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Mit Walt Whitman in die Zukunft 

Der Theatermacher Thomas Fuhrer hat ein Gedicht von Walt Whitman adaptiert (Bild: pd/Samuel Forrer)

Der Theatermacher Thomas Fuhrer hat ein Gedicht von Walt Whitman adaptiert (Bild: pd/Samuel Forrer)

Das Theater 111 zeigt ab Anfang Juli die neue Eigenproduktion ... und deutete mir aus. Grundlage bildet ein Gedicht des amerikanischen Schriftstellers Walt Whitman, in dem es darum geht, wie dieser zum Schreiben kam.

Ob Dead Po­ets So­cie­ty oder Brea­king Bad: Das Werk des ame­ri­ka­ni­schen Dich­ters Walt Whit­man (1819-1885) hat längst Ein­gang in die Pop­kul­tur ge­fun­den. In St.Gal­len greift nun der Thea­ter­ma­cher Tho­mas Fuhrer das Werk des Dich­ters auf. Vom 3. bis 5. Ju­li ist das dar­aus ent­stan­de­ne Stück ... und deu­te­te mir aus im Thea­ter 111 zu se­hen. Im Herbst des Jah­res soll es laut Fuhrer wei­te­re Vor­stel­lun­gen ge­ben.

Whit­man ist ein wich­ti­ger ame­ri­ka­ni­scher Ly­ri­ker, der mit sei­nem Schaf­fen for­ma­le und in­halt­li­che Gren­zen aus­tes­te­te. Er ar­bei­te­te mit frei­en Ver­sen und be­fass­te sich glei­cher­mas­sen mit der Na­tur und der Ge­sell­schaft. Ei­nes sei­ner be­kann­tes­ten Ge­dich­te ist O Cap­tain! My Cap­tain!, das er dem 1865 er­mor­de­ten Prä­si­den­ten Abra­ham Lin­coln wid­me­te. Es ist in sei­ne Ge­dicht­samm­lung Lea­ves of Grass ein­ge­gan­gen. Die­se er­schien in ei­ner ers­ten Fas­sung 1855 und um­fass­te zwölf Ge­dich­te. Über die Jah­re hin­weg pu­bli­zier­te Whit­man neue Fas­sun­gen und er­wei­ter­te den Band fort­lau­fend, bis die­ser zu­letzt wohl an die 400 Ge­dich­te.

Für das Stück ... und deu­te­te mir aus im Thea­ter 111 greift Fuhrer ein Ge­dicht aus die­sem Band auf, näm­lich den Ge­sang aus See­trieb. Im rund 40-mi­nü­ti­gen Stück ge­he es un­ter an­de­rem um «Ju­gend, Auf­bruch, Zu­kunft», sagt Fuhrer. Ei­ne Fi­gur wer­de «zum Er­zäh­ler des ei­gent­li­chen Ge­dichts». Die­ses hand­le von Whit­man selbst, der sich als er­wach­se­ner Mann er­in­ne­re und er­zäh­le, wie er zum Dich­ter ge­wor­den sei. 

Noch sei aber nicht al­les «ge­nau fest­ge­legt», er­klärt Fuhrer, der den ame­ri­ka­ni­schen Dich­ter vor über 50 Jah­ren ent­deck­te und bis heu­te von ihm fas­zi­niert ist. Das Stück sol­le «der Dis­kre­panz von Whit­mans Ge­sang zum heu­ti­gen Ame­ri­ka, der heu­ti­gen Ge­sell­schaft, der heu­ti­gen Na­tur ein Zei­chen set­zen».

Dem Be­schrieb ent­nimmt man wei­ter, dass Whit­man sich für «die Frei­heit, die De­mo­kra­tie und Gleich­be­rech­ti­gung» ein­setz­te. Und sich «in sei­ner wert­frei­en Be­trach­tung der Na­tur, des Men­schen und sei­ner Um­ge­bung» ei­ne an­de­re Mög­lich­keit zu le­ben er­ah­nen las­se. 

... und deu­te­te mir aus: Frei­tag, 3. Ju­li, und Sams­tag, 4. Ju­li, je­weils 20 Uhr, so­wie Sonn­tag, 5. Ju­li, 11 Uhr, Thea­ter 111, St.Gal­len.

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