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Die unverzichtbaren Sommertipps – Teil 1

Happily Aging & Dying, 2022. Öl auf Leinwand, 210 × 310 cm. Noemi Pfister, 1991, aus Locarno, lebt und arbeitet in Basel. Sie hat Fine Arts in Basel und Genf studiert. In ihrer Malerei verbindet Pfister kunsthistorische Motive mit Popkultur und dem kollektiven Bildgedächtnis. Traumartige Landschaften werden von rätselhaften Figuren bevölkert, deren Körper zwischen Spiel, Erschöpfung und Kontemplation oszillieren. Durch die Verbindung des Vertrauten mit dem Unheimlichen erkundet ihre Arbeit mögliche Formen von Gemeinschaft und Koexistenz.

Happily Aging & Dying, 2022. Öl auf Leinwand, 210 × 310 cm.

 

Noemi Pfister, 1991, aus Locarno, lebt und arbeitet in Basel. Sie hat Fine Arts in Basel und Genf studiert. In ihrer Malerei verbindet Pfister kunsthistorische Motive mit Popkultur und dem kollektiven Bildgedächtnis. Traumartige Landschaften werden von rätselhaften Figuren bevölkert, deren Körper zwischen Spiel, Erschöpfung und Kontemplation oszillieren. Durch die Verbindung des Vertrauten mit dem Unheimlichen erkundet ihre Arbeit mögliche Formen von Gemeinschaft und Koexistenz.

Bis zum Ende der Sommerferien präsentiert Saiten wöchentlich Kulturtipps aus der Region. Teil 1: Openair-Kinos, Blablabor – «Guerilla Radio», Michail Pirgelis – «HYLE», «Heimatflimmern», Kulturfestival St.Gallen, Leonce und Lena, Kunstspaziergänge und Musik im «Flöözli» sowie Rundgänge zum Blumenwies und zur Schwammstadt. 

Ki­no 

Film­kunst, Kom­merz und ei­ne gros­se Aus­wahl

Tot­ge­sag­te le­ben wirk­lich län­ger. Das gilt ge­ra­de fürs Som­mer­ki­no un­ter dem Ster­nen­him­mel. Ob­wohl das Phä­no­men im­mer wie­der tot­ge­sagt wird, darf man fest­stel­len: Die Ost­schwei­zer Open­air-Ki­no-Sze­ne lebt, und sie ist in die­sem Som­mer so viel­fäl­tig wie nie zu­vor. Gröss­ter Ver­an­stal­ter bleibt das Coop Open Air Ci­ne­ma, das Kreuz­lin­gen als Stand­ort auf die­sen Som­mer hin zwar auf­ge­ge­ben hat, aber wei­ter­hin in Ar­bon Fil­me zeigt. Auf der Quai­an­la­ge am Bo­den­see ist der auch bei den meis­ten an­de­ren Ver­an­stal­tern gän­gi­ge Mix aus kom­mer­zi­el­len und Art­house-Fil­men zu se­hen. Dar­un­ter sind die­sen Som­mer – auch an­dern­orts – er­freu­lich vie­le Schwei­zer Pro­duk­tio­nen, von Frie­das Fall und Bon Schuur Ti­ci­no über Hal­lo Bet­ty und Emil – No ei­nisch! bis hin zu Me­lo­die, Mein Freund Bar­ry oder Ewi­gi Lie­bi. Ein ähn­lich um­fang­rei­ches Pro­gramm wie Ar­bon bie­tet das Open­air-Ki­no Uz­wil mit über drei Dut­zend Strei­fen, wäh­rend in Abt­wil das Ho­tel Sän­tis­park zu­sam­men mit dem Ci­ne­do­me ei­ne Mi­schung aus Fuss­ball-WM und kom­mer­zi­el­len Block­bus­tern auf die Lein­wand bringt. Wer es klei­ner und in­ti­mer mag, kommt et­wa im Ba­di-Ki­no Hei­den, in Steck­born, Rap­pers­wil-Jo­na oder Frau­en­feld auf sei­ne Rech­nung. Die Ap­pen­zel­ler Film­näch­te fal­len et­was aus dem Rah­men: Sie fin­den in der Kunst­hal­le Ap­pen­zell statt, da­für steht die Fest­beiz un­ter frei­em Him­mel. (Re­to Vo­n­e­schen)

