nutzergruppen. Die Kinder- und Jugendbibliothek und die Spezialbestände der Kantonsbibliothek sollen künftig alle an einem Ort untergebracht werden. Das ist für die Besucherinnen und Besucher, gerade für Familien, viel praktischer als jetzt und wird zu betrieblichen Synergien führen.

Das Projekt, das den Architekturwettbewerb gewonnen hat, ist deutlich grösser als das heutige Provisorium und wirkt von aussen auch mächtig. Das weckt Kritik.

Das Raumprogramm wurde so ausgearbeitet, dass wir unsere Leistungsaufträge erfüllen können. Die Kantonsbibliothek hat einen Bildungsauftrag, sie sammelt st.gallische Publikationen (sogenannte Sangallensien) und st.gallisches Kulturgut. Die Stadtbibliothek stellt die Grundversorgung der breiten Bevölkerung mit Medien sicher. Dieses umfassende Medienangebot wird neu mit Vermittlungsangeboten ergänzt. Wenn man diese Art von Bibliothek, also eine Public Library möchte, dann braucht es unser Raumprogramm.

Die im Moment verstreuten Magazine der Kantonsbibliothek sollen am Marktplatz zusammengeführt werden. Ist es sinnvoll, diesen zentralen Ort zum Aufbewahren zu nutzen?

Das Freihandmagazin und das geschlossene Magazin werden unterirdisch sein, davon wird man im Stadtbild nichts wahrnehmen. Im Gebäude über Boden planen wir im Moment 200’000 Medien, doppelt so viele wie in der Hauptpost. Das ist an sich nicht besonders viel, da im Gegensatz zu jetzt die Medien der Kinder- und Jugendbibliothek integriert sein werden.

Und das Magazin ist auch in Zukunft gross genug, um die wachsenden Bestände aufzunehmen?

Ja, wir haben das auf 50 Jahre berechnet, beim jetzigen Stand des Tempos, mit dem das Magazin wächst. Aber wir gehen davon aus, dass dieses Tempo abnehmen wird, weil wir zunehmend digitale Medien haben.

Die neue Public Library

Die Kantonsbibliothek Vadiana und die St.Galler Stadtbibliothek sind seit 2016 als Provisorium in der Hauptpost St.Gallen einquartiert. Jetzt sollen sie in einer neuen Public Library am Blumenmarkt zusammengeführt werden. Im Juni ist der Architekturwettbewerb entschieden worden. Momentan wird das Projekt überabeitet. Die Abstimmungen über den Kredit in Kanton und Stadt sind 2024 geplant, die Eröffnung könnte im Jahr 2028 oder 2029 stattfinden.

In der Jury des Architekturwettbewerbs sassen Architektinnen, Stadtplaner und Politikerinnen – die Bibliotheks-Fachleute durften nicht abstimmen. Ist das Haus primär architektonisch interessant oder auch wirklich geeignet für eine Bibliothek?

Mir gefällt dieses Haus, und die Bibliotheksfachleute waren intensiv an den Jury-Diskussionen beteiligt. Zuerst ging es um das Äussere des Gebäudes. Aber jetzt beginnt ein Prozess zur inneren Bearbeitung. Alle unsere Wünsche wurden festgehalten und die Arbeitsgruppe hat ihre Arbeit bereits aufgenommen. Bei der Detailarbeit haben wir eine gewichtige Stimme.

Ein hohes, offenes Foyer mit eingehängten Lesegalerien bringt Architekturfreaks ins Schwärmen. Aber für konzentriertes Lesen ist das ein Alptraum.

Konkret ist schon vorgesehen, dass die Galerien akustisch abgetrennt werden. Und generell ist klar, dass wir Bibliotheken diesen Prozess der Bearbeitung eng begleiten werden. Das ist essenziell, damit diese Public Library für alle Bevölkerungsgruppen funktioniert. Für den Neubau haben wir differenzierte Akustikpegel eingetragen: drei Kategorien von ruhig bis lebhaft, damit wir Wissenschaftlerinnen und Studierenden ebenso gerecht werden wie Kindern und Jugendlichen.

