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Die unverzichtbaren Sommertipps – Teil 2

The Long Sit, 2025. Öl auf Leinwand, 190 × 300 cm.  Noemi Pfister, 1991, aus Locarno, lebt und arbeitet in Basel. Sie hat Fine Arts in Basel und Genf studiert. In ihrer Malerei verbindet Pfister kunsthistorische Motive mit Popkultur und dem kollektiven Bildgedächtnis. Traumartige Landschaften werden von rätselhaften Figuren bevölkert, deren Körper zwischen Spiel, Erschöpfung und Kontemplation oszillieren. Durch die Verbindung des Vertrauten mit dem Unheimlichen erkundet ihre Arbeit mögliche Formen von Gemeinschaft und Koexistenz.

The Long Sit, 2025. Öl auf Leinwand, 190 × 300 cm. 

 

Noemi Pfister, 1991, aus Locarno, lebt und arbeitet in Basel. Sie hat Fine Arts in Basel und Genf studiert. In ihrer Malerei verbindet Pfister kunsthistorische Motive mit Popkultur und dem kollektiven Bildgedächtnis. Traumartige Landschaften werden von rätselhaften Figuren bevölkert, deren Körper zwischen Spiel, Erschöpfung und Kontemplation oszillieren. Durch die Verbindung des Vertrauten mit dem Unheimlichen erkundet ihre Arbeit mögliche Formen von Gemeinschaft und Koexistenz.

Bis zum Ende der Sommerferien präsentiert Saiten wöchentlich Kulturtipps aus der Region. Teil 2: Kinok-Open-Air, Solarkino, Christa Näher – «Excess», Living Museum, Poolbar Festival, Die Legende von Anne Bonny und SP-Spaziergänge. 

Ki­no

Mit der Kraft der Son­ne un­ter­wegs

Zum 15. Mal geht die­sen Som­mer das So­lar­ki­no auf Tour­nee. Einst als Wer­be­ve­hi­kel für So­lar­ener­gie ge­grün­det, ist es in­zwi­schen fes­ter und be­lieb­ter Be­stand­teil der som­mer­li­chen Open­air-Ki­no­sze­ne in der Ost­schweiz. Auf­takt ist vom 8. bis 11. Ju­li im Strand­bad Brug­ger­horn in St.Mar­grethen, das Fi­na­le im Sep­tem­ber in Tro­gen und am Stadtwei­er Wil. Da­zwi­schen macht es Halt in Ror­schach, in He­ris­au, in Stein AR, auf der Schwäg­alp, in Schwell­brunn, in Die­pold­sau und in Fla­wil. Vom 29. Ju­li bis 8. Au­gust gas­tiert das mit Son­nen­en­er­gie be­trie­be­ne Frei­luft­ki­no zu­dem auf dem Gal­lus­platz in St.Gal­len.

Ge­star­tet wird hier mit Trop chaud: Kli­ma-Se­nio­rin­nen vs. Switz­er­land. Da­ne­ben ist auch Hel­din, zu se­hen, der ein­drucks­vol­le Schwei­zer Spiel­film über den Pfle­ge­all­tag. Se­hens­wert ist si­cher auch der Kurz­film­abend am 30. Ju­li mit Strei­fen aus fünf ver­schie­de­nen Län­dern, die ei­nen Blick auf Mo­men­te wer­fen, in de­nen Men­schen, Or­te und Er­in­ne­run­gen auf­ein­an­der­tref­fen. Das Pro­gramm des So­lar­ki­nos fällt auch in die­sem Som­mer ins­ge­samt bunt und viel­fäl­tig aus. Zwei Strei­fen ste­chen als per­sön­li­che Fa­vo­ri­ten trotz­dem her­aus: Der Pin­gu­in mei­nes Le­bens (16. Ju­li in Ror­schach) und die lie­be­voll in­sze­nier­te Lie­bes­ge­schich­te Il Pos­ti­no (13. Au­gust im Au­en­land in Stein AR). Aber eben: Al­le wer­den si­cher ih­re ei­ge­nen Fa­vo­ri­ten un­ter den gut zwei Dut­zend Som­mer­fil­men des So­lar­ki­nos fin­den … (Re­to Vo­n­e­schen)

So­lar­ki­no: Mitt­woch, 8. Ju­li. bis Sams­tag, 12. Sep­tem­ber, di­ver­se Or­te. 
so­lar­ki­no-sg.ch

 

