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Zu Besuch in der El-Hidaje-Moschee 

Stadtpräsidentin Maria Pappa (Mitte, mit Mikrofon), rechts von ihr Imam Mehas Alija. (Bilder: dag)

Stadtpräsidentin Maria Pappa (Mitte, mit Mikrofon), rechts von ihr Imam Mehas Alija. (Bilder: dag)

Die SVP macht seit Wochen Stimmung gegen die geplante neue Moschee der albanisch-islamischen Gemeinschaft El-Hidaje in St.Gallen. Anlässlich eines öffentlichen Rundgangs der SP stellten die Verantwortlichen das Projekt vor – und räumten mit vielen Vorurteilen auf.

«Al­la­hu ak­bar!» Me­has Ali­ja wie­der­holt die­sen Satz im­mer wie­der, ein­ge­bet­tet in ein Ge­bet aus dem Ko­ran auf Ara­bisch. Er steht vor dem Mih­rāb, der in Rich­tung Mek­ka aus­ge­rich­te­ten Ge­bets­ni­sche im gros­sen Saal der Mo­schee El-Hi­da­je in St.Gal­len. Dann kniet er nie­der, beugt sich nach vor­ne, bis sei­ne Stirn den Bo­den be­rührt, ver­harrt dort ei­ni­ge Se­kun­den und rich­tet sich an­schlies­send wie­der auf.

Die Lob­prei­sung «Al­la­hu ak­bar» – auf Deutsch et­wa «Gott ist der Gröss­te» – sei in den ver­gan­ge­nen Jah­ren in der all­ge­mei­nen Wahr­neh­mung zu­neh­mend ne­ga­tiv kon­no­tiert wor­den, sagt Ali­ja. Sie wer­de mit Is­la­mis­mus und Ter­ror­an­schlä­gen in Ver­bin­dung ge­bracht. «Aber wir bau­en hier kei­ne Waf­fen.» 

Mehas Alija, Imam der albanisch-islamischen Gemeinschaft El-Hidaje, spricht das Gebet vor dem Mihrāb.

Mehas Alija, Imam der albanisch-islamischen Gemeinschaft El-Hidaje, spricht das Gebet vor dem Mihrāb.

Ali­ja ist Imam der al­ba­nisch-is­la­mi­schen Ge­mein­schaft El-Hi­da­je. Der Be­such der Mo­schee am ver­gan­ge­nen Mon­tag­abend fand im Rah­men der Som­mer­spa­zier­gän­ge der städ­ti­schen SP statt, die un­ter dem Ti­tel «Ge­schich­ten ei­ner viel­fäl­ti­gen Stadt» ste­hen und sich «mit Viel­falt, Zu­sam­men­le­ben und Teil­ha­be in St. Gal­len» be­schäf­ti­gen – und Vor­ur­tei­le auf­grei­fen, die ge­gen­über Men­schen mit Mi­gra­ti­ons­hin­ter­grund nach wie vor be­stehen. «Wich­tig ist uns da­bei, mit­ein­an­der statt über­ein­an­der zu re­den», heisst es in der An­kün­di­gung. 

Prä­gnan­ter Neu­bau beim Burg­wei­her­are­al 

Über die Ge­mein­schaft El-Hi­da­je wird der­zeit tat­säch­lich viel ge­re­det. Oder ge­nau­er: über ih­re neue Mo­schee, die sie an der Fürs­ten­land­stras­se in der Nä­he des Burg­wei­her­are­als plant. Dort soll ei­ne der gröss­ten Mo­scheen der Deutsch­schweiz ent­ste­hen. Der Neu­bau mit ei­ner prä­gnan­ten Fas­sa­de und ei­ner glä­ser­nen Dach­kup­pel soll 15 Mil­lio­nen Fran­ken kos­ten.

