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Eine einmalige Geburtstagsparty

Der schönste Moment der Jubiläumsfeier: Stahlberger singen mit Peer Füglistaller (2. von links) und Basil Kehl (2. von rechts) von Dachs, Hannah Bissegger und Anisa Djojoatmodjo von Ikan Hyu (Mitte am Mikrofon), Elio Ricca (4. von links) und Natasha Waters (3. von rechts) den Pixies-Klassiker Where Is My Mind?. (Bild: Kasimir Höhener)

Der schönste Moment der Jubiläumsfeier: Stahlberger singen mit Peer Füglistaller (2. von links) und Basil Kehl (2. von rechts) von Dachs, Hannah Bissegger und Anisa Djojoatmodjo von Ikan Hyu (Mitte am Mikrofon), Elio Ricca (4. von links) und Natasha Waters (3. von rechts) den Pixies-Klassiker Where Is My Mind?. (Bild: Kasimir Höhener)

Zu seinem 20. Geburtstag hat das Kulturfestival am Wochenende Bands aus St.Gallen und der Region zu einem zweitägigen Konzertfest eingeladen. Dieses war so vielfältig wie gelungen – auch wegen der Idee, Covers aus der Gründungszeit des Festivals in die Sets einzubauen. 

Die­ses Jahr fei­ert das Kul­tur­fes­ti­val sein 20-Jahr-Ju­bi­lä­um. Und weil sich run­de Ge­burts­ta­ge am schöns­ten mit vie­len Gäs­ten fei­ern, hat das Kul­tur­fes­ti­val di­ver­se Bands und Mu­si­ker:in­nen aus St.Gal­len und der Re­gi­on ein­ge­la­den, die je­weils am Sams­tag und Sonn­tag auf­tra­ten: Stahl­ber­ger, Dachs, Ikan Hyu, Yes I’m Very Ti­red Now, Tü­chel, Ria­na und Owen Ka­ne. 

Je­des Kon­zert dau­er­te ei­ne hal­be Stun­de, die Auf­trit­te folg­ten im Ab­stand von nur we­ni­gen Mi­nu­ten. Für kur­ze Ver­schnauf­pau­sen gab es zwi­schen den Kon­zert­blö­cken DJ-Sets, am ers­ten Tag vom Bier­grüpp­li – ei­ner Grup­pe von Freun­den um die Jungs von Pain­head (die die­sen Frei­tag im Vor­pro­gramm von Pad­dy and the Rats spie­len) – und am zwei­ten von Pa-Tee. Und zum Ab­schluss des ers­ten Ge­burts­tag­tags ver­wan­del­te Pas­cal Glatz ali­as Pa­ge, die ei­ne Hälf­te des Elec­t­ro-Du­os So­da, am Sams­tag­abend den In­nen­hof des Kul­tur­mu­se­ums in ei­nen Open­air-Club. 

Das Li­ne-up die­ses Ju­bi­lä­ums­wo­chen­en­des las sich ge­wis­ser­mas­sen als Spie­gel­bild der mu­si­ka­li­schen Viel­falt, die sich je­des Jahr auch im Pro­gramm des Kul­tur­fes­ti­vals fin­det. Da­zu war es ein in­ter­es­san­ter Quer­schnitt durch die re­gio­na­le Mu­sik­sze­ne. Viel­leicht wä­re es noch in­ter­es­san­ter ge­we­sen, an den bei­den Ta­gen un­ter­schied­li­che Acts auf­tre­ten zu las­sen statt zwei­mal die­sel­ben. Schliess­lich hat die St.Gal­ler Mu­sik­sze­ne in den ver­gan­ge­nen Jah­ren sehr vie­le sehr tol­le Mu­si­ker:in­nen und Grup­pen her­vor­ge­bracht. Den­noch: Es war ei­ne ein­ma­li­ge Zu­sam­men­kunft, die sehr viel Spass mach­te und für ei­ne rund­um ge­lun­ge­ne Ge­burts­tags­fei­er sorg­te.