Coop Open Air Ci­ne­ma Ar­bon: Frei­tag, 3. Ju­li, bis Sams­tag, 15. Au­gust, Quai­an­la­ge. 
coo­po­pen­air­ci­ne­ma.ch/home/ar­bon

Ba­di-Ki­no Hei­den: im­mer frei­tags, 3. Ju­li bis 7. Au­gust (Re­ser­ve­te­r­min: Sams­tag, 8. Au­gust), Schwimm­bad.
ba­di-hei­den.ch/ba­di­ki­no2026

Open­air-Ki­no Uz­wil: Mitt­woch, 8. Ju­li, bis Sams­tag, 15. Au­gust, Fuss­ball­platz Schii. 
open­air-uz­wil.ch

Open­air-Ki­no Steck­born: Frei­tag, 10. Ju­li, und Sams­tag, 11. Ju­li, Turm­hof. 
turm­hof.ch/kul­tur

Ki­no im Beet Rap­pers­wil-Jo­na: Don­ners­tag, 23. Ju­li, bis Sonn­tag, 2. Au­gust, Zeug­haus­are­al.
zeug­haus­gar­ten.ch/ki­no

Open­air-Ki­no Frau­en­feld: Frei­tag, 31. Ju­li, bis Frei­tag, 7. Au­gust, Hof Staats­ar­chiv. 
oakff.ch

Ap­pen­zel­ler Film­näch­te: Don­ners­tag, 13. Au­gust, bis Sams­tag, 15. Au­gust, Kunst­hal­le Ap­pen­zell. 
kul­tur-ap­pen­zell.ch/pro­gramm

Open­air-Ki­no St.Gal­len (Fil­me und Pu­blic Vie­w­ing Fuss­ball-WM): bis Sams­tag, 29. Au­gust, Park des Ho­tels Sän­tis­park. 
saen­tis­park.re­vier­ho­tels.com

 

Kunst 

Die Welt des Ra­di­os

Längst hat das Vi­deo den Ra­dio­star ge­killt. Längst ha­ben Ra­dio­we­cker aus­ge­dient. Pod­casts ver­drän­gen das li­nea­re Ra­dio. Pro­gramm­dra­ma­tur­gien wei­chen der In­di­vi­dua­li­sie­rung. Und dann auch noch UKW: Die Ab­schal­tung war längst be­schlos­sen, SRF hat sie voll­zo­gen und trotz­dem hält sich die Ul­tra­kurz­wel­le – auch dank ei­nes Na­tio­nal­ratsen­schei­des. Das Kol­lek­tiv Bla­bla­bor lie­fert da­zu den pas­sen­den künst­le­ri­schen Kom­men­tar in der Kunst­hal­le Ar­bon und ver­bin­det 150 Ra­dio­ge­rä­te, zwei UKW-Sen­der und Richt­strahl­an­ten­nen zu ei­ner ein­drucks­vol­len, se­hens- und hö­rens­wer­ten In­stal­la­ti­on. Al­lein die al­ten Tran­sis­tor­ra­di­os mit ih­ren sorg­fäl­tig ge­stal­te­ten Sen­der­ska­len, den durch­dacht an­ge­ord­ne­ten Be­dien­ele­men­ten, den schö­nen Ober­flä­chen wer­den man­chen ei­nen nost­al­gi­schen Seuf­zer ent­lo­cken. Al­ler­dings wer­den sol­che Lau­te un­ter­ge­hen im pul­sie­ren­den Rau­schen und Knis­tern der In­stal­la­ti­on «Gue­ril­la Ra­dio». Bla­bla­bor lie­fert da­mit ein at­mo­sphä­ri­sches Plä­doy­er für me­dia­le Viel­falt und Un­ab­hän­gig­keit. (Kris­tin Schmidt)