Das klei­ne Glück im In­nen­hof der Lok­re­mi­se

Die Welt scheint der­zeit ziem­lich aus den Fu­gen zu sein. Um­so will­kom­me­ner dürf­te sein, dass das Ki­nok die­sen Som­mer ei­nen Kon­tra­punkt setzt und sei­ne Frei­luft­rei­he dem Wohl­fühl­ki­no ver­schrie­ben hat. Das Ki­nok-Open-Air im In­nen­hof der Lok­re­mi­se beim St.Gal­ler Haupt­bahn­hof zeigt vom 9. Ju­li bis zum 8. Au­gust un­ter dem Ober­ti­tel «Vom klei­nen Glück» ins­ge­samt 15 Fil­me. Dar­un­ter sind Klas­si­ker wie Jour de fête (1949) von Jac­ques Ta­ti, Nuo­vo ci­ne­ma pa­radi­so (1988) von Giu­sep­pe Tor­na­to­re oder Le fa­bu­leux de­stin d’Amé­lie Pou­lain (2001) mit Au­drey Tau­tou. Se­hens­wert sind sie aber al­le, die klei­nen Dra­men und Glücks­mo­men­te aus al­len mög­li­chen Welt­ge­gen­den im Ki­nok-Som­mer­pro­gramm. Da geht es un­ter an­de­rem um das tur­bu­len­te Lie­bes­le­ben zwei­er deut­scher Freun­din­nen (Som­mer vorm Bal­kon am 11. Ju­li), um die Sprü­che in US-Glücks­kek­sen (Fre­mont am 16. Ju­li), um ei­ne Knei­pe kurz vor dem Aus (Soul Kit­chen am 23. Ju­li), um das Glück drei­er ja­pa­ni­scher Schwes­tern (Our Litt­le Sis­ter am 31. Ju­li) oder um den wohl­ge­ord­ne­ten All­tag ei­nes Toi­let­ten­rei­ni­gers in To­kio, der durch des­sen Nich­te durch­ein­an­der­ge­wir­belt wird (Per­fect Days von Wim Wen­ders am 7. Au­gust). (Re­to Vo­n­e­schen)

Ki­nok-Open-Air: Don­ners­tag, 9. Ju­li, bis Sams­tag, 8. Au­gust, In­nen­hof der Lok­re­mi­se, St.Gal­len. 
ki­nok.ch

 

Kunst

Ga­le­rie Kirch­gas­se zeigt Chris­ta Nä­her

Chris­ta Nä­her ist bei­nah in Ver­ges­sen­heit ge­ra­ten. Sie ist ei­ne von hier, von der Bo­den­see­re­gi­on. Ihr Wer­de­gang ist be­acht­lich, das Schaf­fen von gros­ser Re­le­vanz, ei­gen­sin­nig und fa­cet­ten­reich. Die Am­bi­va­lenz des Le­ben­di­gen, die Po­la­ri­tät von Licht und Dun­kel­heit bil­den Kon­stan­ten. Rät­sel­haf­te Bild­wel­ten, die Ver­letz­lich­keit des Da­seins, my­tho­lo­gi­sche Ge­stal­ten und schmerz­haf­te Er­fah­run­gen um­krei­sen die Über­zeu­gung, dass die Na­tur dem Men­schen über­le­gen ist. Als ers­te Frau hat­te sie von 1987 bis 2014 ei­ne Pro­fes­sur für Ma­le­rei an der Stä­del­schu­le Frank­furt in­ne. Da­vor stu­dier­te sie an der Hoch­schu­le der Küns­te in Ber­lin. 1992 nahm sie an der Do­cu­men­ta IX in Kas­sel teil. Jetzt sind zahl­rei­che Wer­ke der 1947 in Lin­dau ge­bo­re­nen Künst­le­rin in Steck­born in der Ga­le­rie Kirch­gas­se zu ent­de­cken, nicht all­zu weit ent­fernt von ih­rem Wohn- und Ar­beits­ort in Wol­fegg bei Ra­vens­burg. Für den Be­such der Aus­stel­lung «Ex­cess» braucht es ei­ne Ter­min­ver­ein­ba­rung. Ma­chen wir! Die Neu­gier­de und die Vor­freu­de sind zu gross. (Ur­su­la Bad­rutt)

Chris­ta Nä­her – «Ex­cess»: bis Frei­tag, 28. Au­gust, Ga­le­rie Kirch­gas­se, Steck­born. 
kirch­gas­se.com

 