Zu den Strukturen im Hintergrund: Werden Stadt- und Kantonsbibliothek mit der Public Library noch enger zusammenrücken?

Ein Kernaspekt des Projekts Neue Bibliothek ist die komplette betriebliche Fusion. Die Kantonsbibliothek wird aus der Kantonsverwaltung ausgegliedert, die Stadtbibliothek aus der Stadtverwaltung. Die neue Organisationsform wird wahrscheinlich eine selbständige öffentlich-rechtliche Anstalt. Und dann hätten wir keine Doppelspurigkeit mehr, keine getrennten Einkäufe mehr, keine unterschiedlichen Bearbeitungsvorgänge, sondern es wäre alles zusammengeführt in einer Hand. In der Öffentlichkeit wird jetzt sehr viel über das Gebäude gesprochen. Aber die Fusion muss zuerst stattfinden, damit wir als kohärente Einheit in das neue Gebäude umziehen können. Diese Fusion wird übrigens auch Teil der Abstimmungsvorlagen sein.

Kommt die Frauenbibliothek Wyborada auch in die neue Bibliothek?

Wir haben mit der Wyborada eine Absichtserklärung, dass ihr Bestand übernommen, aber die Details später geklärt werden sollen. Dies ist von beiden Seiten her nach wie vor gültig.

Der Blumenmarkt hat sich den letzten Jahren durch die Gastrobetriebe zu einem belebten Ort entwickelt. Ist in Zukunft um 19 Uhr wieder Lichterlöschen?

Veranstaltungen soll es auch abends geben, und das Bibliothekscafé soll wenn möglich auch nach 19 Uhr noch in Betrieb sein. Das Raumprogramm muss gewährleisten, dass diese Angebote unabhängig von der Bibliothek funktionieren. Auch für die Bibliothek soll es Abend- und Sonntagsöffnungszeiten geben, das ist inzwischen an vielen Orten üblich. Insgesamt rechnen wir damit, dass die Bibliothek dazu beitragen wird, dass dieser Platz lebendiger ist als jetzt.

Der Bau allein wird im Moment auf 137 Millionen geschätzt. Das ist viel. Kommen mit längeren Öffnungszeiten und mehr Veranstaltungen auch noch höhere Betriebskosten auf uns zu?

Wir gehen davon aus, dass bestimmte Aufgaben wegfallen und neue entstehen. Einsparungen ergeben sich aus der Fusion und auch aus Veränderungen in der Bibliothekswelt, die beispielsweise dazu führen, dass wir zum Katalogisieren immer weniger Zeit einsetzen müssen. Im Gegenzug werden wir mehr aufwenden für Vermittlung und Medienpädagogik. Wir möchten sowohl das Personal als auch die Mittel allmählich hin zu Zukunftsaufgaben verschieben.

Dem Aufbauprojekt steht ein Abbau gegenüber: Die grossen Pläne für das Zentrum für das Buch (ZeBu) haben sich zerschlagen. Die Universität hat ihren Studiengang wieder eingestellt, bei Ihnen arbeitet noch eine einzige Person für das ZeBu. Ein Wermutstropfen?

Nein, das ZeBu hat zwar nicht mehr das Format, das einmal geplant war, aber es ist eine sehr schöne Sache. Ich begreife es als ein besonderes Fachreferat mit einer Fachbibliothek und spezifischen Sammlungen. Um das lebendig zu erhalten, beziehen wir das ZeBu stärker auf den Kernauftrag der Bibliothek. Das heisst, wir achten bei den Beständen auf einen Bezug zum Kanton und stehen da auch im engen Austausch mit Typographen und Buchgestalterinnen im Umfeld. Ich denke da etwa an die Ausstellung «Tschichold in St.Gallen» in Zusammenarbeit mit Jost Hochuli, an den Bestand aus der Büchergilde Gutenberg, den wir von Hans-Peter Kaeser erhalten haben, oder auch an die Ausstellung der schönsten Bücher aus der Schweiz, Deutschland und Österreich.