Bla­bla­bor – «Gue­ril­la Ra­dio»: bis Sonn­tag, 12. Ju­li, Kunst­hal­le Ar­bon. 
kunst­hal­le­ar­bon.ch

 

Ab­he­ben im Kunst­raum

Die Schweiz fliegt. Im­mer mehr nach Nah und Fern, als gä­be es kei­ne Glet­scher­schmel­ze in den Al­pen, kei­ne Tro­pen­näch­te im Mit­tel­land und kei­nen Pol­len­flug im Fe­bru­ar. Um­den­ken beim Rei­se­ver­hal­ten ist un­be­quem. Wer es den­noch schafft, aufs Flie­gen zu ver­zich­ten, sich aber die Fas­zi­na­ti­on für die Luft­fahrt er­hal­ten hat, kann sie im Kunst­raum Dorn­birn aus­kos­ten. Hier zeigt Mi­chail Pir­ge­lis mit «HYLE» sei­ne ers­te in­sti­tu­tio­nel­le Ein­zel­aus­stel­lung in Ös­ter­reich. Seit über zwei Jahr­zehn­ten ar­bei­tet der Künst­ler mit aus­ran­gier­ten Pas­sa­gier­flug­zeu­gen. Da­bei ist die Tech­nik al­ler­dings we­ni­ger ein The­ma als die Kunst. Pir­ge­lis löst Wand­seg­men­te oder Bö­den von ih­rer ur­sprüng­li­chen Funk­ti­on. Er be­ar­bei­tet sie und trans­for­miert sie in abs­trak­te Plas­ti­ken im kunst­his­to­ri­schen Sin­ne der Re­a­dy­ma­des. La­ckie­run­gen und Wit­te­rungs­spu­ren sind selbst­ver­ständ­li­cher Teil die­ser Ob­jek­te. So trans­por­tie­ren sie zwar kei­ne Flug­gäs­te mehr, aber nach wie vor die Au­ra des Rei­sens in Wol­ken und Wei­te. (Kris­tin Schmidt)

Mi­chail Pir­ge­lis – «HYLE»: Frei­tag, 3. Ju­li, bis Sonn­tag, 8. No­vem­ber, Kunst­raum Dorn­birn.
kunst­raum­dorn­birn.at

 

Was ist Hei­mat?

Hei­mat ist ein Be­griff, der auf viel­fäl­ti­ge Wei­se ver­han­delt wer­den kann und der un­ter der Ge­gen­über­stel­lung von Glo­ba­li­sie­rung und ab­gren­zen­dem Rechts­ruck ak­tu­ell neu­en An­lass zum Nach­den­ken gibt. Mit «Hei­mat­flim­mern» nimmt das Kunst­mu­se­um St.Gal­len das The­ma auf und lässt sei­ne Samm­lung in ei­nen Dia­log mit der Kunst­samm­lung der Schwei­ze­ri­schen Post tre­ten. Die­se sam­melt seit 1924 zeit­ge­nös­si­sche Kunst­wer­ke, die sich mit den An­lie­gen der Schwei­zer Ge­sell­schaft be­schäf­ti­gen. Die ge­zeig­ten Ar­bei­ten lö­sen sich von tra­di­tio­nel­len Vor­stel­lun­gen. Sie wol­len den Blick öff­nen für ei­ne Welt im Wan­del, ob un­ter dem Aspekt von Mi­gra­ti­on, Ver­än­de­run­gen durch Erd­er­wär­mung oder tech­no­lo­gi­schen Ent­wick­lun­gen. Das Duo Mo­ni­ca Stu­der/Chris­toph van den Berg bei­spiels­wei­se ge­hört zu den Pio­nie­ren der In­ter­net-Kunst. Von ih­nen ist ein mit­hil­fe von KI ge­schaf­fe­nes Berg­re­stau­rant aus­ge­stellt, das die­sen Kon­trast als Ver­hand­lungs­ba­sis für die Po­le Ver­trau­tes und Auf­bruch nimmt. (Ju­dith Schuck)