Die Lü­cke ge­schlos­sen 

Das Ju­bi­lä­ums­wo­chen­en­de er­öff­net am Sams­tag­nach­mit­tag Ria­na. Die Ap­pen­zel­ler Mu­si­ke­rin, die im Herbst ihr De­büt­al­bum Mi söl­be seh ver­öf­fent­lich­te, sorgt für den per­fek­ten Auf­takt. Zu Be­ginn ih­res Auf­tritts brennt die Son­ne di­rekt vor die Büh­ne, wes­halb sich das Pu­bli­kum in den Schat­ten im hin­te­ren Teil des In­nen­hofs zu­rück­zieht, was zu ei­ner gros­sen Lü­cke zwi­schen der Sän­ge­rin und den Be­su­cher:in­nen führt. Den­noch ge­lingt es der Mitt­zwan­zi­ge­rin, den In­nen­hof mit ih­ren ge­fühl­vol­len Pop-Bal­la­den schrump­fen zu las­sen und ei­ne wun­der­ba­re Nä­he zu schaf­fen. Spä­tes­tens bei der En­de Mai ver­öf­fent­lich­ten neu­en Sin­gle Ka­fi Crè­me hat sie das Pu­bli­kum in der Hand.

Riana (alle Konzertbilder: Marcello Engi)

Riana (alle Konzertbilder: Marcello Engi)

Yes I'm Very Tired Now

Yes I'm Very Tired Now

Er­fri­schend wie druck­voll ist der Auf­tritt von Yes I’m Very Ti­red Now, ei­nem Zwi­schen­ding aus So­lo­pro­jekt und Band von Marc Frisch­knecht, der für das Boo­king des Kul­tur­fes­ti­vals zu­stän­dig ist. Die In­te­gra­ti­on von Na­ta­sha Wa­ters (Ge­sang und Vio­li­ne, seit 2023) und Da­vi­de Riz­zitel­li (Syn­ths, seit 2025), die in den Nuller- und Zeh­ner­jah­ren das Elec­tro­pop-Duo Kal­te­hand/Na­ta­sha Wa­ters bil­de­ten und seit ei­ni­ger Zeit als Ma­ma­ri (mit Atil­la Schwei­zer von Mis­sue) Mu­sik ma­chen, trägt be­son­ders viel zu die­ser Fri­sche bei. Sie ge­ben dem dun­kel-küh­len In­die Pop ei­nen neu­en An­strich. Das zeigt sich bei­spiel­haft an äl­te­ren Songs wie Com­mon World oder (vor al­lem) Shi­ning Lights vom 2016 ver­öf­fent­lich­ten De­büt Hi­de & Seek. Und es ist be­ein­dru­ckend zu se­hen und zu hö­ren, wie stark die Band in die­ser neu­en For­ma­ti­on in­zwi­schen zu­sam­men­ge­wach­sen ist. 

Tü­chel mit Gast­sän­ge­rin 

Dass an der Ge­burts­tags­par­ty auch Tü­chel da­bei sind, ver­steht sich fast von selbst. Die St.Gal­ler Ur-Punks sind be­reits vier­mal am Kul­tur­fes­ti­val auf­ge­tre­ten und fei­er­ten hier auch ihr ei­ge­nes 25- und 30-Jahr-Ju­bi­lä­um mit be­son­de­ren Kon­zer­ten. Dies­mal über­ra­schen sie mit ei­ner Gast­sän­ge­rin: Punk­pau­la un­ter­stützt sie bei al­len Songs. Die 19-jäh­ri­ge Mu­si­ke­rin aus Büh­ler ver­öf­fent­licht seit zwei Jah­ren in bes­ter DIY-Ma­nier ih­re Songs, die zwi­schen Grunge und Lo-Fi-In­die chan­gie­ren, und ist im ver­gan­ge­nen Jahr am Ban­dXOst auf­ge­tre­ten. Sie gibt dem schnör­kel­lo­sen Punk­rock ei­ne er­fri­schen­de neue No­te.