Krea­tiv wer­den im Li­ving Mu­se­um

Mit­ten in Kreuz­lin­gen, an der Mül­lerstras­se 2a, be­fin­det sich das Li­ving Mu­se­um der Stif­tung Man­sio. Be­tritt man die hel­len gros­sen Räum­lich­kei­ten, ist man so­fort um­ge­ben von Farb­tie­geln, Pin­seln, Ton und Staf­fe­lei­en. Für ei­nen Bei­trag kann man sich hier für ei­nen Tag ei­nen Ate­lier­platz si­chern und die Ma­te­ria­li­en nut­zen, um ei­ge­ne Kunst­wer­ke her­zu­stel­len. Aus­ser­dem bie­tet sich die Ge­le­gen­heit, mit an­de­ren Kunst­schaf­fen­den ins Ge­spräch zu kom­men und ei­nen Ein­blick in de­ren Ar­beits­wei­se zu er­hal­ten. Re­gel­mäs­sig fin­den hier Work­shops statt und der schö­ne Gar­ten lädt zum ge­mein­sa­men Ko­chen, Er­zäh­len und Ver­wei­len ein. Für IV-Emp­fän­ger:in­nen ist die Teil­nah­me kos­ten­los, So­zi­al­hil­fe­be­zü­ger:in­nen kön­nen ei­ne Kos­ten­über­nah­me be­an­tra­gen. Ei­ne Ter­min­ab­spra­che ist nicht not­wen­dig, man kann ein­fach vor­bei­schau­en und los­le­gen. Das Kon­zept vom Li­ving Mu­se­um stammt aus New York und fin­det sich auch in Wil, Lich­ten­steig im Tog­gen­burg, Rap­pers­wil, Win­ter­thur, Schaff­hau­sen und Zü­rich. (Ve­ro­ni­ka Fi­scher)

Li­ving Mu­se­um, Kreuz­lin­gen. 
man­sio.ch

 

Mu­sik

Ab an die Pool­bar!

Wer ei­nen Grund braucht, um nicht in die Som­mer­fe­ri­en ver­rei­sen zu müs­sen: Das Pool­bar-Fes­ti­val ist ei­ner. Es hat sich seit der Grün­dung 1994 als ei­nes der pro­fi­lier­tes­ten Kul­tur­fes­ti­vals im Bo­den­see­raum eta­bliert. Das hat auch da­mit zu tun, dass die Ma­cher:in­nen im ehe­ma­li­gen Hal­len­bad in Feld­kirch je­des Jahr ein brei­tes kul­tu­rel­les An­ge­bot auf die Bei­ne stel­len mit Pool­quiz, Open­air-Ki­no-Vor­füh­run­gen, ver­schie­de­nen DJs und in die­sem Jahr der Über­tra­gung der Fuss­ball-WM. Aus­ser­dem ent­wi­ckeln jun­ge Ge­stal­ter:in­nen jähr­lich im Rah­men des so­ge­nann­ten «Pool­bar Ge­ne­ra­tor» neue Kon­zep­te für das Fes­ti­val­ge­län­de, wo­durch das Fes­ti­val selbst zu ei­nem Ex­pe­ri­men­tier­feld für krea­ti­ve Pra­xis wird. Und auch die­ses Jahr fin­den sich – ne­ben vie­len kos­ten­lo­sen Ver­an­stal­tun­gen – Kon­zer­te im Pro­gramm, für die sich auch die An­rei­se von et­was wei­ter her lohnt: Jo­sé Gon­zá­lez (11. Ju­li), Ke­vin Mor­by (16. Ju­li), Ca­ri Ca­ri (24. Ju­li), Do­no­ts (7. Au­gust) oder die Ba­bysham­bles von Pe­ter Doh­erty (14. Au­gust), um nur ei­ni­ge zu nen­nen. (Da­vid Gad­ze)

Pool­bar Fes­ti­val: Mitt­woch, 8. Ju­li, bis Sonn­tag, 16. Au­gust, ehe­ma­li­ges Hal­len­bad, Feld­kirch. 
pool­bar.at

 

