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Menschenrechte sind keine Selbstverständlichkeit

Diskussion über Menschenrechte in der Schweiz: Melanie Oșan (Moderation), Nino Janashvili, Tarek Naguib und Thomas Burri (Bild: pd/Square)

Diskussion über Menschenrechte in der Schweiz: Melanie Oșan (Moderation), Nino Janashvili, Tarek Naguib und Thomas Burri (Bild: pd/Square)

Die Menschenrechte stehen weltweit unter Druck. Doch wie konsequent setzt sich die Schweiz für sie ein? Ein neues Buch nimmt die Schweizer Menschenrechtspolitik kritisch unter die Lupe. An der Buchvorstellung im Square wurde über Widersprüche, Versäumnisse und mögliche Lösungen diskutiert.

Die Schweiz ver­steht sich ger­ne als Men­schen­rechts­staat. Sie hat ei­ne lan­ge hu­ma­ni­tä­re Tra­di­ti­on, en­ga­giert sich in­ter­na­tio­nal für den Schutz der Men­schen­rech­te und ist Sitz zahl­rei­cher Or­ga­ni­sa­tio­nen. Doch wie gut wird sie die­sem Selbst­ver­ständ­nis tat­säch­lich ge­recht, ge­ra­de in ei­ner Zeit, in der Men­schen­rech­te zu­neh­mend un­ter Druck ge­ra­ten? Wo lie­gen die Wi­der­sprü­che und wer trägt die Ver­ant­wor­tung für den Schutz und die Durch­set­zung der Men­schen­rech­te? Mit sol­chen Fra­gen be­schäf­tigt sich das Buch Men­schen­rech­te – Die Schweiz in der Ver­ant­wor­tung, das am Mitt­woch­abend im Squa­re an der Uni­ver­si­tät St.Gal­len vor­ge­stellt wur­de. 

In 17 Es­says, die in vier Ka­pi­teln auf­ge­teilt sind, set­zen sich über 20 Au­tor:in­nen aus Wis­sen­schaft und Pra­xis mit der Men­schen­rechts­si­tua­ti­on in der Schweiz aus­ein­an­der. Sie be­leuch­ten in­sti­tu­tio­nel­le Schwä­chen und wirt­schaft­li­che Ver­flech­tun­gen, be­fas­sen sich mit ge­sell­schaft­li­chen Un­gleich­hei­ten und den – po­si­ti­ven und ne­ga­ti­ven – Aus­wir­kun­gen von Künst­li­cher In­tel­li­genz. Gleich­zei­tig lie­fern die Bei­trä­ge Ideen und kon­kre­te Vor­schlä­ge, wie sich die Men­schen­rech­te stär­ken las­sen, und er­in­nern dar­an, dass sie kei­ne Selbst­ver­ständ­lich­keit sind, son­dern im­mer wie­der er­kämpft und ver­tei­digt wer­den müs­sen. 

Die Tex­te sind kurz­ge­hal­ten und auch oh­ne ju­ris­ti­sches Vor­wis­sen ver­ständ­lich. «Uns war wich­tig, dass die Bei­trä­ge ei­ner brei­ten Öf­fent­lich­keit zu­gäng­lich sind», sag­te Mit­her­aus­ge­ber Ta­rek Na­guib, Ju­rist, Rechts­so­zio­lo­ge, Men­schen­rechts­ak­ti­vist und seit 2025 Lei­ter des Be­reichs Be­ra­tung und In­for­ma­ti­on bei Isa – Fach­stel­le Mi­gra­ti­on. Zu­sam­men mit Mit­her­aus­ge­be­rin Ni­no Ja­nash­vi­li, So­zi­al­an­thro­po­lo­gin und im Be­reich Part­ner­schaf­ten bei Plan In­ter­na­tio­nal Schweiz tä­tig, so­wie Tho­mas Bur­ri, Pro­fes­sor für Eu­ro­pa- und Völ­ker­recht an der Uni­ver­si­tät St.Gal­len, stell­te er aus­ge­wähl­te Tex­te vor und dis­ku­tier­te über de­ren In­hal­te. 