Kaum war das Bau­vor­ha­ben, für das die Ge­mein­schaft nun Geld sam­melt, An­fang April be­kannt ge­wor­den, star­te­te die SVP den ers­ten An­griff dar­auf: Die St.Gal­ler Kan­tons­rä­te Sa­scha Schmid, Chris­ti­an Vo­gel und Phil­ipp Köp­pel reich­ten be­reits zwei Ta­ge spä­ter ei­ne Ein­fa­che An­fra­ge ein. Sie woll­ten von der Re­gie­rung un­ter an­de­rem wis­sen, wel­che Mass­nah­men sie ge­gen is­la­mis­ti­schen Ex­tre­mis­mus in und um Mo­scheen trifft, um Par­al­lel­ge­sell­schaf­ten mit ei­ge­nen is­la­mi­schen Re­geln be­zie­hungs­wei­se Rechts­sys­tem rund um Mo­scheen zu ver­hin­dern. Die Bau­kos­ten wie­der­um lies­sen die Kan­tons­rä­te ver­mu­ten, dass sich «is­la­mi­sche Staa­ten, de­ren re­li­giö­se oder kul­tu­rel­le Ab­le­ger oder an­de­re aus­län­di­sche Or­ga­ni­sa­tio­nen» an der Fi­nan­zie­rung be­tei­li­gen und so Ein­fluss auf die hie­si­gen Mus­lim:in­nen neh­men. 

In ih­rer Ant­wort auf den Vor­stoss von Mit­te Ju­ni schrieb die Re­gie­rung, dass sich Glau­bens­ge­mein­schaf­ten er­fah­rungs­ge­mäss haupt­säch­lich über Spen­den und Zu­wen­dun­gen ih­rer Mit­glie­der und von Drit­ten fi­nan­zie­ren. Sie zi­tier­te aus ei­ner Stel­lung­nah­me von El-Hi­da­je, wo­nach die Fi­nan­zie­rung des Mo­schee-Pro­jekts «aus­schliess­lich über die lo­ka­le Ge­mein­schaft so­wie über trans­pa­ren­te, nach­voll­zieh­ba­re Quel­len» er­fol­ge. Es ge­be kei­ne Fi­nan­zie­rung durch is­la­mi­sche Staa­ten oder an­de­re staat­li­che aus­län­di­sche Stel­len. Dies hat­te Me­has Ali­ja be­reits im April ge­gen­über der Nach­rich­ten­agen­tur Key­stone-SDA be­tont. Die Re­gie­rung hält aus­ser­dem fest, dass sich die Ge­mein­schaft El-Hi­da­je nach An­ga­ben der Stadt St.Gal­len im in­ter­re­li­giö­sen Dia­log en­ga­gie­re. So ha­be sie ih­re heu­ti­ge Mo­schee an An­läs­sen im Rah­men des Ra­ma­dans für Ver­tre­ter:in­nen der Stadt St.Gal­len, der Po­li­zei, für Nach­barn so­wie An­ge­hö­ri­ge an­de­rer Re­li­gi­ons­ge­mein­schaf­ten ge­öff­net. 

Dies reich­te der SVP of­fen­bar nicht: Ver­gan­ge­ne Wo­che lan­cier­te die Stadt­par­tei ei­ne Pe­ti­ti­on ge­gen den Bau der «Me­ga-Mo­schee», wie sie es nennt und in ei­nem KI-ge­ne­rier­ten, rea­li­täts­fer­nen Bild zeigt – ein völ­lig über­di­men­sio­nier­tes, von Men­schen­mas­sen um­ring­tes Ge­bäu­de. Dem un­miss­ver­ständ­li­chen Wort­laut des Ti­tels zum Trotz for­dert sie dar­in nicht ei­nen Ver­bot des Baus der Mo­schee – wohl im Wis­sen, dass das recht­lich nicht durch­setz­bar wä­re –, son­dern die voll­stän­di­ge Trans­pa­renz über Fi­nan­zie­rungs­quel­len, ei­ne um­fas­sen­de Ver­träg­lich­keits­prü­fung hin­sicht­lich Ver­kehr, Par­kie­rung, Lärm, Si­cher­heit und Orts­bild, die Ein­hal­tung des gel­ten­den Bau­rechts (war­um auch im­mer sie auf die Idee kommt, die­ses könn­te nicht ein­ge­hal­ten wer­den) und «ein kla­res Be­kennt­nis der Stadt und des Kan­tons St.Gal­len zu Schwei­zer Wer­ten und Rechts­ord­nung zur Ver­hin­de­rung von Par­al­lel­ge­sell­schaf­ten». Dass die SVP selbst Par­al­lel­ge­sell­schaf­ten ge­ra­de­zu för­dert, in­dem sie ins­be­son­de­re in den so­zia­len Me­di­en auf ge­schmack­lo­ses­te Wei­se Stim­mung ge­gen Mus­lim:in­nen macht, ent­behrt da­bei nicht ei­ner ge­wis­sen Iro­nie. 