Tüchel mit Punkpaula

Tüchel mit Punkpaula

Owen Kane

Owen Kane

Da­nach le­gen Owen Ka­ne ei­ne La­dung Hard Rock nach. Die Band um Sän­ger Urs Schiess, der ei­ni­gen als Bad­meis­ter des Man­nen­wei­ers be­kannt sein dürf­te, be­wegt sich mu­si­ka­lisch zwar vor­nehm­lich auf Pfa­den, auf de­nen Bands wie Black Sab­bath, AC/DC oder Iron Mai­den mar­schiert sind (oder im­mer noch mar­schie­ren), wird aber nie zum Kli­schee. Da­für sind sie zu ei­gen­stän­dig un­ter­wegs und macht ih­re Mu­sik zu viel Spass – ganz of­fen­sicht­lich auch ih­nen selbst. 

Elek­tri­sie­ren­der Auf­tritt von Ikan Hyu 

Ein Er­leb­nis ist der Auf­tritt von Ikan Hyu. Das Duo, des­sen sti­lis­tisch breit­ge­fä­cher­te Mu­sik sich am ehes­ten in der Schnitt­men­ge von Punk, Pop und Elec­t­ro ver­or­ten lässt, passt nur be­dingt in die­se St.Gal­ler Gäs­te­schar, kom­men Anisa Djo­joat­mod­jo und Han­nah Bis­seg­ger doch aus Win­ter­thur re­spek­ti­ve Zü­rich. Bis­seg­ger ist in Mör­schwil auf­ge­wach­sen, ken­nen­ge­lernt ha­ben sich die bei­den Mu­si­ke­rin­nen an der Zür­cher Hoch­schu­le der Küns­te, wo sie im Be­reich Pop ih­ren Mas­ter in E-Gi­tar­re (Djo­joat­mod­jo) und Ge­sang (Bis­seg­ger) mach­ten. Ihr Kon­zert ist wohl ein Ge­schenk des Kul­tur­fes­ti­vals an die Be­su­cher:in­nen – und an sich selbst. «Was Anisa Djo­joat­mod­jo und Han­nah Bis­seg­ger live auf die Büh­ne brin­gen, bläst ei­nen weg», schrieb der «Ta­ges-An­zei­ger» über die­se «mu­si­ka­li­sche Aus­nah­me­erschei­nung». Das be­stä­ti­gen Ikan Hyu am Sams­tag­abend: Ihr Auf­tritt ist en­er­gie­ge­la­den, in­ten­siv, ein­neh­mend. Djo­joat­mod­jo spielt haupt­säch­lich ei­nen Hy­brid aus E-Gi­tar­re und Key­board, Bis­seg­ger Schlag­zeug, bei­de sin­gen, ab­wech­selnd oder zu­sam­men. Wie steil die Span­nungs­kur­ve an ih­rem Kon­zert in die­ser ver­gleichs­wei­se kur­zen Zeit steigt, ist be­ein­dru­ckend. 

Ikan Hyu

Ikan Hyu

Dachs

Dachs

Ein sehr dich­tes Set spie­len auch Stahl­ber­ger. Dar­in fin­den sich fast aus­schliess­lich druck­vol­le­re, schwe­re­re Stü­cke wie Bö­si Wo­nig, Rund­ume Rand, Abghenkt oder die im­mer wie­der aufs Neue um­wer­fen­de Live-Ver­si­on von Über Nacht isch en Sturm cho. Gleich­zei­tig hat ihr Kon­zert ei­ne Er­ha­ben­heit, die man bei Schwei­zer Bands nur sel­ten fin­det. Mit wel­cher Sou­ve­rä­ni­tät und wel­chem blin­den Ver­ständ­nis die fünf Mu­si­ker mit­ein­an­der in­ter­agie­ren, ist ei­ne Klas­se für sich. 

