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Der Neonazipfarrer

Kann das Holocaust-Leugnen nicht lassen: Pfarrer Gerd Zikeli gibt dem Schweizer Fernsehen im Januar 1980 kurz vor seiner Abwahl ein Interview. (Bilder: Sozialarchiv Zürich)

Kann das Holocaust-Leugnen nicht lassen: Pfarrer Gerd Zikeli gibt dem Schweizer Fernsehen im Januar 1980 kurz vor seiner Abwahl ein Interview. (Bilder: Sozialarchiv Zürich)

1976 lässt sich Gerd Zikeli in der evangelischen Kirchgemeinde St.Gallen-Straubenzell zum Pfarrer wählen. Drei Jahre später wird er als gut vernetzter Holocaust-Leugner und Vorstandsmitglieder der ersten Neonazigruppe der Schweiz enttarnt. Heute beobachtet er Laufenten.

Im Som­mer 1985 schreibt Kurt Big­ler ei­nen Le­ser­brief an die Ost­schwei­zer AZ. Der Ho­lo­cau­st­über­le­ben­de, Päd­ago­ge und Ehe­mann der ers­ten or­dent­lich ge­wähl­ten Bun­des­rich­te­rin der Schweiz ist be­sorgt. Pres­se­mel­dun­gen über na­zis­ti­sche Um­trie­be in Deutsch­land neh­men zu. Zur Spra­che kommt im Le­ser­brief auch Ot­to Ernst Re­mer, einst Ge­ne­ral­ma­jor der Wehr­macht, nun rechts­extre­mer Pu­bli­zist und mehr­fach ver­ur­teil­ter Ho­lo­caust-Leug­ner. Und noch ei­ne Per­son wird er­wähnt: «In ei­nem Ne­ben­zim­mer ar­bei­tet als ‹Se­kre­tär› Gerd Zi­keli, un­rühm­lich be­kannt aus sei­ner geist­li­chen Tä­tig­keit als See­len­hir­te in St.Gal­len, da­selbst ent­las­sen we­gen neo­na­zis­ti­scher Tä­tig­kei­ten, der jetzt auf an­de­ren Ge­fil­den wei­det.»

Big­ler zeigt sich vor al­lem scho­ckiert über ei­ne ver­deck­te Re­cher­che des «Stern», die von ei­nem «Ka­me­rad­schafts­tref­fen» ehe­ma­li­ger SS-Män­ner be­rich­tet. Dort hält Re­mer dem­nach ein Feu­er­zeug in die Luft, lässt Gas aus­strö­men und fragt, was das sei. Die von schal­len­dem Ge­läch­ter und Schen­kel­klop­fen be­glei­te­te Ant­wort: «Ein Ju­de, der Sehn­sucht hat nach Ausch­witz.»

Ei­nem sol­chen Ka­li­ber hat sich der eins­ti­ge Pfar­rer, den die Kirch­ge­mein­de St.Gal­len-Strau­ben­zell im Fe­bru­ar 1980 zum Teu­fel ge­jagt hat­te, als Se­kre­tär an­ge­dient. Aus dem pro­tes­tan­ti­schen Got­tes­die­ner ist ein neo­na­zis­ti­scher Alt­na­zi­as­sis­tent ge­wor­den, der wei­ter­hin in ein­schlä­gi­gen Zeit­schrif­ten pu­bli­ziert, den Ho­lo­caust leug­net und in Nach­kriegs­deutsch­land ver­bo­te­ne Li­te­ra­tur ver­treibt.

Zwei Schreib­ma­schi­nen

Sei­ne Wand­lung voll­zog sich na­tür­lich nicht über Nacht. Wie ein ehe­ma­li­ger en­ger Weg­ge­fähr­te Zi­ke­lis spä­ter be­rich­ten wird, soll Zi­keli über zwei Schreib­ma­schi­nen ver­fügt ha­ben, ei­ne für die Pre­dig­ten, ei­ne für sei­ne Agi­ta­ti­on. In der Schwei­zer Öf­fent­lich­keit bleibt sein po­li­ti­sches Wir­ken lan­ge ver­bor­gen. Erst die Re­cher­chen des He­ri­sau­er Jour­na­lis­ten und WOZ-Mit­grün­ders Jürg Frisch­knecht ent­tarn­ten den Neo­na­zi 1979 (sie­he In­fo­box).

Die unheimlichen Patrioten

1979 ver­öf­fent­lich­ten Jürg Frisch­knecht, Pe­ter Haff­ner, Ueli Hal­di­mann und Pe­ter Niggli das 500 Sei­ten star­ke Stan­dard­werk Die un­heim­li­chen Pa­trio­ten – Po­li­ti­sche Re­ak­ti­on in der Schweiz – Ein ak­tu­el­les Hand­buch. Es war ein gross­an­ge­leg­ter Rund­um­schlag, in dem di­ver­se rechts­extre­me Or­ga­ni­sa­tio­nen und de­ren Prot­ago­nist:in­nen por­trä­tiert wur­den und der die Ver­bin­dun­gen eta­blier­ter rechts­bür­ger­li­cher Krei­se zu Alt- und Neo­na­zis und an­de­ren Rechts­extre­mist:in­nen in der Schweiz erst­mals sys­te­ma­tisch of­fen­leg­te. Die Re­cher­che war un­ter an­de­rem als Re­ak­ti­on auf die ras­sis­tisch mo­ti­vier­te Schwar­zen­bach-In­itia­ti­ve von 1971 ent­stan­den. Et­li­che Ehr­ver­let­zungs­kla­gen gin­gen an die Adres­se der vier Au­toren, die vor Ge­richt al­ler­dings nicht stand­hiel­ten. 1984 er­schien die «6. nicht mehr zen­su­rier­te», um knapp 300 Sei­ten er­wei­ter­te Auf­la­ge.