Der Instagram-Post der kantonalen SVP mit der realitätsfremden Visualisierung und unterirdischen Kommentaren. (Screenshot: Instagram)

Der Instagram-Post der kantonalen SVP mit der realitätsfremden Visualisierung und unterirdischen Kommentaren. (Screenshot: Instagram)

Auch un­ter den Posts zur Pe­ti­ti­on auf den So­cial-Me­dia-Ka­nä­len der städ­ti­schen und der kan­to­na­len SVP öff­net die Par­tei der Hass­re­de Tür und Tor. Sie mo­de­riert die Dis­kus­si­on, so­fern man das so nen­nen will, nicht und lässt Kom­men­ta­re der übels­ten Sor­te zu. «Mo­lo­tov-Cock­tail ist pa­rat…», schreibt et­wa auf In­sta­gram ein ge­wis­ser Tors­ten Jen­dros mit dem viel­sa­gen­den Pro­fil­na­men «ost­wand88». «Ge­sucht sind nun Pa­trio­ten, die mit Spreng­stoff um­ge­hen kön­nen», meint «schnaeu­ze­berg». «Re­mi­gra­ti­on so­fort», for­dert «free_1291_ch», zu des­sen Fol­lo­wern auch Sa­scha Schmid, im­mer­hin Prä­si­dent der SVP-Frak­ti­on im Kan­tons­rat, ge­hört. All das lässt die SVP un­kom­men­tierts ste­hen. 

Das Zu­sam­men­le­ben schö­ner ma­chen 

Zu­rück in die Mo­schee: Die Ver­ant­wort­li­chen be­to­nen an die­sem Abend mehr­fach, dass sie die­se Kri­tik – oder viel­mehr Pau­schal­ver­ur­tei­lung – der SVP tref­fe. «Es ist schreck­lich, wenn dir je­mand sagt, du bist nicht will­kom­men», sagt Ali­ja. Er ist in Nord­ma­ze­do­ni­en auf­ge­wach­sen und kam vor 15 Jah­ren nach St.Gal­len. Seit 2012 ist er Imam von El-Hi­da­je. Ali­ja stu­dier­te in Pris­ti­na Is­lam­wis­sen­schaf­ten und steht kurz vor dem Ab­schluss sei­nes Mas­ter­stu­di­ums. Sei­ne Mas­ter­ar­beit, die er bald ver­tei­digt, trägt den Ti­tel «In­ter­re­li­giö­ser Dia­log in der Schweiz zwi­schen 2000 und 2010». Als Imam lei­te er nicht nur die Ge­be­te, son­dern sei auch Seel­sor­ger und Me­dia­tor, und in­dem er in den so­zia­len Me­di­en ak­tiv sei, sei er zu­dem «ein po­si­ti­ver Bot­schaf­ter». 

Ali­ja ver­si­chert mehr­fach, El-Hi­da­je set­ze sich für den Dia­log ein und wol­le das Zu­sam­men­le­ben für al­le Glau­bens­ge­mein­schaf­ten in der Stadt schö­ner ma­chen. Auch Prä­si­dent Sa­dush Ajru­lai, der in St.Gal­len auf­ge­wach­sen ist, sagt, dass ihn der Hass, den die SVP ver­brei­te, ver­let­ze. «Wir sind hier auf­ge­wach­sen, wir le­ben hier, wir sind ein Teil der Ge­sell­schaft.» 