Den Kon­zert-Ab­schluss des ers­ten Abends macht Ba­sil Kehl ali­as Dachs, live mit Peer Füg­lis­tal­ler. Ob mit dem «klei­nen Hit» Beat Breu von 2019 oder den ein­gän­gi­gen In­die-Pop-Songs aus dem En­de 2025 er­schie­ne­nen neu­en Al­bum I wöt mir sel­ber is Gsicht chot­ze wie Es reimt sich uf, Hal­lo Mue­ter oder Kom­men­tar­spal­te, Dachs mar­kie­ren den gan­zen In­nen­hof des Kul­tur­mu­se­ums als ihr Re­vier. Die Stim­mung ist aus­ge­las­sen, das Pu­bli­kum singt und tanzt mit. 

Zeit­rei­se ins Grün­dungs­jahr – oder noch wei­ter zu­rück 

Für die­ses spe­zi­el­le Wo­chen­en­de be­ka­men al­le Acts auch ei­ne be­son­de­re Auf­ga­be: Sie soll­ten ei­nen Song aus dem Jahr 2005 co­vern, als das Kul­tur­fes­ti­val erst­mals statt­fand, wo­bei die zeit­li­che Ein­gren­zung hie und da um ein, zwei Jah­re aus­ge­dehnt wird. Ria­na spielt Sud­den­ly I See von KT Tunstall. Die­ser Song sei in je­nem Som­mer oft im Ra­dio ge­lau­fen, wenn sie als Kind mit der Mut­ter von Ap­pen­zell nach Teu­fen oder Wid­nau in die Ba­di ge­fah­ren sei. Yes I’m Very Ti­red Now spie­len ei­ne gross­ar­ti­ge Ver­si­on von Daft Punk Is Play­ing At My House von LCD Sound­sys­tem, Ikan Hyu neh­men sich An­na Mol­ly von In­cu­bus vor, Owen Ka­ne bau­en mit Mr. Brights­ide von The Kil­lers und Best Of You von den Foo Figh­ters gleich zwei Co­ver­songs in ihr Set ein und Dachs spie­len – ge­mein­sam mit Elio Ric­ca, dem «se­xiest boy aus St.Gal­len», wie Ba­sil Kehl sagt – It’s My Life «von No Doubt», das Kehl als Jung­dachs im Mu­sik-TV ge­schaut ha­be (und das sei­ner­seits ein Co­ver des Talk-Talk-Hits von 1984 ist). 

Die un­kon­ven­tio­nells­te Wahl tref­fen Tü­chel mit ih­rer Co­ver­ver­si­on von Durch den Mon­sun von To­kio Ho­tel. Ge­ra­de bei die­sem Track er­weist sich Punk­pau­la als Glücks­griff: Sie über­nimmt den Lead beim Ge­sang, bil­det mit Mat­thi­as «Dop­pel­me­ter» Ho­wald ein so un­ter­schied­li­ches wie coo­les Duo und bü­gelt die ei­ne oder an­de­re stimm­li­che Un­ge­nau­ig­keit des Sän­gers aus. 

Stahlberger

Stahlberger

Pascal Glatz alias Page vom Electro-Duo Soda

Pascal Glatz alias Page vom Electro-Duo Soda

Auch Stahl­ber­ger hät­ten die­sen Song ger­ne ge­spielt, Tü­chel sei­en ih­nen je­doch zu­vor­ge­kom­men, sagt Ma­nu­el Stahl­ber­ger. Al­so hät­ten sie ei­ne an­de­re Band mit T ge­wählt: To­co­tro­nic. Ih­re In­ter­pre­ta­ti­on von Aber hier le­ben, nein dan­ke ist schlicht gross­ar­tig. Nicht nur, weil der Song in Zei­ten zu­neh­men­der rech­ter Strö­mun­gen auch heu­te brand­ak­tu­ell ist, son­dern auch, weil die fünf Mu­si­ker der oh­ne­hin trei­ben­den Mu­sik zu­sätz­li­chen Dri­ve ge­ben. 

