Mäggi, 22. November 2014 um 12:11 Uhr Freue mich zwar auch auf die neue Bibliothek, finde jetzt, da ich mich mit dem Thema doch einigermassen auseinandersetzt habe, den unkritischen Beitrag etwas gar weichgespülte Werbung. Die eigentlich förmlich nach Zusatzbeiträgen schreit. Ich nehme jetzt mal zwei Punkte heraus. (es gäbe noch zahlreiche mehr): - ZITAT: MAGISTRALE PLÄNE FÜR EINE GROSSBIBLIOTHEK, VOM FANTASTISCHEM ZUM REALISTSCHEN Entstammen diese ja eigentlich nicht durchwegs einer einzelnen Person? jener Perosn, die – so dem Vernehmen nach – auch der Grund dafür war, warum es über ein Jahrzehnt lang nicht möglich war, die Kantonsbibliothek näher an die Uni Bilbliothek oder die Freihandbibliothek heranzuführen? Strichen nicht die Führungen der anderen Bibliotheken jedes mal die Segel, weil es hoffnungslos war, mit der immer selben Person einen Konsens zu finden? Ist es möglich, dass solche Initiativen immer an einer und derselben Person scheitern konnten? Könnte dies wirklich an einer einzelnen Person, die sich mit einem überrissenen und grössenwahnsinnigen Neubau (zum Glück vom Stimmvolk abgelehnt) ein Denkmal setzen wollte gehangen haben, dass eine Bibliotheksstadt solange blockiert war? Stadtdessen könnte man zum nun Schluss kommen, die Kantonbsbibliothek wurde an die Wand gefahren. Eine Leistungsbilanz ist in den Medien nie erfolgt, auch wurde nie der Frage nachgegangen, ob man sich nach dem Wechsel in der Leitung nun um die Stiftsbibliothek sorgen machen müsste? ZITAT: ES IST EINE REVOLUTION IN DER ST.GALLER BIBLIOTHEKSLANDSCHAFT. Dieses Fazit halte ich dann schon für masslos übertrieben.Es ist mal ein guter erster Schritt, nicht mehr und nicht weniger. Es sind aber noch immer zwei Bibliotheken mit einem riesigen Overkill an doppelten Kosten und Personal, die jährlich Unsummen an Geld verschlingen (ohne Zusatznutzen), dies in einer Zeit, wo man im Sozialbereich bis über die Schmerzgrenze hinaus Mittel kürzt. Es wird im Beitrag auch nicht erwähnt, dass , wie bisher immer komuniziert, diese Bibliothek einfach mal ein Provisorium ist – und nicht mehr. Dieses hat sehr viel Geld gekostet, ohne Wissen darum, wie es weiter geht, oder ob dereinst alles rückgängig gemacht wird. Ohne Zukunftsmodell und just in einer Zeit, als der Standort einer Bibliothek immer unwichtiger wird, weil – schneller als vorhersehbar – immer mehr Bibliothekskunden Medien digital ausleihen. Dass es nun einen Verein Pro Stadtbibliothek gibt, ist zwar nett. Es bedeutet aber nach wie vor, dass beide Bibliotheken zwar in den gleichen Räumlichkeiten untergebracht sind, aber jede ihr eigenes Süppchen kocht. Nein, entschuldigung, aber von einer Revolution sind wir dann noch ganz schön weit entfernt. Einfach einige Anhaltspunkte, die ihr – sonst in verschiedenen Themen auch nicht unkritisch – durchaus hättet einflechten dürfen.
St. Gallen erhält neue Stadtbibliothek | digithek blog, 21. November 2014 um 18:31 Uhr … nächsten Februar wird die neue Stadtbibliothek in der Hauptpost St.Gallen eröffnet. Im Artikel “Schub für neue Stadtbibliothek” auf saiten.ch heisst es …