Büh­ne

Der Bo­den­see als At­lan­tik

Pi­ra­ten­kö­ni­gin, Mör­de­rin, Frei­heits­kämp­fe­rin, Pio­nie­rin der Eman­zi­pa­ti­on? An­ne Bon­ny ist ei­ne fas­zi­nie­ren­de his­to­ri­sche Fi­gur. Ge­mein­sam mit Ma­ry Read se­gel­te sie im 18. Jahr­hun­dert ka­pernd und plün­dernd durch die Ka­ri­bik. Wa­ren die zwei Frau­en ein Lie­bes­paar? Vie­les bleibt im Un­ge­wis­sen, bie­tet aber um­so mehr Stoff für ei­nen schwung­vol­len Thea­ter­abend. Das See-Burg­thea­ter in Kreuz­lin­gen in­sze­niert mit Die Le­gen­de von An­ne Bon­ny das rich­ti­ge Stück am rich­ti­gen Ort. Das En­sem­ble er­zählt den Weg der Irin von ei­ner folg­sa­men Ehe­frau zur Re­bel­lin. Es ver­bin­det Live-Mu­sik, Schau­spiel, Kampf­ge­tüm­mel und Akro­ba­tik zu ei­nem ac­tion­ge­la­de­nen, hu­mor­vol­len Abend. Da­mit wird der Bo­den­see zum At­lan­tik und die Büh­ne zum Schiffs­wrack mit ei­nem zehn Me­ter ho­hen Mast mit Aus­guck und Ta­ke­la­ge. So­gar ein Af­fe spielt mit und wird das ra­san­te Trei­ben kom­men­tie­ren. Und falls das Wet­ter nicht ganz so süd­see­mäs­sig aus­fällt: Die Pu­bli­kums­tri­bü­ne ist über­dacht. Ahoi! (Kris­tin Schmidt)

Die Le­gen­de von An­ne Bon­ny: Don­ners­tag, 9. Ju­li, bis Diens­tag, 4. Au­gust, je­weils 20:30 Uhr, See­burg­park, Kreuz­lin­gen. 
see-burg­thea­ter.ch

 

Rund­gän­ge

Viel­falt, Zu­sam­men­le­ben und Teil­ha­be

Die SP der Stadt St.Gal­len führt auch die­ses Jahr wie­der meh­re­re Som­mer­spa­zier­gän­ge durch. Das The­ma lau­tet dies­mal «Viel­falt, Zu­sam­men­le­ben und Teil­ha­be». Ge­gen­über Men­schen mit Mi­gra­ti­ons­er­fah­run­gen wür­den nach wie vor vie­le Vor­ur­tei­le be­stehen, heisst es in der An­kün­di­gung. Dem stel­le die SP an­de­re Per­spek­ti­ven ent­ge­gen: Per­spek­ti­ven, die zei­gen, wie viel­fäl­tig St.Gal­len ist und wie Men­schen mit un­ter­schied­li­chen Ge­schich­ten und Er­fah­run­gen die Stadt ge­mein­sam prä­gen und ge­stal­ten. Die ins­ge­samt sie­ben Spa­zier­gän­ge be­inhal­ten We­ge durch das Asyl­ver­fah­ren (8. Ju­li), Mi­gra­ti­on und frü­he För­de­rung (4. Au­gust), die Be­sich­ti­gung der Mo­schee in Win­keln (10. Au­gust), ei­nen Rund­gang durchs Lin­se­bühl (17. Au­gust), das Ent­de­cken so­li­da­ri­scher Räu­me in St.Gal­len (21. Au­gust), die in­ter­na­tio­na­lis­ti­schen Per­spek­ti­ven auf St.Gal­lens Wi­der­stand (24. Au­gust) und Chan­cen und Viel­falt in Tal­schul­häu­ser (1. Sep­tem­ber). An al­len Som­mer­spa­zier­gän­gen kann man oh­ne An­mel­dung teil­neh­men. (Da­vid Gad­ze)

SP-Som­mer­spa­zier­gän­ge: Mitt­woch, 8. Ju­li, bis Diens­tag, 1. Sep­tem­ber, di­ver­se Or­te in St.Gal­len. 
stadt.sp-sg.ch 

FC St. Gal­len vs. Lau­sanne-Sport – Die Es­pen er­kämp­fen sich die 3 Punk­te

Nach ei­ner ganz pas­sa­blen ers­ten Halb­zeit der Es­pen so­wie Füh­rung durch ei­nen Elf­me­ter von Gört­ler vor der Pau­se, spie­len die St. Gal­ler die­ses Re­sul­tat an­schlies­send her­un­ter und ho­len sich die 3 Punk­te.

Von SENF Kollektiv,
Senf

Die Ge­walt hat ei­nen Schlüs­sel

Mehr als vier­ein­halb Stun­den dau­er­te Der Pro­zess Pe­li­cot im Thea­ter St.Gal­len. Mi­lo Rau und Ser­va­ne Dè­cle in­sze­nier­ten ei­nen Abend über se­xua­li­sier­te Ge­walt und che­mi­sche Un­ter­wer­fung – und über ei­ne Ge­sell­schaft, die von Män­nern mehr Ver­ant­wor­tung ver­langt.