Der Gross­teil die­ses Ar­ti­kels be­ruht auf Jürg Frisch­knechts pu­bli­zier­ten Re­cher­che­er­geb­nis­sen so­wie von ihm zu­sam­men­ge­tra­ge­nem Quel­len­ma­te­ri­al, Brief­ko­pien, Ge­sprächs­no­ti­zen etc., die sich heu­te in sei­nem Ge­samt­nach­lass im So­zi­al­ar­chiv in Zü­rich be­fin­den. (hrt)

Jürg Frischknecht (1947–2016)

Jürg Frischknecht (1947–2016)

Gerd Zi­keli kommt am 10. Fe­bru­ar 1937 im sie­ben­bür­gi­schen Ag­ni­ta zur Welt. Er ge­hört der deutsch­spra­chi­gen Min­der­heit an. In sei­ner Hei­mat stu­diert er Theo­lo­gie, wird 1962 or­di­niert und zieht 1964 nach Hes­sen. Da er dort nicht zum Pfar­rer ge­wählt wird, be­wirbt er sich im zür­che­ri­schen Stal­li­kon, wo er 1968 von der evan­ge­lisch-re­for­mier­ten Kir­che an­ge­stellt wird. 1976 ver­lässt er Stal­li­kon Rich­tung St.Gal­len, al­ler­dings nicht ganz frei­wil­lig: Weil er sich wei­gert, ei­ne Kol­lek­te von HEKS und Brot für Brü­der durch­zu­füh­ren – an­geb­lich, weil sich die Hilfs­wer­ke für die «kom­mu­nis­ti­sche Sa­che» ein­span­nen lies­sen –, ist sei­ne Wie­der­wahl ge­fähr­det. In der evan­ge­li­schen Kirch­ge­mein­de St.Gal­len-Strau­ben­zell fin­det der See­len­hir­te ei­ne neue Her­de.

Am 16. Ja­nu­ar 1971 tref­fen sich im Zunft­saal des Re­stau­rants Ster­nen in Zü­rich-Oer­li­kon die Alt­her­ren der 1946 ge­grün­de­ten Ar­mi­nia-Ver­bin­dung. Ihr Grün­der, ers­ter Spre­cher und Se­kre­tär ist der Zür­cher Psych­ia­ter Heinz Manz vul­go Lüt­zow (1924–1994), der sei­ne Cou­leur ger­ne um den SS-To­ten­kopf und an­de­re Na­zi­ab­zei­chen er­wei­tert. Auf sei­nem Bier­hum­pen prangt der Reichs­ad­ler mit Ha­ken­kreuz. Im Ster­nen grün­den sie sich 1971 neu als Ar­mi­nia Eu­ro­pa-Bur­schen­schaft. Frisch­knecht be­zeich­net das Tref­fen als «Ge­burts­stun­de des Neo­na­zis­mus in der Schweiz». Zwei Ta­ge spä­ter fei­ern sie in Manz’ Pri­vat­knei­pe das 25-jäh­ri­ge Be­stehen der Ver­bin­dung im Bei­sein von «fünf­zig Bun­des­brü­dern aus sechs Va­ter­län­dern Eu­ro­pas»: Die Her­ren stam­men aus Deutsch­land, Hol­land, Ös­ter­reich, Un­garn, Russ­land und der Schweiz. Auch die Schwes­ter­ver­bin­dung Fal­ken­stein aus Salz­burg, an­ge­führt vom ehe­ma­li­gen SS-Of­fi­zier Walt­her Zwick­ler, gibt sich die Eh­re.

Die­se Aben­de lau­fen im­mer nach dem glei­chen Mus­ter ab: Das Bier fliesst in Strö­men. Und je län­ger die Sau­fe­rei dau­ert, des­to mehr kommt Manz in Fahrt und ge­rät ins Schwär­men über das Drit­te Reich. Im­mer wie­der wird dem «gros­sen to­ten Adolf Hit­ler» ge­hul­digt und für den Füh­rer-Stell­ver­tre­ter Ru­dolf Hess ei­ne Schwei­ge­mi­nu­te aus­ge­ru­fen. Am 20. April 1974, zur 85. Ge­burts­tag­fei­er für den Füh­rer, hängt Manz gar ein Hit­ler-Por­trät an die Wand.

Psychiater und Arminia-Gründer Heinz Manz in Burschenschafts-Couleur vor seinem reich(s-) dekorierten Humpen.

Psychiater und Arminia-Gründer Heinz Manz in Burschenschafts-Couleur vor seinem reich(s-) dekorierten Humpen.