Ein be­son­de­res Ge­burts­tags­ständ­chen  

Ei­ner der schöns­ten Mo­men­te die­ses Ge­burts­tags­fests ist schliess­lich, als Stahl­ber­ger, die ih­ren Auf­tritt mit dem Co­ver ei­nes In­stru­men­tal­stücks von Air er­öff­ne­ten, zu­sam­men mit Na­ta­sha Wa­ters, Dachs, Ikan Hyu und Elio Ric­ca, der am Frei­tag im Vor­pro­gramm von Balthvs auf­ge­tre­ten war, den Pi­xies-Klas­si­ker Whe­re Is My Mind? in ei­ner Dia­lekt­ver­si­on spie­len. Die­ser geht zwar aufs Jahr 1988 zu­rück, sei aber erst vor 20 Jah­ren po­pu­lär ge­wor­den, wie Ma­nu­el Stahl­ber­ger flun­kert. Es ist ge­wis­ser­mas­sen ein kol­lek­ti­ves Ge­burts­tags­ständ­chen für die­ses schö­ne, sorg­fäl­tig pro­gram­mier­te Fes­ti­val, das sei­nem Pu­bli­kum vie­le un­ver­gess­li­che Mo­men­te be­schert und im­mer wie­der Kon­zer­te prä­sen­tiert hat, die ei­nem im bes­ten Sin­ne den Ver­stand rau­ben kann. 

Der Innenhof des Kulturmuseums

Der Innenhof des Kulturmuseums

Und das auf und ab­seits der Büh­ne di­ver­se Ge­schich­ten ge­schrie­ben hat: Zwi­schen den Kon­zer­ten er­zäh­len Cé­li­ne Fuchs und Ri­chi Küt­tel An­ek­do­ten aus den 20 Aus­tra­gun­gen. Et­wa als Russ­ka­ja 2010 nach ih­rem Auf­tritt das Ho­tel­zim­mer aus­ein­an­der­nah­men, wes­halb die Mu­si­ker:in­nen des Kul­tur­fes­ti­vals bis heu­te dort nicht mehr will­kom­men sind. Als A Few Good Men 2007 vor und wäh­rend ih­rem Kon­zert der­mas­sen be­cher­ten, dass bloss «a few men» üb­rig­blie­ben und nur die Hälf­te der zwölf­köp­fi­gen Band die­ses zu En­de spie­len konn­te. Oder als sich 2008 beim Kon­zert von Bauch­klang we­gen der Bäs­se die Aus­stel­lungs­ge­gen­stän­de im Kul­tur­mu­se­um ver­scho­ben, was bei des­sen Ver­ant­wort­li­chen zur Fra­ge ge­führt ha­be, ob das Kul­tur­fes­ti­val über­haupt wei­ter­hin statt­fin­den kön­ne. Es konn­te, bis heu­te – zum Glück. Auf wei­te­re 20 Jah­re! 


kul­tur­fes­ti­val.ch

Das Schö­ne an der Pro­vinz

St.Gal­len und Lu­zern ha­ben mehr ge­mein­sam, als man zu­nächst denkt – oder doch nicht? «Null41» war mit der Sai­ten-Re­dak­ti­on in St.Gal­len un­ter­wegs.

Von  Giulia Bernardi Robyn Muffler  und  Raphael Albisser , Bilder:  Claudia Schildknecht
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Auf der Su­che nach (Un)Ru­he

Von St.Gal­len bis nach Süd­afri­ka. Ein Ost­schwei­zer Ehe­paar reist im Land­ro­ver De­fen­der um die Welt. Ih­re Er­leb­nis­se hal­ten die Bau­mel­ers mit ei­ner Ka­me­ra fest. Nun er­scheint ihr Film Im­mer wei­ter in Ost­schwei­zer Ki­nos – ei­ne ehr­li­che Do­ku­men­ta­ti­on, der ei­ne Ein­ord­nung gut ge­tan hät­te.

