Kategorie
Autor:innen
Jahr

Neustart für Meter und Offcut

Der Meter ist in diese Shedhalle von Bischof Textil an der Burgstrasse gezügelt. (Bilder: dag)

Der Meter ist in diese Shedhalle von Bischof Textil an der Burgstrasse gezügelt. (Bilder: dag)

Dieses Wochenende eröffnet die offene Werkstatt Meter den neuen Standort an der Burgstrasse. Und im November zügelt Offcut nach St.Fiden. Das ist der Anfang vom Ende der Gemeinschaft «Ulmen5» – zumindest in ihrer bisherigen Form. Denn 2027 könnte es zur teilweisen Wiedervereinigung kommen.

Noch ist nicht al­les an sei­nem Platz. Gros­se Ka­bel­spu­len lie­gen auf dem Bo­den, Lei­tun­gen hän­gen von der De­cke, rund um das Emp­fangspult sta­peln sich Kis­ten. Doch schon lässt sich er­ah­nen, was hier bald wie­der mög­lich sein wird: Näh- und an­de­re Ma­schi­nen ste­hen be­reit, Werk­zeug liegt pa­rat, Schrau­ben sind säu­ber­lich sor­tiert, da­ne­ben ste­hen Ton- und Ke­ra­mik­ge­fäs­se. In ei­nem Raum riecht es nach Holz, in ei­nem an­de­ren nach frisch ge­stri­che­ner Far­be.

Hier, in ei­ner ehe­ma­li­gen La­ger­hal­le von Bi­sch­off Tex­til an der Burg­stras­se 20, zwi­schen der Sport­hal­le Kreuz­blei­che und der Le­on­hards­kir­che, rich­tet sich der neue Me­ter ein. Beim Rund­gang mit Mar­co Mül­ler und Sa­rah Burtscher Mit­te Au­gust ist die Werk­statt noch nicht ganz be­reit für die Neu­eröff­nung. Die­se steht nun aber be­vor: Die­sen Sams­tag steigt das Wie­der­eröff­nungs­fest. Ab Mitt­woch, 2. Sep­tem­ber, ist der Me­ter wie­der re­gu­lär ge­öff­net.

Meter 1 david gadze
Meter 3 david gadze

Der Me­ter ist ei­ne of­fe­ne und be­treu­te Werk­statt für Holz, Me­tall, Tex­til und Ke­ra­mik. Hier kann man je­weils von Mitt­woch bis Sonn­tag Ma­schi­nen und Werk­zeug ge­gen ein Ent­gelt be­nüt­zen, das Ma­te­ri­al muss man – aus­ser in der Ke­ra­mik­werk­statt – sel­ber mit­brin­gen. Nach ei­ge­ner Be­schrei­bung ver­steht sich der Me­ter als «so­zio­kul­tu­rel­les An­ge­bot, wel­ches das ge­ne­ra­tio­nen- und kul­tur­über­grei­fen­de Leh­ren und Ler­nen un­ter­stützt». Der Zu­sam­men­schluss di­ver­ser Ak­ti­vi­täts­be­rei­che er­mög­li­che es, neue Din­ge aus­zu­pro­bie­ren, Know-how aus­zu­tau­schen und trans­dis­zi­pli­nä­re Pro­jek­te zu schaf­fen.

Das An­ge­bot stösst auf An­klang: Die Zahl der zah­len­den Nut­zer:in­nen hat sich von 1000 im Jahr 2022 auf in­zwi­schen rund 2000 ver­dop­pelt. Dar­in nicht ein­ge­rech­net sind die ak­ti­ven Mit­glie­der, die für ei­nen Jah­res­bei­trag von 300 Fran­ken die Werk­stät­ten un­be­grenzt nut­zen kön­nen.