Die Ar­mi­nen rei­sen oft an Ver­an­stal­tun­gen ins na­he Aus­land, et­wa an den von den rechts­extre­men Zeit­schrif­ten «Na­ti­on Eu­ro­pa» und «Mut» or­ga­ni­sier­ten «1. Na­tio­nal-eu­ro­päi­schen Ju­gend­kon­gress» 1972 in Plan­egg bei Mün­chen. Teil der Ar­mi­nia-De­le­ga­ti­on ist auch Gerd Zi­keli vul­go Klings­or, ob­wohl er erst ein Jahr spä­ter of­fi­zi­ell bei­tritt und in den Vor­stand ge­wählt wird. Vom zwei­ten Kon­gress in Frank­reich 1973 ist der Pfar­rer aus Stal­li­kon so be­ein­druckt, dass er ihm für «Na­ti­on Eu­ro­pa» ein ganz­sei­ti­ges Er­in­ne­rungs­ge­dicht wid­met: «Der Blut­spur des Moh­nes fol­gend ka­men wir aus al­len Tei­len des Rei­ches Eu­ro­pas. (…) Von al­len En­den die­ses ge­de­mü­tig­ten Erd­teils wer­den wir auf­bre­chen stär­ker als heu­te».

Den 9. No­vem­ber 1973, den 50. Jah­res­tag von Hit­lers ge­schei­ter­tem Putsch­ver­such in Mün­chen, be­geht die Ar­mi­nia be­son­ders fei­er­lich. Von Pfar­rer Zi­keli stammt der Vor­schlag zur «lit­ur­gi­schen Ge­stal­tung» des Ju­bi­lä­ums: «To­ten­eh­rung. Es wer­den 16 brau­ne Ker­zen ent­zün­det / die Ko­ro­na er­hebt sich / Ver­le­sung der Na­men der Ge­fal­le­nen.» Es wer­den Aus­zü­ge aus Hit­ler-Re­den und mar­tia­li­sche bis ma­ka­bre Ge­dich­te und Pro­sa aus dem Reich und der Schweiz vor­ge­le­sen. Die 45-mi­nü­ti­ge Fei­er ist auf Ton­band fest­ge­hal­ten, «ein schau­er­li­ches Do­ku­ment, das den Füh­rer­kult und die schwüls­ti­ge To­des­ro­man­tik sinn­lich wahr­nehm­bar macht», schreibt Frisch­knecht spä­ter dar­über.

Die Arminia gratuliert dem inhaftieren Reichsminister a.D. Rudolf Hess zum 80. Geburtstag.

Die Arminia gratuliert dem inhaftieren Reichsminister a.D. Rudolf Hess zum 80. Geburtstag.

Mit der Zeit wird Heinz Manz’ Ge­ba­ren selbst den hart­ge­sot­tens­ten Dritt­reich­fa­na­ti­kern zu bunt. Ein deut­scher «Bun­des­bru­der» und ehe­ma­li­ges SS-Mit­glied stört sich et­wa an des­sen per­ma­nen­tem Er­he­ben der rech­ten Hand zum Hit­ler­gruss und am Tra­gen des SS-To­ten­kopfs, was ers­tens die ge­sam­te Bur­schen­schaft dis­kre­di­tie­ren könn­te und zwei­tens als Re­spekt­lo­sig­keit emp­fun­den wird all je­nen ge­gen­über, die tat­säch­lich in der SS ge­kämpft ha­ben. Falls er sein Tun nicht un­ter­las­se, droht er, wer­de Manz «noch ein­mal die Waf­fen-SS im Ein­satz er­le­ben». Auch Zi­keli di­stan­ziert sich all­mäh­lich von Manz.

Po­li­ti­sche grün­den Na­tio­na­le Ba­sis Schweiz

Der Streit es­ka­liert 1974, als ein Ar­mi­ne Vor­wür­fe er­hebt, wo­nach Manz schon ab En­de der 60er-Jah­re ein Ver­hält­nis zu ei­ner Pro­sti­tu­ier­ten ge­pflegt und ihr auch Kran­ken­ge­schich­ten aus sei­ner Pra­xis an­ver­traut ha­be. Die Ge­sund­heits­be­hör­den hat­ten es 1969 bei ei­ner Ver­war­nung be­las­sen, Manz durf­te sein Pa­tent be­hal­ten. In meh­re­ren in­ter­nen Ver­hö­ren wird Manz, für den Frau­en le­dig­lich zur «Ent­rüm­pe­lung mei­ner Ho­den» vor­ge­se­hen sind, zu des­sen Se­xu­al­le­ben be­fragt. Die Er­mitt­lungs­er­geb­nis­se schickt Manz ei­gen­hän­dig an die ge­sam­te Bur­schen­schaft, wo­durch die gan­ze Sa­che erst öf­fent­lich wird. Es kommt zum Bruch zwi­schen den «Po­li­ti­schen» um Zi­keli und den «Nost­al­gi­kern» um Manz.

Neonazi-Blätter der Nationalen Basis Schweiz (NBS) und der mit ihr verbrüderten Ochsenberg-Gruppe aus Lochau: «Visier» vom Juli 1976, «Aktuell» vom September/Oktober 1976 und «Sieg» vom Januar/Februar 1978.