In Ihre Amtszeit fällt auch die Verabschiedung der Bibliotheksstrategie für den ganzen Kanton. Wie unterstützt die Kantonsbibliothek die Bibliotheken in den Gemeinden in ihrer Entwicklung?

Wir haben im Amt für Kultur in Workshops die Bedürfnisse der Bibliotheken aufgenommen und auf dieser Basis eine Strategie entwickelt. Ein Element ist die Förderung von Projekten, die von Bibliotheken eingegeben werden, durch die kantonale Bibliothekskommission. Ein Beispiel dafür ist der Igel «Bigli», den die Bibliothek St.Margrethen als Maskottchen zur Leseförderung für die Jüngsten eingesetzt hat. Das ist ein kleines Projekt, aber es hat mich sehr berührt zu sehen, welche Bedeutung dieser Igel für die Kinder und ihre Identifikation mit der Bibliothek hat.

Zur Bibliotheksstrategie gehört auch ein ganz grosses Projekt, der Regioverbund. Das wird ein Zusammenschluss von zwei bisher getrennten Bibliotheksverbünden sein, und neu geht das Angebot über Datenbank und Katalog hinaus. Bibliotheken können dann modular eine weitergehende Unterstützung bei bibliothekarischen Arbeiten beziehen, an einem kantonalen Kurier teilnehmen und von einer Vielfalt von E-Medien profitieren. Damit würden sich die Dienstleistungen der künftigen Bibliothek vermehrt auf die weiter entfernten Regionen ausdehnen.

Zum Amtsantritt haben Sie sich damals vermehrte Öffentlichkeitsarbeit mit Ausstellungen und Veranstaltungen vorgenommen. Ist das gelungen?

Ich denke, mit den Ressourcen, die wir jetzt haben, ist es gelungen. Und in der neuen Bibliothek wird es noch einmal eine ganz neue Dimension haben können. Mit der aktuellen Ausstellung «Viadana», in der sich Andreas Frick aus künstlerischer Perspektive mit der Bibliothek als Gedächtnisinstitution auseinandersetzt, gehen wir schon in einen recht freien Bereich. Öffentlichkeitsarbeit und Vermittlung sind wichtig. Es ist aber auch wichtig, dass wir als Bibliothek auch in Zukunft erkennbar bleiben. Wir brauchen zuerst einmal ein grosses, hybrides Medienangebot. Und das Rahmenprogramm soll einen Bezug dazu haben, wir sind keine beliebige Kulturinstitution.

Das Thema «Öffnung» hat meine Arbeit durchzogen. Mit der Bibliothek Hauptpost haben wir das Haus an sich geöffnet. Aber es gibt auch Öffnungen, die vielleicht nicht so offensichtlich sind, wie zum Beispiel das grosse E-Medien-Angebot der Kantonsbibliothek.

Öffentlichkeitsarbeit wäre ja auch möglich mit dem Verein Buchstadt, den Sie seit 2017 präsidieren. Seine Tätigkeit ist in jüngerer Zeit etwas eingeschlafen. Warum?

Weil wir in der Pandemie unsere Veranstaltungen nicht durchführen konnten. Wir haben 2018 und 2019 erfolgreich eine Plattform zum Welttag des Buches lanciert. 2020 sollte es noch ein viel grösseres Programm geben – das ist ins Wasser gefallen. Bei der «Buchstadt» habe ich das Präsidium übernommen, als die ganz grossen Pläne verflogen und der Beitrag der Standortförderung verbraucht war. Der Verein lebt von den Beiträgen und Aktivitäten der Mitglieder. Wir diskutieren zurzeit im Vorstand, was mit dem Verein werden soll.

Ist St.Gallen eine Buchstadt?