Zu klein für das Frei­tags­ge­bet 

El-Hi­da­je be­steht seit 1992 und ist die äl­tes­te und gröss­te is­la­mi­sche Glau­bens­ge­mein­schaft in der Stadt St.Gal­len. An­fangs hat­te sie ei­ne Mo­schee an der Gel­ten­wi­len­stras­se, seit 2002 ist sie am heu­ti­gen Stand­ort. Dort stösst El-Hi­da­je je­doch schon lan­ge an ih­re Gren­zen. Zum Frei­tags­ge­bet kä­men zwi­schen 200 und 300 Per­so­nen, sagt Ali­ja. So vie­le ha­ben im Ge­bets­raum kei­nen Platz. «Es ist scha­de, wenn wir Per­so­nen ab­wei­sen müs­sen», sagt er. Zum Zu­cker­fest, dem Ab­schluss des Fas­ten­mo­nats Ra­ma­dan, muss die Ge­mein­schaft gar in die Ol­ma-Hal­le aus­wei­chen. 

So soll die neue Moschee an der Fürstenlandstrasse aussehen. (Visualisierung: pd)

So soll die neue Moschee an der Fürstenlandstrasse aussehen. (Visualisierung: pd)

Nach mehr­jäh­ri­ger Su­che fand El-Hi­da­je 2022 an der Fürs­ten­land­stras­se ei­nen ge­eig­ne­ten Platz für den Neu­bau. Das Grund­stück al­lein kos­tet rund fünf Mil­lio­nen Fran­ken. Ge­plant sei nicht ei­ne «tra­di­tio­nel­le Mo­schee», son­dern ein «Be­geg­nungs­zen­trum», sagt Prä­si­dent Sa­dush Ajru­lai. Im Ge­bäu­de sind laut dem Pro­jekt­lei­ter auch ei­ne öf­fent­li­che Ca­fe­te­ria und ein Kon­fe­renz­raum vor­ge­se­hen. Im Ge­bets­raum, der bis zu 400 Per­so­nen fas­sen soll, ist ei­ne Ga­le­rie ge­plant, von der aus In­ter­es­sier­te das Frei­tags­ge­bet be­ob­ach­ten kön­nen. «Wir ha­ben nichts zu ver­ste­cken», sagt Me­has Ali­ja. 

Kla­re Di­stan­zie­rung von Ex­tre­mis­mus 

Beim Rund­gang durch die Räum­lich­kei­ten der Mo­schee be­kom­men die rund 70 Teil­neh­mer:in­nen von den Ver­ant­wort­li­chen von El-Hi­da­je In­for­ma­tio­nen aus ers­ter Hand und kön­nen sich mit ih­nen aus­tau­schen. In der Dis­kus­si­on be­kom­men sie aus­ser­dem ei­nen Ein­druck der Wert­vor­stel­lun­gen, die in der Ge­mein­schaft ge­lebt wer­den. Es geht um Re­geln und Prak­ti­ken des Is­lam, die Rol­le der Frau, die Scha­ria. Die Ver­ant­wort­li­chen be­to­nen, dass Ex­tre­mis­mus in ih­rer Ge­mein­schaft kei­nen Platz ha­be, und di­stan­zie­ren sich von is­la­mis­ti­schen Po­si­tio­nen – für sie gel­te Schwei­zer Recht. Na­tür­lich ge­be es Län­der, in de­nen im Na­men des Is­lam Krieg ge­führt wer­de, aber das ha­be nichts mit El-Hi­da­je zu tun, sagt Sa­dush Ajru­lai. 