«Hei­mat­flim­mern»: Sams­tag, 27. Ju­ni, bis Sonn­tag, 18. Ok­to­ber, Kunst­mu­se­um St.Gal­len. 
kunst­mu­se­umsg.ch

 

Mu­sik

Kul­tur­fes­ti­val zum Zwan­zigs­ten

Be­reits zum 20. Mal ver­wan­delt das Kul­tur­fes­ti­val St.Gal­len mit sei­nem span­nen­den Gen­re­mix den In­nen­hof des Kul­tur­mu­se­ums in die Ku­lis­se für be­son­de­re Live­mu­sik­mo­men­te. Er­öff­net wird das dies­jäh­ri­ge Kul­tur­fes­ti­val am 30. Ju­ni von der Lu­zer­ner Kam­mer­pop-Mu­si­ke­rin To Athe­na. Ei­ne Rück­kehr fei­ern Lunik am 2. Ju­li: Die Ber­ner Pop-Band hat über zehn Jah­re nach der Auf­lö­sung wie­der zu­sam­men­ge­fun­den und ver­öf­fent­licht im Herbst ein neu­es Al­bum. Wie ge­wohnt fin­den sich im Pro­gramm vie­le be­kann­te und un­be­kann­te Per­len, et­wa die deut­schen Hip-Hop-Grös­sen Afrob und Fer­ris MC (3. Ju­li), der fran­zö­si­sche Elec­tro­ni­ca-Mu­si­ker Thyl­a­ci­ne (8. Ju­li), das ko­lum­bia­ni­sche Psy­che­de­lic-Funk-Trio Balthvs (10. Ju­li) oder die ka­na­di­sche Soul-Jazz-Mu­si­ke­rin Do­mi­ni­que Fils-Ai­mé.

Die gros­se Ge­burts­tags­par­ty steigt dann am 11. Und 12. Ju­li: Am Ju­bi­lä­ums­weekend tre­ten di­ver­se St.Gal­ler Mu­si­ker:in­nen und Bands auf. Da­bei sind Stahl­ber­ger, Tü­chel, Ria­na, Yes I’m Very Ti­red Now, Dachs, Owen Ka­ne und Pa-Tee (nur Sonn­tag) so­wie Ikan Hyu, das kom­pro­miss­lo­se Zür­cher Duo mit der Mör­schwi­le­rin Han­nah Bis­seg­ger. Die meis­ten Kon­zer­te dau­ern 30 Mi­nu­ten, die Acts spie­len fast naht­los nach­ein­an­der. (Da­vid Gad­ze)

Kul­tur­fes­ti­val: Diens­tag, 30. Ju­ni, bis Sams­tag, 18. Ju­li, In­nen­hof des Kul­tur­mu­se­ums, St.Gal­len. 
kul­tur­fes­ti­val.ch

Hier geht es zum gros­sen Sai­ten-Ar­ti­kel über 20 Jah­re Kul­tur­fes­ti­val. 

 