De­fi­zi­te in der Schwei­zer Men­sch­rechts­po­li­tik

In sei­nem Es­say Men­schen­rechts­staat als Vi­si­on zeigt Mat­thi­as Hui, Theo­lo­ge und Vi­ze­prä­si­dent der Schwei­ze­ri­schen Men­schen­rechts­in­sti­tu­ti­on (SMRI), Lü­cken in der Schwei­zer Men­schen­rechts­po­li­tik auf. So wer­de die Schweiz zwar re­gel­mäs­sig von in­ter­na­tio­na­len Gre­mi­en über­prüft, doch de­ren Emp­feh­lun­gen blie­ben häu­fig oh­ne Fol­gen. Hui for­dert des­halb ei­ne bes­se­re Ko­or­di­na­ti­on zwi­schen Bund und Kan­to­nen und stellt ei­ne öf­fent­lich-recht­li­che Or­ga­ni­sa­ti­on «Men­schen­rechts­staat Schweiz» zur Dis­kus­si­on.

Ta­rek Na­guib sprach in die­sem Zu­sam­men­hang von ei­ner Art «Men­schen­rechts­thea­ter». Wäh­rend die Schweiz ih­re Fort­schrit­te her­vor­he­be, wür­den Nicht­re­gie­rungs­or­ga­ni­sa­tio­nen in Par­al­lel­be­rich­ten auf Miss­stän­de wie feh­len­de ge­setz­li­che Grund­la­gen ge­gen Dis­kri­mi­nie­rung oder Po­li­zei­ge­walt auf­merk­sam ma­chen. Doch die­se lan­de­ten oft in den Schub­la­den der Be­hör­den. Trotz­dem hält er es für «ge­fähr­lich», die Ver­ant­wor­tung für die Men­schen­rech­te dem Staat zu über­las­sen. Ähn­lich ar­gu­men­tier­te Tho­mas Bur­ri. Men­schen­rech­te soll­ten schliess­lich Per­so­nen vor staat­li­chen Ein­grif­fen schüt­zen. «Man muss für sie kämp­fen», be­ton­te er. Gleich­zei­tig sieht Bur­ri ei­nen we­sent­li­chen Man­gel im Schwei­zer Rechts­sys­tem: das Feh­len ei­nes um­fas­sen­den Ver­fas­sungs­ge­richts. «Das ist das gröss­te De­fi­zit, das wir in der Schweiz ha­ben.» Ein Ver­fas­sungs­ge­richt könn­te sei­ner An­sicht nach ei­nen wich­ti­gen Bei­trag zum Schutz der Grund­rech­te leis­ten.

Wie de­mo­kra­tisch ist un­ser Sys­tem wirk­lich?

Ein an­de­rer Bei­trag im Buch wid­met sich dem Recht auf Staats­an­ge­hö­rig­keit. Die Rechts­wis­sen­schaft­le­rin Bar­ba­ra von Rüt­te, die auch Mit­glied in der Eid­ge­nös­si­schen Mi­gra­ti­ons­kom­mis­si­on (EKM) ist, hin­ter­fragt dar­in die re­strik­ti­ve Schwei­zer Ein­bür­ge­rungs­pra­xis. Ho­he An­for­de­run­gen, lang­wie­ri­ge Ver­fah­ren und er­heb­li­che Kos­ten er­schwer­ten vie­len Men­schen den Zu­gang zum Bür­ger­recht. Dies stellt laut von Rüt­te ein Aus­schluss dar und wi­der­spricht der ge­leb­ten Zu­ge­hö­rig­keit der Schweiz.

Ni­no Ja­nash­vi­li ver­wies auf die de­mo­kra­tie­po­li­ti­schen Fol­gen. Rund ein Vier­tel der er­wach­se­nen Be­völ­ke­rung in der Schweiz kön­ne auf Bun­des­ebe­ne nicht po­li­tisch mit­be­stim­men. «Wir rüh­men uns mit un­se­rer di­rek­ten De­mo­kra­tie», sag­te sie. Gleich­zei­tig blei­be ein gros­ser Teil der Be­völ­ke­rung da­von aus­ge­schlos­sen. Das wer­fe die Fra­ge auf, wie de­mo­kra­tisch ein Sys­tem sei, in dem vie­le Men­schen trotz lang­jäh­ri­gem Le­bens­mit­tel­punkt in der Schweiz nicht mit­ent­schei­den könn­ten.