Man müs­se den Ko­ran und die Sun­na – die bei­den wich­tigs­ten re­li­giö­sen Grund­la­gen des Is­lam – im­mer im Kon­text der je­wei­li­gen Ge­sell­schaft in­ter­pre­tie­ren, sagt Me­has Ali­ja. «Der Ko­ran wur­de vor 1000 Jah­ren ge­pre­digt. Da­mals war die Welt ei­ne an­de­re.» Ali­ja spricht sich auch da­für aus, in der Schweiz die Aus­bil­dung zum Imam zu er­mög­li­chen. Die Mehr­heit der hie­si­gen Ima­me sei aus dem Bal­kan ge­kom­men, in­zwi­schen woll­ten aber ver­mehrt hier auf­ge­wach­se­ne Mus­li­me, die sich als Schwei­zer fühl­ten, Imam wer­den. In die­ser Funk­ti­on sei­en Kennt­nis­se über die je­wei­li­ge Ge­sell­schaft, ih­re Nor­men und das po­li­ti­sche Sys­tem so­wie das Be­herr­schen der Lan­des­spra­che wich­tig. 

Bei El-Hi­da­je kön­nen Män­ner und Frau­en ge­mein­sam be­ten. Al­ler­dings nicht «Schul­ter an Schul­ter», wie Ali­ja sagt, al­so nicht ne­ben­ein­an­der, son­dern die Män­ner vor­ne, die Frau­en hin­ten – nicht weil Frau­en we­ni­ger wert wä­ren, son­dern «we­gen der Ab­len­kung» der Män­ner. Er selbst be­te zu Hau­se zu­sam­men mit sei­ner Frau und den drei Kin­dern. Die Schwes­ter von Me­has Ali­ja lei­tet in der Mo­schee eben­falls Ge­be­te, al­ler­dings nur für Frau­en; für Män­ner ist ihr das un­ter­sagt. Das sei nicht im Ko­ran fest­ge­schrie­ben, son­dern sei der Tra­di­ti­on ge­schul­det, er­klärt der Imam. Aus­ser­dem un­ter­rich­tet sie ge­mein­sam mit ih­rem Bru­der Kin­der und Ju­gend­li­che so­wie Frau­en in ih­rem Glau­ben. 

Stadt­prä­si­den­tin be­tont die Re­li­gi­ons­frei­heit 

Stadt­prä­si­den­tin Ma­ria Pap­pa, die im Lauf des Abends da­zu­ge­stos­sen war, be­tont in ih­rem Schluss­wort, dass es in den in­ter­re­li­giö­sen Ge­sprä­chen oft auch um die Rol­le der Frau ge­he. Ab­ge­se­hen da­von sei die Gleich­stel­lung der Ge­schlech­ter auch in der Schweiz nicht er­reicht, das Pa­tri­ar­chat nach wie vor stark aus­ge­prägt. Die­se Auf­ar­bei­tung be­tref­fe nicht ei­ne be­stimm­te Re­li­gi­on, son­dern die gan­ze Ge­sell­schaft – und müs­se über das Ge­spräch er­fol­gen.

Die Schweiz ha­be sich da­zu ent­schie­den, Wer­te wie die Re­li­gi­ons­frei­heit ha­ben zu wol­len, sagt Pap­pa. Das be­deu­te eben auch, die ent­spre­chen­den Ge­bäu­de ha­ben zu dür­fen. Bei den Ver­ant­wort­li­chen von El-Hi­da­je kom­men die­se stadt­prä­si­dia­len Wor­te na­tür­lich gut an. Sie ge­ben zu ver­ste­hen, dass sie sich vom Ge­gen­wind von rechts nicht von ih­rem Weg zur neu­en Mo­schee ab­brin­gen las­sen wol­len. Oder wie es der Pro­jekt­lei­ter sagt: «Die Stei­ne, die man uns in den Weg legt, neh­men wir, um das Ge­bäu­de zu er­rich­ten.» 


el-hi­da­je.ch

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Heftvorschau 10/26
Erntehilfe, Unterwasser, Bücherherbst

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Sound­track für den Herbst

Hu­man Hu­man spie­len me­lan­cho­li­schen und fra­gi­len In­die-Pop, der trotz­dem warm und licht­durch­flu­tet ist. Das St.Gal­ler Duo hat jetzt sei­ne ers­te EP ver­öf­fent­licht und tritt am Wo­chen­en­de gleich zwei­mal im Bahn­hof Brug­gen auf – erst­mals mit ei­ner Band.