Ei­ner Ba­che­lor­ar­beit ent­sprun­gen

Die Idee ei­ner of­fe­nen Werk­statt hat­ten Mar­co Mül­ler, Lea Gie­zen­dan­ner und Adri­an Kolb wäh­rend der Co­vid-Pan­de­mie. Mül­ler stu­dier­te da­mals So­zia­le Ar­beit und ging in sei­ner Ba­che­lor­ar­beit der Fra­ge nach, für wen so ein An­ge­bot nütz­lich sein könn­te. Das Re­sul­tat: die ge­sam­te Be­völ­ke­rung. Bei der Su­che nach ei­nem ge­eig­ne­ten Raum kam das Me­ter-Team mit den Ma­che­rin­nen des Ma­te­ri­al­markts Off­cut in Kon­takt. Ge­mein­sam be­sich­tig­ten sie die Räu­me an der Ul­men­stras­se 5 und schlos­sen sich mit dem Ate­lier Viel­raum zur Ge­mein­schaft «Ul­men5» zu­sam­men. We­nig spä­ter ka­men das Re­pair Ca­fé und die Gla­cé-Ma­nu­fak­tur An­ge­la­ti von An­ge­la Gen­zia­ni hin­zu. Fort­an stand «Ul­men5» nicht nur für die Adres­se, son­dern auch für die Ge­mein­schaft der fünf an­ge­schlos­se­nen Be­trie­be. 

Von An­fang an war je­doch klar, dass die Zwi­schen­nut­zung ma­xi­mal bis Mit­te 2027 dau­ern wür­de – die Lie­gen­schaft im Her­zen des La­chen-Quar­tiers wird ei­nem Neu­bau wei­chen. So be­gann ge­wis­ser­mas­sen gleich nach der Er­öff­nung von «Ul­men5» die Su­che nach ei­nem neu­en Raum. Am An­fang hät­ten sie das Ziel ver­folgt, für al­le fünf Be­trie­be ge­mein­sam ei­nen neu­en Stand­ort zu fin­den, sagt Mül­ler. Doch schon ziem­lich bald ha­be sich her­aus­ge­stellt, dass das nicht mög­lich sein wür­de. «Es sind zu vie­le ver­schie­de­ne An­sprü­che. Weil wir ei­ni­ge sehr schwe­re Ma­schi­nen ha­ben, brau­chen wir ei­nen Raum mit ei­ner ent­spre­chen­den Bo­den­last.» 

Hin­zu kom­me, dass es prak­tisch un­mög­lich sei, in St.Gal­len gros­se Räu­me oder Lie­gen­schaf­ten zu fin­den, die ei­ni­ger­mas­sen zen­tral ge­le­gen und da­zu be­zahl­bar sei­en. Heu­te be­legt «Ul­men5» rund 600 Qua­drat­me­ter, für al­le fünf Be­trie­be zu­sam­men müss­ten an ei­nem neu­en Ort 1500 bis 2000 Qua­drat­me­ter zur Ver­fü­gung ste­hen, sagt Mül­ler. 

Flä­che und Zahl der Ar­beits­plät­ze ver­dop­pelt 

Der Um­zug er­öff­net neue Mög­lich­kei­ten. Am al­ten Stand­ort stiess der Me­ter an sei­ne Gren­zen, so­wohl was den Platz als auch die In­fra­struk­tur be­trifft. «In der Ke­ra­mik­werk­statt stan­den sich die Leu­te re­gel­mäs­sig auf den Füs­sen rum. Und im­mer wie­der muss­ten wir Kund:in­nen so­gar ab­wei­sen, weil oft al­le Ar­beits­plät­ze ei­ner be­stimm­ten Werk­statt be­setzt wa­ren», sagt Burtscher. Auch die Ein­füh­rungs­kur­se, die für die Ma­schi­nen in der Holz- und der Me­tall­werk­statt Pflicht sind, konn­ten man­gels Plat­zes nicht mehr rich­tig durch­ge­führt wer­den. 

Die­se Pro­ble­me ge­hö­ren nun der Ver­gan­gen­heit an. Die Me­ter­flä­che hat sich von et­wa 250 auf rund 550 Qua­drat­me­ter mehr als ver­dop­pelt. Wäh­rend es an der Ul­men­stras­se 17 Ar­beits­plät­ze gab, sind es jetzt et­wa dop­pelt so vie­le – neu auch ei­ner, um Ve­los zu re­pa­rie­ren. Und die ein­zel­nen Be­rei­che sind nun von­ein­an­der ab­ge­trennt, da­mit man sich nicht mehr in die Que­re kommt. 

