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Ein Orakelspruch für die City Parking AG

Die erste Abstimmung über die Marktplatz-Vorlage wurde bekanntlich mit 53 Prozent Nein-Stimmen gewonnen. Das war am 15. Mai. Nach der Auszählung sagte SP-Stadträtin Elisabeth Beéry: Die Tiefgarage könne nicht gebaut werden. «Das wäre politisch falsch, der Volkswille ist ein anderer.» Inzwischen findet bereits eine zweite Abstimmung statt – nur eine ohne transparente Regeln. Gemeint ist […]
Von  Andreas Kneubühler , 

Die erste Abstimmung über die Marktplatz-Vorlage wurde bekanntlich mit 53 Prozent Nein-Stimmen gewonnen. Das war am 15. Mai. Nach der Auszählung sagte SP-Stadträtin Elisabeth Beéry: Die Tiefgarage könne nicht gebaut werden. «Das wäre politisch falsch, der Volkswille ist ein anderer.»

Inzwischen findet bereits eine zweite Abstimmung statt – nur eine ohne transparente Regeln. Gemeint ist die sogenannte «Vox-Analyse», die das Gfs-Forschungsinstitut im Auftrag des Stadtrats durchführt. Von einem für sie günstigen Ergebnis geht offensichtlich die City Parking AG aus, die bereits verkündet hat, dass sie die Parkgarage trotzdem bauen wolle.

Bekanntlich ist bei solchen Analysen die Fragestellung massgebend für das Resultat. Zu erinnern ist weiter daran, dass sich die Stadtrat und Stadtverwaltung im Abstimmungskampf klar auf der Ja-Seite positioniert hatten und ihre Stellung mehr als nur ausnutzten. Feststellen kann man auch, dass der genaue Wortlaut des Auftrags an das Forschungsinstitut nicht bekannt ist und dass bei der Ausarbeitung keine Nein-Vertreter einbezogen wurden.

Ersten Erfahrungen bestätigen nun, dass jegliches Misstrauen berechtigt sein könnte. St.Gallerinnen und St.Galler, die bereits telefonisch ausgefragt wurden, wundern sich nämlich über das Vorgehen: Die Fragen seien offensichtlich darauf angelegt, «dass die Parkgarage nicht der einzige Punkt sein könne, der zum Nein geführt hat», meint eine.

Ein anderer stellt fest, dass die Umfrage eher merkwürdig beginne: «Mit Fragen zum Vertrauen in die Politik und zur Bewertung der Kommunikation der Stadt. Offensichtlich sieht man in den Bürgern vor allem Wutbürger».

Ein Dritter kritisiert: «Man kann der Stadt nur viel Glück wünschen bei der Auswertung. Das wird einfach eine Auflistung der bekannten Punkte, und weil man nicht konkret nach Gründen der Ablehnung gefragt wird, gibts bestimmt ein ziemliches Tohuwabohu.»

Ein Tohuwabohu – oder ein Orakelspruch für die City Parking AG.

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Auf sei­nem neu­en Al­bum Th­ree Chords and a Shaking Hand be­singt der Rhein­ta­ler Sin­ger-Song­wri­ter Mo Klé die ge­gen­wär­ti­ge De­bat­ten­kul­tur, Re­gen­stür­me und Selbst­ak­zep­tanz. Die Al­bum­tau­fe fin­det am 7. No­vem­ber im st.gal­li­schen Bahn­hof Brug­gen statt.

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VELJANOV 2018 03

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Steinmodell 2

Die SP setzt auf Pe­ter Oli­bet

Ein Wahl­gang ge­nüg­te: Die SP der Stadt St.Gal­len schickt Pe­ter Oli­bet ins Ren­nen um die Nach­fol­ge von Stadt­rat Pe­ter Jans. Er er­hielt 109 von 182 Stim­men. In der Fra­ge­run­de ging es um Spar­po­li­tik, be­zahl­ba­re Woh­nun­gen und die Fra­ge, wie viel Op­po­si­ti­on ein künf­ti­ges Re­gie­rungs­mit­glied noch ma­chen kann.

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Nomination Peter Olibet 10
Heftvorschau 11/26
Postkolonial, Kulturgelder, Universum

Wäh­rend Zü­rich und Genf ge­raub­te Ben­in-Bron­zen zu­rück­ge­ben, la­viert das Kul­tur­mu­se­um St.Gal­len. Der­weil un­ter­sucht der Thur­gau sei­ne eth­no­gra­fi­sche Samm­lung und schliess Re­sti­tu­tio­nen nicht aus. Aus­ser­dem im No­vem­ber­heft: Der so­li­da­ri­sche Pro­test der St.Gal­ler Kul­tur­sze­ne ge­gen die Spar­plä­ne des Kan­tons, die neue Aus­stel­lung zum Zehn­jäh­ri­gen im Na­tur­mu­se­um St.Gal­len, das ers­te elek­tro­ni­sche So­lo­al­bum von Ka­fi-D und vie­les mehr.

Saiten 2611 01 Cover

Zü­rich und Genf ma­chen vor­wärts, St.Gal­len bremst

Seit ei­ni­gen Jah­ren sind Ben­in-Bron­zen in Schwei­zer Mu­se­en ein heis­ses Ei­sen. Im St.Gal­ler Kul­tur­mu­se­um la­viert man bei der Fra­ge ei­ner mög­li­chen Rück­ga­be zwi­schen Dia­log­be­reit­schaft und Ver­wei­ge­rungs­hal­tung.

Von Richard Butz und Hans Fässler,
Benin bronze kulturmuseum 2026

Bücherherbst: Nie ist alles gut von Raffael Rihs

Mo­ment­auf­nah­men

Von Veronika Fischer,

Ma­gen­brot bis zu­letzt

Ein Fes­ti­val über den Tod – darf das auch lus­tig sein? «Last Call» lädt am 31. Ok­to­ber in St.Gal­len da­zu ein, über das Ster­ben zu spre­chen. In­ter­view mit Mi­chel­le Mauch­le von der Ge­schäfts­stel­le Pal­lia­ti­ve Ca­re Stadt St.Gal­len.

Von Philipp Bürkler,
Festival zum tod michelle mauchle