Von Philipp Bürkler,
DSC02202 Kopie

Men­schen­rech­te sind kei­ne Selbst­ver­ständ­lich­keit

Die Men­schen­rech­te ste­hen welt­weit un­ter Druck. Doch wie kon­se­quent setzt sich die Schweiz für sie ein? Ein neu­es Buch nimmt die Schwei­zer Men­schen­rechts­po­li­tik kri­tisch un­ter die Lu­pe. An der Buch­vor­stel­lung im Squa­re wur­de über Wi­der­sprü­che, Ver­säum­nis­se und mög­li­che Lö­sun­gen dis­ku­tiert.

Von Marion Loher,
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Die Po­li­zei woll­te nichts se­hen und nichts hö­ren

In ei­ner Ten­nis­hal­le im tog­gen­bur­gi­schen Un­ter­was­ser tra­fen sich vor zehn Jah­ren 5000 Neo­na­zis zum gröss­ten Rechts­rock-Kon­zert, das je im deutsch­spra­chi­gen Raum statt­ge­fun­den hat. Lin­ke Po­li­ti­ker:in­nen re­agier­ten schnell, doch das Er­geb­nis ist er­nüch­ternd.

Von Hans Stutz,
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Leopoldstadt am Vorarlberger Landestheater

Ver­schwun­de­ne Na­men im Fa­mi­li­en­stamm­baum

Von Sieglinde Wöhrer,
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Stimmrecht

Im Re­gen tan­zen

Von Liliia Matviiv,

Ern­ten in der Grau­zo­ne

Ern­te­hel­fer:in­nen sind in der Schweiz schlecht ge­schützt. Ih­re Ar­beits­be­din­gun­gen lie­gen oft in Grau­be­rei­chen, Kon­trol­len sind schwie­rig. Ei­ne Ver­än­de­rung wür­de je­doch be­deu­ten, ein gan­zes Sys­tem auf den Kopf zu stel­len.

Von Daria Frick, Bilder: Ueli Steingruber,
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Bücherherbst: Die Geschichte der Schweizer Uhrmacherkunst von Gion Mathias Cavelty

Gran­dio­se Gro­tes­ke

Von Florian Vetsch,

Ein En­de mit Aus­ru­fe­zei­chen

Die St.Gal­ler Re­stau­rants Tos­ca­na und The Pinch mach­ten ver­gan­ge­ne Wo­che über Nacht dicht. 15 Per­so­nen stan­den un­vor­be­rei­tet auf der Stras­se. Das ver­ant­wort­li­che In­ves­to­ren-Duo schliesst nicht zum ers­ten Mal ein Re­stau­rant in der Stadt. Das ab­rup­te En­de wirft Fra­gen auf.

Von Andi Giger,
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Volks­bad­sa­nie­rung: Trau­er­spiel seit über 40 Jah­ren

Die Stadt St.Gal­len muss spa­ren und will das his­to­ri­sche Volks­bad nach der Wie­der­eröff­nung des Hal­len­bads Blu­men­wies schlies­sen. Da­bei ver­spricht die Stadt seit über 40 Jah­ren die Sa­nie­rung.

Von René Hornung,
Volksbad rene hornung 1

Der St.Gal­ler Kul­tur gehts an den Kra­gen

Die St.Gal­ler Re­gie­rung spart ge­gen ih­ren Wil­len wei­te­re 60 Mil­lio­nen Fran­ken ein und rech­net für 2027 mit ei­nem Plus von 55 Mil­lio­nen Fran­ken. Kul­tu­rel­le Ar­beit wird da­bei wei­ter pre­ka­ri­siert – mit ei­ner gros­sen Aus­nah­me.