Büh­ne 

Ster­nen­him­mel auf dem Müns­ter­platz 

Thea­ter un­ter frei­em Him­mel hat ja im­mer sei­nen ganz be­son­de­ren Charme. Laue Som­mer­näch­te, der Blick auf den Re­gen­ra­dar und die spek­ta­ku­lä­re Ku­lis­se hin­ter dem Kon­stan­zer Müns­ter ma­chen die­sen Thea­ter­abend zu ei­nem be­son­de­ren Ver­gnü­gen. In die­sem Som­mer ist der Ster­nen­him­mel nicht nur über dem Thea­ter­raum, son­dern auch auf der Büh­ne: Büch­ners Lust­spiel Le­on­ce und Le­na wird hier bis En­de Ju­li als spa­ci­ge Ope­ra in­sze­niert, denn Re­gis­seur Ekat Cor­des ver­wan­delt die his­to­ri­sche Sa­ti­re von 1836 in ein ga­lak­ti­sches Mu­sik­thea­ter-Spek­ta­kel. Aus den Fürs­ten­tü­mern Po­po und Pi­pi wer­den ri­va­li­sie­ren­de Tech­no­lo­gie­kon­zer­ne, aus Le­on­ce und Le­na men­schen­ähn­li­che An­dro­iden, die sich ih­rem vor­be­stimm­ten Schick­sal ent­zie­hen und et­was ent­de­cken, das in ih­rer per­fekt durch­or­ga­ni­sier­ten Welt nicht vor­ge­se­hen ist: die Lie­be! Mit mu­si­ka­li­schen und aus­stat­tungs­tech­ni­schen An­spie­lun­gen auf Star Trek und Bar­ba­rel­la ver­bin­det die In­sze­nie­rung Büch­ners Sprach­witz mit zeit­ge­nös­si­schen Fra­gen nach^Frei­heit, Selbst­be­stim­mung und ge­sell­schaft­li­chen Er­war­tun­gen – das al­les frei­schwe­bend im All. (Ve­ro­ni­ka Fi­scher)

Le­on­ce und Le­na: bis Sams­tag, 25. Ju­li, je­weils 19 Uhr, Müns­ter­platz, Kon­stanz.
thea­ter­kon­stanz.de

 

Rund­gän­ge 

Kunst­spa­zier­gän­ge und Mu­cke im «Flööz­li»

Die Do­go Kunst­re­si­denz bie­tet auch die­ses Jahr wie­der in Ko­ope­ra­ti­on mit dem Lich­ten­stei­ger Rat­haus für Kul­tur und Tog­gen­burg Tou­ris­mus Kunst­spa­zier­gän­ge durch die Re­gi­on an. Am 3. Ju­li gibt es ei­nen Rund­gang durch das his­to­ri­sche Städt­chen Lich­ten­steig, auf dem neue, dau­er­haft öf­fent­lich zu­gäng­li­che Ar­bei­ten von Jo­na­than De Maey­er, Mir­jam Gal­lo und Yvonne Lanz zum The­ma «be­stän­di­ger Wald» zu se­hen sind. Am 4. Ju­li gibt es vor­mit­tags ei­nen Work­shop mit Stu­dio Er­ba, der ei­nen Ein­blick in sei­ne künst­le­ri­sche Pra­xis bie­tet. Am Nach­mit­tag führt ei­ne Bus-Rund­rei­se zu ver­schie­de­nen Plät­zen an Thur und Ne­cker, wo neue Wer­ke – ei­ne Se­rie poe­tisch-per­for­ma­ti­ver Bron­ze­ta­feln von Mar­ce Nor­bert Hör­ler und ei­ne Licht- und Skulp­tur­instal­la­ti­on von Mir­re Yay­la Séur – ge­zeigt wer­den. Am «Kul­tur ve­rus­sen» auf der ge­müt­li­chen Flööz­li-Wie­se in Lich­ten­steig klin­gen die bei­den Spa­zier­gän­ge je­weils bei Mu­sik, Speis und Trank aus. (Ro­man Hertler)

Kunst­rund­gang in Lich­ten­steig: Frei­tag, 3. Ju­li, 19 Uhr, Treff­punkt Rat­haus für Kul­tur, Lich­ten­steig.
Work­shop mit Stu­dio Er­ba: Sams­tag, 4. Ju­li, 9:30 Uhr, Bahn­hof Büt­schwil.
Bus-Rundreis­li: Sams­tag, 4. Ju­li, 13:30 Uhr, ab Bahn­hof Lich­ten­steig.
do­go­re­si­denz.ch

 