Meter 4 david gadze
Meter 5 david gadze

Da­für muss­te die gros­se La­ger­hal­le zu­nächst in klei­ne­re Ein­hei­ten un­ter­teilt wer­den. Das Team zog zwi­schen den Y-för­mi­gen Stüt­zen Trenn­wän­de ein – mit Fens­tern zwi­schen den ein­zel­nen Be­rei­chen, ob­wohl es nur we­nig Ta­ges­licht hat. Da­durch wir­ken die Räu­me ein­la­dend. Im Sin­ne der Wie­der­ver­wer­tung (und aus Kos­ten­grün­den) ver­wen­de­te das Me­ter-Team da­für di­ver­se Ma­te­ria­li­en, die wo­an­ders nicht mehr ge­braucht wur­den oder von Ab­bruch­häu­sern stam­men: Holz­plat­ten, Brand­schutz­tü­ren, Werk­bän­ke, Mö­bel. Vie­les konn­ten sie dank ih­res Netz­werks oder über Zir­ku­lie, das Zen­trum für Zir­ku­lä­res Bau­en in Tri­e­sen (Liech­ten­stein), be­zie­hen. Auch Ma­schi­nen, die er­setzt wer­den muss­ten, wur­den wenn im­mer mög­lich aus zwei­ter Hand be­schafft. Ein­zig den gros­sen Ke­ra­mik-Brenn­ofen, der das En­de sei­ner Le­bens­dau­er er­reicht hat­te, muss­te der Ver­ein neu kau­fen. 

Trotz­dem war der zwei­mo­na­ti­ge Um­bau für den Ver­ein ein fi­nan­zi­el­ler Lupf, denn auch grös­se­re bau­li­che Ein­grif­fe wa­ren nö­tig: Weil ge­wis­se Ma­schi­nen viel En­er­gie brau­chen, muss­ten Stark­strom­lei­tun­gen in­stal­liert wer­den. Aus­ser­dem wur­den neue Was­ser­lei­tun­gen ver­legt. 

Der Miet­ver­trag am neu­en Ort läuft vor­erst drei Jah­re. Denn gleich ne­ben der La­ger­hal­le, in der sich der Me­ter nun be­fin­det, ist ein 74-Me­ter-Hoch­haus ge­plant. Die bei­den Shed­hal­len von Bi­sch­off Tex­til blei­ben zwar er­hal­ten, auf die Mie­ter­schaft könn­te sich das trotz­dem aus­wir­ken. Doch un­ab­hän­gig da­von, ob das Hoch­haus rea­li­siert wer­den kann oder nicht, hat der Me­ter die Zu­si­che­rung, auf dem Are­al blei­ben zu kön­nen – not­falls an ei­nem an­de­ren Ort. 

Off­cut zieht nach St.Fi­den 

Off­cut steht der Um­zug erst noch be­vor. Der Markt für Rest­ma­te­ria­li­en hat an der Hei­lig­kreuz­stras­se 2, un­weit des Bahn­hofs St.Fi­den, ei­ne neue Blei­be ge­fun­den. En­de Ok­to­ber schliesst der heu­ti­ge Stand­ort, in der ers­ten No­vem­ber­wo­che wird dann ge­zü­gelt und der neue La­den fer­tig ein­ge­rich­tet, ehe am 7. No­vem­ber die Wie­der­eröff­nung am neu­en Ort er­folgt. 