Für die Au­torin ist klar, dass aus men­schen­recht­li­cher Sicht ei­ne Re­form des Schwei­zer Bür­ger­rechts drin­gend nö­tig sei: Erst wenn es von ei­nem In­stru­ment des Aus­schlus­ses zu ei­nem Mit­tel der An­er­ken­nung wer­de, kön­ne es sei­ne Be­deu­tung als Men­schen­recht ge­recht wer­den, schreibt sie.

Künst­li­che In­tel­li­genz als Chan­ce und Ri­si­ko

Im Ka­pi­tel Di­gi­ta­li­sie­rung, Künst­li­che In­tel­li­genz und Al­go­rith­men the­ma­ti­siert Ja­kob Me­ra­ne, Rechts­an­walt und Do­zent an der ETH Zü­rich, die Chan­cen von KI für die Durch­set­zung von Men­schen­rech­ten, oh­ne da­bei die Ri­si­ken aus­zu­blen­den. Er be­schäf­tigt sich ins­be­son­de­re mit der Fra­ge, wie Künst­li­che In­tel­li­genz den Zu­gang zum Recht er­leich­tern kann. Da­von könn­ten vor al­lem Men­schen pro­fi­tie­ren, de­nen ju­ris­ti­sche Kennt­nis­se oder die fi­nan­zi­el­len Mit­tel für ei­ne Rechts­be­ra­tung fehl­ten, heisst es im Es­say. 

Auch Ni­no Ja­nash­vi­li sieht dar­in Po­ten­zi­al. «KI de­mo­kra­ti­siert vie­les», sag­te sie. In­for­ma­tio­nen sei­en heu­te leich­ter zu­gäng­lich und Fä­hig­kei­ten ein­fa­cher zu er­ler­nen. Gleich­zei­tig be­stehe die Ge­fahr, dass KI ge­sell­schaft­li­che Vor­ur­tei­le und Dis­kri­mi­nie­run­gen re­pro­du­zie­re. Tho­mas Bur­ri be­grüss­te die «mu­ti­ge Per­spek­ti­ve» des Au­tors, mahn­te aber, die ge­sell­schaft­li­chen Fol­gen nicht zu un­ter­schät­zen. Die Dis­kus­si­on kon­zen­trie­re sich zu stark auf tech­ni­sche Ri­si­ken. Da­bei ge­rie­ten die tief­grei­fen­den Ver­än­de­run­gen für Bil­dung, kri­ti­sches Den­ken und den Um­gang zwi­schen den Ge­ne­ra­tio­nen aus dem Blick. «Um die­se so­zia­len Um­wäl­zun­gen müs­sen wir uns küm­mern.» 

Buch soll zum Han­deln an­re­gen

Die Her­aus­ge­ben­den wol­len mit ih­rem Buch da­zu an­re­gen, ver­meint­li­che Selbst­ver­ständ­lich­kei­ten zu hin­ter­fra­gen und sich mit der Ver­ant­wor­tung der Schweiz in Men­schen­rechts­fra­gen aus­ein­an­der­zu­set­zen. Vor al­lem aber hof­fen sie, dass es nicht beim Le­sen bleibt. «Das Buch soll zum Han­deln an­re­gen und ein Teil des Kamp­fes um die Men­schen­rech­te wer­den», so Ta­rek Na­guib. Der Schutz der Men­schen­rech­te ge­he al­le et­was an und las­se sich nicht ein­fach an den Staat de­le­gie­ren.

Ta­rek Na­guib, Ni­no Ja­nash­vi­li et al. (Hrsg.): Men­schen­rech­te – Die Schweiz in der Ver­ant­wor­tung. Schul­t­hess Ju­ris­ti­sche Me­di­en AG, 2026.

Men­schen­rech­te sind kei­ne Selbst­ver­ständ­lich­keit

Die Men­schen­rech­te ste­hen welt­weit un­ter Druck. Doch wie kon­se­quent setzt sich die Schweiz für sie ein? Ein neu­es Buch nimmt die Schwei­zer Men­schen­rechts­po­li­tik kri­tisch un­ter die Lu­pe. An der Buch­vor­stel­lung im Squa­re wur­de über Wi­der­sprü­che, Ver­säum­nis­se und mög­li­che Lö­sun­gen dis­ku­tiert.