Neonazi-Blätter der Nationalen Basis Schweiz (NBS) und der mit ihr verbrüderten Ochsenberg-Gruppe aus Lochau: «Visier» vom Juli 1976, «Aktuell» vom September/Oktober 1976 und «Sieg» vom Januar/Februar 1978.

Gerd Zi­keli und zwei wei­te­re Ex-Ar­mi­nen, der Jung­leh­rer Ar­nold Senn­hau­ser und der Ver­käu­fer Bru­no Mei­er, grün­den im Som­mer 1974 in ei­nem Ne­ben­zim­mer des Zür­cher Bahn­hof­buf­fets die Na­tio­na­le Ba­sis Schweiz (NBS). Laut ei­nem In­si­der ver­spray­en Zi­keli und Senn­hau­ser das Schau­fens­ter ei­nes lin­ken Bü­cher­la­dens in Zü­rich-Wie­di­kon. An­sons­ten wird vor al­lem ge­schrie­ben. Wich­tigs­tes Or­gan der NBS ist das Zwei­mo­nats­heft «Vi­sier». Dar­in brei­ten die Au­toren ih­re Träu­me vom gross­deut­schen Reich und dem Na­tio­nal­so­zia­lis­mus aus, sie dru­cken un­ge­niert Hit­ler nach und re­pro­du­zie­ren an­ti­se­mi­ti­sche Welt­ver­schwö­rungs­theo­rien.

Auch wenn das Wort «Na­tio­nal­so­zia­lis­mus» tun­lichst ver­mie­den wird, ist die Bot­schaft klar. 1975 schreibt Zi­keli in ei­nem «Vi­sier»-Auf­satz un­ter dem Ti­tel Der dif­fa­mier­te So­zia­lis­mus, es gel­te den So­zia­lis­mus von Marx zu be­frei­en. Denn der Mar­xis­mus sei von Hass ge­trie­ben, ge­nau wie Marx selbst, dem es «in sei­nem Blu­te ru­mor­te (…) als Er­be sei­ner Rab­bi­ner­ah­nen». Wei­ter schreibt er die Schuld am Zwei­ten Welt­krieg dem be­droh­li­chen Bol­sche­wis­mus zu, das Drit­te Reich ha­be in Not­wehr ge­han­delt. Auch mit der So­zi­al­de­mo­kra­tie und dem Li­be­ra­lis­mus rech­net er ab. In Hit­ler und in je­nem So­zia­lis­mus, der sich an Fa­mi­lie, Stamm und Volk ori­en­tiert, sieht er die Heils­brin­ger: «Was wir schliess­lich in die­sem Jahr­hun­dert im Kampf ge­gen den Bol­sche­wis­mus vor al­lem auf spa­ni­schem Bo­den und dann wäh­rend des 2. Welt­kriegs er­leb­ten, trug, gleich­gül­tig ob dort im Sieg und hier in der Nie­der­la­ge, be­reits die Ver­heis­sung für mor­gen in sich.»

In der Schweiz ver­birgt Pfar­rer Zi­keli sei­ne Geis­tes­hal­tung meist hin­ter dem Pseud­onym Ro­bert Schmid, un­ter des­sen Na­men die meis­ten Ar­ti­kel im NBS-«Vi­sier» er­schei­nen. In die­sen Ar­ti­keln wer­den der Ho­lo­caust ge­leug­net, Ver­schwö­rungs­theo­rien aus­ge­brei­tet (z.B. soll Wil­ly Brandt in den 30er-Jah­ren ei­nen Na­zi er­mor­det ha­ben), die Hit­ler­at­ten­tä­ter von 1944 ge­schmäht («ad­li­ge Spreng­stoff­ex­per­ten») und die Macht­über­nah­me des rechts­extre­men Dik­ta­tors Au­gus­to Pi­no­chet in Chi­le 1973 ge­fei­ert.

In­ter­na­tio­na­le Ver­flech­tun­gen

Oh­ne Pseud­onym tritt Gerd Zi­keli hin­ge­gen in der deut­schen Öf­fent­lich­keit auf. In of­fe­nen Brie­fen wen­det sich «Gerd Zi­keli, Pfar­rer, St.Gal­len-Brug­gen, Schweiz» et­wa we­gen ei­nes in­haf­tier­ten Kroa­ten an Bun­des­kanz­ler Hel­mut Schmidt oder an den Münch­ner Ober­bür­ger­meis­ter Erich Kie­sel, weil die­ser ei­nen NPD-Pro­test ge­gen die TV-Se­rie Ho­lo­caust ver­bo­ten hat. Im mi­li­tan­ten Neo­na­zi­blatt «Die Bau­ern­schaft» wird im Ju­li 1979 Kie­sels Ant­wort­schrei­ben so­wie ei­ne Re­plik Zi­ke­lis ver­öf­fent­licht, in der er die Se­rie als «mör­de­ri­sches At­ten­tat so­wohl auf den Geist der Wahr­haf­tig­keit als auch ge­gen den Geist des Ver­ständ­nis­ses» be­zeich­net. Bei die­ser Ge­le­gen­heit er­wähnt Zi­keli auch den Bonn-Kor­re­spon­den­ten des «St.Gal­ler Tag­blatt», Hansmar­tin Schmid, des­sen Be­richt­erstat­tung über Ho­lo­caust «an Ge­mein­ge­fähr­lich­keit nichts zu wün­schen üb­rig lässt». Für die­sen «kri­mi­nel­len Tat­be­stand» müss­te Schmids jour­na­lis­ti­sche Tä­tig­keit «auf dem Bo­den der Bun­des­re­pu­blik» dem­nach «so­fort ver­bo­ten» wer­den.