Von  Daria Frick
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«Open House St.Gallen»

Of­fe­ne Tü­ren – tie­fe Ein­bli­cke

Von  Daria Frick
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Museum Herisau

Zeit­rei­se zu den An­fän­gen der Schul­bil­dung

Von  Redaktion Saiten
Bildschirmfoto 2026 09 01 um 10 08 43

Ein Rück­blick auf die ver­ges­se­ne Künst­le­rin Mag­gy Mau­ritz

Das Küefer-Mar­tis-Hu­us in Rug­gell wid­met sich in ei­ner Re­tro­spek­ti­ve der Wie­der­ent­de­ckung ei­ner völ­lig über­se­he­nen Künst­le­rin: Mag­gy Mau­ritz war ei­ne Pio­nie­rin der Graf­fi­ti­kunst und des Lett­ris­mus.

Von  Sieglinde Wöhrer
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Der lan­ge Weg nach Hau­se – ein Stol­per­stein für Ja­kob Lütschg

Ja­kob Lütschg kehr­te nie nach Bal­gach zu­rück. 82 Jah­re nach sei­nem Tod im Kon­zen­tra­ti­ons­la­ger Bu­chen­wald kehrt we­nigs­tens sein Na­me heim. Der ers­te Stol­per­stein im St. Gal­ler Rhein­tal er­in­nert an ein Le­ben, das bei­na­he ver­ges­sen ging.

Von  Shqipton Rexhaj
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Musik am See

Pia­no­klän­ge für al­le

Von  Vera Zatti
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FC St.Gal­len vs. FC Thun 3:4 – Es wird heu­te nicht mehr bes­ser

Tor­reich, span­nend und doch ent­täu­schend - nur ei­ne Vier­tel­stun­de gu­ter Fuss­ball reicht halt nicht zum Punkt ge­gen Thun. 

Von  SENF Kollektiv
Senf

Fast ein gan­zes Le­ben spä­ter 

Nach Jahr­zehn­ten tref­fen sich Eva und Franz wie­der. Bei­de im fort­ge­schrit­te­nen Al­ter. Viel ist pas­siert und doch ist da noch Zu­nei­gung. Schwind­lig heisst der neue Ro­man der Ost­schwei­zer Au­torin Chris­ti­ne Fi­scher, in dem viel­schich­ti­ge Cha­rak­te­re auf fei­nes Sprach­ge­fühl tref­fen. 

Von  Vera Zatti
Abutz DSC 9766 Portrait wahl fischer klein cmky

Neu­start für Me­ter und Off­cut

Die­ses Wo­chen­en­de er­öff­net die of­fe­ne Werk­statt Me­ter den neu­en Stand­ort an der Burg­stras­se. Und im No­vem­ber zü­gelt Off­cut nach St.Fi­den. Das ist der An­fang vom En­de der Ge­mein­schaft «Ul­men5» – zu­min­dest in ih­rer bis­he­ri­gen Form. Denn 2027 könn­te es zur teil­wei­sen Wie­der­ver­ei­ni­gung kom­men.

Von  David Gadze
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WG gaf­fen

Ei­ne neue SRF-Se­rie por­trä­tiert ei­ne elf­köp­fi­ge WG aus St.Gal­len. End­lich wie­der mal ei­ne se­hens­wer­te SRF-Pro­duk­ti­on, fin­det Sai­ten-Au­tor An­di Gi­ger.

Von  Andi Giger
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FC St.Gal­len vs. FC Nordsjæl­land 2:3 – St. Gal­len un­ter­liegt Nordsjæl­land

St. Gal­len schlägt sich am En­de auch selbst und muss den Traum von Eu­ro­pa be­gra­ben. Ent­schei­dend war er Platz­ver­wei­se ge­gen Mihai­lo Steva­no­vic vor der Pau­se.