Von David Gadze,
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Kommentar zur Beratung der Inklusionsinitiative im Nationalrat

Men­schen­wür­de, nicht Bud­get­pos­ten

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Der Neo­na­zipfar­rer

1976 lässt sich Gerd Zi­keli in der evan­ge­li­schen Kirch­ge­mein­de St.Gal­len-Strau­ben­zell zum Pfar­rer wäh­len. Drei Jah­re spä­ter wird er als gut ver­netz­ter Ho­lo­caust-Leug­ner und Vor­stands­mit­glie­der der ers­ten Neo­na­zi­grup­pe der Schweiz ent­tarnt. Heu­te be­ob­ach­tet er Lauf­enten.

Von Roman Hertler,
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Das Glück, bei Pe­ter Kamm Stein zu sein

Bild­hau­er Pe­ter Kamm haut kei­ne Stei­ne mehr im Ate­lier. Trotz­dem ent­ste­hen neue Skulp­tu­ren, die ak­tu­ell in Steck­born zu se­hen sind. Wie geht das?

Von Ursula Badrutt,
Peter Kamm Kunst am Bau Erweiterungsbau Paedagogische Hochschule Kreuzlingen

Die Stick­ma­schi­ne steht still

In vie­len Aus­ser­rho­der Dör­fern klap­per­ten frü­her Web­stüh­le und spä­ter Stick­ma­schi­nen. In­zwi­schen sind sie al­le ver­stummt. Der Film Das En­de ei­ner Ära por­trä­tiert die Sti­cker Wal­ter Son­der­eg­ger Se­ni­or und Ju­ni­or aus Re­he­to­bel und setzt der Bran­che ein Denk­mal.

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01 1 Stickerei Dok Walters beide an Maschine von hinten Kopie

Nur das Jetzt zählt

Der Schwei­zer Fil­me­ma­cher Kas­par Ka­sics über­lässt in sei­nem neu­en Film Das un­end­li­che Jetzt Men­schen, die mit De­menz le­ben, die Büh­ne. Ein Ex­pe­ri­ment mit ei­nem aus­ser­ge­wöhn­li­chen Sto­rytel­ling, auf das es sich ein­zu­las­sen lohnt.

Von Vera Zatti,
Still das unendliche jetzt christian sonderegger johanna rensing vinca film distant lights

Das Kro­ko­dil schnappt wie­der zu

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Von Pius Frey und David Gadze,
Krokodil 2026 pd

24/7 Traumacore

Heat Girl Sum­mer

Von Mia Nägeli,

Kunst in Oberuzwil

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Dieses

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GP Trio MF90302 k

«Die Wahr­neh­mung nicht be­die­nen, son­dern schär­fen»

Pa­trick Kess­ler er­hält den Aus­ser­rho­der Kul­tur­preis 2026. Der Kon­tra­bas­sist, Klang­künst­ler und Ku­ra­tor aus Gais reist mit al­ten Laut­spre­chern nach Wien und Ha­noi, tritt mit In­sek­ten in ei­nen mu­si­ka­li­schen Dia­log und fin­det sei­ne wich­tigs­ten Lek­tio­nen nicht un­be­dingt an Hoch­schu­len.

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Bassilikum 04

Mo­bi­li­täts­al­li­anz nimmt Fahrt auf

Die Mo­bi­li­täts­al­li­anz Ost­schweiz will Pend­ler:in­nen zum Um­stieg vom Au­to auf Bus, Bahn und Ve­lo be­we­gen. Bei den zehn be­tei­lig­ten Gross­un­ter­neh­men lässt be­reits je­de fünf­te Per­son das Au­to am Mor­gen ste­hen. Nun sol­len 500 wei­te­re Fir­men fol­gen. 

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Mobilitaetsallianz 1 philipp buerkler

Tu­bes, Pipe­lines, Cords

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Augustin Rebetez key visual Kunsthalle Arbon Augustin Rebetez