Von Marion Loher,
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Die Po­li­zei woll­te nichts se­hen und nichts hö­ren

In ei­ner Ten­nis­hal­le im tog­gen­bur­gi­schen Un­ter­was­ser tra­fen sich vor zehn Jah­ren 5000 Neo­na­zis zum gröss­ten Rechts­rock-Kon­zert, das je im deutsch­spra­chi­gen Raum statt­ge­fun­den hat. Lin­ke Po­li­ti­ker:in­nen re­agier­ten schnell, doch das Er­geb­nis ist er­nüch­ternd.

Von Hans Stutz,
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Leopoldstadt am Vorarlberger Landestheater

Ver­schwun­de­ne Na­men im Fa­mi­li­en­stamm­baum

Von Sieglinde Wöhrer,
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Stimmrecht

Im Re­gen tan­zen

Von Liliia Matviiv,

Ern­ten in der Grau­zo­ne

Ern­te­hel­fer:in­nen sind in der Schweiz schlecht ge­schützt. Ih­re Ar­beits­be­din­gun­gen lie­gen oft in Grau­be­rei­chen, Kon­trol­len sind schwie­rig. Ei­ne Ver­än­de­rung wür­de je­doch be­deu­ten, ein gan­zes Sys­tem auf den Kopf zu stel­len.

Von Daria Frick, Bilder: Ueli Steingruber,
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Bücherherbst: Die Geschichte der Schweizer Uhrmacherkunst von Gion Mathias Cavelty

Gran­dio­se Gro­tes­ke

Von Florian Vetsch,

Ein En­de mit Aus­ru­fe­zei­chen

Die St.Gal­ler Re­stau­rants Tos­ca­na und The Pinch mach­ten ver­gan­ge­ne Wo­che über Nacht dicht. 15 Per­so­nen stan­den un­vor­be­rei­tet auf der Stras­se. Das ver­ant­wort­li­che In­ves­to­ren-Duo schliesst nicht zum ers­ten Mal ein Re­stau­rant in der Stadt. Das ab­rup­te En­de wirft Fra­gen auf.

Von Andi Giger,
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Volks­bad­sa­nie­rung: Trau­er­spiel seit über 40 Jah­ren

Die Stadt St.Gal­len muss spa­ren und will das his­to­ri­sche Volks­bad nach der Wie­der­eröff­nung des Hal­len­bads Blu­men­wies schlies­sen. Da­bei ver­spricht die Stadt seit über 40 Jah­ren die Sa­nie­rung.

Von René Hornung,
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Der St.Gal­ler Kul­tur gehts an den Kra­gen

Die St.Gal­ler Re­gie­rung spart ge­gen ih­ren Wil­len wei­te­re 60 Mil­lio­nen Fran­ken ein und rech­net für 2027 mit ei­nem Plus von 55 Mil­lio­nen Fran­ken. Kul­tu­rel­le Ar­beit wird da­bei wei­ter pre­ka­ri­siert – mit ei­ner gros­sen Aus­nah­me.

Von Roman Hertler,
Kanton sparmassnahme

Filminstallation über Vergänglichkeit

Nur Vor­wärts

Von Daria Frick,
Emilija Skarnulyte Time of Arrow 2026 Kunstmuseum St Gallen Lokremise Foto Stefan Altenburger

Win­tis Glücks­fall

Die al­ten Fa­brik­hal­len sind aus Win­ter­thurs Kul­tur­le­ben nicht mehr weg­zu­den­ken. Sie wä­ren aber nichts oh­ne en­ga­gier­te und gut ver­netz­te Men­schen. Sai­ten konn­te auf Ein­la­dung des Kul­tur­ma­ga­zins «Coucou» ei­ni­ge von ih­nen tref­fen. Ein klei­ner Stadt­rund­gang

Von Roman Hertler, Bilder: Daria Frick,
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Sai­son­start mit pu­rem Wahn­sinn

Das Kon­zert und Thea­ter St.Gal­len zeigt ein­dring­lich auf: Fe­mi­zi­de exis­tie­ren in der Schweiz noch im­mer im un­ge­heu­ren Aus­mass. Die In­sze­nie­rung von Co­rin­na von Rad setzt auf das Gro­tes­ke in Ge­org Büch­ners Woy­zeck und fei­er­te am Sams­tag Pre­mie­re im Gros­sen Haus. Ei­ne Pro­duk­ti­on für «je­der-Mann»!