Auf der ei­nen Sei­te Schreib­ver­bo­te for­dern, auf der an­de­ren Sei­te pu­bli­zis­ti­sche Schüt­zen­hil­fe leis­ten: 1976 in­se­riert in zwei «Vi­sier»-Aus­ga­ben die ras­sis­tisch-het­ze­ri­sche Zeit­schrift «Ak­tu­ell – Das Ma­ga­zin für den­ken­de Deut­sche» mit den Wor­ten: «Wenn Sie durch und über die jun­gen Rech­ten in Ös­ter­reich un­ter­rich­tet wer­den wol­len, le­sen Sie den ‹Ak­tu­ell-Ju­gend Pres­se­dienst›.» Im Ge­gen­zug wirbt die NBS im sel­ben Jahr in ei­ner «Ak­tu­ell»-Aus­ga­be für ihr «Vi­sier». «Ak­tu­ell» (ab 1978: «Sieg») wird seit 1973 in Loch­au bei Bre­genz am Bo­den­see von Wal­ter Och­sen­ber­ger und sei­nem Bund Volks­treu­er Ju­gend her­aus­ge­ge­ben. Nach be­hörd­li­chem Ver­bot tauft sich die Grup­pe in Bund Na­tio­nal­eu­ro­päi­scher Ju­gend um.

Fi­nan­zi­el­les re­gelt die «Ak­tu­ell»-Re­dak­ti­on über ihr Kon­to bei der Schwei­ze­ri­schen Bank­ge­sell­schaft SBG (Vor­gän­ge­rin der heu­ti­gen UBS) in St.Mar­gre­then. Ihr «Schweiz-Kor­re­spon­dent», der So­lo­thur­ner Alt­phi­lo­lo­ge Kon­rad Hess (nicht ver­wandt, aber zu­min­dest geis­tig ver­schwä­gert mit Reichs­mi­nis­ter a.D. Ru­dolf Hess), er­klärt spä­ter ge­gen­über Jürg Frisch­knecht, die Na­tio­na­le Ba­sis Schweiz sei ur­sprüng­lich als Ab­le­ger des Och­sen­berg-Bun­des ge­plant ge­we­sen. Hess wird die Och­sen­ber­ger-Grup­pe ir­gend­wann «zu ex­trem», er tritt zu­rück. NBS-Senn­hau­ser über­nimmt des­sen Kor­re­spon­den­ten­job bei «Ak­tu­ell».

Die in­ter­na­tio­na­len Ver­bin­dun­gen der NBS rei­chen auch nach Deutsch­land und via die West­schweiz bis Frank­reich und in das «weis­se» Süd­afri­ka. Am «4. Na­tio­na­len Fo­rum der Volks­so­zia­lis­ten» im Sep­tem­ber 1975 stel­len NBS-Mit­glie­der die Schwei­zer De­le­ga­ti­on. Ein Jahr spä­ter kommt es zum or­ga­ni­sa­to­ri­schen Schul­ter­schluss der NBS, der im in­ter­na­tio­na­len Kon­text mit Rechts­ter­ro­ris­ten in Kon­takt ste­hen­de Eu­ro­päi­sche Neu-Ord­nung (ENA) um den Lau­san­ner Gas­ton-Ar­mand Amau­druz und der mi­li­tan­ten Gen­fer Grup­pie­rung Nou­vel Ord­re So­cial (NOS, ab 1979 auch: Forces Nou­vel­les). Das ge­mein­sa­me Pro­gramm von NBS, ENA und NOS: Auf­nah­me des Kamp­fes auf Schwei­zer Ebe­ne ge­gen «Mar­xis­mus und Plu­to­kra­tie», ge­gen die Un­ter­wür­fig­keit der Schwei­zer Re­gie­rung ge­gen­über den «in­ter­na­tio­na­lis­ti­schen Welt­mäch­ten» und für ei­ne «na­tio­nal­eu­ro­päi­sche Neu­ge­stal­tung».

Zi­keli muss ge­hen

Die Ge­schich­te der Na­tio­na­len Ba­sis Schweiz en­det im Sep­tem­ber 1979 mit dem Er­schei­nen der Un­heim­li­chen Pa­trio­ten ab­rupt. Und Gerd Zi­keli wird vom Vor­stand der Kirch­ge­mein­de St.Gal­len West so­fort sus­pen­diert. Er ver­sucht noch, sich ge­gen das «mar­xis­ti­sche Kes­sel­trei­ben» ge­gen sei­ne Per­son zu weh­ren, pi­kan­ter­wei­se auch mit Ver­weis auf et­li­che Frönt­ler, die trotz ih­rer po­li­ti­schen Hal­tung in der Schweiz Kar­rie­re mach­ten durf­ten. Ge­gen­über dem Schwei­zer Fern­se­hen macht er kei­nen Hehl aus sei­ner Ho­lo­caust-Leug­nung. In ei­nem In­ter­view auf die Na­zi-Ver­nich­tungs­la­ger an­ge­spro­chen, sagt er, auf deut­schem Reichs­bo­den ha­be es ent­ge­gen jah­re­lan­gen Be­haup­tun­gen nie sol­che «aus­ge­spro­che­nen Ver­nich­tungs­la­ger» ge­ge­ben. Auf die Nach­fra­ge des Jour­na­lis­ten, ob es in Po­len wel­che ge­ge­ben ha­be, sagt er: «Es wird be­haup­tet.»