Offcut 1 david gadze
Offcut 2 david gadze

Bei Off­cut fin­det sich al­les, was das Herz von Bast­ler:in­nen und Hand­wer­ker:in­nen hö­her schla­gen lässt. Das Herz­stück des An­ge­bots sind Stof­fe, von rie­si­gen Stoff­bah­nen über Vor­hän­ge, Schür­zen oder Lein­tü­cher bis zu klei­nen Stoff­res­ten. Doch es gibt prak­tisch nichts, was man bei Off­cut nicht fin­det, um die Krea­ti­vi­tät aus­zu­le­ben: Pa­pier in al­len Grös­sen und Far­ben, Kar­ton, Holz, Tann­zap­fen, Far­ben, lee­re Gon­fi­glä­ser, Knöp­fe und Schnal­len, Schrau­ben, Me­tall­wa­ren, Ka­bel, Schau­fens­ter­pup­pen … Die Ma­te­ria­li­en be­kommt Off­cut von Fir­men oder Pri­vat­per­so­nen, die ei­nen Bei­trag zur Kreis­lauf­wirt­schaft leis­ten wol­len. Denn hier be­kommt vie­les, das sonst in der Ent­sor­gung lan­den wür­de, ein zwei­tes Le­ben. 

Off­cut ist ein Netz­werk mit Lä­den in Zü­rich, Bern, Ba­sel, Frau­en­feld und eben St.Gal­len. Doch je­der Stand­ort ist un­ab­hän­gig. Zu­dem ar­bei­tet Off­cut mit di­ver­sen re­gio­na­len Ak­teu­ren wie bei­spiels­wei­se dem Ma­ker­space Werk­park in Gais zu­sam­men. 

Mehr als ein La­den 

«Wir sind ein La­den – und viel mehr», sagt De­ni­se Ho­fer. Sie lei­tet zu­sam­men mit Ra­hel Flü­cki­ger den Ma­te­ri­al­markt. Off­cut ist ein nie­der­schwel­li­ger Treff­punkt für das Quar­tier und dar­über hin­aus, für Jung und Alt, «ein Ort, an dem man ein­fach sein kann», wie Flü­cki­ger sagt. «Oh­ne die­se Mo­ti­va­ti­on wür­den wir den gan­zen Auf­wand gar nicht ma­chen.» Aus­ser­dem bie­tet Off­cut Ver­mitt­lungs­an­ge­bo­te an, et­wa für Schul­klas­sen, die in der Werk­statt mit den ver­schie­de­nen Ma­te­ria­li­en krea­tiv ar­bei­ten kön­nen. Auch Team­buil­ding­an­läs­se oder Ver­samm­lun­gen von Ver­ei­nen und Fir­men sind mög­lich. 

Rahel Flückiger (links) und Denise Hofer, die Co-Leiterinnen von Offcut.

Rahel Flückiger (links) und Denise Hofer, die Co-Leiterinnen von Offcut.

In der La­chen hät­ten sie die Chan­ce be­kom­men, mit ei­nem ge­rin­gen fi­nan­zi­el­len Ri­si­ko zu star­ten, sagt Ho­fer. Und hier sei­en sie «ins Quar­tier hin­ein­ge­wach­sen». Doch wie der Me­ter stösst auch Off­cut hier in­zwi­schen an sei­ne Gren­zen. Der La­den ist voll, die Werk­statt klein – und die Zeit wä­re in ei­nem Jahr oh­ne­hin ab­ge­lau­fen. «Wir brauch­ten ei­nen grös­se­ren Ort, um der Ent­wick­lung der ver­gan­ge­nen Jah­re auch wei­ter­hin ge­recht wer­den zu kön­nen», sagt Flü­cki­ger. 

Aus der Zen­trums­nä­he, aber nicht aus dem Sinn 

In St.Fi­den hat der Ma­te­ri­al­markt rund 100 Qua­drat­me­ter mehr Flä­che zur Ver­fü­gung, al­les ist auf ei­ner Ebe­ne. Und der Miet­ver­trag ist un­be­fris­tet. Dass Off­cut mit dem Weg­zug aus dem La­chen-Quar­tier nach St. Fi­den et­was vom Ra­dar ver­schwin­den könn­te, be­fürch­ten De­ni­se Ho­fer und Ra­hel Flü­cki­ger nicht, ob­wohl vie­le den Stadt­teil trotz der gu­ten ÖV-An­bin­dung als pe­ri­pher emp­fin­den. «Wir sind jetzt schon dar­an, uns im Quar­tier zu ver­net­zen», sagt Ho­fer. Und Flü­cki­ger er­gänzt: «Al­les, was wir uns hier auf­ge­baut ha­ben, kann auch am neu­en Ort be­stehen blei­ben. Man muss ein­fach zu uns kom­men.» Auch die Lie­gen­schafts­be­sit­zer:in­nen zeig­ten sich of­fen da­für, so­zio­kul­tu­rel­le Pro­jek­te zu un­ter­stüt­zen und den Ort zu be­le­ben. 