Von Viviane Sonderegger,
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Es kratzt, knallt und schep­pert

Viel En­er­gie und noch viel mehr Punk gibts auf dem neu­en Al­bum Now To Ru­in der Thur­gau­er Band S.G.A.T.V.. Ge­tauft wird am 1. Ok­to­ber im Win­ter­thu­rer Kraft­feld. Sai­ten hat vor­ab rein­ge­hört.

Von Jeremias Heppeler,
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Bak­te­ri­en und ein Fun­ke Hoff­nung 

Wie kön­nen wir un­se­ren Kon­sum nach­hal­ti­ger ge­stal­ten? In «Next Re­la­ti­ons – Zu­kunft ge­stal­ten» zeigt das Ge­wer­be­mu­se­um Win­ter­thur an­hand von Ar­bei­ten von Stu­die­ren­den mög­li­che An­sät­ze. Ei­ne an­spruchs­vol­le Schau, die Hoff­nung macht.

Von Vera Zatti,
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Mas­ku­li­ni­tät als Spek­trum

Die Aus­stel­lung «Bey­ond the Ma­nos­phe­re. Mas­cu­li­n­i­ties to­day» im Kunst­mu­se­um St.Gal­len un­ter­sucht, wie Männ­lich­keit dar­ge­stellt, ge­prägt und ge­lebt wird. Und zeigt da­bei auch ih­re Wi­der­sprüch­lich­keit.

Von Lilli Kim Schreiber,
Ausstellungsansicht en Foto Sebasti

Tra­gi­ko­mö­die über das Le­ben

Ein Schre­ber­gar­ten wird im neu­en Ro­man Ver­tei­di­gung ei­nes Gar­tens von Chris­ti­na Wal­ker zum Zu­fluchts­ort. Dar­in lässt die Vor­arl­ber­ger Au­torin viel­schich­ti­ge Cha­rak­te­re eben­so auf­blü­hen wie Ap­fel­baum und Jo­han­nis­strauch. 

Von Annette Raschner,
Christina walker foto petra rainer 2026 farbe

Mit­spie­len dür­fen. Aber auch die Spiel­re­geln mit­be­stim­men?

Der Kan­ton St.Gal­len hat Kunst- und Kul­tur­schaf­fen­de zur jähr­li­chen Kul­tur­kon­fe­renz nach Wil ein­ge­la­den. Spie­le­risch wur­de ver­sucht, die Aus­rich­tung der Kul­tur­för­de­rung zu klä­ren und Mög­lich­kei­ten der neu­en Kul­tur­stra­te­gie zu dis­ku­tie­ren. Doch die zen­tra­le Fra­ge blieb of­fen: Wie stark kann die Kul­tur­sze­ne den In­halt der Stra­te­gie tat­säch­lich mit­be­stim­men?

Von Philipp Bürkler,
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Heftvorschau 10/26
Erntehilfe, Unterwasser, Bücherherbst

Wer als Ern­te­hel­fer:in in der Schweiz ar­bei­tet, tut dies in ei­ner recht­li­chen Grau­zo­ne. Das nützt vor al­lem ei­nem Sys­tem, das we­der die Land­wirt:in­nen noch die Kon­su­ment:in­nen im Al­lein­gang än­dern kön­nen. Aus­ser­dem im Ok­to­ber­heft: zehn Jah­re Un­ter­was­ser, ei­ne Fla­schen­post aus Hal­le (Saa­le), Kunst zum The­ma Männ­lich­keit, Mu­sik von The Black Salt und na­tür­lich der Bü­cher­herbst – mit neu­er Li­te­ra­tur von Ost­schwei­zer Au­tor:in­nen.

Saiten 2610 Cover

Sound­track für den Herbst

Hu­man Hu­man spie­len me­lan­cho­li­schen und fra­gi­len In­die-Pop, der trotz­dem warm und licht­durch­flu­tet ist. Das St.Gal­ler Duo hat jetzt sei­ne ers­te EP ver­öf­fent­licht und tritt am Wo­chen­en­de gleich zwei­mal im Bahn­hof Brug­gen auf – erst­mals mit ei­ner Band.

Von David Gadze,
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Kommentar zur Beratung der Inklusionsinitiative im Nationalrat

Men­schen­wür­de, nicht Bud­get­pos­ten

Von Christoph Keller,