Diese Frage habe ich erwartet! Ich sehe, dass es in St.Gallen viele kulturell engagierte Menschen gibt und viele am Buch und am Lesen und an der Literatur interessiert sind. Das freut mich, und dieses interessierte Umfeld ist das, was schön war an der Zeit hier. Ausserdem gibt es die wundervolle Stiftsbibliothek, aber eine Buchstadt kann nicht nur auf Vergangenheit beruhen, sondern müsste gezielt etwas aufbauen für die Zukunft. Ein Element kann die künftige Bibliothek auf dem Marktplatz sein. Eine lebendige Buchszene ist schliesslich wichtiger als ein Label.

Was ist zu tun? Was muss ihre Nachfolgerin oder ihr Nachfolger anpacken?

Es sind schon einige Weichen gestellt: Da ist zunächst einmal die Planung der künftigen Bibliothek am Marktplatz. Die Identifikation mit diesem Projekt ist eine notwendige Voraussetzung, um diese Stelle anzunehmen. Und dann gibt es einen Bereich, über den wir bis jetzt nur wenig gesprochen haben: In der Bibliothekswelt findet eine ganz grosse Transformation statt. Wir haben den Kernauftrag, Sangallensien zu sammeln. Und nun geht es darum, dieses Kulturgut mit digitalen Mitteln der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Wir definieren zurzeit Leitlinien, was der Sammelauftrag für digitale Medien bedeutet. Und wir haben begonnen, Medien zu digitalisieren, um zum Beispiel das ganze «St.Galler Tagblatt» auf einer Plattform der ETH zur Verfügung zu stellen. Wenn solche Projekte gelingen, hat die Digitalisierung einen guten Zweck, nämlich das, was der Identifikation mit diesem Kanton dient, wirklich breit zugänglich zu machen. Da könnte man dann sogar noch weiter gehen und über ein Kulturgüterportal nachdenken.

Digital publiziert wird sehr viel. Wie wird ausgewählt, was relevant ist?

Das ist genau das Thema. Es gibt zunächst urheberrechtliche und technische Fragen, die man klären muss. Wir digitalisieren die physische «Tagblatt»-Ausgabe, aber die Archivierung von Online-Ausgaben ist weltweit bisher nicht geklärt. Und dann muss man Kriterien definieren: Was gehört zu den digitalen Sangallensien? Webseiten werden von der Nationalbibliothek archiviert, bei uns geht es um Publikationen in anderen Formaten, zum Beispiel als PDF. Amtsdruckschriften werden allerdings vom Staatsarchiv gesammelt, also stellt sich die Frage, für welche anderen digitalen Publikationen wir zuständig sein sollen. Es ist ein grosses und aufwendiges Feld. Und es zeigt, dass mit der Digitalisierung nicht nur Probleme gelöst werden, sondern auch viele neue Fragen entstehen.

Sie leiten neu die Universitätsbibliothek Bern. Was bietet Bern mehr als St.Gallen?

Bern bietet anderes. Ich hatte in meiner Berufslaufbahn die Möglichkeit, ganz verschiedene Bibliothekstypen kennenzulernen. Ich habe angefangen in einer kleinen privaten wissenschaftlichen Bibliothek in Basel, dann habe ich hier die Kantonsbibliothek geleitet. Durch die Hauptpost habe ich sehr viel mitbekommen über die Anliegen und Erfordernisse der Stadtbibliothek, durch die Arbeit in der Bibliothekskommission habe ich viel gelernt über Gemeindebiblio-theken. Ich liebe diese Vielfalt und mich reizt es, jetzt noch einmal eine ganz andere Bibliothek kennenzulernen. Die Universitätsbibliotheken sind in den digitalen Technologien schon weiter. Und es wird auch persönlich eine ganz spannende Aufgabe sein, diese riesige Bibliothek zu führen. Ich war hier sehr, sehr glücklich, aber ich bin ein Mensch, der ab und zu gern etwas Neues tut.

Dieser Beitrag erschien im Novemberheft von Saiten.

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