Seine Enttarnung steht kurz bevor: Gerd Zikeli mit seiner 1979er-Konfirmandenklasse vor der Evangelischen Kirche Bruggen in St.Gallen.

Seine Enttarnung steht kurz bevor: Gerd Zikeli mit seiner 1979er-Konfirmandenklasse vor der Evangelischen Kirche Bruggen in St.Gallen.

Die­se Aus­sa­gen im öf­fent­li­chen Fern­se­hen hel­fen Zi­keli nicht. An der aus­ser­or­dent­li­chen Kirch­ge­mein­de­ver­samm­lung vom 10. Fe­bru­ar 1980 wäh­len 96,5 Pro­zent der 1111 an­we­sen­den Strau­ben­zel­ler Kirch­ge­mein­de­mit­glie­der Zi­keli aus dem Amt. Der Ge­schass­te strengt in der Fol­ge ei­ni­ge Pro­zes­se we­gen Ehr­ver­let­zung an: ge­gen Me­di­en­schaf­fen­de, Le­ser­brief­schrei­ber und ei­nen Amts­kol­le­gen. Al­le­samt ge­hen ver­lo­ren. Auch ge­gen sei­ne Ent­las­sung wehrt er sich ju­ris­tisch, bis schliess­lich auch das Bun­des­ge­richt im Sin­ne der Kirch­ge­mein­de ent­schei­det.

Zi­keli steht iso­liert da. Bloss zwei Pfar­rer­kol­le­gen aus der Re­gi­on set­zen sich öf­fent­lich für ihn ein mit Ver­weis, dass man ei­nen Fa­mi­li­en­va­ter nicht oh­ne wei­te­res sei­ner Exis­tenz be­rau­ben dür­fe. Ein ehe­ma­li­ger Pfar­rer aus Gos­sau schimpft im Or­gan der schwar­zen­bach’schen Na­tio­na­len Ak­ti­on «Volk+Hei­mat» über die Kir­chen­be­hör­den: «Kom­mu­nis­ti­sche Pro­pa­gan­da und den rus­si­schen Im­pe­ria­lis­ten zu­ge­dient, ‹nütz­li­che Idio­ten›.» Die «Bau­ern­schaft» ver­öf­fent­licht in der Ju­ni­aus­ga­be 1980 ei­nen Spen­den­auf­ruf für den ent­las­se­nen Pfar­rer.

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2609 RIO IMG 1099 Danksagung Bauerschaft

Im Früh­ling 1981 wei­sen die ös­ter­rei­chi­schen Be­hör­den di­ver­se Ein­rei­se­wil­li­ge zu­rück, die in Lust­en­au an ei­nem Tref­fen der ös­ter­rei­chisch-neo­na­zis­ti­schen Na­tio­nal­de­mo­kra­ti­schen Par­tei (NDP) teil­neh­men wol­len. Dar­un­ter auch fünf schwarz­ge­klei­de­te, be­stie­fel­te Ju­gend­li­che aus dem Raum Zü­rich und ei­nen Herrn im grau­en An­zug, der als Gast­red­ner ge­la­den ist: Gerd Zi­keli. Die Grenz­be­am­ten wei­sen ihn, weil er die deut­sche Staats­bür­ger­schaft und in der Schweiz bloss ei­ne Nie­der­las­sungs­be­wil­li­gung be­sitzt, nach Deutsch­land zu­rück. Um nach Haupt­wil TG zu­rück­zu­kom­men, wo Zi­keli seit Kur­zem wohnt, muss er um den gan­zen Bo­den­see her­um­fah­ren.

Heim ins Reich

Gerd Zi­keli wird nie mehr als Pfar­rer ar­bei­ten. Sei­ner Welt­an­schau­ung hält er aber auch nach sei­ner de­fi­ni­ti­ven Rück­kehr nach Deutsch­land die Treue. Sei­ne Frau ar­bei­tet, wäh­rend er sich «in der Rol­le des Mär­ty­rers» ge­fal­le, wie ei­ne In­for­man­tin Frisch­knecht 1983 an­ver­traut. In der Nä­he von Mün­chen be­treibt er ein Buch­an­ti­qua­ri­at, in dem Na­zi­li­te­ra­tur ver­trie­ben wird. In der «Bau­ern­schaft» wirbt er für sein ex­qui­si­tes An­ge­bot. Sei­ne letz­te öf­fent­lich be­kann­te An­stel­lung ist je­ne als Se­kre­tär des Ex-Wehr­mach­to­bers­ten Ot­to Ernst Re­mer. Das jüngs­te im Zür­cher So­zi­al­ar­chiv über­lie­fer­te «Werk» Zi­ke­lis ist ein Zeit­schrif­ten­ar­ti­kel, er­schie­nen 2008 im rechts­extre­mis­ti­schen «Volk in Be­we­gung». Es han­delt von der «Ret­tung des Reichs» durch deut­sche Frei­korps zwi­schen 1918 und 1923.