Blu­men­wies und Schwamm­stadt

Die FDP der Stadt St.Gal­len führt die­sen Som­mer zwei An­läs­se «für Da­heim­ge­blie­be­ne» durch. Am 4. Ju­li fin­det ei­ne Bau­stel­len­be­sich­ti­gung des Hal­len­bads Blu­men­wies statt, das der­zeit sa­niert und er­wei­tert wird und En­de 2027 wie­der­eröff­net wer­den soll. Beim Rund­gang mit Stadt­rat Ma­thi­as Ga­ba­t­hul­er und Pro­jekt­lei­te­rin He­le­na Fehr er­fah­ren die Teil­neh­mer:in­nen mehr über die Vi­si­on, die Be­deu­tung für die Stadt so­wie den ak­tu­el­len Stand der Bau­ar­bei­ten. Da die Teil­neh­mer:in­nen­zahl auf 25 Per­so­nen be­grenzt ist, ist ei­ne An­mel­dung bis am 1. Ju­li nö­tig. Am 11. Ju­li or­ga­ni­sie­ren die Um­welt­frei­sin­ni­gen ei­nen Rund­gang zum The­ma «Der Weg zur Schwamm­stadt». Auf die­sem be­fin­det sich die Stadt St.Gal­len seit ei­ni­gen Jah­ren. Auf dem Rund­gang vom Haupt­bahn­hof zum Kan­ti­park, wo kürz­lich ein al­tes Pump­werk zu ei­ner Re­ten­ti­ons- und Spei­cher­an­la­ge für Re­gen­was­ser um­ge­baut wur­de, er­läu­tert Ro­land Lüt­hy, Co-Lei­ter Stadt­ent­wäs­se­rung, was ge­nau ei­ne Schwamm­stadt ist und wie ei­ne Stadt zu ei­ner sol­chen wird. (Da­vid Gad­ze)

Bau­stel­len­be­sich­ti­gung Blu­men­wies: Sams­tag, 4. Ju­li, 10 Uhr, Treff­punkt: Na­tur­mu­se­um, St.Gal­len.
Stadt­rund­gang zum The­ma Schwamm­stadt: Sams­tag, 11. Ju­li, 9:30 Uhr, Treff­punkt: Haupt­bahn­hof St.Gal­len. 
bei­de An­läs­se nur mit An­mel­dung
stadt.fdp.sg

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Die un­ver­zicht­ba­ren Som­mer­tipps – Teil 1

Bis zum En­de der Som­mer­fe­ri­en prä­sen­tiert Sai­ten wö­chent­lich Kul­tur­tipps aus der Re­gi­on. Teil 1: Open­air-Ki­nos, Bla­bla­bor – «Gue­ril­la Ra­dio», Mi­chail Pir­ge­lis – «HYLE», «Hei­mat­flim­mern», Kul­tur­fes­ti­val St.Gal­len, Le­on­ce und Le­na, Kunst­spa­zier­gän­ge und Mu­sik im «Flööz­li» so­wie Rund­gän­ge zum Blu­men­wies und zur Schwamm­stadt. 

Von  Redaktion Saiten
Noemi Pfister Happily Aging Dying

Musik im Rorschacherberg

Schloss­mu­sik von Big Band bis In­die

Von  Vera Zatti
Sommerbuehne by Night

Der Wi­der­stand der Ama­zo­nas­frau­en

In Kon­stanz gas­tiert der­zeit die Grup­pe As Ka­ru­a­na – ein po­li­ti­scher Frau­en­chor aus dem Ama­zo­nas. Sie zeigt mit ih­rer Mu­sik, ih­rem Tanz, ih­rer Kunst und ih­rem Wis­sen po­li­ti­sche Ré­sis­tance und kämpft für die Rück­erobe­rung ih­rer in­di­ge­nen Kul­tur.

Von  Veronika Fischer
AS KARUANA Gruppenfoto4

Vol­ler Wi­der­sprü­che

Ma­le­rin, les­bisch und glü­hen­de NS-An­hän­ge­rin. Ste­pha­nie Hol­len­stein (1886-1944) war vie­les. Ein Wi­der­spruch? Der neue Do­ku­men­tar­film von Bir­git­ta Wei­zen­eg­ger be­fasst sich mit dem Le­ben der vor­arl­ber­gi­schen Künst­le­rin.