Mit dem Um­zug kom­men aber auch ho­he Kos­ten auf Off­cut zu, trotz vie­ler eh­ren­amt­li­cher Stun­den, die Per­so­nen aus dem Um­feld leis­ten. Die Mie­te ist dop­pelt so hoch, und für den neu­en La­den braucht es noch di­ver­se bau­li­che An­pas­sun­gen, vom Zu­gang mit Ram­pen und Trep­pen bis zur In­nen­aus­stat­tung. Des­halb hat Off­cut Mit­te Au­gust ein Crowd­fun­ding ge­star­tet. Vom Min­dest­ziel von 25’000 Fran­ken ist bis­her knapp die Hälf­te zu­sam­men­ge­kom­men; ins­ge­samt wünscht sich Off­cut 40’000 Fran­ken. 

Wird «Ul­men5» zu «Hei­lig­kreuz3»? 

Vier Jah­re nach der Er­öff­nung mar­kiert der Aus­zug von Me­ter und Off­cut nun al­so den An­fang vom En­de der «Ul­men 5»-Ge­mein­schaft, zu­min­dest in ih­rer bis­he­ri­gen Form am bis­he­ri­gen Ort in der La­chen. Die­ses klei­ne «so­zio­kul­tu­rel­le Bio­top», wie es Sai­ten zur Er­öff­nung be­zeich­ne­te, ver­ein­te Hand­werk, Krea­ti­vi­tät, Kreis­lauf­wirt­schaft und Ge­nuss un­ter ei­nem Dach. Ge­ra­de der Me­ter und Off­cut pro­fi­tier­ten auch von der Nä­he zu­ein­an­der: Die Nut­zer:in­nen des Me­ters konn­ten bei Be­darf un­kom­pli­ziert Ma­te­ria­li­en im Off­cut be­zie­hen, auch aus­ser­halb der Öff­nungs­zei­ten. Viel­leicht bleibt die­se Nä­he auch auf Di­stanz be­stehen. «Wir könn­ten uns vor­stel­len, bei uns ein ex­ter­nes La­ger von Off­cut zu in­te­grie­ren», sagt Sa­rah Burtscher. Ra­hel Flü­cki­ger und De­ni­se Ho­fer zei­gen sich of­fen für die­se Idee. 

Und viel­leicht könn­te der Geist von «Ul­men5» in ei­ner ge­mein­sa­men IG wei­ter­le­ben, fin­det Burtscher. Ge­mäss De­ni­se Ho­fer ist es so­gar denk­bar, dass Viel­raum und Re­pair Ca­fé eben­falls nach St.Fi­den aufs glei­che Are­al zie­hen. Ob es tat­säch­lich da­zu kommt, ist of­fen. 


Er­öff­nungs­fei­er Me­ter: Sams­tag, 29. Au­gust, ab 12 Uhr, Burg­stras­se 20, St.Gal­len. 
me­ter-sg.ch 
off­cut.ch/sg 

«Wie ein Vor­film des­sen, was auf uns zu­kom­men könn­te»

Bis 2050 will die Stadt St.Gal­len kli­ma­neu­tral sein. Ka­rin Hun­ger­büh­ler und To­bi­as Fi­scher-Künz­ler von der Dienst­stel­le Um­welt und En­er­gie be­ant­wor­ten Fra­gen zur be­vor­ste­hen­den Kli­ma­wo­che und zum Kli­ma­schutz in der Stadt.