Von Roman Hertler,
Kanton sparmassnahme

Filminstallation über Vergänglichkeit

Nur Vor­wärts

Von Daria Frick,
Emilija Skarnulyte Time of Arrow 2026 Kunstmuseum St Gallen Lokremise Foto Stefan Altenburger

Win­tis Glücks­fall

Die al­ten Fa­brik­hal­len sind aus Win­ter­thurs Kul­tur­le­ben nicht mehr weg­zu­den­ken. Sie wä­ren aber nichts oh­ne en­ga­gier­te und gut ver­netz­te Men­schen. Sai­ten konn­te auf Ein­la­dung des Kul­tur­ma­ga­zins «Coucou» ei­ni­ge von ih­nen tref­fen. Ein klei­ner Stadt­rund­gang

Von Roman Hertler, Bilder: Daria Frick,
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Sai­son­start mit pu­rem Wahn­sinn

Das Kon­zert und Thea­ter St.Gal­len zeigt ein­dring­lich auf: Fe­mi­zi­de exis­tie­ren in der Schweiz noch im­mer im un­ge­heu­ren Aus­mass. Die In­sze­nie­rung von Co­rin­na von Rad setzt auf das Gro­tes­ke in Ge­org Büch­ners Woy­zeck und fei­er­te am Sams­tag Pre­mie­re im Gros­sen Haus. Ei­ne Pro­duk­ti­on für «je­der-Mann»!

Von Viviane Sonderegger,
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Es kratzt, knallt und schep­pert

Viel En­er­gie und noch viel mehr Punk gibts auf dem neu­en Al­bum Now To Ru­in der Thur­gau­er Band S.G.A.T.V.. Ge­tauft wird am 1. Ok­to­ber im Win­ter­thu­rer Kraft­feld. Sai­ten hat vor­ab rein­ge­hört.

Von Jeremias Heppeler,
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Bak­te­ri­en und ein Fun­ke Hoff­nung 

Wie kön­nen wir un­se­ren Kon­sum nach­hal­ti­ger ge­stal­ten? In «Next Re­la­ti­ons – Zu­kunft ge­stal­ten» zeigt das Ge­wer­be­mu­se­um Win­ter­thur an­hand von Ar­bei­ten von Stu­die­ren­den mög­li­che An­sät­ze. Ei­ne an­spruchs­vol­le Schau, die Hoff­nung macht.

Von Vera Zatti,
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Mas­ku­li­ni­tät als Spek­trum

Die Aus­stel­lung «Bey­ond the Ma­nos­phe­re. Mas­cu­li­n­i­ties to­day» im Kunst­mu­se­um St.Gal­len un­ter­sucht, wie Männ­lich­keit dar­ge­stellt, ge­prägt und ge­lebt wird. Und zeigt da­bei auch ih­re Wi­der­sprüch­lich­keit.

Von Lilli Kim Schreiber,
Ausstellungsansicht en Foto Sebasti

Tra­gi­ko­mö­die über das Le­ben

Ein Schre­ber­gar­ten wird im neu­en Ro­man Ver­tei­di­gung ei­nes Gar­tens von Chris­ti­na Wal­ker zum Zu­fluchts­ort. Dar­in lässt die Vor­arl­ber­ger Au­torin viel­schich­ti­ge Cha­rak­te­re eben­so auf­blü­hen wie Ap­fel­baum und Jo­han­nis­strauch. 

Von Annette Raschner,
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Mit­spie­len dür­fen. Aber auch die Spiel­re­geln mit­be­stim­men?

Der Kan­ton St.Gal­len hat Kunst- und Kul­tur­schaf­fen­de zur jähr­li­chen Kul­tur­kon­fe­renz nach Wil ein­ge­la­den. Spie­le­risch wur­de ver­sucht, die Aus­rich­tung der Kul­tur­för­de­rung zu klä­ren und Mög­lich­kei­ten der neu­en Kul­tur­stra­te­gie zu dis­ku­tie­ren. Doch die zen­tra­le Fra­ge blieb of­fen: Wie stark kann die Kul­tur­sze­ne den In­halt der Stra­te­gie tat­säch­lich mit­be­stim­men?

Von Philipp Bürkler,
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Heftvorschau 10/26
Erntehilfe, Unterwasser, Bücherherbst

Wer als Ern­te­hel­fer:in in der Schweiz ar­bei­tet, tut dies in ei­ner recht­li­chen Grau­zo­ne. Das nützt vor al­lem ei­nem Sys­tem, das we­der die Land­wirt:in­nen noch die Kon­su­ment:in­nen im Al­lein­gang än­dern kön­nen. Aus­ser­dem im Ok­to­ber­heft: zehn Jah­re Un­ter­was­ser, ei­ne Fla­schen­post aus Hal­le (Saa­le), Kunst zum The­ma Männ­lich­keit, Mu­sik von The Black Salt und na­tür­lich der Bü­cher­herbst – mit neu­er Li­te­ra­tur von Ost­schwei­zer Au­tor:in­nen.

Saiten 2610 Cover