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Ech­te Lö­sun­gen für ech­te Pro­ble­me

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Der In­nen­hof als Head­li­ner

Zum 20. Mal bringt das Kul­tur­fes­ti­val in­ter­na­tio­na­le Ent­de­ckun­gen und lo­ka­le Lieb­lings­bands in ei­nen der schöns­ten Kon­zer­tor­te St.Gal­lens. Zum Ju­bi­lä­um blickt Or­ga­ni­sa­tor Lu­kas Hof­stet­ter zu­rück – und be­haup­tet sich zu­gleich in ei­nem Mu­sik­ge­schäft, das für klei­ne­re Fes­ti­vals im­mer schwie­ri­ger ge­wor­den ist.

Von  Philipp Bürkler
Digitalism 1 2022 Kulturfestival Marcello Engi
Heftvorschau 07/08/26
Kunst im Sittertal, Sommertipps

Vor 40 Jah­ren grün­de­te Fe­lix Leh­ner in Bein­wil am See die Kunst­gies­se­rei, die 1994 nach St.Gal­len zog. Und vor 20 Jah­ren ent­stand er­gän­zend da­zu die Stif­tung Sit­ter­werk, die un­ter an­de­rem ei­ne welt­weit ein­zig­ar­ti­ge Kunst­bi­blio­thek führt. Wir tau­chen ein in die­sen wun­der­sa­men Mi­kro­kos­mos im Sit­ter­tal. Aus­ser­dem in der Ju­li/Au­gust-Dop­pel­num­mer: die un­ver­zicht­ba­ren Som­mer­tipps, die Fla­schen­post von An­na Stern aus Finn­land und das In­ter­view zum 100-Jahr-Ju­bi­lä­um un­se­rer Haus­dru­cke­rei Nie­der­mann. 

Saiten 260708 01 Cover 01

Dy­na­mik in Stein

Flo­ri­an Fuchs ar­bei­tet an ei­ner an­tik an­mu­ten­den, 2,5 Me­ter ho­hen Mar­mor­sta­tue. War­um in­ter­es­siert sich ein jun­ger Bild­hau­er für die­se klas­si­sche Her­an­ge­hens­wei­se? Ein Werk­statt­be­such in Fla­wil.

Von  Roman Hertler
01 Florian Fuchs Theano Foto Maria Mahler

Der Kul­tur­kampf

Es war das Jahr­zehnt der Kul­tur: In den 80ern kam die Stadt St.Gal­len zu ei­ner Kunst­hal­le, ei­nem Pro­gramm­ki­no, der Frau­en­bi­blio­thek, der Gra­ben­hal­le, ge­nos­sen­schaft­li­chen Bei­zen und an­de­rem. Wie das ge­lang und wer die Fä­den zog, zeich­nen Ralph Hug und Co­rin­ne Schatz im Buch Der gros­se Auf­bruch nach.

Von  Peter Surber
2606 80er JF Mueller 01

Die sub­ver­si­ve Kraft des Auf­be­geh­rens

Das Film­dra­ma Fuo­ri er­zählt ein kur­zes Ka­pi­tel der aus­ser­ge­wöhn­li­chen Le­bens­ge­schich­te ita­lie­ni­schen Schrift­stel­le­rin, Schau­spie­le­rin und Wi­der­stands­kämp­fe­rin Go­li­ar­da Sa­pi­en­za.

Von  Karsten Redmann
Fuori 3

Die Ge­füh­le dre­hen sich

Mit ver­schreck­ten Se­cu­ri­tys in ei­ner bun­ten In­sze­nie­rung von An­ge­li­ka Zacek prä­sen­tiert das Vor­arl­ber­ger Lan­des­thea­ter in Bre­genz Shake­speares Ein Som­mer­nachts­traum.

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Ein Sommernachtstraum David Kopp Maria Lisa Huber Nurettin Kalfa c Anja Koehler

Tri­umph­marsch ge­gen den Krieg

Die St.Gal­ler Fest­spiel-Oper spielt die­ses Jahr im Haus statt auf dem Klos­ter­platz – ein Glücks­fall für Ver­dis Ai­da, die mensch­lich und mu­si­ka­lisch in die Tie­fe geht. Mo­de­s­tas Pi­t­re­nas di­ri­giert ein letz­tes Mal, Ben Baur in­sze­niert bild­stark.

