Nicht nur Freital oder Tröglitz haben mit entfesselter Fremdenangst zu kämpfen, auch in der Schweiz werden die Fremdenfeinde immer unverschämter. Es brennen zwar keine Asylheime, aber was nicht ist, kann noch werden. Leider. In Amden oder Arlesheim jedenfalls hat die SVP ihre Trolle schon ganz ordentlich aufstacheln können, siehe zum Beispiel hier.
Am 4. Juli hat sich die SVP einmal mehr selber überboten und ihre Delegierten zum aktiven Widerstand gegen neue Asylzentren in den Gemeinden aufgerufen. Damit sei eine Grenze der Provokation überschritten worden, die nicht zu akzeptieren ist, schreibt ein Bündnis mehrerer Organisationen gestern in einer Medienmitteilung. «Nach der von diesen Kreisen immer wieder angestossenen Verschärfung des Asylgesetzes sollen diese nun gar nicht mehr respektiert werden. Das ist brandgefährlich!»
«Wie in Zeiten des Zweiten Weltkrieges will die SVP die Grenzen der Schweiz mit Hilfe der Armee wieder dicht machen.» Damit gefährde sie nicht nur den sozialen Frieden in der Schweiz, sondern auch all jene Menschen, die in unser Land gekommen sind, um Schutz vor Krieg und Elend zu suchen. Das gleichzeitig verlangte Asylmoratorium stehe in Widerspruch zu unserer Verfassung, den Menschenrechten und der Genfer Flüchtlingskonvention, so das Bündnis. «Dem muss deutlich entgegen getreten werden.»
Am 19. September, zum Uno Tag des Friedens, soll in St.Gallen deshalb eine Kundgebung stattfinden. Das Motto: «Kriege verhindern, Flüchtlinge aufnehmen». Damit wollen die Organisatoren ein deutliches Zeichen setzten «für eine offene und tolerante Schweiz und für Solidarität mit Flüchtlingen, die vor Kriegswirren und Elend aus ihrer Heimat geflohen sind.»
Verschiedene Organisationen aus der Ostschweiz haben sich dafür zusammengeschlossen, darunter das Solinetz, das CABI, die Aktion Zunder, die JUSO St.Gallen-Appenzell, die GSoA St.Gallen, der Schweizerische Friedensrat, der Förderverein Bodensee Friedensweg, die Friedenswoche St.Gallen, das demokratisch-kurdische Gesellschaftszentrum St.Gallen und der Verein für Gerechtigkeit und Demokratie für Sri Lanka.
Von den Schweizer Behörden fordern sie:
Weitere Informationen: www.frieden-ostschweiz.ch
Die zweite Ausgabe des audiovisuellen Festivals Susurrus in der Mülenenschlucht widmet sich der «mehr-als-menschlichen» Mitwelt. Mit akustischen und performativen Interventionen erkundet das Festival neue Formen der Beziehung zwischen Mensch und Natur.
In der Ausstellung «Die leisen Unterschiede» im Haus zur Glocke in Steckborn befassen sich fünf Künstler:innen mit der Wahrnehmung von Unterschieden.
Kolumne: Heppelers Bestiarium
Mit dem Ensemble TAK aus New York gastierte am Dienstag ein Neue-Musik-Quintett von Weltrang im St.Galler Kultbau. Organisiert vom Zyklus Contrapunkt, hätte der Abend mehr Publikum verdient. Ein Bubble-Problem?
Das St.Galler Kulturmuseum öffnet in der neuen Ausstellung «Stereotypes: Neanderthalerin» den Blick auf diese Steinzeitmenschen. Die Schau mit viel Pink verknüpft geschickt Spiel mit Wissenschaft und Vergangenheit mit Gegenwart.
Das Theater an der Grenze in Kreuzlingen startet heute in die neue Spielzeit. Kürzlich verstarb die prägende Co-Präsidentin Anna Rink. Ausserdem fällt der bisherige Spielort im Kulturzentrum Kult-X bis Ende 2027 weg. Wie der Verein diese Hürden meistert, erzählen Präsidentin Vroni Ellenbroek und Klaus Okrafka aus der Programmleitung im Interview.
St. Gallen startete gut in die Partie, agierte aber oftmals zu umständlich gegen tief verteidigende Sittener und blieb letztlich glücklos.
Auf seinem neuen Soloalbum thematisiert Manuel Stahlberger die Überhitzung. Die klimatische, die gesellschaftliche, die politische. Gemeinsam mit Bit-Tuner hat der St.Galler Musiker dafür einen düsteren, elektronischen Sound gefunden.
An Kleinbauten gehen wir oft achtlos vorbei: Buswartehäuschen, öffentliche WCs, nicht mehr gebrauchte Telefonkabinen oder Feuerwehr- und Strassenwärtermagazine. Aktuell gibt es dazu eine Ausstellung im 1. Stock des Rathauses St.Gallen.
Bis 2050 will die Stadt St.Gallen klimaneutral sein. Karin Hungerbühler und Tobias Fischer-Künzler von der Dienststelle Umwelt und Energie beantworten Fragen zur bevorstehenden Klimawoche und zum Klimaschutz in der Stadt.
Anita Zimmermann alias Leila Bock prägt die St.Galler Kulturszene seit Jahrzehnten – als Künstlerin, als Vermittlerin, als Ermöglicherin. Sie hat Widerstände überwunden und andere Künstler:innen immer wieder herausgefordert. Eine Würdigung
Die St.Galler Museumsnacht findet in diesem Jahr zum 20. Mal statt. Zum Jubiläum blickt Vereinspräsidentin Barbara Affolter zurück und nach vorne. Sie sagt, was die Museumsnacht bis heute ausmacht und wohin sie sich entwickeln soll.
Die Ausstellung «Voller Leben» des Vereins IG Halle Rapperswil wirft Schlaglichter auf künstlerische Schaffensprozesse und ihre Verbindungen zur Natur.
Kolumne: Stimmrecht
Der St.Galler Kunstkiosk wird fünfzehn Jahre alt. Gefeiert wird das mit einer Jubiläumsausstellung im ehemaligen Tiffany Night Club. Die Vernissage ist am 12. September. Saiten hat schon vor der Eröffnung vorbeigeschaut.
Musiktheater
Zum 36-jährigen Bestehen seiner Galerie Macelleria d'arte transformiert Francesco Bonanno ein leerstehendes Gebäude am Roten Platz in St.Gallen in ein buntes Haus voller Kunst. Was als kleines Projekt begann, wuchs zu einem Gemeinschaftswerk von fast 100 Kunstschaffenden.
St.Gallen und Luzern haben mehr gemeinsam, als man zunächst denkt – oder doch nicht? «Null41» war mit der Saiten-Redaktion in St.Gallen unterwegs.
Von St.Gallen bis nach Südafrika. Ein Ostschweizer Ehepaar reist im Landrover Defender um die Welt. Ihre Erlebnisse halten die Baumelers mit einer Kamera fest. Nun erscheint ihr Film Immer weiter in Ostschweizer Kinos – eine ehrliche Dokumentation, der eine Einordnung gut getan hätte.
«Open House St.Gallen»