Von  SENF Kollektiv
Senf
Heftvorschau 09/26
Luzern Winti St.Gallen, Neonazipfarrer, A(nita) bis Z(immermann)

Drei Kul­tur­ma­ga­zi­ne tun sich zu­sam­men, ver­glei­chen ih­re Städ­te und die Her­aus­for­de­run­gen, de­nen die Kul­tur ge­gen­über­steht. Sai­ten hat die Kol­leg:in­nen vom «Coucou» in Win­ter­thur be­sucht und das «Null41» war in St.Gal­len zu Be­such. Aus­ser­dem im Sep­tem­ber­heft: lau­ter Ju­bi­lä­en – von Ani­ta Zim­mer­mann über das Fi­gu­ren­thea­ter bis zur Mu­se­ums­nacht –, ein Pfar­rer auf brau­nen Ab­we­gen, ei­ne Fla­schen­post aus Af­gha­ni­stan und ein In­ter­view zum Hit­ze­som­mer und dem Kli­ma­wan­del.

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Mehr Di­ver­si­tät, mehr Durch­mi­schung

An sei­ner ers­ten Pres­se­kon­fe­renz als Lei­ter der St.Gal­ler Kel­ler­büh­ne schil­dert Hü­sey­in Cir­pi­ci sei­ne Ein­drü­cke der Stadt und ver­rät, was das Pu­bli­kum un­ter sei­ner Re­gie er­war­tet.

Von  Daria Frick
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Him­mels­stür­mend und oh­ren­be­frei­end

Der St.Gal­ler Kom­po­nist Charles Uz­or hat ei­ne Art po­li­ti­sches Ora­to­ri­um ge­schrie­ben. Am Sonn­tag wur­de es in der Kir­che Tro­gen auf­ge­führt: The Gre­at Wall. A La­by­rinth mit dem gran­dio­sen New Yor­ker Vo­kal­ensem­ble Ek­me­les.

Von  Peter Surber
Charles Uzor photo Michel Canonica

Ma­schi­nen­in­tel­li­genz trifft den Ton, aber nicht die Mu­sik

An den Ap­pen­zel­ler Bach­ta­gen er­klär­te die Me­di­en­wis­sen­schaft­le­rin Mer­ce­des Bunz, wes­halb die künst­li­che In­tel­li­genz krea­tiv sein kann – und war­um sie den­noch grund­le­gend an­ders ar­bei­tet als der Mensch. 

Von  Philipp Bürkler
Bachtage ki und musik 1

Kunstausstellung

Kunst öff­net Tü­ren

Von  Vera Zatti
Arthur Stobete nah

Weis­ses Va­ku­um und ei­ne ro­te Kra­wat­te

Ge­sell­schafts­kri­tik, Wir­bel­säu­len und Ge­len­ke, die kei­ne sind. Im Rah­men ei­ner Zwi­schen­nut­zung zei­gen vier Kunst­schaf­fen­de noch bis zum 29. Au­gust ih­re Ar­bei­ten im Ku­bik-Are­al in St. Gal­len.

Von  Vera Zatti
Transluzent Saiten 5

Das Kreuz mit den Ga­gen

Die Kul­tur hat kei­ne Lob­by? Am Stadt­kul­tur­ge­spräch vom Don­ners­tag­abend im Tal­hof war sie da: Ver­tre­ter:in­nen von acht Be­rufs­ver­bän­den stell­ten sich vor. Bren­nends­tes The­ma wa­ren ein­mal mehr die Ho­no­ra­re.

Von  Peter Surber
Stadtkultur2

Ei­ne Por­ti­on Kunst

Im Kunst Kon­tor Ror­schach lud der Künst­ler Fe­lix Stöck­le zu ei­nem Din­ner, ei­ner Aus­stel­lung, ei­nem Hap­pe­ning – zwi­schen Fi­ne Di­ning, Ke­ra­mik, pop­kul­tu­rel­len Re­fe­ren­zen und der al­ten Idee ei­nes ge­teil­ten Ti­sches.

Von  Veronika Fischer
Kunstkontor dinner felix stoeckle 1