Gerd Zi­keli lebt bis heu­te in Bay­ern. Zu­min­dest tat er es noch vor ei­nem Jahr, als das «St.Gal­ler Tag­blatt» nach der Kün­di­gung ei­nes AfD-Pfar­rers im Thur­gau an den Fall Zi­keli er­in­ner­te. Der Au­tor er­reich­te Zi­keli 2025 am Te­le­fon, doch ein wirk­li­ches Ge­spräch sei nicht mehr mög­lich ge­we­sen, wie er auf An­fra­ge sagt. Im «Lands­ber­ger Tag­blatt» ist 2011 ein Ar­ti­kel über den Gar­ten der Dr­ei­ge­ne­ra­tio­nen­fa­mi­lie Zi­keli er­schie­nen. «Opa Zi­keli» sei ein Bü­cher­narr und ha­be ei­ne gros­se Bi­blio­thek, heisst es dar­in. Er sit­ze oft im Gar­ten und be­ob­ach­te die Lauf­enten. Zi­keli ist heu­te 89 Jah­re alt.

Rechtsextremismus in der Ostschweiz

Rechts­extre­mes Ge­dan­ken­gut ist nach dem En­de des Zwei­ten Welt­kriegs nicht ein­fach aus der Ost­schweiz ver­schwun­den. Es hat über­dau­ert, sich ver­än­dert und im­mer wie­der mo­der­ni­siert – und ist in un­ter­schied­li­cher Ge­stalt im­mer wie­der zu­ta­ge ge­tre­ten. Sai­ten möch­te in die­ser Se­rie in lo­ser Fol­ge den un­ter­schied­li­chen Er­schei­nungs­for­men des Rechts­extre­mis­mus und Fa­schis­mus in der Ost­schweiz nach­spü­ren – von 1945 bis heu­te.

Der Neo­na­zipfar­rer

1976 lässt sich Gerd Zi­keli in der evan­ge­li­schen Kirch­ge­mein­de St.Gal­len-Strau­ben­zell zum Pfar­rer wäh­len. Drei Jah­re spä­ter wird er als gut ver­netz­ter Ho­lo­caust-Leug­ner und Vor­stands­mit­glie­der der ers­ten Neo­na­zi­grup­pe der Schweiz ent­tarnt. Heu­te be­ob­ach­tet er Lauf­enten.

Von Roman Hertler,
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Das Glück, bei Pe­ter Kamm Stein zu sein

Bild­hau­er Pe­ter Kamm haut kei­ne Stei­ne mehr im Ate­lier. Trotz­dem ent­ste­hen neue Skulp­tu­ren, die ak­tu­ell in Steck­born zu se­hen sind. Wie geht das?

Von Ursula Badrutt,
Peter Kamm Kunst am Bau Erweiterungsbau Paedagogische Hochschule Kreuzlingen

Die Stick­ma­schi­ne steht still

In vie­len Aus­ser­rho­der Dör­fern klap­per­ten frü­her Web­stüh­le und spä­ter Stick­ma­schi­nen. In­zwi­schen sind sie al­le ver­stummt. Der Film Das En­de ei­ner Ära por­trä­tiert die Sti­cker Wal­ter Son­der­eg­ger Se­ni­or und Ju­ni­or aus Re­he­to­bel und setzt der Bran­che ein Denk­mal.

Von René Hornung,
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Nur das Jetzt zählt

Der Schwei­zer Fil­me­ma­cher Kas­par Ka­sics über­lässt in sei­nem neu­en Film Das un­end­li­che Jetzt Men­schen, die mit De­menz le­ben, die Büh­ne. Ein Ex­pe­ri­ment mit ei­nem aus­ser­ge­wöhn­li­chen Sto­rytel­ling, auf das es sich ein­zu­las­sen lohnt.

Von Vera Zatti,
Still das unendliche jetzt christian sonderegger johanna rensing vinca film distant lights

Das Kro­ko­dil schnappt wie­der zu

Von Pius Frey und David Gadze,
Krokodil 2026 pd

24/7 Traumacore

Heat Girl Sum­mer

Von Mia Nägeli,

Kunst in Oberuzwil

Spu­ren der Hei­mat

Von Vera Zatti,
Dieses

Musik

Mehr als Jazz im Kult­bau

Von Richard Butz,
GP Trio MF90302 k

«Die Wahr­neh­mung nicht be­die­nen, son­dern schär­fen»

Pa­trick Kess­ler er­hält den Aus­ser­rho­der Kul­tur­preis 2026. Der Kon­tra­bas­sist, Klang­künst­ler und Ku­ra­tor aus Gais reist mit al­ten Laut­spre­chern nach Wien und Ha­noi, tritt mit In­sek­ten in ei­nen mu­si­ka­li­schen Dia­log und fin­det sei­ne wich­tigs­ten Lek­tio­nen nicht un­be­dingt an Hoch­schu­len.

