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Flicken für die Umwelt

Der St.Galler Hackerspace «Ruum 42» kämpft gegen die Wegwerfmentalität: Die Computer-Nerds steigen aus ihrer Tüftelkammer und laden zur ReparierBar ein.
Von  Urs-Peter Zwingli

Der Akku des Smartphones macht es nur noch ein paar Stunden, der DVD-Player hat nach kurzem Gebrauch erste Macken und die Bohrmaschine streikt immer wieder. Wegschmeissen, neu kaufen: So lautet das Rezept, das heute weit verbreitet ist. Einfach, weil der Kauf eines neuen, billig produzierten DVD-Players günstiger ist, als den alten zum Fachmann zu bringen.

«Das Wissen, wie man etwas repariert, ist in unserer Konsumgesellschaft leider weitgehend verloren gegangen», sagt auch Paul Jaros vom St.Galler Hackerspace «Ruum 42». Jaros veranstaltet mit seinen Hacker-Mitstreitern darum regelmässig die ReparierBar. Sie ist ein für alle offener Ort, wo man Unterhaltungselektronik, Elektrogeräte, Möbel, Kleider, Küchengeräte, Velos und weitere kaputte Gegenstände vorbeibringen kann – denen dort dann mit Hilfe von Experten wieder Leben eingehaucht werden soll.

Die «Ruum42»-Leute steuern vor allem Wissen im Bereich von PCs und Elektronikgeräten bei. In der ReparierBar sitzt aber jeweils auch eine Schneiderin und ein Holz-Fachmann. Und: Wer spontan als Reparatur-Experte und -Expertin mithelfen will, ist jeweils ebenfalls willkommen. Für die ReparierBar diesen Samstag ist derzeit noch ein Velokundiger gesucht.

Flicken für die Umwelt

«Uns geht es darum, die weit verbreitete Wegwerfmentalität zu bekämpfen», sagt Jaros, der als Programmierer arbeitet. Viele Geräte könnten sehr viel länger benutzt werden, als dies heute der Fall ist. Reparieren statt neu kaufen, produzieren und transportieren lassen: Das schone die Umwelt.

Die Hacker und ihr Umfeld versuchen auch, mit selber durchgeführten Reparaturen die Industrie ein wenig zu bremsen: Diese wirft im Wochentakt neue Geräte auf den Markt. Dass diese langlebig sind und sich leicht reparieren lassen, liegt kaum im Interesse der Verkäufer. Diesen Kreislauf will die internationale Reparier-Bewegung durchbrechen.

Wichtig ist für Jaros aber auch, die Menschen zu befähigen. «So ein Austausch zwischen Menschen mit unterschiedlichsten Fähigkeiten ist wertvoll: Ich lerne beim Flicken und Tüfteln mit anderen zusammen immer etwas dazu.» Das Ziel sei, dass man in der ReparierBar dank den Tipps der Experten seine Gegenstände selber reparieren kann.

Dazu gehöre auch, dass man Zeit und Geduld mitbringt und sich auch auf Fehler und Experimente einlässt. Die Reparatur kostet eine freiwillige Spende, nur allenfalls benötigtes Material wird verrechnet.

Nerds aus dem Keller

An den bisherigen ReparierBars wurde vor allem Smartphones, Handys, PCs, Laptops und Unterhaltungselektronik vorbeigebracht. Aber auch ein heute schon als Kuriosität geltendes VHS-Videogerät wurde in der Bar wieder zum Leben erweckt.

Keimzelle des Anlasses ist der «Ruum 42»-Hackerspace: Dieser befindet sich in einem Kellerraum im Lachen-Quartier, wo jeden Dienstag Interessierte beim öffentlichen Linux-Treffen zusammenkommen. Im «Ruum 42» findet sich nebst einem Elektroniklabor auch eine Fachbibliothek, eine Holzwerkstatt und eine Gaming-Ecke.

«Das Ganze ist schon eher nerdig und vor allem auf Soft- und Hardwareprobleme von Computern ausgerichtet», sagt Jaros. Mit der ReparierBar steigen die Informatik-Nerds – eine bunt gemischte Truppe aus Lehrlingen, Studenten, Informatikern, Rentnern – sozusagen ans Tageslicht. Also raus an selbiges mit den alten Kellervelos, rumpelnden Plattenspielern, streikenden Staubsaugern und wackelnden Stühlen.

ReparierBar. Samstag, 6. Juni, 10 bis 16 Uhr im Atelier im Sandkasten. Für Verpflegung ist gesorgt.

Dampf auf dem Kes­sel

Auf sei­nem neu­en So­lo­al­bum the­ma­ti­siert Ma­nu­el Stahl­ber­ger die Über­hit­zung. Die kli­ma­ti­sche, die ge­sell­schaft­li­che, die po­li­ti­sche. Ge­mein­sam mit Bit-Tu­ner hat der St.Gal­ler Mu­si­ker da­für ei­nen düs­te­ren, elek­tro­ni­schen Sound ge­fun­den.