Von  Reto Voneschen , Bilder:  Sara Spirig
2609 Redeplatz Karin Tobias 01

Metz­ger, En­gel, Him­mel und Tan­te Bergs Ro­sen­ge­büsch

Ani­ta Zim­mer­mann ali­as Lei­la Bock prägt die St.Gal­ler Kul­tur­sze­ne seit Jahr­zehn­ten – als Künst­le­rin, als Ver­mitt­le­rin, als Er­mög­li­che­rin. Sie hat Wi­der­stän­de über­wun­den und an­de­re Künst­ler:in­nen im­mer wie­der her­aus­ge­for­dert. Ei­ne Wür­di­gung

Von  Angela Kuratli , Bilder:  Ladina Bischof
2609 Anita Zimmermann SAI2602 1308 C WEB

«Nicht neu er­fin­den, was funk­tio­niert»

Die St.Gal­ler Mu­se­ums­nacht fin­det in die­sem Jahr zum 20. Mal statt. Zum Ju­bi­lä­um blickt Ver­eins­prä­si­den­tin Bar­ba­ra Af­fol­ter zu­rück und nach vor­ne. Sie sagt, was die Mu­se­ums­nacht bis heu­te aus­macht und wo­hin sie sich ent­wi­ckeln soll.

Von  Marion Loher
Museumsnacht Kunstmuseum pd

Le­bens­be­ja­hen­de Wer­ke im Kunst­zeug­haus

Die Aus­stel­lung «Vol­ler Le­ben» des Ver­eins IG Hal­le Rap­pers­wil wirft Schlag­lich­ter auf künst­le­ri­sche Schaf­fens­pro­zes­se und ih­re Ver­bin­dun­gen zur Na­tur.

Von  Lilli Kim Schreiber
Regula Syz 2

Kolumne: Stimmrecht

St.Gal­len in den Au­gen ei­nes Sol­da­ten

Von  Liliia Matviiv

Kunst­ki­osk trifft Nacht­klub 

Der St.Gal­ler Kunst­ki­osk wird fünf­zehn Jah­re alt. Ge­fei­ert wird das mit ei­ner Ju­bi­lä­ums­aus­stel­lung im ehe­ma­li­gen Tif­fa­ny Night Club. Die Ver­nis­sa­ge ist am 12. Sep­tem­ber. Sai­ten hat schon vor der Er­öff­nung vor­bei­ge­schaut.

Von  Vera Zatti
01 Gruppenfoto Kurationsteam 15 Jahre Kunstkiosk QUERFORMAT

Musiktheater

Auf See im Park­haus

Von  Vera Zatti
Bild 08 07 24 um 07 42

Ein tem­po­rä­res Kunst­haus am Ro­ten Platz

Zum 36-jäh­ri­gen Be­stehen sei­ner Ga­le­rie Macel­le­ria d'ar­te trans­for­miert Fran­ces­co Bo­n­an­no ein leer­ste­hen­des Ge­bäu­de am Ro­ten Platz in St.Gal­len in ein bun­tes Haus vol­ler Kunst. Was als klei­nes Pro­jekt be­gann, wuchs zu ei­nem Ge­mein­schafts­werk von fast 100 Kunst­schaf­fen­den. 

Von  Lilli Kim Schreiber
Kunsthaus am roten platz lilli kim schreiber 1

Das Schö­ne an der Pro­vinz

St.Gal­len und Lu­zern ha­ben mehr ge­mein­sam, als man zu­nächst denkt – oder doch nicht? «Null41» war mit der Sai­ten-Re­dak­ti­on in St.Gal­len un­ter­wegs.

Von  Giulia Bernardi Robyn Muffler  und  Raphael Albisser , Bilder:  Claudia Schildknecht
2609 Staetevergleich 4 D3 A9291

Auf der Su­che nach (Un)Ru­he

Von St.Gal­len bis nach Süd­afri­ka. Ein Ost­schwei­zer Ehe­paar reist im Land­ro­ver De­fen­der um die Welt. Ih­re Er­leb­nis­se hal­ten die Bau­mel­ers mit ei­ner Ka­me­ra fest. Nun er­scheint ihr Film Im­mer wei­ter in Ost­schwei­zer Ki­nos – ei­ne ehr­li­che Do­ku­men­ta­ti­on, der ei­ne Ein­ord­nung gut ge­tan hät­te.