Von Philipp Bürkler,
Bassilikum 04

Mo­bi­li­täts­al­li­anz nimmt Fahrt auf

Die Mo­bi­li­täts­al­li­anz Ost­schweiz will Pend­ler:in­nen zum Um­stieg vom Au­to auf Bus, Bahn und Ve­lo be­we­gen. Bei den zehn be­tei­lig­ten Gross­un­ter­neh­men lässt be­reits je­de fünf­te Per­son das Au­to am Mor­gen ste­hen. Nun sol­len 500 wei­te­re Fir­men fol­gen. 

Von Philipp Bürkler,
Mobilitaetsallianz 1 philipp buerkler

Tu­bes, Pipe­lines, Cords

Au­gus­tin Re­be­tez macht kei­ne hal­ben Sa­chen. Sei­ne Kunst ist aus­ufernd und dicht zu­gleich. Er ent­wi­ckelt an­spie­lungs­rei­che Bild­wel­ten – ak­tu­ell in der Kunst­hal­le Ar­bon.

Von Kristin Schmidt,
Augustin Rebetez key visual Kunsthalle Arbon Augustin Rebetez

Zu hoch für Ap­pen­zell

Der Kan­ton Ap­pen­zell In­ner­rho­den plan­te am Lands­ge­mein­de­platz in Ap­pen­zell ein neu­es Ge­bäu­de für die Ge­rich­te, die Bi­blio­thek und die kan­to­na­le Ver­wal­tung. Die eid­ge­nös­si­schen Kom­mis­sio­nen für Na­tur- und Hei­mat­schutz und je­ne für Denk­mal­pfle­ge brach­ten das Pro­jekt je­doch zu Fall.

Von René Hornung,
Verwaltungsgebaeude appenzell pd

Offener Brief an die Bundespolitik

Wir wol­len Rech­te, kei­ne Al­mo­sen

Von Christoph Keller,

In­no­va­ti­on ge­hört zur DNA

Das Fi­gu­ren­thea­ter St.Gal­len wird 70. Was sich ver­än­dert hat, war­um Pup­pen Kin­der wie Er­wach­se­ne fas­zi­nie­ren und wie man auch Ju­gend­li­che er­rei­chen kann: ein Ge­spräch zum Ju­bi­lä­um.

Von Peter Surber,
Hochdruck Crasch Polizei 04665

Mit Sound und Vi­su­als ge­gen den Öko­kol­laps

Die zwei­te Aus­ga­be des au­dio­vi­su­el­len Fes­ti­vals Su­s­ur­rus in der Mü­le­nen­schlucht wid­met sich der «mehr-als-mensch­li­chen» Mit­welt. Mit akus­ti­schen und per­for­ma­ti­ven In­ter­ven­tio­nen er­kun­det das Fes­ti­val neue For­men der Be­zie­hung zwi­schen Mensch und Na­tur. 

Von Lilli Kim Schreiber,
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Un­ter­schied und Wir­kung

In der Aus­stel­lung «Die lei­sen Un­ter­schie­de» im Haus zur Glo­cke in Steck­born be­fas­sen sich fünf Künst­ler:in­nen mit der Wahr­neh­mung von Un­ter­schie­den. 

Von Vera Zatti,
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Kolumne: Heppelers Bestiarium

Cy­borg-Ka­ker­la­ken

Von Jeremias Heppeler,

Fu­rio­ses Klang­ge­wit­ter

Mit dem En­sem­ble TAK aus New York gas­tier­te am Diens­tag ein Neue-Mu­sik-Quin­tett von Welt­rang im St.Gal­ler Kult­bau. Or­ga­ni­siert vom Zy­klus Con­tra­punkt, hät­te der Abend mehr Pu­bli­kum ver­dient. Ein Bubble-Pro­blem?

Von Peter Surber,
Contrapunkt 1 martin fluege

Ne­an­der­tha­ler:in, ge­hüllt in Pink 

Das St.Gal­ler Kul­tur­mu­se­um öff­net in der neu­en Aus­stel­lung «Ste­reo­ty­pes: Ne­an­der­tha­le­rin» den Blick auf die­se Stein­zeit­men­schen. Die Schau mit viel Pink ver­knüpft ge­schickt Spiel mit Wis­sen­schaft und Ver­gan­gen­heit mit Ge­gen­wart.

Von Vera Zatti,
Stereotypes Kulturmuseum 2026 1

Neue Sai­son un­ter be­son­de­ren Vor­zei­chen

Das Thea­ter an der Gren­ze in Kreuz­lin­gen star­tet heu­te in die neue Spiel­zeit. Kürz­lich ver­starb die prä­gen­de Co-Prä­si­den­tin An­na Rink. Aus­ser­dem fällt der bis­he­ri­ge Spiel­ort im Kul­tur­zen­trum Kult-X bis En­de 2027 weg. Wie der Ver­ein die­se Hür­den meis­tert, er­zäh­len Prä­si­den­tin Vro­ni El­len­br­oek und Klaus Okraf­ka aus der Pro­gramm­lei­tung im In­ter­view.

Von Judith Schuck,
Theater an der Grenze Klaus Ofraka und Vroni Ellenbroek