Von  David Gadze
Manuel stahlberger bit tuner heiss pd

Von War­te­häus­chen und ehe­ma­li­gen Te­le­fon­ka­bi­nen

An Klein­bau­ten ge­hen wir oft acht­los vor­bei: Bus­war­te­häus­chen, öf­fent­li­che WCs, nicht mehr ge­brauch­te Te­le­fon­ka­bi­nen oder Feu­er­wehr- und Stras­sen­wär­ter­ma­ga­zi­ne. Ak­tu­ell gibt es da­zu ei­ne Aus­stel­lung im 1. Stock des Rat­hau­ses St.Gal­len.

Von  René Hornung
2 Tramhaeuschen Schibenertor

«Wie ein Vor­film des­sen, was auf uns zu­kom­men könn­te»

Bis 2050 will die Stadt St.Gal­len kli­ma­neu­tral sein. Ka­rin Hun­ger­büh­ler und To­bi­as Fi­scher-Künz­ler von der Dienst­stel­le Um­welt und En­er­gie be­ant­wor­ten Fra­gen zur be­vor­ste­hen­den Kli­ma­wo­che und zum Kli­ma­schutz in der Stadt.

Von  Reto Voneschen , Bilder:  Sara Spirig
2609 Redeplatz Karin Tobias 01

Metz­ger, En­gel, Him­mel und Tan­te Bergs Ro­sen­ge­büsch

Ani­ta Zim­mer­mann ali­as Lei­la Bock prägt die St.Gal­ler Kul­tur­sze­ne seit Jahr­zehn­ten – als Künst­le­rin, als Ver­mitt­le­rin, als Er­mög­li­che­rin. Sie hat Wi­der­stän­de über­wun­den und an­de­re Künst­ler:in­nen im­mer wie­der her­aus­ge­for­dert. Ei­ne Wür­di­gung

Von  Angela Kuratli , Bilder:  Ladina Bischof
2609 Anita Zimmermann SAI2602 1308 C WEB

«Nicht neu er­fin­den, was funk­tio­niert»

Die St.Gal­ler Mu­se­ums­nacht fin­det in die­sem Jahr zum 20. Mal statt. Zum Ju­bi­lä­um blickt Ver­eins­prä­si­den­tin Bar­ba­ra Af­fol­ter zu­rück und nach vor­ne. Sie sagt, was die Mu­se­ums­nacht bis heu­te aus­macht und wo­hin sie sich ent­wi­ckeln soll.

Von  Marion Loher
Museumsnacht Kunstmuseum pd

Le­bens­be­ja­hen­de Wer­ke im Kunst­zeug­haus

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Regula Syz 2

Kolumne: Stimmrecht

St.Gal­len in den Au­gen ei­nes Sol­da­ten

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Kunst­ki­osk trifft Nacht­klub 

Der St.Gal­ler Kunst­ki­osk wird fünf­zehn Jah­re alt. Ge­fei­ert wird das mit ei­ner Ju­bi­lä­ums­aus­stel­lung im ehe­ma­li­gen Tif­fa­ny Night Club. Die Ver­nis­sa­ge ist am 12. Sep­tem­ber. Sai­ten hat schon vor der Er­öff­nung vor­bei­ge­schaut.

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01 Gruppenfoto Kurationsteam 15 Jahre Kunstkiosk QUERFORMAT

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Ein tem­po­rä­res Kunst­haus am Ro­ten Platz

Zum 36-jäh­ri­gen Be­stehen sei­ner Ga­le­rie Macel­le­ria d'ar­te trans­for­miert Fran­ces­co Bo­n­an­no ein leer­ste­hen­des Ge­bäu­de am Ro­ten Platz in St.Gal­len in ein bun­tes Haus vol­ler Kunst. Was als klei­nes Pro­jekt be­gann, wuchs zu ei­nem Ge­mein­schafts­werk von fast 100 Kunst­schaf­fen­den. 

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Ein Rück­blick auf die ver­ges­se­ne Künst­le­rin Mag­gy Mau­ritz

Das Küefer-Mar­tis-Hu­us in Rug­gell wid­met sich in ei­ner Re­tro­spek­ti­ve der Wie­der­ent­de­ckung ei­ner völ­lig über­se­he­nen Künst­le­rin: Mag­gy Mau­ritz war ei­ne Pio­nie­rin der Graf­fi­ti­kunst und des Lett­ris­mus.

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Musik am See

Pia­no­klän­ge für al­le

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Tor­reich, span­nend und doch ent­täu­schend - nur ei­ne Vier­tel­stun­de gu­ter Fuss­ball reicht halt nicht zum Punkt ge­gen Thun. 

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Abutz DSC 9766 Portrait wahl fischer klein cmky

Neu­start für Me­ter und Off­cut

Die­ses Wo­chen­en­de er­öff­net die of­fe­ne Werk­statt Me­ter den neu­en Stand­ort an der Burg­stras­se. Und im No­vem­ber zü­gelt Off­cut nach St.Fi­den. Das ist der An­fang vom En­de der Ge­mein­schaft «Ul­men5» – zu­min­dest in ih­rer bis­he­ri­gen Form. Denn 2027 könn­te es zur teil­wei­sen Wie­der­ver­ei­ni­gung kom­men.

Von  David Gadze
Meter 6 david gadze