Von  Peter Surber
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Der Ap­fel, der bö­se Wolf und Will­helm Tell 

Im Werk 2 in Ar­bon dreht sich der­zeit al­les um My­then. «Sehn­sucht My­thos. Wie Ge­schich­ten un­se­re Welt ge­stal­ten» ist ei­ne äs­the­ti­sche Aus­stel­lung, die mit ih­rem sehr brei­ten My­thos­be­griff ar­bei­tet und viel­fäl­ti­ge Ge­schich­ten un­ter ei­nem Dach ver­eint.

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Neue Eigenproduktion

Mit Walt Whit­man in die Zu­kunft 

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Tunneleröffnung

Von der Lok­re­mi­se zur Reit­hal­le gehts jetzt un­ten durch

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Mit 1000 Um­dre­hun­gen durch den All­tags­irr­sinn

Das muss­te ja so kom­men! Es konn­te nicht bei ei­nem blei­ben. Zum Glück! Jetzt gibt es das zwei­te gros­se, schwe­re Psy­cho­buch von Be­ni Bi­schof. Dar­in ver­wir­belt der Künst­ler er­neut Ei­ge­nes, Frem­des, Be­fremd­li­ches, Be­kann­tes, Neu­es, Un­kennt­li­ches mit lo­cke­rer Hand, Hu­mor und Hin­ter­sinn.

Von  Kristin Schmidt
2606 Psychobuch 2

Auf­he­ben, ver­kau­fen oder zer­stö­ren?

Die Son­der­aus­stel­lung «Bau­stel­le Er­in­ne­rung / ‹Hit­ler ent­sor­gen› – Ar­bei­ten am be­las­te­ten Er­be» im Vor­arl­berg Mu­se­um in Bre­genz be­schäf­tigt sich da­mit, wie ein ver­ant­wor­tungs­vol­ler Um­gang mit Ge­gen­stän­den aus der NS-Ver­gan­gen­heit aus­se­hen kann. Aus­ser­dem be­rät das Mu­se­um Pri­vat­per­so­nen, die sol­che Ge­gen­stän­de be­sit­zen.

Von  Sieglinde Wöhrer
S0 A2501 Ausstellung Baustelle Erinnerung Foto Petra Rainer 1

Ge­trennt ge­mein­sam und mit gu­ter Aus­sicht

For­rer Stie­ger Ar­chi­tek­ten ge­lingt mit dem Drei­fach­kin­der­gar­ten und der Ta­ges­be­treu­ung im Hei­lig­kreuz­quar­tier in St.Gal­len die Qua­dra­tur des Krei­ses.

Von  Ursula Badrutt
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Should I Stay or Should I go

Es geht um uns Men­schen und un­ser son­der­ba­res und ver­hee­ren­des Ver­hal­ten. «Hu­mans» heisst die gros­se Ein­zel­aus­stel­lung des Ost­schwei­zer Künst­lers Olaf Breu­ning. Vie­le Ar­bei­ten sind spe­zi­ell für die Schau im Mu­se­um Al­ler­hei­li­gen in Schaff­hau­sen ent­stan­den. 

Von  Ursula Badrutt
2025 06 02 Ausstellungsaufnahmen 14

25 Jah­re Rock am Wei­er

In Wil fand am Wo­chen­en­de das Rock am Wei­er statt. Seit 25 Jah­ren gibt es das Fes­ti­val, und trotz in­zwi­schen grös­se­rer Na­men ist es im­mer noch kos­ten­los. Ein Ver­ein or­ga­ni­siert es nicht-pro­fit­ori­en­tiert und för­dert re­gio­na­le Acts. Un­se­re Au­torin ist an den Ort ih­rer mu­si­ka­li­schen So­zia­li­sa­ti­on zu­rück­ge­kehrt. Ei­ne Re­por­ta­ge. 

Von  Elisa Faes
Rock am weier elisa faes 1