Von  Daria Frick
B 8

«Open House St.Gallen»

Of­fe­ne Tü­ren – tie­fe Ein­bli­cke

Von  Daria Frick
Bildschirmfoto 2026 09 01 um 10 17 40

Museum Herisau

Zeit­rei­se zu den An­fän­gen der Schul­bil­dung

Von  Redaktion Saiten
Bildschirmfoto 2026 09 01 um 10 08 43

Ein Rück­blick auf die ver­ges­se­ne Künst­le­rin Mag­gy Mau­ritz

Das Küefer-Mar­tis-Hu­us in Rug­gell wid­met sich in ei­ner Re­tro­spek­ti­ve der Wie­der­ent­de­ckung ei­ner völ­lig über­se­he­nen Künst­le­rin: Mag­gy Mau­ritz war ei­ne Pio­nie­rin der Graf­fi­ti­kunst und des Lett­ris­mus.

Von  Sieglinde Wöhrer
IMG 5826 Paul Trummer 2

Der lan­ge Weg nach Hau­se – ein Stol­per­stein für Ja­kob Lütschg

Ja­kob Lütschg kehr­te nie nach Bal­gach zu­rück. 82 Jah­re nach sei­nem Tod im Kon­zen­tra­ti­ons­la­ger Bu­chen­wald kehrt we­nigs­tens sein Na­me heim. Der ers­te Stol­per­stein im St. Gal­ler Rhein­tal er­in­nert an ein Le­ben, das bei­na­he ver­ges­sen ging.

Von  Shqipton Rexhaj
IMG 1558

Musik am See

Pia­no­klän­ge für al­le

Von  Vera Zatti
IMG 0757 2

FC St.Gal­len vs. FC Thun 3:4 – Es wird heu­te nicht mehr bes­ser

Tor­reich, span­nend und doch ent­täu­schend - nur ei­ne Vier­tel­stun­de gu­ter Fuss­ball reicht halt nicht zum Punkt ge­gen Thun. 

Von  SENF Kollektiv
Senf

Fast ein gan­zes Le­ben spä­ter 

Nach Jahr­zehn­ten tref­fen sich Eva und Franz wie­der. Bei­de im fort­ge­schrit­te­nen Al­ter. Viel ist pas­siert und doch ist da noch Zu­nei­gung. Schwind­lig heisst der neue Ro­man der Ost­schwei­zer Au­torin Chris­ti­ne Fi­scher, in dem viel­schich­ti­ge Cha­rak­te­re auf fei­nes Sprach­ge­fühl tref­fen. 

Von  Vera Zatti
Abutz DSC 9766 Portrait wahl fischer klein cmky

Neu­start für Me­ter und Off­cut

Die­ses Wo­chen­en­de er­öff­net die of­fe­ne Werk­statt Me­ter den neu­en Stand­ort an der Burg­stras­se. Und im No­vem­ber zü­gelt Off­cut nach St.Fi­den. Das ist der An­fang vom En­de der Ge­mein­schaft «Ul­men5» – zu­min­dest in ih­rer bis­he­ri­gen Form. Denn 2027 könn­te es zur teil­wei­sen Wie­der­ver­ei­ni­gung kom­men.

Von  David Gadze
Meter 6 david gadze

WG gaf­fen

Ei­ne neue SRF-Se­rie por­trä­tiert ei­ne elf­köp­fi­ge WG aus St.Gal­len. End­lich wie­der mal ei­ne se­hens­wer­te SRF-Pro­duk­ti­on, fin­det Sai­ten-Au­tor An­di Gi­ger.

Von  Andi Giger
6085807

FC St.Gal­len vs. FC Nordsjæl­land 2:3 – St. Gal­len un­ter­liegt Nordsjæl­land

St. Gal­len schlägt sich am En­de auch selbst und muss den Traum von Eu­ro­pa be­gra­ben. Ent­schei­dend war er Platz­ver­wei­se ge­gen Mihai­lo Steva­no­vic vor der Pau­se.

Von  SENF Kollektiv
Senf